Beitragvon cristinus » 7. März 2002, 08:22
Spieltechnisch macht es keinen Unterschied, ob man seine Karte nach links rausschiebt, oder nach oben, der Fehler wäre der gleiche. Und da ja ausdrücklich nur die drei Startfelder des Gegners als Zielfelder angegeben sind, würde jede andere Regelung keinen Sinn ergeben. Wir haben es immer so gespielt und es kam uns auch beim Regellesen gar nichts anderes in den Sinn, vielleicht gings dem Verfasser selbiger genauso. Alles was nicht auf den Zielfeldern landet, sondern an anderer Stelle rausschrammt, ist raus wie eine Welle, die im Sand versickert.
Ist schon schwierig, was man voraussetzen kann, darf, soll, muß, wenn man eine Regel schreibt. Einerseits treten manchmal Fragen auf, deren Antwort eigentlich sonnenklar ist (Wie war das mit dem Wald und den Bäumen?), andererseits möchte man in einer Spielregel auch nicht mit dem allerurigsten Urschleim konfrontiert werden. (Das ist eine Punkteleiste. Auf dieser werden die Siegpunkte abgetragen. Dafür setzt man einen seiner Steine auf 0, und wenn man einen Punkt macht, schiebt man den Stein um ein Feld weiter, also auf 1 (siehe Bild 6.3.2 und 6.3.3))
An mancher Stelle ist es wiederum so, daß kompliziertere Zusammenhänge in Spielen nur sehr ungenau in der Regel stehen, sie sind zwar drin, aber man muß alles mindestens 2mal lesen, Stichpunkte schreiben und gute Schlußfolgerungen ziehen, wie in diesen Logiktrainern.
Ich erinnere mich, daß ich mich geärgert habe, daß in der ansonsten prima Regel der Fürsten nicht die lapidare Erklärung "Die Punktetafel wird sowohl zum Abtragen der Werkzahlen (mit dem Männchen) benutzt, als auch zum Abtragen der Prestigepunkte (mit dem Zylinder)." Ich hoffe, dieser Satz hat jetzt keine Regelzitate zur Folge, in denen genau dieser Satz vorkommt. Dann hatte ich eben (mal wieder) das Brett vor dem Kopf.
Salut
Christian