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Kompetenz in Fachgeschäften

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Arno C. Hofer
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Beiträge: 421

Re: Wie bildet man einen Spielefachverkäufer aus??

Beitragvon Arno C. Hofer » 2. Dezember 2001, 12:46

Lieber Hanno,

ja so stelle ich mir das mit den Hilfskräften auch vor. Besonders gute Hilfskräfte wären allerdings solche Menschen, die selbst gern spielen und schon über eine gewisse Vorkenntnis verfügen und ausserdem vielleicht auch, spielgeschichtlich gebildet, den Kunden wirklich die gute Beratung, welches Spiel für die jeweilige Gruppe paßt, angedeihen lassen könnten.

Spiele sollten nicht durch "nicht selbst spielende Jobber", die in Crash-Kursen "zurechtgezimmert werden" verkauft werden, denn ich kann in eine Kunst-Galerie auch keinen "Laien" als Verkäufer hineinstellen (eher an die Kassa oder zum Verpacken - aber auch das nur bedingt!).

Wenn die Spielwarenhändlerausbildung so breit ist, sollten sich die Menschen doch nach ihren Vorlieben spezialisieren dürfen - und da sind sicher ein paar "Spielefreaks" dabei, aber wenn das stimmt, was ein spielversierter Freund zu hören bekam, als er sich bei Händlern (u.a. auch bei Toys) bewarb, dass man ihm nämlich sagte "Ihre Fachkenntnis in Ehren, aber die behindert sie nur in unserer Arbeit" dann frage ich mich: mit welcher Motivation können wir denn dann bei den Fachverkäufern rechnen?

Arno (der glaubt, dass Du lieber Hanno in einer tollen Situation bist ...)

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Arne Hoffmann

Re: Wie bildet man einen Spielefachverkäufer aus??

Beitragvon Arne Hoffmann » 2. Dezember 2001, 13:33

Hallo Arno!

Arno C. Hofer schrieb:

> Wenn die Spielwarenhändlerausbildung so breit ist, sollten
> sich die Menschen doch nach ihren Vorlieben spezialisieren
> dürfen - und da sind sicher ein paar "Spielefreaks" dabei,
> aber wenn das stimmt, was ein spielversierter Freund zu hören
> bekam, als er sich bei Händlern (u.a. auch bei Toys) bewarb,
> dass man ihm nämlich sagte "Ihre Fachkenntnis in Ehren, aber
> die behindert sie nur in unserer Arbeit" dann frage ich mich:
> mit welcher Motivation können wir denn dann bei den
> Fachverkäufern rechnen?

Das ist doch nicht wahr, oder? Ich verles mich doch - was ist denn dann die Arbeit in den Laeden? Paletten durchs Lager schieben, Loecher in die Decke starren, sich vor Kunden verstecken, unmotiviert herumstehen und mit Kollegen labern? Schoen, wie schnell man doch ueberqualifiziert sein kann - ich kann das gar nicht glauben. Dann muss man sich wirklich nicht ueber Motivationsprobleme bei den "Fachverkaeufern" (darf man die dann noch so nennen?) wundern. (hier fehlt jetzt ein kopfschuettelnder Smilie)

> Arno (der glaubt, dass Du lieber Hanno in einer tollen
> Situation bist ...)

Tschoe,

- Arne - (der weiss, dass Hanno in einer tollen Situation ist, da er schon einmal in dem Laden war (@Hanno: der Scheck ist hier noch nicht eingetroffen :-D ))

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Frank"Riemi"Riemenschneider

Re: Krokodils-Tränen

Beitragvon Frank"Riemi"Riemenschneider » 2. Dezember 2001, 15:29

Sönke Weidemann schrieb:
>
>
> Aber wie sieht es denn auch hier im Forum mit der Realität
> aus? Hier wird mit Empörung gepostet und im Schnäppchenforum
> tobt das Leben mit Tips für den billigen Einkauf. Wal-Mart,
> Penny, Toys etc etc., sie alle tauchen da auf. Finde ich dann
> doch etwas seltsam...
>
>>>Da ich mehr Spiele im einem Jahr kaufe wie andere in fünf oder zehn Jahren habe ich in der Beziehung kein schlechtes Gewissen.
Im Gegenteil, ich bin als spielender/sammelnder Familienvater auf Schnäppchen angewiesen.

