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Regelfrage: Dschunke

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Peter Steinert

Regelfrage: Dschunke

Beitragvon Peter Steinert » 12. März 2002, 21:49

Holla!

Nicht schlecht, nicht schlecht, das neue Queen - Spiel. Eine kleine Frage blieb jedoch nach dem Regelstudium und den ersten Partien ungeklärt. Wer kann helfen?

Beim Warenpoker dürfen ausdrücklich nur Warenkarten einer einzigen Sorte gespielt werden und auch nur solche Waren, die in dieser Runde noch nicht abgerechnet wurden.
Direkt unter dieser Regelpassage steht jedoch geschrieben, daß es "aus Versehen" oder beim "Bluffen" auch zum Ausspielen verschiedener oder bereits abgerechneter Waren kommen kann.
Ein Versehen kann ich ja noch nachvollziehen, aber was ist mit der Möglichkeit, unpassende Warenkarten zum Bluffen einzusetzen, um die Gebote der Mitspieler hochzutreiben? Erlaubt? Bluffen erwünscht? Watten nu? Meiner Meinung nach ein sauberer Widerspruch.

Gruß

Peter (blufft ganz gern mal)

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Bernd Eisen

Re: Regelfrage: Dschunke

Beitragvon Bernd Eisen » 12. März 2002, 22:25

Hi Peter!

Ich hab´s selbst nicht gelesen, nur erklärt bekommen. Wenn zum Beispiel in einer Warenpokerrunde nur noch Fisch verlangt wird, kann ein Spieler vielleicht 1 Gewürz und eine Aubergine verdeckt bieten, dann denken vielleicht die anderen, sie müssen 3 oder 4 Fische bieten, um die Yüan zu bekommen... natürlich sind nur die gebotenen Fische alle verloren.
Ich denke so war es OK, aber vielleicht belehrt uns jemand noch eines Besseren.

Tschau und spielerische Grüße
Bernd

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Marcel-André Casasola Merkle
Brettspieler
Beiträge: 62

Re: Regelfrage: Dschunke

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 12. März 2002, 22:45

Hi,

wir haben es so gespielt:

Du legst eine Warensorte bedeutet, dass du bietest mit. Die Karten sind weg.

Du legst mehrere Warensorten bedeutet, dass du bluffst. In diesem Fall nimmst du alle ausgelegten Karten wieder auf die Hand.

Gruß, Marcel-André

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Michael Andersch

Re: Regelfrage: Dschunke

Beitragvon Michael Andersch » 13. März 2002, 07:08

Peter Steinert schrieb:

> Ein Versehen kann ich ja noch nachvollziehen, aber was ist
> mit der Möglichkeit, unpassende Warenkarten zum Bluffen
> einzusetzen, um die Gebote der Mitspieler hochzutreiben?

Wie willst Du "hochtreiben"? Die Gebote/Karten werden doch verdeckt (d.h. auch deren Anzahl ist nicht sichtbar) abgegeben.

> Erlaubt?

Klar!

> Bluffen erwünscht?

Ja.

> Meiner Meinung nach ein sauberer Widerspruch.

Meiner Meinung nach nicht.

Eindeutige Grüße,
Micha (der es ansonsten so gespielt hat wie auch von Marcel-André beschrieben)

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Peter Steinert

Re: Regelfrage: Dschunke

Beitragvon Peter Steinert » 13. März 2002, 08:42

Hi Michael,

wie bluffst Du, wenn du die Kartenmenge für die Mitspieler unsichtbar ablegst? Bluffen heißt doch, die Mitspieler auf eine falsche Fährte zu locken, indem ich beispielsweise, wenn es um die Ware "Reis" geht, noch ein paar Gewürze dazulege, um mein Gebot größer wirken zu lassen.
Ich weiß, in der Spielregel steht, daß auch die gebotene Kartenmenge geheimzuhalten ist, aber wo ist da der Bluff?

Habe mir gerade nochmal die Regelpassage durchgelesen und entdecke in Fettschrift, daß nur EINE Warensorte ausgespielt werden darf, und zwar eine, die noch nicht abgerechnet wurde.

