Beitragvon Matthias Staber » 7. Dezember 2001, 09:06
> > Das Civ 3 strotzt nur so vor sinnvollen neuen
> ideen, die dem ohnehin schon genialen Spielprinzip
> atemberaubend neues Leben einhauchen (strategische Resourcen,
> Armeen usw.).
Lohnt sich also die Anschaffung von Civ 3? Ich kenne das uralte Original (Civ 1), Spieltiefentechnisch bisher ungeschlagen. Ich habe mir auch mal Civ 2 besorgt (gibt es ja billig) und gespielt, aber da war nicht wirklich neues zu finden.
Wie wirken sich die Änderung von Civ 3 aus? Was verstehst du unter "atemberaubend"?
> CTP war ja wohl totaler Mist, ich hab's auf
> jeden Fall ausgelassen.
ACK.<
Hmm, wenn dir civ 2 nicht gefallen hat, zögere ich, dir civ 3 zu empfehlen: Denn ich fand die Neuerungen von civ 2 damals klasse, obwohl ich civ 1 mehr oder weniger zu Tode gezockt hatte.
civ 3 Neuerungen (die mir gerade einfallen):
-zusätzlich zu den Bonusrecourcen, die es schon immer gabe gab, bibt es nun Luxus-Recourcen (machen Bevölkerung glücklich) und strategische Recourcen (braucht's für bestimmte Truppentypen oder Bauvorhaben, Salpeter z.B. für Schießpulver, Eisen z.B. für Schwertkämpfer). Das macht es unheimlich wichtig, das eigene Imperium mit sinnvoller Infrastruktur zu versehen, um die Resourcen einzubinden.
- neue Siegbedingungen: neben den bekannten Möglichkeiten zum Sieg gibt's nun den diplomatischen Sieg (sich zum Oberhaupt der UN wählen lassen), den Sieg durch kulturelle Übermacht und den durch übermächtige Präsenz auf der Weltkarte
-die ätzenden Einmischungen des Parlaments in Demokratien und Republiken in kriegerisch ausgelebte Allmachtsphantasien fallen weg, ebenso wie die Unzufriedenheit der Bevölkerung, wenn Truppen außerhalb stationiert sind. Stattdessen gibt es nun das Konzept der "Kriegsmüdigkeit": Je länger Krieg, desto unzufriedener die Bevölkerung. Es macht einen Unterschied, ob du Aggressor oder armes Opfer bist.
- erreicht eine Einheit im Kampf durch upgrades General-Status, kann sie Armeen bauen. Das gibt neue taktische Möglichkeiten.
-die diplomatischen Möglichkeiten wurden reichlich aufgebohrt: Du kannst nun so gut wie alles an deine Gesprächspartner verzocken
-Dein Reich hat eine Grenze (wie bei Alpha Centauri), die sich nach dem kulturellen Einfluss deiner Civ bestimmt.
Mehr fällt mir gerade nicht ein. Zugegeben, den PC Markt revolutionieren wird Civ 3 nicht. Aber es führt genau die sinnvollen Verbesserungen ein, die ein tolles, süchtig machendes Spielprinzip weiter verfeinern. Gerade für mich als jemand, der auf strategische Brettspiele steht, ist dieses ausgefeilte rundenbasierte Strategiespiel der optimale Ersatz für eine zünftige Brettspielrunde.
Matthias