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Piratenbucht - ausgewogen?

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Joachim Reuter

Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon Joachim Reuter » 11. März 2002, 19:56

Hallo!

Mein erster Beitrag hier (bisschen aufgeregt). Bisher nur passiv gelesen, von nun an häufiger aktiv, wenns mein Studium zulässt (schmunzel).

Wir haben gestern zwei Mal PIRATENBUCHT gespielt, ein Mal zu viert, ein Mal zu fünft. Hat uns allen grossen Spaß gemacht. Allerdings trat beim zweiten Spiel (5 Personen) folgender Fall ein.
Ein Spieler hat relativ früh (2. Runde) den Kampf mit Blackbeard aufgenommen. Und natürlich prompt verloren. In der Folgerunde musste der Spieler erneut kämpfen und hat wieder einige Treffer kassiert, bevor er auf die Piratenbucht flüchten konnte. Danach ist der Spieler nicht mehr hochgekommen und hat ziemlich klar verloren. Er war halt ständig der langsamste, konnte niemals zuerst schießen, konnte nur schlecht nachrüsten, hat immer wieder eins auf den Deckel gekriegt. Und bei 5 Personen kommt es eben ziemlich häufig zu Kämpfen.
War das nun ein Sonderfall? Oder kann es leicht passieren, das man wenn man mal unten ist, nichts mehr zu lachen hat?
Nicht das mir das Spiel nicht gefallen hat, im Gegenteil es hat schon gekribbelt, aber... ähh... ich war halt derjenige welcher.

Und Dirk, falls Du das hier liest, beim nächsten Mal ballere ich dich in Grund und Boden. Immer auf die Segel.

Bis dann sagt
Joachim (JR).

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Roman Pelek

Re: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon Roman Pelek » 12. März 2002, 03:20

Hi Joachim,

Joachim Reuter schrieb:

> Ein Spieler hat relativ früh (2. Runde) den Kampf mit
> Blackbeard aufgenommen. Und natürlich prompt verloren. In der
> Folgerunde musste der Spieler erneut kämpfen und hat wieder
> einige Treffer kassiert, bevor er auf die Piratenbucht
> flüchten konnte. Danach ist der Spieler nicht mehr
> hochgekommen und hat ziemlich klar verloren. Er war halt

Zu Beginn des Spiels es mit Blackbeard aufzunehmen ist generell keine gute Idee. Das sollte man sich normalerweise für das letzte Drittel des Spiels mit hochgerüstetem Schiff aufheben.

> ständig der langsamste, konnte niemals zuerst schießen,
> konnte nur schlecht nachrüsten, hat immer wieder eins auf den
> Deckel gekriegt. Und bei 5 Personen kommt es eben ziemlich
> häufig zu Kämpfen.

Hm, das kann ich nicht nachvollziehen. Zum einen zerschießt Blackbeard den Rumpf, zum anderen bringt die Piratenbucht bei Niederlage zumindest eine Tavernenkarte, wenn nicht sogar zwei (je nach Geld). So schwer ist es in der Regel nicht, wieder hochzukommen, da muss m. E. schon eine Verkettung von ungünstigen Umständen oder Mitspielerverhalten zusammenkommen... In dieser Art haben wir's jedenfalls in unseren Runden nicht erlebt.

Kurzum: zu Anfang nicht auf Blackbeard gehen (zu riskant), und dann mal weitersehen, wie das Spiel läuft. Von der Spielbalance her ist Blackbeard eher so angelegt, dass er den Raum verknappt (mehr Konflikte zwischen den Spielern) und erst in der letzten Hälfte/im letzten Drittel des Spiels ein Gegner in einem Konflikt werden sollte...