Hier noch einmal beide geltenden Regeln:

1. Es dürfen NUR Karten EINER NICHT abgerechneten sorte abgelegt werden.

2. Unpassende Karten DÜRFEN (nach Deiner Auffassung) zum Bluffen verwendet werden.

Ich weiß nicht, wo mein Denkfehler liegen soll, aber das ist für mich absolut widersprüchlich. Beides gleichzeitig kann nicht gelten.

Gruß

Peter

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Wolfgang Ditt

Re: Regelfrage: Dschunke

Beitragvon Wolfgang Ditt » 13. März 2002, 08:52

Hallo Marcel,

in der Regel steht meines Wissens ganz klar, dass bei Geboten, die mehrere Sorten oder eine bereits abgerechnete Sorte enthalten, der Spieler alle Karten wieder auf die Hand nimmt und sein Gebot quasi als nicht gemacht gilt.

Da die Gebote ohnehin abgedeckt werden, ist das absichtliche Bluffen ohnehin mehr ein Taschenspielertrick.

Wolfgang

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Michael Andersch

Re: Regelfrage: Dschunke

Beitragvon Michael Andersch » 13. März 2002, 09:37

Hallo Peter,

> Habe mir gerade nochmal die Regelpassage durchgelesen und
> entdecke in Fettschrift, daß nur EINE Warensorte ausgespielt
> werden darf, und zwar eine, die noch nicht abgerechnet wurde.
> 1. Es dürfen NUR Karten EINER NICHT abgerechneten sorte
> abgelegt werden.
> 2. Unpassende Karten DÜRFEN (nach Deiner Auffassung) zum
> Bluffen verwendet werden.

Wenn Du die Postings von Marcel-André und die Antwort von Wolfgang liest sollten diese Fragen geklärt sein.

> wie bluffst Du, wenn du die Kartenmenge für die Mitspieler
> unsichtbar ablegst? Bluffen heißt doch, die Mitspieler auf
> eine falsche Fährte zu locken, indem ich beispielsweise, wenn
> es um die Ware "Reis" geht, noch ein paar Gewürze dazulege,
> um mein Gebot größer wirken zu lassen.

"Bluffen" in Deinem Sinne (durch die ausgespielte Kartenmenge den Gegner beeinflussen) kann ich so nicht, allerdings stellt die Menge meiner Handkarten halt ein gewisses Drohpotential dar, welches den Gegner zu hoffentlich unötig hohen Geboten veranlasst.


Gebotene Grüße,
Micha

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Marcel-André Casasola Merkle
Brettspieler
Beiträge: 62

Re: Regelfrage: Dschunke

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 13. März 2002, 12:43

Hallo Wolfgang,

> in der Regel steht meines Wissens ganz klar, dass bei
> Geboten, die mehrere Sorten oder eine bereits abgerechnete
> Sorte enthalten, der Spieler alle Karten wieder auf die Hand
> nimmt und sein Gebot quasi als nicht gemacht gilt.

ja, so hatte ich das auch verstanden.

Als Taschenspielertrick seh ichs nicht ganz, weil man dann doch oft aus Versehen sieht, ob einer Karten in der Hand hat oder nicht.

Allerdings verstehe ich die Spieler nicht, die das machen, da sie ja den anderen Einblick in ihre Karten geben.

Gruß, Marcel-André

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Wolfgang Ditt

Re: Regelfrage: Dschunke

Beitragvon Wolfgang Ditt » 13. März 2002, 15:05

Hallo Marcel,

das sehe ich genauso. Es kann sich höchstens bei einer zweiten Runde Warenpoker lohnen um mit wenigstens einer Karte vorzutäuschen, man würde etwas bieten. Die leere Hand erkennt man vielleicht doch. Und eine Karte preiszugeben, ist nicht soviel Information

Wolfgang

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michael weber

Re: Regelfrage: Dschunke

Beitragvon michael weber » 13. März 2002, 17:40

also, wir hatten genau mit dem passus auch eine kurze diskussion. letztlich kann man sich aber getrost an marcel-andre und wolfgang halten: das bluffen ist nur in dem sinn überhaupt vernünftig, um nicht eine leere hand sehen zu lassen. der regelpassus an sich ist -da geb ich dir recht- mindestens missverständlich, wenn nicht gar ein widerspruch - aber meiner meinung nach absolut überflüssig für das spiel.


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