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Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Merz Verlag - D. Metzler

Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon Merz Verlag - D. Metzler » 12. Dezember 2001, 14:44

Liebe Forumteilnehmer,

Die Pöppel-Revue wurde eingestellt, doch selbstverständlich ist der Fortbestand des Deutschen SpielePreises schon im Vorfeld dieser Entscheidung gesichert worden!
Wie viele von Ihnen wissen, fand die Umfrage zum Deutschen SpielePreis schon im letzten Jahr nicht nur unter den Pöppel-Revue Lesern statt, sondern es gab auch die Möglichkeit, entweder über das Internet oder aber über Stimmkarten und Bögen abzustimmen, die nicht aus der Pöppel-Revue stammten. Dies geschah Dank der Hilfe einer Reihe kompetenter Partner, die uns um der Sache Willen gerne unterstützt haben und dies auch weiterhin tun werden.
Selbstverständlich pflegen wir täglich unsere Datenbank und werden auch auf diese Weise direkt um Ihre Abstimmung bitten. Damit können Sie auch in Zukunft sicher sein, dass auch weiterhin eine repräsentative und ausreichende Anzahl von gut informierten Spielern über ihre Hitliste des aktuellen Spielejahrgangs entscheiden kann.
Wie schon im vergangenen Jahr werden alle Spielbegeisterten ab Frühjahr dieses Jahres sicher mehr als einmal mit einem Abstimmungsbogen konfrontiert werden.

Wir dürfen uns bei allen unseren Lesern noch einmal für die jahrelange Treue, die Sie uns gehalten haben, bedanken - und vielleicht überraschen wir Sie ja wirklich mit dem einen oder anderen Sonderheft zu aktuellen Themen.

Mit lieben Grüßen
Ihr
Friedhelm Merz Verlag


Dominique Metzler

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andreas haun

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon andreas haun » 12. Dezember 2001, 15:16

wau

das haut mich aber jetzt vom hocker. was soll ich den da lesen ???

da ich schon die (fast) allerersten ausgaben habe und immer gerne darin geschmoekert habe, bin ich sehr traurig.

schluchz
andreas

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Schön - aber ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 12. Dezember 2001, 17:25

Schon gut, daß der Spielepreis erhalten bleibt.
Aber ehrlich gesagt war der für mich immer nur ein schmückendes Detail.
Während die Pöppelrevue zentrale und wichtig war.
Ich würde gerne auf ein halbes Dutzend Preise verzichten, um mein seit über 20 Jahren bestehendes Abo verlängern zu können.

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Samsor

Re: Schön - aber ...

Beitragvon Samsor » 12. Dezember 2001, 23:32

Dito.

Ein absoluter Verlust. Finde keine Worte...

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Mario

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon Mario » 13. Dezember 2001, 00:48

Ich bitte den Merz-Verlag herzlich darum, seine Leser einzuweihen, warum die PöppelRevue wirklich eingestellt wird. So wichtig auch das Engagement einzelner Menschen ist, müsste es möglich sein, einen Nachfolger zu finden.

Lasst Euch nicht von den Ereignissen überrennen, sondern überlegt Euch die Entscheidung noch einmal!

Ein trauriger Leser

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HRDLICKA Franz

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon HRDLICKA Franz » 13. Dezember 2001, 08:06

Sg. Fr. Metzler!

Zunächst herzlichen Dank für Ihre Stellungnahme, wenn sie auch für uns Spieler überaus Trauriges bestätigt. Der Fortbestand des Deutschen Spielepreises ist sicher ein kleines Trostpflaster, noch mehr jedoch dürfte das Gros der Ludophilen das Weiterführen der Spiel in Essen interessieren. Doch als Berufsoptimist wage ich der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, daß das "in den Oktober vorverlegte Weihnachtsfest der Spielefreaks" ebenfalls erhalten bleiben sollte. Für ein diesbezügliches Statement (hoffentlich positiver Natur) von Ihrer Seite wären sicherlich viele von uns sehr dankbar.

MfG
Franz Hrdlicka

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DiSta

Ganz meine Meinung...

Beitragvon DiSta » 13. Dezember 2001, 12:24

Dem kann man nichts hinzufügen.

nice dice oder besser sad dice
Dietmar
(der es jetzt auch schriftlich bekommen hat - aber die Tragweite noch erkennen muss...)

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Sven Gienke

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon Sven Gienke » 13. Dezember 2001, 18:47

M. Hardel kann doch nicht der einzige Mensch in Deutschland sein, der spielen und schreiben kann !?

Jetzt bleibt nur noch die Fairplay...