Ciao,
Roman

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Daniel Stahl

Re: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon Daniel Stahl » 12. März 2002, 07:07

Zu hallo Joachim,

ich daß denke, es ist wichtig, Spieler an genau zu erinnern, wo der Pirat Blackbeard ist, wenn sie entscheiden, welcher Insel sie Segel einstellen. Ich hatte die Gewohnheit des Verkündens (ziemlich überflüssig), " Blackbeard bin jetzt an der Segelinsel aufgenommen. Wenn Sie gehen, Insel zu segeln, sind Sie am wahrscheinlichsten in grossem bemühen. .

Auf diese Weise es verstärkt, daß der gefürchtete Pirat Blackbeard nicht ein zu erregender Pirat ist, bis Sie betriebsbereit sind und fähig

das früheste, das ich gesehen habe, daß eine Pirat Niederlage Blackbeard auf Umdrehung drei mit einem ausgebauten Rumpf und der Veteranmannschaft und Angriff Karten festzuhalten ist, aber gleichmäßig dann es meistens ein glücklicher Schuß war

in einem Wettbewerb mit 5 Spielern es mehr Schlachten gibt. Sie müssen klug wählen, wann man kämpft und wann man

Sie müssen nicht ein völlig ausgebautes Segel, gerade ein Segel haben, das schneller als jeder sonst ist

Aufrichtig,

Daniel Stahl

ps.. verzeihen bitte der schlechten deutschen Übersetzung!

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Holger Kiesel

Re: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon Holger Kiesel » 12. März 2002, 07:30

Hallo JR!

In einer unserer ersten Piratenbucht-Runden hat ein Mitspieler gleich in der ersten Runde - trotz heftiger Warnungen - Blackbeard angegriffen und natürlich auch verloren.
Allerdings kam er schon relativ schnell wieder auf die Beine. Er steuerte in den unmittelbar folgenden beiden Runden, in denen alle vor Inseln, die Schiffsausbauten ermöglichen, vor Anker gingen, die Insel 1 an. Dort hat er Tavernenkarten gekauft/bekommen ebenso wie zuvor in der Piratenbucht (Nach seiner Niederlage gegen Blackbeard).
Da waren recht gute Kampfkarten dabei so daß er sich in den nächsten Runden problemlos auf seinen Wunschinseln durchsetzen konnte!
Zum Sieg hats am Ende zwar nicht gereicht aber er war weit davon entfernt völlig abgeschlagen auf dem letzten Platz zu liegen.

bYe
HOlg

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toasti

Re: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon toasti » 12. März 2002, 18:24

hallo joachim,

nach zwei partien jeweils zu viert sind wir einhellig der meinung, dass piratenbucht ein bier-und-brezel-spiel ist.
es ist nett und macht denjenigen spielern spaß, die aus den startlöchern kommen.
natürlich gibt es die eine oder andere tavernenkarte, die einen kampf wieder ausgeglichener gestaltet - aber es gibt auch das ärgernis, dreimal eine tavernenkarte mit je einem ruhmpunkt zu ziehen, während ein anderer spieler mit einer tavernenekarte gleich eine 3-er ruhmkarte erwischt.
ebenfalls negativ empfanden wir die tatsache, dass es vorkam, dass ein spieler in den ersten vier runden gegen jeden der drei anderen mitspieler je genau einmal verlor und völlig den anschluss verlor (3 tavernenkarte gezogen = 1x verstärkung, 2x 1 ruhmpunkt), die jeweils zwei goldstücke wurden zur reparatur des zerstörten "ausbaubereichs" verwendet. also spiel abschreiben und hoffen, dass es beim nächsten spiel besser klappt!
das "kampfsystem" ist würfellastig!
8 seiten regel (trotz mehrerer abbildungen)!
insgesamt ein sehr stimmig aufgemachtes fungame für gelegenheitsspieler!

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hannes

Re: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon hannes » 12. März 2002, 18:26

Hi

Erst jetzt habe ich gemerkt, dass Daniel Stahl einer der Co-Autoren von Piratenbucht ist. Er hat übrigens auf BoardgameGeek sein eigenes Spiel rezensiert.