> Auch wenn ich mich zu diesem Thema ebenfalls jedes Jahr
> wiederhole: Tut doch was für die Kompetenz der
> Spiele-Fachgeschäfte, fragt nach, ob die nicht Bedarf haben
> an Aushilfskräften, die wirklich Ahnung von der Materie
> haben, bietet Eure Hilfe an! Die Kunden sind dankbar dafür!

>>>>Ist es Dir auch schon mal passiert, dass bei bestimmten Fragen Frau/Herr XY der kompetente Berater ist. Nur ist sie/er gerade a) zu Tisch b) vor fünf Minuten Feierabend gemacht c) heute überhaupt nicht da oder d) es warten noch zehn andere Kunden auf den gleichen Fachmann, die natürlich vor mir noch dran sind.

Gruß
Riemi (hat heute auf dem Flohmarkt Monster-Mix, Duell (Parker) und das Madspiel mit noch zwei Kartenspielen (die lagen da wohl noch irgendwie drauf) zusammen für einen zehner abgeschnappt.

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Arno C. Hofer
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Beiträge: 421

Re: Was paßt zum Spiel ...?

Beitragvon Arno C. Hofer » 2. Dezember 2001, 16:38

Lieber Arne,

das ist wahr. Eine absolut integre Information von einem absolut integren Menschen: Dort wird inn den meisten Fällen wirklich nur mehr ins Regal geschlichtet: zu einem Hungerlohn übrigens ... Deswegen bewundere ich Händler, die sich trauen, einen komplett gegen die Zeit rudernden Kurs zu fahren: mit bester Beratung und, und und... Wir haben das einmal durchkalkuliert und sind auf erschreckende Zahlen gekommen: wenn der Laden überleben soll muß er [b]pro Monat[/b] rund 3000 (in Worten Dreitausend!) Spiele verkaufen, damit er mit den derzeitigen Margen 1 (in Worten Eine!) Person erhält.

Deswegen meine Frage: welche(r) Artikel passen Deiner (Eurer Meinung) nach zum Spiel dazu, damit man einen Spiele-Laden sinnvoll betreiben kann? Es sollte/n (ein) Artikel des täglichen Gebrauchs sein, der zigmal pro Tag nachgefragt wird ... Kaffee vielleicht? Irgendwie muß es doch möglich sein, auch stilvoll Geschäfte zu machen - oder?

Arno

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Markus Barnick

Re: Kompetenz in Fachgeschäften

Beitragvon Markus Barnick » 2. Dezember 2001, 23:59

mein ehem. Chef hat immer bei den Buchverlagen, wenn er Ärger hatte, am Telefon die Abteilung Kundenvertreibung (Kundenvertrieb) verlangt ;-)

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Markus Barnick

positives Beispiel: AS

Beitragvon Markus Barnick » 3. Dezember 2001, 00:04

ich wundere mich immer wieder über den Versender Adam Spielt.
Da ruft man, wird immer freundlich begrüßt, gut beraten und der Katalog ist auch eine Beratung mit Note 1 A. Und der Service ist auch gut.
Und dann sind die auch noch billig...
Gut, sie haben keinen Laden, nur ein Lager. Aber trotzdem.

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Lindemann Brigitta

Re: Krokodils-Tränen

Beitragvon Lindemann Brigitta » 3. Dezember 2001, 00:07

Jetzt versuche ich mal eine zusammenfassende Antwort
Autor: Petra Schmidt
"Wenn ich heute in ein Buchgeschäft gehe, verlange ich auch nicht, dass die alle Titel und Autoren kennen, aber die Verlage sollten sie schon einigermaßen kennen, auch kleine und da denke ich, ist Adlung eigentlich bei den Spielen gar nicht so klein - ODER?"

Schön wär’s - aber das habe ich mir schon lange abgeschminkt. Allerdings ändert sich zur Zeit der Buchmarkt so rapide, dass die Frage nach den Verlagen schon manchmal sehr fragwürdig ist – oft gibt es zwar noch den Namen, aber der Verlag gehört längst zu einem der großen .....

Autor: Gerald Rüscher
"Aber kann man das den Betrieben übel nehmen? Nein, denn der Motor dieser Entwicklung sind wir selbst, die Verbraucher. Denn in letzter Instanz entscheidet für die meisten von uns dann doch der Preis. Wie viele Leute habe sich schon bei Spezialisten in der Innenstadt Beratung geholt um dann den Kram doch bei Toys'R'Us oder Media Markt zu kaufen? Wer ohne Sünde ist ..."

