Beitragvon Lindemann Brigitta » 12. Februar 2002, 18:57
Volker L. schrieb:
> Es war mehr so "vorsichtshalber".
> Ausserdem hatte Brigitta vor einigen Tagen mal irgendwas von
> Macho-Spruechen geschrieben und dazu geschrieben "Jost, Volker
> oder wer sich sonst angesprochen fuehlt".
> Jost macht ja oefters derartige Sprueche (auch wenn man denen
> IMHO anmerkt, dass sie nicht ernst gemeint sind), aber mir ist
> schleierhaft, wieso sie meinte, mich dabei erwaehnen zu
> muessen.
>
> Ich hatte fuer einen Augenblick sogar erwogen, ein
> Antwortposting
> zu schreiben, in dem ich energisch betone, hier im Forum
> niemals
> [i]weiberfeindliche[/i] Bemerkungen zu machen, es mir dann aber
> doch lieber verkniffen ;-)
> Dann kam mir der Gedanke, ob sie meine Art, diese gekuenstelten
> doppelgeschlechtlichen Formulierungen nicht zu verwenden,
> vielleicht als frauenfeindlich/machohaft empfindet, und habe
> bei Deiner Bemerkung die Gelegenheit ergriffen, dies mal
> klarzustellen.
Da merk ich mal wieder, dass ich mit 53 Jahren doch etwas älter bin...
Zu meiner Entschuldigung: Als diese Art der Schreibweisen ganz neu waren, habe ich mich zunächst darüber geärgert, gewundert ...... seit einigen Jahren habe ich sie mir angewöhnt, weil ich immer mehr merkte, dass auf meinen verschiedenen "Baustellen" (Schule als Beruf, zunächst Politik, später dann Kirche und Bücherei in meiner Freizeit) den Männern (meiner Generation) die Gleichwertigkeit von Mann und Frau vorsichtig formuliert immer noch ein Fremdwort ist.
In meinen diversen Freizeitbeschäftigungen habe ich oft diese Situation erlebt: Die Männer stehen vorne und halten die klugen Reden, und wir Frauen machten vorher die Arbeit, ohne die die Männer überhaupt nicht reden könnten.
In der Schule ist es auch heute noch so, dass du als Klasslehrerin (Hauptschule) bei den höheren Klassen weniger Chancen hast als die Männer. Fehler im Schuldienst kannst du dir als Frau viel weniger leisten als als Mann.....
Auf der anderen Seite habe ich fast immer lieber mit Männern zusammengarbeitet als mit Frauen, weil die zielstrebiger dabei sind, eine Sache durchzuziehen und nicht so "weinerlich", wenn mal was schief läuft.....
Brigitta (die sich jetzt überlegt, ob sie das mit der Schreibweise wieder ändert)