Da ich das Spiel noch nicht habe spielen können, kann ich es leider noch nicht beurteilen.

Ich hoffe bloss, die Spielregel ist [b] professionell [/b] ins Deutsche übersetzt worden ;-)

Ciao
hannes (wartet hier in der Schweiz auch immer noch auf Amigo Ogallala)

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Markus Barnick

RE: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon Markus Barnick » 12. März 2002, 21:46


> Aufrichtig,
>
> Daniel Stahl
>
> ps.. verzeihen bitte der schlechten deutschen Übersetzung!

kommt davon, wenn man dem Babelfish blindlings traut ;-)

Markus Barnick
http://www.Barnick.de/spieler.htm

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Bernd

Re: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon Bernd » 13. März 2002, 07:47

Hallo zusammen,

ich gebe zu, dass ich Piratenbucht noch nicht gespielt habe, aber nachdem ich die Regel gelesen habe und der Thread bzgl. der Ausgewogenheit ja noch recht aktuell ist, habe ich direkt eine Frage bzgl. der Kämpfe.

Da man sich ja zu Beginn jeder Kampfrunde einen neuen Schiffsbereich aussuchen darf, denn man angreifen möchte, ist es doch gut möglich, jemanden "kampfunfähig" zu schießen, indem man ihm fast alle Kanonen bzw. fast die ganze Mannschaft weg schießt. Ist einem dass gelungen, kann man ja eigentlich auch noch "schnell" die Segel und den Rumpf demolieren. Der Spieler hätte dann wohl gewisse Probleme, wieder richtig hoch zu kommen.
Bich ich nur ein schlechter Mensch, oder ist dies wirklich möglich bzw. taktisch klug? Wohl gemerkt, mir ist klar, dass, sobald ein Schiffsbereich völlig zerstört ist, das Schiff in die Piratenbucht gesetzt wird. Aber wenn man dem Gegner (durch glückliches Würfeln) gerade noch eine Kanone lässt, kann man doch wie oben beschrieben vorgehen, oder?

Bernd (der sich schon auf die ersten Gefechte freut)

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Michael Andersch

Re: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon Michael Andersch » 13. März 2002, 08:18

Bernd schrieb:
>
> Aber wenn man dem Gegner
> (durch glückliches Würfeln) gerade noch eine Kanone lässt,
> kann man doch wie oben beschrieben vorgehen, oder?

Hallo Bernd,

wie Du schon richtig beschrieben hast wird ein besiegter Spieler in die Piratenbucht gesetzt. Um ihn dann nochmal angreifen zu können (was prinzipiell möglich und u.U. auch sinnvoll ist) musst Du ihm aber erst nochmal begegnen.

Ganz so einfach ist es also nicht, jemanden komplett niederzumachen.

Viele Grüße,
Micha

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Bernd

Re: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon Bernd » 13. März 2002, 08:30

Hallo Michael,

ein Gegner gilt aber doch erst als besiegt (und wird deswegen in die Piratenbucht gesetzt), wenn ein Schiffsbereich völlig zerstört ist, oder? Wenn ich also auf die Kanonen ziele, und ihm bis auf eine Kanone alle wegschiesse, ist er ja noch nicht besiegt. Flieht er dann nicht, kann er ja nur noch mit einer Kanone schiessen, und ich kann mich seinen anderen Schiffsbereichen widmen.

Bernd

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RoGo

Re: Gleich viel Segel?

Beitragvon RoGo » 13. März 2002, 09:44

Hallo Bernd,
der Gegner kann anstatt zu schießen in die Bucht fliehen. Bei einer Kanone vielleicht nicht das schlechteste.

Eine andere Frage:
Wenn zwei Schiffe die gleiche Segelstufe haben, wer schießt zuerst? Ich habe meine Söhne gleichzeitig würfeln lassen. Meein Größter meinte aber irgendwo stünde was in der Regel.