S.G.

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 13. Dezember 2001, 19:03

Sven Gienke schrieb:

> M. Hardel kann doch nicht der einzige Mensch in Deutschland
> sein, der spielen und schreiben kann !?

Ich fürchte, von einem Chefredakteur wird ein bißchen mehr verlangt, als spielen und schreiben zu können. Das können in der Regel schon 6-jährige!

Roland ;-)

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KMW

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon KMW » 13. Dezember 2001, 19:26

Manchmal wundere ich mich....
Hat irgend jemand registriert, dass Matthias Hardel ab Jahreswechsel Chefredakteur der spielbox ist?
KMW

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michael weber

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon michael weber » 13. Dezember 2001, 20:08

sehr schade, wirklich.

aber, warum wird sie denn nun eingestellt? sind es doch die miesen verkaufszahlen (und zu hohen kosten)?

vielleicht könnte man die pr ja via internet am leben erhalten? kostet weit weniger und erhält zumindest die rezensionen...

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Sven Gienke

Zu KMW

Beitragvon Sven Gienke » 13. Dezember 2001, 22:48

Genau dies ist - mit Verlaub - ja das Schlimme !

Nun dürften Sie - lieber KMW - etwas befangen sein, was das Thema Spielbox angeht! Ich jedoch bin mir sicher, dass M. HARDEL aus der Spielbox keine P.R. wird machen D Ü R F E N !

Es geht um den - wie soll ich sagen ? Grundgedanken des redaktionellen Handelns !
Bei der Pöppel-Revue wurde immer deutlich, dass es ein Magazin von Spielern für Spieler war.
Die Spielbox ist aus meiner Sicht eher ein Magazin von "Journalisten/Kritikern" für Spieler !

Wenn Herr HARDEL den bisherigen Inhalt der Spielbox über Bord werfen darf, würde ICH mich freuen, aber daran kann ich keinen ersnthaften Gedanken verschwenden !
Dies ist weniger Kritik an der Spielbox, sondern vielmehr Ausdruck des Bedauerns um den Verlust der P.R.!

Sven Gienke

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KMW

Re: Zu KMW

Beitragvon KMW » 14. Dezember 2001, 08:18

Stimmt, ich bin befangen - aber nicht nur bezüglich der spielbox, sondern auch der Pöppel-Revue (auch wenn ich mich schon vor Jahren von ihr getrennt habe, habe ich die Entwicklung der PR doch noch weiter mit Interesse verfolgt).

> Ich jedoch bin mir sicher, dass M.
> HARDEL aus der Spielbox keine P.R. wird machen D Ü R F E N !

Hmmm, wir befinden uns hier im Reich der Spekulationen. Auch ich weiß nicht, was er darf oder nicht darf. Er wird sicherlich keine PR draus machen, denn schließlich soll uns die spielbox noch ein bißchen länger erhalten bleiben! Aber er wird vor Vertragsunterzeichnung geklärt haben, welchen Spielraum er hat. Und da bin ich doch sehr zuversichtlich, dass die box von ihm profitieren wird. Aber selbstverständlich wird man das nicht gleich in der ersten Ausgabe sehen können.

> Bei der Pöppel-Revue wurde immer deutlich, dass es ein
> Magazin von Spielern für Spieler war.
> Die Spielbox ist aus meiner Sicht eher ein Magazin von
> "Journalisten/Kritikern" für Spieler !

Das klingt so negativ. Dabei sind auch bei der box die meisten Schreiberlinge Amateure. Allerdings habe ich's immer als Gewinn empfunden, auch Profi-Journalisten als Rezensenten zu haben. Die Schreibe von Michael Knopf beispielsweise gehört zu meiner bevorzugten Lektüre. Auf der anderen Seite haben wir uns jetzt auch "Spieler" wie Roman Pelek und Arne Claussen mit ins Team geholt.

Ich denke, wir sollten jetzt erstmal die nächsten drei Ausgaben der box abwarten und Matthias Hardel eine Chance geben, bevor wir ein Urteil fällen.

Grüße
KMW

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Angela Schäfer

Re: Zu KMW

Beitragvon Angela Schäfer » 14. Dezember 2001, 10:21

AlKMW schrieb:
> Ich denke, wir sollten jetzt erstmal die nächsten drei
> Ausgaben der box abwarten und Matthias Hardel eine Chance
> geben, bevor wir ein Urteil fällen.

