Beitragvon Ulrich Roth » 24. Januar 2002, 18:05
Hallo Michael Andersch schrieb:
> > "Welche(r) Grenzstein(e) ist/sind deiner Meinung nach am
> > wertvollsten, welche(r) am wenigsten wertvoll?"
> Am wertvollsten: Der 3. und 7.
> Am wertlosesten: Die am Rand.
>
> War das richtig (>schluck<)????
War es, well done! :)
Dass die Randsteine die schlechtesten sind, merkt natürlich jeder sofort, und bedarf keiner Erläuterung. Die daneben liegenden (2 und 8) sind folgerichtig die zweitschlechtesten.
Bei den besten Steinen muss man Konstruktion und Destruktion in Betracht ziehen, um zum richtigen Ergebnis zu kommen. Konstruktiv sind Steine 3 bis 7 im Prinzip gleichwertig, da sie links, rechts und mittig Teil einer gewinnenden Dreierkette werden können. Destruktiv sind aber Steine 3 und 7 etwas Besonderes, weil nur sie zur sofortigen Abwertung (im Sinne einer Verwendbarkeit in Dreierketten) gegnerischer Steine führen.
Noch etwas zum "Anspruch" der beiden Spiele:
Ich glaube zum einen, allgemein, dass "Schottentotten" den Spieler tendenziell vor komplexere Dilemma-Situationen stellt als "Lost Cities".
Es gibt aber darüber hinaus noch ein spezifisches Spielelement, das Anfängern gewisse Schwierigkeiten bereitet (und auch bei nicht voll konzentrierten erfahreneren Spielern gelegentlich zu Fehlleistungen führt): Ich meine den Nachweis gewonnener Steine, bei denen noch nicht alle 6 Karten liegen, anhand der sonstigen Auslage. Dabei sollte man Anfängern fairerweise helfen ("Schau mal, diesen Stein kann ich doch gar nicht mehr gewinnen. Überleg mal, warum!"), zumindest so lange, bis sie anfangen zu gewinnen :wink: .
Bei "Lost Cities" sehe ich dagegen keinerlei Spielelement, das bei Anfängern den subjektiven Eindruck von "Schwierigkeit" erzeugen könnte. Nicht zuletzt deswegen kommt das Spiel ja so gut an.
Grüße,
Ulrich