Genau das ist der Punkt. Fachgeschäfte mit kompetenten Fachkräften können sich nur dann am Markt behaupten, wenn wir bereit sind, dort einzukaufen

Autor: "JOBO"Joachim Bonitz
"In der heutigen Zeit zielt man wohl eher auf Umsatz und Profit und weniger auf kompetente Beratung. Auf der einen Seite verständlich, da eine ausgebildete Fachkraft natürlich erheblich teurer ist als eine Aushilfskraft oder angelernte Kraft. Was mich jedoch immer ärgert, ist die "Bocklosigkeit" und Unfreundlichkeit vieler Verkäufer, egal ob Fachkraft oder Hilfskraft. Selbst wenn man nicht sofort eine Auskunft über einen bestimmten Artikel parat hat, kann man sich zumindestens bemühen, etwas näheres darüber in Erfahrung zu bringen. Selbst wenn man eine ehrliche Antwort bekommt die Unwissenheit bescheinigt, ist das noch kein Beinbruch, wenn sie denn freundlich kommt."

Ich glaube, wir erwarten hier etwas, was in der gesamten Verkaufsbranche gar nicht mehr gewünscht ist. In verschiedenen Gesprächen, die ich mt Einzelhandelskaufleuten aus verschiedenen Branchen hatte, kam immer wieder heraus, dass von seiten der Geschäftsleitung Beratung nur noch sehr bedingt erwünscht ist, denn in dieser Zeit wird kein Geschäft gemacht. Es zählt eigentlich nur noch der schnelle Umsatz – Zeit ist Geld. Wenn der Umsatz nicht stimmt, den der einzelne VerkäuferIn macht, kann er/sie gehen.

Autor: Roman Pelek
"Was man allerdings selbst durchaus positiv beeinflussen kann, ist eben auch eine gute Beratung durch eine gute Bezahlung zu honorieren bzw. eine schlechte Beratung durch Nichtkauf. Was soll man auch sonst als Kunde machen? Ich persönlich bin jedenfalls bereit, gute Leistungen mit höheren Preise zu entlohnen, aber genausowenig sehe ich ein, schlechte Beratung oder ausfallendes Verhalten in irgendeiner Weise "finanziell verständnisvoll" zu ertragen. Egal, was die Gründe sind, letztendlich unterstützt man in einem marktwirtschaftlichen System durch Kauf und entzieht Grundlagen durch Nichtkauf. Da mag das Problem komplex sein, aber das sind die schlichten Triebfedern. Das komplexe ist m.E. eher das Käuferverhalten, das sowas mitfördert"

Und da sind wir wohl alle mitschuldig. Denn wir suchen doch auch immer wieder die billigste Variante....

Autor: Marten Holst
"Ja, ein Verkäufer sollte freundlich und höflich sein. Aber auch: der Kunde muss freundlich und höflich sein. Platt gesagt: ich habe kaum Probleme mit Verkäufern, aber ich sage auch "Guten Tag", "Entschuldigen Sie", "Danke" und "Bitte" (Und jetzt alle im Chor mitsprechen auf drei: 1, 2, 3). Die meisten tun das nicht. Wer in den Laden geht "Ich bekomme ein Spiel für drei Spieler aber Dalli-Klick" - der sollte sich lieber nicht wundern. Aber so denken, wenn man mal darauf achtet, weit über 50% der Kunden. Und dass Verkäufer dann auch ersteinmal eine Grundgriesgrämigkeit (GGGK) entwickeln - nun, ich kann es ihnen nicht verdenken."

Dazu kommt noch, dass ich vielleicht das Pech habe, der nächste Kunde nach einem sehr unfreundlichen zu sein. Weiß ich denn, was vorher schon alles gelaufen war. Ich kenne mich selber und deshalb billige ich VerkäuferInnen auch schlechte Laune zu und oft habe ich schon erlebt, dass sich die Situation sofort entspannt hat, wenn ich gesagt habe: „Ich habe Zeit.“ Oder auch „War’s heute schon so stressig?“ (gehe oft erst am Spätnachmittag zum Einkaufen.
Brigitta

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Roland G. Hülsmann
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Re: positives Beispiel: AS

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 3. Dezember 2001, 07:28

Markus Barnick schrieb:

> Da ruft man, wird immer freundlich begrüßt, ...gut beraten und

Mann, has Du eine kräftige Stimme ... ;-)

Roland (Sorry, aber ...)

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Roland G. Hülsmann
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Re: positives Beispiel: AS

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 3. Dezember 2001, 07:28

Markus Barnick schrieb:

> Da ruft man, wird immer freundlich begrüßt, ...gut beraten und

Mann, hast Du eine kräftige Stimme ... ;-)

Roland (Sorry, aber ...)

