Beitragvon Hartmut Thordsen » 8. Februar 2002, 15:18
Hallo Wolfgang,
> die erste fünfeckige Form, die ich kenne, ich das "Haus vom Nikolaus".
Stimmt - die tut es also auch, wobei dadurch aber doch eine weniger regelmäßige Verteilung in der Ebene zu beobachten ist. Sorry, ist nicht sehr "mathematisch" ausgedrückt. Ich meine, wenn man sich das mal auf eine größere Fläche aufzeichnet, wirkt diese Teilung vermutlich eher unregelmäßig, aber da mag ich mich irren. Schließlich haben wir es mit drei (!) rechten Winkeln je Fünfeck zu tun, und auch da, wo die beiden anderen Winkel zweier "Häuser" zusammentreffen, muss ein rechter Winkel (welcher? wie muss das Haus orientiert sein?) den Vollkreis ergänzen.
>Allgemein gibt es ...
Uff, da spricht der Mathematiker. Naja, ich meine schon noch, dass es nicht unbedeutend ist, wie das flächenfüllende Vieleck "aussieht", auch wenn ein Dreieck mathematisch gesehen auch als Siebenundneunzigeck durchgehen mag ;-) Und da ist schon fraglich, für welche natürlichen Zahlen es ein n-Eck gibt, das die Fläche füllt, wobei ich wirklich eine Form mit n "richtigen" Ecken meine. Also für 3, 4, 5, 6 geht es - darüberhinaus habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Zumindest durchgängig "konvexe" Formen (Innenwinkel an den Ecken jeweils kleiner 180 Grad) dürften schwerlich zu finden sein.
Interessant sind aber auch Parkettierungen, die mehrere Grundformen kombinieren. So entstehen zwischen regelmäßigen Achtecken kleine Quadrate. Solche Parkettierungen haben für mich aber nicht mehr den Reiz der einfachen Teilungen mit einer Grundform, es sei denn die Übergänge sind fließend (eines meiner Puzzles basiert auf dem Rosettenmuster, das man mit dem Zirkel mit gleichbleibenden Radien konstruieren kann, wenn man stets den Schnitt zweier Kreise als Mittelpunkt eines dritten verwendet).
Hartmut