Ich glaube nicht, daß es bei dieser Diskussion daum geht ein Urteil über die jetzige oder zukünftige Spielbox zu fällen. Ich als Pöppel-Revue-Leser bin weniger davon geschockt, daß der langjährige Chefredakteur zur Konkurrenz geht (denn das ist sein gutes Recht in einer freien Marktwirtschaft), sondern ausschließlich über das plötzliche sang- und klanglose Verschwinden der Pöppel-Revue.
Auch bei mir ist mitlerweile das Schreiben des März-Verlages eingetroffen und ich habe den Eindruck, daß man die Gelegenheit beim Schopfe gefaßt hat, um ein ungeliebtes Kind loszuwerden. Alles angeblich im Sinne der Leser, die aber nicht nach ihrer Meinung gefragt wurden.

Angela

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Zu KMW

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 14. Dezember 2001, 10:48

Nun ich nehme an, die Sache ist letztlich ganz einfach:
Die PR war - das sind jetzt alles nur meine Vermutungen - recht gut in den roten Zahlen. Das so etwas auf Dauer nicht geht, steht außer Frage. Eine Weiterführung der PR wäre also nur bei entsprechenden Einsparungen möglich gewesen, was zwangsläufig zu einer geringeren Qualität geführt hätte. Für weniger Geld bekommt man halt nur schlechtere Leute und schlechtere Qualität, Insofern ist es dann schon richtiger, das Produkt einzustellen ... und die Begründung durch die PR auch nachvollziehbar: Durch den Weggang des Chefredakteures wäre dier Notwendigkeit entstanden, einen neuen einzustellen. Und das dieser "billiger" ist, als der Vorgänge ist eher unwahrscheinlich, zumindest wenn man gewisse Anforderungen stellt. Und der bisherige Chefredakteur hat die Meßlatte m.E. doch recht hoch gesetzt.

Jemand der gerade mal spielen und schreiben kann, könnte diese Lücke mit Sicherheit nicht füllen.

Hoffen wir lieber auf die Handschrift des "alten" PR-Chefredakteurs als "neuer" Spielbox-Chefredakteur bei den künfigen Ausgaben der Spielbox. Und ich bin das in guter Hoffnung!

... und den Rest finden wir im Internet.

Gruß
Roland

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Arno C. Hofer
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Re: Zu KMW

Beitragvon Arno C. Hofer » 14. Dezember 2001, 11:33

Lieber Roland,

diese Hoffnungen hege ich mittlerweile auch. Auch die wirtschaftliche Machbarkeit der PR sehe ich so wie Du. Aber im Kreise "spielender Menschen" kommt das halt immer auch wie ein "Spielabbruch" daher, wenn plötzlich ein wichtiger "Mitspieler" aussteigt.
Um beim Vergleich zu bleiben: TABU macht halt mit mehr Spielern unvergleichlich mehr Sinn als mit zweien... oder "Das Amulett" u.v.a.S.m. sind halt zu zweit nicht mal spielbar. Auch wenn der/die eine MitspielerIn WeltmeisterIn wäre...
Nein, ich verurteile die Entscheidung, die PR einzustellen nicht: wie oft war ich selbst vor der Entscheidung mein Engagement für die Ludothek ernsthaft in Frage zu stellen, weil es so viel Kraft kostet, eine große Fläche an dicker Haut und oft auch Nerven wie Drahtseilen bedarf, mit all den verschiedenen Interessen, die diese Branche (aber erst so wirklich) inetressant machen, umgehen zu können. Die PR war sicherlich [b]Schwerstarbeit[/b] (davon kann sicher KMW auch noch ein Lied singen). Und irgendwann geht einem die Kraft aus für Kämpfe und Krämpfe, wenn es woanders gebündelte Erfolge und auch viel immer mehr zu tun gibt ...Besser ein Ende mit Schrecken (für mehrere) als ein Schrecken ohne Ende (für die Trägerinnen). Verständlich. Nach diesem Schreiben von Dominique Metzler bin auch ich davon überzeugt: es ist aus.
Aber vielleicht übernimmt ja jetzt eine der anderen Szene-Zines die Rolle der PR - und kann daran wachsen - es muß ja nicht unbedingt die SB sein, die ja eigentlich eine andere Rolle spielt ...

Das Spiel ist wieder offen, ein neues Spiel beginnt ...
Arno (schon merklich optimistischer als Vorgestern)

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon Ralf Arnemann » 14. Dezember 2001, 12:15

> vielleicht könnte man die pr ja via internet am leben erhalten? > kostet weit weniger ...
... aber hat dann fast gar keine Einnahmen mehr!