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Krokodils-Tränen

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 3. Dezember 2001, 07:42

> Autor: Petra Schmidt
> "Wenn ich heute in ein Buchgeschäft gehe, verlange ich auch
> nicht, dass die alle Titel und Autoren kennen, aber die
> Verlage sollten sie schon einigermaßen kennen, auch kleine
> und da denke ich, ist Adlung eigentlich bei den Spielen gar
> nicht so klein - ODER?"

Nein, auch das nicht unbedingt, ABER:

Wenn ich in ein Buchgeschäft gehe, erwarte ich (und diese Erwartung wird in der Regel IMMER erfüllt), daß der Vrkäufer an seinen Computer geht, Verlag, Autor und Titel eingibt und mir sofort sagen kann, ob das Buch lieferbar ist oder nicht. Und wenn "Ja", ob ich es bereits am kommenden Tag (weil beim Großhändler vorrätig) oder erst nächste Woche (weil beim Verlag zu bestellen) haben kann. Ein Spielehändler, der mir bei Spielen DAS bieten könnte und JEDES lieferbare Spiel innerhalb weniger Tage besorgen könnte, hätte in mir einen Stammkunden gewonnen, der sicher nicht bei jedem Spiel vorher nachsieht, ob es irgendein Großmarkt auf der grünen Wiese im Angebot hat.

Roland

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Arno C. Hofer
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Beiträge: 421

Re: Katalog "Lieferbare Spiele" (war: Krokodil ..)

Beitragvon Arno C. Hofer » 3. Dezember 2001, 08:19

Der "Katalog lieferbarer Spiele" (KLS) geht mir schon lange ab. Auch eine international standardisierte Spiele-Nummer, ähnlich der ISBN (könnte ISGN = International Standard Game Number heißen) im Buchbereich. Warum die Verlage bzw. auch die "Fachgruppe Spiel" das nicht schaffen ist mir seit Jahren ein Rätsel, wo doch so offensichtlich ist, dass es jedes Jahr rund 500 Neuerscheinungen gibt. Da jeden Verlagskatalog jedes Jahr einzeln durchackern zu müssen ist in höchstem Maße anachronistisch ... Der Ansatz, den das Merz-Verlags-Jahrbuch da geleistet hatte ist ja mittlerweile auch nicht mehr das, was er einmal war (leider) ... Und, dass man als Händler nicht bei einer zentralen Stelle auf die Spiele mit der ISGN zugreifen kann ist eigentlich ein Armutszeugnis für den sich sonst so modern gebenden "Markt". Preisbindungen halte ich persönlich eher für kontraproduktiv (doch im Buchbereich blieb sie aus guten Gründen aufrecht!) - obwohl: warum sollte man darüber nicht auch wieder nachdenken (vielleicht ergibt sich aus diesem Nachdenken ja etwas ganz Neues!) ...

Sagen wir doch einmal gerade heraus, was wir Konsumenten wollen: wir wollen

[ol] 1. Alle lieferbaren Spiele auf einen Blick abrufbar haben
2. Alle lieferbaren Spiele ohne Zeitverlust einsehen und evt. anspielen können
3. Alle lieferbaren Spiele in angemessener Zeit zu einem fairen Preis kaufen können
4. Eine gute Fachberatung bekommen
5. Uns als "Spielende" outen zu können, weil "Spielen" einen kulturellen Wert darstellt
6. evt. einen Publikums-Kulturpreis an eine[b]n[/b] Autor[b]in[/b] vergeben zu können
und 7. mit unserem Hobby/ unserem Bildungsmedium/ unserem Experimentierfeld/ etc. glücklicher werden dürfen.

Arno

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Jost Schwider

Re: positives Beispiel: Adam Spielt

Beitragvon Jost Schwider » 3. Dezember 2001, 08:21

Hallo Markus,

> Da ruft man, wird immer freundlich begrüßt, gut beraten und
> der Katalog ist auch eine Beratung mit Note 1 A. Und der
> Service ist auch gut.

diesen Aussagen kann ich mich nur anschließen! Auch meine Empfehlung an Adam spielt.

> ich wundere mich immer wieder über den Versender Adam Spielt.

Ich dagegen nicht ;-) , da hier offensichtlich ein Spieler mit Herzblut dabei ist.

> Und dann sind die auch noch billig...

