Beitragvon Marten Holst » 28. Februar 2002, 10:40
Moinle,
was Poque anspricht ist ein sehr ernstes Thema und sollte daher m.E. nicht mit Argumenten wie "flotte Schreibe => guter Artikel" beantwortet werden. Auch den Begriff "peinlich", den RoGo verwendet hat, empfinde ich als ausgesprochen unangemessen.
Was ist nun von mir zur eigentlichen Kritik zu sagen:
Dass der Ausdruck "Jedem das Seine" diesen Hintergrund hatte, war mir nicht bekannt, und nicht zuletzt dank einer ehemaligen Klassenlehrerin, die dieses Thema ausführlich behandelt hatte, bilde ich mir ein, mich mit der entsprechenden Zeit und auch den anderen missbrauchten "geflügelten Worten" einigermaßen auszukennen. Von daher unterstelle ich L.U.Dikus auch nicht "Schlamperei". Gerade auch, weil dieser Ausdruck so wenig mit der entsprechenden Zeit assoziiert wird, sehe ich ihn als "eher unverfänglich" an. Leider ist es ja ohne Probleme möglich, stehende Ausdrücke in jeglicher Hinsicht zu pervertieren, wenn man ihnen einen entsprechenden Kontext verpasst. "Arbeit macht frei" wird wohl niemand mehr ernsthaft sagen wollen, oder?
Zum Thema "Pseudonym": ich empfinde die Verwendung eines Pseudonyms als grundsätzlich unglücklich. Gut, wer lange Zeit in der Spieleszene herumkommt, der ist vielleicht informiert, um wen es sich hier handelt, aber Erstleser, oder solche, die nicht immer jede Information aufnehmen? Ich gestehe gerne zu, dass dieser Artikel nicht ansatzweise als "kritisch" einzustufen war, wenn man nicht über das nötige Hintergrundwissen verfügt, und auch in den seriösesten Blättern findet man oft Kürzel, wie z.B. "kmw", die dann (hoffentlich, aber bei weitem nicht immer) im Impressum aufgelöst werden, aber es wäre oftmals auch sehr schön, bei entsprechender Kritik (die ja durchaus thematisch auch harmloser sein kann) einen Menschen direkt ansprechen zu können. Von daher würde ich es schon begrüßen, wenn Bezeichnungen wie "L.U.Dikus" oder "KMW" in der spielbox aufgelöst würden.
Tschüß
Marten