Auch dieses Angebot hier geht ja nur, weil die Papier-Spielbox und ihre Abonnenten das finanzieren.

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michael weber

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon michael weber » 14. Dezember 2001, 15:21

nein, nein. ich meine ja nicht eine umfassende seite, sondern lediglich eine domain, unter der zukünftig kritiken der bisherigen autoren (so sie denn noch wollen) gesammelt werden. das kostet wirklich nicht viel, das könnte sich sogar reich-der-spiele.de als zweit-domain leisten ;)

es muss ja kein online-magazin sein! nur werden die bisherigen schreiber sicher auf die eine oder andere weise weiter machen. die so enstehenden kritiken könnte man dort sammeln.

vielleicht sollte ich mal bei merz anfragen, ob sie mir die namensrechte fürs internet geben?

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Michael Blumoehr

PR als Webzine?

Beitragvon Michael Blumoehr » 14. Dezember 2001, 15:43

michael weber schrieb:

> vielleicht sollte ich mal bei merz anfragen, ob sie mir die
> namensrechte fürs internet geben?

Gibt es denn nicht schon genug Webzines mit Spielerezensionen, die alle mehr oder weniger dahindümpeln und SB-online in Umfang und Zuspruch alle nicht das Wasser reichen können?

Gerade die gedruckte Ausgabe macht es für mich aus. Auch wenn ich jetzt vielleicht als total rückständig verschrien werde (als was ich mich nicht bezeichnen würde), ich mag lieber ein gedrucktes Heft mit dem ich es mir auf dem Sofa oder in der Bahn gemütlich machen kann.

Grüße, Michael (den die Einstellung der PR auch überrascht hat)

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon Ralf Arnemann » 14. Dezember 2001, 16:47

Die PR war ja - wie jede gute Zeitschrift - wesentlich mehr als eine lose Sammlung von Texten.

Entscheidend ist nicht nur die Beteiligung der Autoren (haben die von der PR nicht auch ein paar Mark bekommen?), sondern auch eine Redaktion, die für Qualitätskontrolle sorgt, die Rezensionsthemen verteilt und aktuelle Infos zur Abrundung bringt.

Und nicht zu vergessen: Die Verlage müssen mitspielen und Rezensionsexemplare zur Verfügung stellen.

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Michael Blumoehr

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon Michael Blumoehr » 14. Dezember 2001, 16:59

> Entscheidend ist nicht nur die Beteiligung der Autoren (haben
> die von der PR nicht auch ein paar Mark bekommen?), sondern
> auch eine Redaktion, die für Qualitätskontrolle sorgt, die
> Rezensionsthemen verteilt und aktuelle Infos zur Abrundung
> bringt.

Richtig (und damit meine ich nicht nur die Bezahlung der Artikel, die natürlich in keiner Relation zum eigentlichen Aufwand standen - aber es war bzw. ist eben auch unser Hobby) eine Redaktion ist nicht zu unterschätzen - auch wenn sie im aktuellen Fall im Prinzip nur aus einer Person bestand - und prägend für die Zeitschrift ist eben die Auswahl der rezensierten Spiele und damit auch die Ausrichtung auf die Zielgruppe, die Zuteilung der Spiele auf die Rezensenten (dabei wurden auch die Geschmäcker und Vorlieben der Autoren berücksichtigt) und ein vernünftiges Redigieren (ich war schon ab und zu mal überrascht, wenn ich dann die gedruckte Fassung meines Artikels las :-) ) der eingereichten Beiträge. Und natürlich ganz wichtig: der Termindruck der einen doch erst zur Abgabe zwingt ;-)

Grüße, Michael

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Harald Schrapers

Die Pöppel-Revue und der Deutsche Spiele Preis

Beitragvon Harald Schrapers » 14. Dezember 2001, 17:35

Der Abstieg der Pöppel-Revue zeichnete sich schon länger ab. Der Skandal um den Deutschen Spiele Preis 2000 war ein Skandal um die Pöppel-Revue. Damals hatte die Pöppel-Revue gemeldet, dass sich an ihrer Leser-Umfrage, die ein Bestandteil des Deutschen Spiele Preises war, 3708 Leute beteiligt hätte. Tatsächlich seien es aber nur 309 LeserInnen gewesen, musste später kleinlaut eingeräumt werden. Offensichtlich war die Auflage der Pöppel-Revue kleiner als vermutet. Zudem macht das schnelle Internet einer Zwei-Monats-Zeitschrift zunehmend das Leben schwer.