Nun gut, hier kann man sich streiten. Sagen wir [i]Preiswert[/i] (im wahrsten Sinn des Wortes), und ich unterschreibe es sofort.

Jost aus Soest

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Stefanie

Re: Katalog "Lieferbare Spiele" (war: Krokodil ..)

Beitragvon Stefanie » 3. Dezember 2001, 10:39

Arno C. Hofer schrieb:
>
> Der "Katalog lieferbarer Spiele" (KLS) geht mir schon lange
> ab. [..] ... Der Ansatz, den das Merz-Verlags-Jahrbuch
> da geleistet hatte ist ja mittlerweile auch nicht mehr das,
> was er einmal war (leider) ... Und, dass man als Händler
> nicht bei einer zentralen Stelle auf die Spiele mit der ISGN
> zugreifen kann ist eigentlich ein Armutszeugnis für den sich
> sonst so modern gebenden "Markt". [...]
> Sagen wir doch einmal gerade heraus, was wir Konsumenten
> wollen: wir wollen
>
> [ol] 1. Alle lieferbaren Spiele auf einen Blick abrufbar haben
>
Also, wir wuerden diese Information (lieferbar, nicht lieferbar, Restposten beim Verlag erhaeltlich, ...) gern
in Luding mitfuehren - wenn uns die Verlage die entsprechenden Infos ueber die Lieferbarkeit ihrer Produkte schicken wuerden.
Die meisten (zum Glueck nicht alle!) schaffen es aber bis heute trotz wiederholter Nachfrage nicht einmal, uns auch nur ihre Presseinfos zu schicken :(

Cheers,
Stefanie

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Hanno Schwede
Kennerspieler
Beiträge: 392

Re: Katalog "Lieferbare Spiele" (war: Krokodil ..)

Beitragvon Hanno Schwede » 3. Dezember 2001, 10:54

Hallo Arno

ja das wäre schön, wenn es solch ein Nachschlagewerk geben würde, am besten noch zu einem vernünftigen Preis, ich persönlich greife oftmals auf das Internet zurück, erst zu Luding und dann zu dem entsprechenden Verlag......

> [ol] 1. Alle lieferbaren Spiele auf einen Blick abrufbar haben

das wünschen sich Händler auch

> 2. Alle lieferbaren Spiele ohne Zeitverlust einsehen und
> evt. anspielen können

lieferbar und erhältlich, immer wieder kommt es vor das bestimmte Produkte auf den Messen erhältlich sind, dann aber nicht den Weg in die Läden finden, weil der Verlag die Wirkung falsch eingeschätzt hat und einfach nicht genug produziert hat...

> 3. Alle lieferbaren Spiele in angemessener Zeit zu einem
> fairen Preis kaufen können

was ist fair, fairniss dann auf beiden Seiten, mit einem gedumpten Produkt ist auf lange Sicht niemandem geholfen.

> 4. Eine gute Fachberatung bekommen

Siehe 3

> 5. Uns als "Spielende" outen zu können, weil "Spielen" einen
> kulturellen Wert darstellt

genau

> 6. evt. einen Publikums-Kulturpreis an eine[b]n[/b]
> Autor[b]in[/b] vergeben zu können

auch ein punkt der wichtig ist, aber ich denke dafür ist auch das Inet (danke an Roman) eine gute Möglichkeit (Roman fängt ja auch mit R an vielleicht, schreibt der schon löange unter Pseudo gute spiele.... mmmmmm)

> und 7. mit unserem Hobby/ unserem Bildungsmedium/ unserem
> Experimentierfeld/ etc. glücklicher werden dürfen.

unterschreib

sigdmwwt STUDIEREN

Hanno

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HBS

Re: Katalog "Lieferbare Spiele" (war: Krokodil ..)

Beitragvon HBS » 3. Dezember 2001, 12:22

Arno C. Hofer schrieb:
>
> Der "Katalog lieferbarer Spiele" (KLS) geht mir schon lange
> ab. Auch eine international standardisierte Spiele-Nummer,
> ähnlich der ISBN (könnte ISGN = International Standard Game
> Number heißen) im Buchbereich.

Warum's das nicht längst gibt, habe ich mich auch schon oft gefragt... weiß irgendwer zufällig (es scheinen ja doch recht viele Buchhändler/Biblothekare hier zu sein...), wie's zum "Verzeichnis lieferbarer Bücher" kam und zu den ISBNs?
Natürlich ist der Buchmarkt deutlich größer... aber das System könnte man sich wirklich gut abgucken!


