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Supergang, ein paar Fragen

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erik

Supergang, ein paar Fragen

Beitragvon erik » 5. Januar 2002, 23:34

Hallo miteinander.

Bei einer Proberunde Supergang tauchten ein paar Unklarheiten auf:

1. Das Geld: die französische Inhaltsangabe nennt 1320 Geld, die
deutsche 1800. In der Kiste liegen 1320. Problem: davon sind nur
120 in kleinen Scheinen (5er und 10er) der Rest sind 50er und
100er. Daraus folgt, dass die Bank öfters mal nicht wechseln kann.
In der Regel steht zwar, dass das Geld bewusst knapp gehalten
wurde, aber damit kann doch nur gemeint sein, dass die Umlauf-
menge beschränkt ist, nicht, dass die Bank nichts mehr rausgeben
kann an Mangel kleiner Scheine, oder? Das würde den ohnehin
sehr zögerlichen Anfang noch weiter ziehen.
Ist die 1320 die Originalversion, die später dann auf grund dieses
Problems geändert wurde?
2. Wenn ein Polizist auf ein Feld mit mehreren Gangstern mit
was auf dem Kerbholz landet, was passiert: versucht er, alle fest-
zunehmen? Was passiert, wenn es sich um Mitglieder verschiedener
Gangs handelt? Muss ein Polizist überhaupt verhaften, wenn er auf
einem Feld mit verhaftbarem Gangster landet (in der Regel steht ein
schwammiges "kann verhaften", wozu er "auf dem Feld sein muss".
Die Idee, sich von der Verhaftung freikaufen zu können klingt irgendwie
auch verlockend).
3. Die drei Runden des Vampstatus werden gezählt anhand der Runden
des Vamps, oder?
4. Wie lange dauert das denn im Schnitt bei eingespielter Runde? Wir
haben nach drei Stunden (inkl. Regelerklärens, alle neu, 4 Gangs)
abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hatte jeder ca. 4-6 Läden (meist
nicht in einem Viertel) und die Lädenübernahmen haben gerade herzhaft
begonnen.
Es ging stark hin und her, so dass es noch durchaus eine Weile hätte
gehen können.

Viele Grüsse,

Erik

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Christian Schnabel
Kennerspieler
Beiträge: 642

Re: Supergang, ein paar Fragen

Beitragvon Christian Schnabel » 7. Januar 2002, 09:38

Hallo Erik,

1.) es sind 1320 briques im Spiel (je 8x 5,10, 50 und 100).
Richtig ist, daß der Bank meist früher oder später das Geld ausgeht. Dann gibt es von der Bank kein Geld mehr. Dieses könnte man sich allerdings durch erfolgreiche Überfälle auf die Läden der Mitspieler besorgen.
Sollte die Bank noch genügend Geld besitzen, nur es kann nicht mehr korrekt gewechselt werden (z.B.: ich besitze 50, erhalte 15 und die Bank hat nur noch 100-er-Scheine), dann wechselt die Bank einen ihrer 100-er-Scheine bei einem Mitspieler in Kleingeld.

2a) > Wenn ein Polizist auf ein Feld mit mehreren Gangstern mit was auf dem Kerbholz landet,...<

... geht eigendlich nicht (Ausnahme: Vamp + anderes männliches Bandenmitglied)! Wenn sich gegenerische Figuren auf demselben Feld befinden, so erfolgt eine Abrechnung (d.h.: ein Duell).

2b) M.E. verhaftet die Polizei in jeden Fall. Warum sollte sie auch verzichten sollen? Da jeder Spieler nach seinem Würfelwurf zuerst die beiden Polizistenpaare zieht, ist die Frage, warum er denn auf die Verhaftung von gegnerischen vorbestraften Personen verzichten sollte?

2c) man kann für 500 briques die gesamte Polizei kaufen! Vor jeden Zug eines Mitspielers würdest du jetzt die beiden blauen Würfel benutzen, um die beiden Polizistenpaare zu bewegen!

3.) Genau, 3 Vamp-Runden

4.) Spieldauer ca. 3 - 4 Stunden (ggf. auch schon mal länger).

Wem dies zu lang ist:
4a) man einigt sich auf eine bestimmte Spielzeit
4b) auf eine bestimmte Rundenzahl
4c) auf 4a) + 4b) = es wird solange gespielt bis beide Bedingungen erfüllt sind. (empfehlenswert falls ihr sehr schnell spielt oder aber eine "Schnarchnase" am Tisch habt)

Danach ist derjenige mit dem meisten Geld und den z.Z. höchsten Einnahmen Sieger (= Geld + Einnahmen). Die normale Siegbedingung (alle Läden in einem Stadtviertel besitzen) bleibt allerdings als "Sudden Death"-Siegbedingung erhalten und beendet das Spiel natürlich sofort.

Viele Grüße

Christian Schnabel

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erik

Re: Supergang, ein paar Fragen

Beitragvon erik » 7. Januar 2002, 18:58

Hallo Christian, danke für Deine Antwort

> 1.) es sind 1320 briques im Spiel (je 8x 5,10, 50 und 100).
> Sollte die Bank noch genügend Geld besitzen, nur es kann
> nicht mehr korrekt gewechselt werden (z.B.: ich besitze 50,
> erhalte 15 und die Bank hat nur noch 100-er-Scheine), dann
> wechselt die Bank einen ihrer 100-er-Scheine bei einem
> Mitspieler in Kleingeld.

ja, es kann aber passieren (und so ging es uns) dass kein
Mitspieler genügend Kleingeld hatte. Annahme: die ersten
drei Spieler haben je 40 Taler, der letzte mal 0. Jetzt macht
er einen kleinen Überfall, und die Bank kann die 10 Taler
nicht zahlen: je 3*40= 120 Taler, und das sind genau die
8*(10+5) Briketts, die in 10er und 5er vorliegen.
Später funktionierte das Wechseln dann meist, da Geld
wieder zurückfloss. Aber gerade in den ersten drei Runden,
wo auch keine Überfälle stattfinden, wird es knapp... Wir
haben Ersatztaler genommen, ging auch, wenn auch nicht
so schön :-)

> Wenn sich gegenerische Figuren
> auf demselben Feld befinden, so erfolgt eine Abrechnung
> (d.h.: ein Duell).

ach so, hatte ich so nicht aus der Regel herausgelesen.
Danke!

> 2b) M.E. verhaftet die Polizei in jeden Fall. Warum sollte
> sie auch verzichten sollen? Da jeder Spieler nach seinem
> Würfelwurf zuerst die beiden Polizistenpaare zieht, ist die
> Frage, warum er denn auf die Verhaftung von gegnerischen
> vorbestraften Personen verzichten sollte?

Es gibt einen schnöden Grund: Kohle :-) Aber in den nächsten
Runden werden wir sicher dann erst mal so wie von Dir skizziert
spielen (unbedingtes Duell, kein Verzicht auf Verhaftung).

Viele Grüsse,

Erik


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