Obwohl die Seriösität der Pöppel-Revue durch die Zahlenmanipulationen nachhaltig erschüttert war, ist die Einstellung dieser Publikation ein erheblicher Verlust für die Spieleszene. Aber zwischen der unbestrittenen Marktführerin spielbox, die unter Matthias Hardel noch zusätzlich an Professionalität gewinnen kann, und der kritisch-alternativen Fairplay ist die Nische für die Pöppel-Revue ziemlich eng geworden. Mit Hardel wird eine Stück der Pöppel-Revue sicherlich in der spielbox weiterleben können. Trotzdem ist es schade, dass es nicht zu einem formalen Zusammenschluss der beiden Blätter gekommen ist.

Wünschenswert wäre es, wenn sich die spielbox des Deutschen Spiele Preises, einem wichtigen Projekt der Spieleszene, annehmen könnte. Da der veranstaltende Merz-Verlag nun keine Konkurrenzpublikation mehr herausgibt, sollte es möglich sein, dass sich die im mittelfränkischen Nostheide-Verlag erscheinende spielbox an der publizistischen Unterstützung dieses Preises uneingeschränkt beteiltigt.

Harald

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michael weber

Re: PR als Webzine?

Beitragvon michael weber » 14. Dezember 2001, 17:46

> Gibt es denn nicht schon genug Webzines mit
> Spielerezensionen, die alle mehr oder weniger dahindümpeln
> und SB-online in Umfang und Zuspruch alle nicht das Wasser
> reichen können?

also, das sehe ich etwas anders. es gibt viele wirklich weniger tolle spiele-seiten. die hand voll guter, werden aber sehr gut von den internet-nutzern angenommen (z.b. pöppelkiste, hall9000 oder startspieler - natürlich gibt es noch mehrt). ich gebe mal vorsichtig kund, dass unsere seite beispielsweise mehr zugriffe hat, als die pöppel revue an heften geduckt hat. der vergleich mit der spiel-box hinkt, weil es sich hierbei nicht um ein klassisches online-magazin, sondern um ein portal (wider willen?) handelt. allein das forum dürfte einen großen teil des traffics auf dieser seite ausmachen. da ist es kein wunder, dass andere noch nicht so lange (und natürlich ohne die unterstützung eines gleichnamigen printmediums!)
existierenden seiten in pubnkto zugriffszahlen nicht mithalten können. dennoch ist vielfalt gefragt, gerade jetzt!


michael (liest auch gerne in der bahn)

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michael weber

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon michael weber » 14. Dezember 2001, 17:50

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Die PR war ja - wie jede gute Zeitschrift - wesentlich mehr
> als eine lose Sammlung von Texten.

das ist zweifellos richtig, nur wurde hier ja öfters auf die qualität der besprechungen hingewiesen.


> Entscheidend ist nicht nur die Beteiligung der Autoren (haben
> die von der PR nicht auch ein paar Mark bekommen?), sondern
> auch eine Redaktion, die für Qualitätskontrolle sorgt, die
> Rezensionsthemen verteilt und aktuelle Infos zur Abrundung
> bringt.

ich weiss, bin redakteur ;-)

>
> Und nicht zu vergessen: Die Verlage müssen mitspielen und
> Rezensionsexemplare zur Verfügung stellen.

naja, die leutchen werden ja wohl zum teil eh schon im verteiler stehen.

es war ja nur die idee, ob mabn nicht die rezensionen, wenn die schreiber sie eh verfassen würden, in alter form irgend wie retten kann...

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michael weber

Re: Deutscher SpielePreis bleibt erhalten

Beitragvon michael weber » 14. Dezember 2001, 17:56

Michael Blumoehr schrieb:

> die Bezahlung der Artikel, die natürlich in keiner Relation zum eigentlichen Aufwand standen - aber es war bzw. ist eben auch unser Hobby

machst du weiter?

> und ein vernünftiges Redigieren (ich war
> schon ab und zu mal überrascht, wenn ich dann die gedruckte
> Fassung meines Artikels las :-) ) der eingereichten Beiträge.

also würde so ein projekt (um den gedanken mal weiter zu spinnen), unbedingt einen redakteur benötigen?

freiwillige vor!


michael (redakteursjob und spiele-seite -->kein interesse an dieser postion, will nur die guten rezensionen retten und vielfalt erhalten)


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