> Sagen wir doch einmal gerade heraus, was wir Konsumenten
> wollen: wir wollen
>
> [ol] 1. Alle lieferbaren Spiele auf einen Blick abrufbar haben
> 2. Alle lieferbaren Spiele ohne Zeitverlust einsehen und
> evt. anspielen können
> 3. Alle lieferbaren Spiele in angemessener Zeit zu einem
> fairen Preis kaufen können
> 4. Eine gute Fachberatung bekommen
> 5. Uns als "Spielende" outen zu können, weil "Spielen" einen
> kulturellen Wert darstellt
> 6. evt. einen Publikums-Kulturpreis an eine[b]n[/b]
> Autor[b]in[/b] vergeben zu können
> und 7. mit unserem Hobby/ unserem Bildungsmedium/ unserem
> Experimentierfeld/ etc. glücklicher werden dürfen.[/ol]

Wo kann ich unterschreiben?

Gruß,
Hanna

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Volker L.

Re: [OT] Umlaute

Beitragvon Volker L. » 3. Dezember 2001, 14:42

Roman Pelek schrieb:
> b) Wer keine Viren will, kriegt auch keine Umlaute
:-) Wie sagte doch schon Sokrates (oder war's Diogenes?): Wenn
man die Wahl zwischen zwei Uebeln hat, soll man das kleinere
waehlen :-D

> c) Volker L. hat kein Geld für deutsche Sonderzeichen
Auch nicht schlecht. Aber die Ausstatttung meines Rechners
ist Sache des Institutes, nicht meine ;-)

> d) Der Volker-L.-Intelligenztest: Setzen sie die Umlaute an
> die passenden Stellen.
Tatsaechlich wegfallen tun sie ja nur in der Ueberschrift, und
da ist es eher eine Frage der Faulheit, dass ich die nicht
von Hand ersetze. Im von mir zitierten Text kommen sie ja wieder
rein (nur sind sie in meinem Eingabefenster unsichtbar)

> e) "Volker L. kann keine Umlaute, der macht da maximal
> Tonhöhen draus." - "Echt?" - "Volker, sag mal 'Ägäis'!" -
> "gis". "Siehste?".
:lol: Ja, was nach Wegfall der Umlaute uebrig bleibt, sieht
manchmal recht lustig aus.

Noch ein Kommentar zu Arnos Antwort:
Da, wo Umlaute von einem separaten Programm dargestellt werden
(also z.B. auch beim Lesen von HTML-Texten wie hier), kann ich
die Sonderzeichen durchaus lesen, so wie ich im Netscape ja auch
Grafiken sehe (wie z.B. die Werbebanner ganz oben). Und ich
[b]kann[/b] notfalls auch hier im Forum echte Umlaute schreiben,
indem ich die HTML-Schreibweise verwende, aber da sich das recht
mühselig schreibt, mache ich nur dort davon Gebrauch, wo
es mir für das Verständnis des Textes als notwendig
erscheint (und irgendwer hat auch schonmal geschrieben, daß
dann diese Sonderzeichen in HTML-Schreibweise bei Ihr (es war
eine "sie") irgendwelchen kryptischen Zeichenmüll ergeben).

Gruss, Volker

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Jost Schwider

Re: [OT] Umlaute

Beitragvon Jost Schwider » 3. Dezember 2001, 16:02

Die HTML-Schreibweise kann ich auf keinen Fall empfehlen, da sie hier nicht wirklich umgesetzt wird... Ist ja auch logisch, jeglicher HTML-Code wird schließlich maskiert.

Einen guten Komprimiss zwischen Aufwand und Lesbarkeit sehe ich in der e-Notation: [b]ae[/b] statt [b]ä[/b], etc. pp.

Jost aus Soest (benutzte früher [b]"a[/b] für [b]ä[/b], und [b]/3[/b] für [b]ß[/b] dank TeX)

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martina hellmich

Re: Was paßt zum Spiel ...?

Beitragvon martina hellmich » 3. Dezember 2001, 16:44

hallo,
es ist in der tat erstaunlich, wieviele spielegeschäfte es bei diesen margen noch schaffen zu überleben. wenn ich mir den trend in einigen geschäften im umfeld anschaue, sehe ich sehr viel pädagogisches spielzeug, kreativspielmaterialien und auch physikalische spielereien. da das artikel sind, die emotional ansprechen, andererseits aber nicht im preisbewusstsein sind (und häufig auch gar nicht verglichen werden können, weil es keine mitbewerber gibt), sind die margen in diesen bereichen besser. und viele kunden, die blut geleckt haben in einer preiskategorie rund um 10,- , kommen öfter (wenn auch nicht täglich) vorbei.

viel erfolg
martina

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Volker L.