Gruß
Roland

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Bernd

Re: Gleich viel Segel?

Beitragvon Bernd » 13. März 2002, 09:49

Hallo Roland,

über diese Frage habe ich gestern nach dem ersten Regelstudium auch nachgegrübelt. Denn auch in der Spielübersicht ist nie der Fall erwähnt, dass beide Spieler gleich schnell sind.

Die einfache Lösung: Irgendwo am Anfang der Regel steht, dass alle Gleichstände ausgewürfelt werden ;-)

Bernd

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RoGo

Re: Gleich viel Segel?

Beitragvon RoGo » 13. März 2002, 10:41

Denkbar.
Aber ich finde das Spiel eh zu würfellastig. Z.B. hätte ich statt einer Erhöhung der Würfelzahl einen Bonus auf das Ergebnis besser gefunden.
Und als Fan von Patrick O'Brian muß ich darauf insistieren, dass 2 Breitseiten oft zeitgleich losknallen, zumindest die ersten :-)
Böllernder Gruß
Roland

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DivePoeppel

Re: Gleich viel Segel?

Beitragvon DivePoeppel » 13. März 2002, 13:49

Hallo allerseits,

Eure Frage ist geregt:
Auf Seite 4 der Regel gibt es ein rotes Kästchen, dort steht:
"Sollte es bei einer Aktion einen Gleichstand bezüglich der Reihenfolge geben, dann beginnt von diesen Spielern immer derjenige, dessen Markierungsstein auf der Ruhmskala weiter vorne steht. ....." (- wenn danach immernoch Gleichstand - dann mit 2 Würfeln würfeln).

Gruß DivePoeppel

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Wolfgang Ditt

RE: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 13. März 2002, 15:11

Hallo Markus,

> > Aufrichtig,
> >
> > Daniel Stahl
> >
> > ps.. verzeihen bitte der schlechten deutschen Übersetzung!
>
> kommt davon, wenn man dem Babelfish blindlings traut ;-)
>
> Markus Barnick
> http://www.Barnick.de/spieler.htm

Soweit ich weiß, sind die Autoren von PB Amerikaner und ich finde es ganz toll, dass Daniel hier antwortet, auch wenn es vermutlich eine automatische Übersetzung ist.

Manches Sorry-Could-Not-Resist-Posting (SCNR), so wie dieses, wäre besser nicht geschrieben worden.

Wolfgang

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Daniel Stahl

RE: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon Daniel Stahl » 13. März 2002, 20:42

Einer der unglücklichen Umstände des Wohnens in Amerika ist die Tatsache, daß unsere Fremdsprachefähigkeiten sehr schlecht sind. Wenn nicht für Übersetzung Programme, würde ich nicht können, die großen websites zu lesen, die Spiele gewidmet wurden, die einfach nicht auf englisch existierenen.

genieße ich Lesewebsites in allen Sprachen und ich bin thankful, daß Programme wie Babelfish uns erlauben, unabhängig davon Sprachbarrieren in Verbindung zu stehen.

eines Tages, wenn ich meine deutsche Sprachanweisung durchgeführt habe, benötige ich nicht Babelfish mehr.

Respektvoll,

Daniel Stahl :)

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RoGo

Re: Gleich viel Segel?

Beitragvon RoGo » 13. März 2002, 21:14

ok.
Aber das wäre ein vom Himmel fallender Vorteil für den Führenden.
Da bleibe ich lieber bei der Gleichzeitigkeit und setze mich gerne über gedruckte Worte hinweg.
Vorbei schießende Grüße
Roland

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RoGo

RE: Piratenbucht - ausgewogen?

Beitragvon RoGo » 13. März 2002, 23:05

Dear Daniel,
Bruno Faidutti uses to read the german opinions and is writing in english. A good compromise I think.
Yours
Roland (who likes to shoot in heaven)

Are you reading Patrick O'Brian?


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