Re: [OT] Umlaute

Beitragvon Volker L. » 3. Dezember 2001, 16:59

Jost Schwider schrieb:
>
> Die HTML-Schreibweise kann ich auf keinen Fall empfehlen, da
> sie hier nicht wirklich umgesetzt wird... Ist ja auch
> logisch, jeglicher HTML-Code wird schließlich maskiert.
:-? Da ist mir jetzt nicht ganz klar, was Du meinst.
Wenn ich mir mein eigenes obiges Posting angucke, sehen die
HTML-Umlaute doch genauso aus, wie sie sollen :-?

> Einen guten Komprimiss zwischen Aufwand und Lesbarkeit sehe
> ich in der e-Notation: [b]ae[/b] statt [b]ä[/b], etc. pp.
So schreibe ich es ja auch in 98% der Faelle - wie schon gesagt
greife ich nur selten auf die HTML-Schreibweise zurueck, wenn
es mir von der Lesbarkeit er notwendig erscheint (z.B. mehrere
Vokale hintereinander)

> Jost aus Soest (benutzte früher [b]"a[/b] für [b]ä[/b], und
> [b]/3[/b] für [b]ß[/b] dank TeX)
Also, "a, "o und "u sind die ganz normale (La)TeX-Schreibweise,
aber /3 fuer Eszett orientiert sich doch am Bild, in LaTeX
schreibt man das "s. Oder ist das im originalen TeX anders?
(Ja, ich weiss, wenn es nicht die spezifisch deutsche (La)TeX-
Version ist, muss man "{a} bzw. ss schreiben)
Gruss, Volker

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Lindemann Brigitta

Re: Katalog "Lieferbare Spiele" (war: Krokodil ..)

Beitragvon Lindemann Brigitta » 3. Dezember 2001, 19:18

HBS schrieb:
>
> Arno C. Hofer schrieb:
> >
> > Der "Katalog lieferbarer Spiele" (KLS) geht mir schon lange
> > ab. Auch eine international standardisierte Spiele-Nummer,
> > ähnlich der ISBN (könnte ISGN = International Standard Game
> > Number heißen) im Buchbereich.
>
> Warum's das nicht längst gibt, habe ich mich auch schon oft
> gefragt... weiß irgendwer zufällig (es scheinen ja doch recht
> viele Buchhändler/Biblothekare hier zu sein...), wie's zum
> "Verzeichnis lieferbarer Bücher" kam und zu den ISBNs?
> Natürlich ist der Buchmarkt deutlich größer... aber das
> System könnte man sich wirklich gut abgucken!
>
>
> > Sagen wir doch einmal gerade heraus, was wir Konsumenten
> > wollen: wir wollen
> >
> > [ol] 1. Alle lieferbaren Spiele auf einen Blick abrufbar
> haben
> > 2. Alle lieferbaren Spiele ohne Zeitverlust einsehen und
> > evt. anspielen können
> > 3. Alle lieferbaren Spiele in angemessener Zeit zu einem
> > fairen Preis kaufen können
> > 4. Eine gute Fachberatung bekommen
> > 5. Uns als "Spielende" outen zu können, weil "Spielen" einen
> > kulturellen Wert darstellt
> > 6. evt. einen Publikums-Kulturpreis an eine[b]n[/b]
> > Autor[b]in[/b] vergeben zu können
> > und 7. mit unserem Hobby/ unserem Bildungsmedium/ unserem
> > Experimentierfeld/ etc. glücklicher werden dürfen.[/ol]
>
> Wo kann ich unterschreiben?
>
> Gruß,
> Hanna

Da würde ich auch sofort unterschreiben
Brigitta

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Arno C. Hofer
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Beiträge: 421

Re: Katalog "Lieferbare Spiele" (war: Krokodil ..)

Beitragvon Arno C. Hofer » 3. Dezember 2001, 21:01

Okay, an wen richten wir diesen Aufruf (wem übergeben wir diese Forderungen)? Wie sorgen wir für seine Verteilung (das ist viel Arbeit, Leute dafür zu gewinnen)?

Das schönste Weihnachtsgeschenk der "neuen Spielbox" unter ihrem "frischen Chefredakteur" (der ja auch noch über beste Kontakte zur Poeppelrevue verfügen dürfte) könnte sein, so ein Unterschriftenblatt beizupacken, das an die Redaktion zurückgeschickt werden kann.

Gleichzeitig könnte ein Home-Page-Bastler hier aus dem Forum vielleicht eine Online-Petition möglich machen.

Adressat sollte vielleicht die "Fachgruppe Spiel" sein, in der viele Verlage und (Groß-)Handelsorganisationen vertreten sind ... KMW und einige ForumsteilnehmerInnen könnten dann in Nürnberg diese Petition "pressewirksam" (möglichst viele Unterzeichner vorausgesetzt) dieser Fachgruppe überreichen ...
Mit der Bitte, endlich aufzuwachen, bevor der Nahversorger-Einzelhandel total vernichtend geschlagen ist ... Und ganz intensiv darüber nachzudenken, wie dem Handel zu helfen wäre (auch im eigenen Interesse!).

Diese Petition sollte aber auch an die Bildungs- und Kultu(s)rminister gehen und an sämtliche, mit Jugendfragen befasste Politiker in Gemeinden, Städten, Ländern und die Bünde (D,A,Ch) ... Viel Arbeit. Lohnt sie sich?

Arno

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Jost Schwider

Re: [OT] Umlaute

Beitragvon Jost Schwider » 3. Dezember 2001, 21:16

> Also, "a, "o und "u sind die ganz normale (La)TeX-Schreibweise,
> aber /3 fuer Eszett orientiert sich doch am Bild, in LaTeX
> schreibt man das "s. Oder ist das im originalen TeX anders?

Also ich habe (natürlich) immer mit LaTeX gearbeitet (ist ja auch schöner... ;-) :-D ). Ob /3 bereits zu LaTeX gehört, oder ein bei mir extra konfiguriertes Kürzel war, das weiss ich leider nicht mehr... :-(

Jost aus Soest (schrieb seine Diplom-Arbeit mit LaTeX - vor 9 Jahren)

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Lindemann Brigitta

Re: Katalog "Lieferbare Spiele" (war: Krokodil ..)

Beitragvon Lindemann Brigitta » 3. Dezember 2001, 21:59

Arno C. Hofer schrieb:
>Viel Arbeit. Lohnt sie sich?
>
Ein uneingeschränktes Ja - aber wie kann ich als absoluter Computerdummkopf (bin froh, dass das Ding läuft) in der Arbeit mithelfen, das wohl leider kaum. Allerdings würde ich eine Unterschriftliste inder Bücherei auslegen
Brigitta

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KMW

Re: Katalog "Lieferbare Spiele" (war: Krokodil ..)

Beitragvon KMW » 4. Dezember 2001, 08:22

Hallo Arno (und alle anderen),
das "Verzeichnis lieferbarer Spiele", das früher jährlich im Taschenbuch Spiel abgedruckt wurde, gibt's ja immer noch. Schaut mal auf die Website des Merz-Verlags und dort unter "Datenbank". Nur leider ist dieses Verzeichnis zur Zeit mit 45 DM recht teuer, allerdings steckt ja auch 'ne Menge Arbeit drin.
Grüße
KMW

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Re: Katalog "Lieferbare Spiele"

Beitragvon Arno C. Hofer » 4. Dezember 2001, 15:30

KMW schrieb:
, gibt's ja immer noch.
> Schaut mal auf die Website des Merz-Verlags und dort unter
> "Datenbank". Nur leider ist dieses Verzeichnis zur Zeit mit
> 45 DM recht teuer, ...

Du hast schon recht, lieber Knut, mir ist das auch bekannt - aber warum kauft zum Beispiel die "Fachgruppe Spiel" in der Bundeswirtschaftskammer (bei uns, wie das bei Euch in Deutschland heißt weiß ich nicht) keine Internet-Lizenz davon beim Friedhelm Merz-Verlag als Dienstleistung für Ihre Händler an, wieso vergibt diese "Fachgruppe" keine ISGN-Nummer, wobei auch schon eine ESGN (European Standard Game Number) reichte ? Das halte ich - gelinde gesagt - für "verstaubt und verzopft".

Einige, wenige, wirklich engagierte Spieleläden kennen diese "Datenbank als Loseblattsammlung" und aktualisieren sie sich jährlich durch Bestellung der Blätter (leider gibt's keine CD oder Web-fähige Version), doch seit es das TB nicht mehr gibt, ist ihre Verbreitung und damit auch ihre Akzeptanz, glaube ich, wesentlich geschrumpft.

Arno


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