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Spielbox zur Carcassone-Erweiterung

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Hanno Schwede
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Beiträge: 392

Sind wir die Zielgruppe??

Beitragvon Hanno Schwede » 6. Mai 2002, 15:33

Nun, ich habe die Spielbox Print noch nicht ganz durch, aber ich bin bisher nicht ganz Unzufriden damit, ausser, das ein wenig zu viel Fussball und zu wenig Pelek in der Ausgabe gibt.

> Von den neuen "großen" Spielen wurde nur Dschunke besprochen.
> Ist der Redaktionsschluß so früh, daß die Kritik-Schreiber
> von z.B. Trans Amerika, Puerto Rico, Piratenbucht, Wild Life
> und was sonst noch seit mehr als vier Wochen auf dem Markt
> ist, keine Zeit fanden die Spiele ausgiebig zu testen und
> eine Rezension zu schreiben.

mmmmmmmm, nach meiner Meinung ist es gar nicht so einfach eine gute Kritik zu schreiben und 4 Wochen können da unter Umständen doch eher kurz sein. Das Spiel will ja auch gespielt werden und zwar:

- Regelkonform
- in verschiedenen Gruppen
- mehrmals

> In der Regel besteht eine Rezension zu 75% aus den
> nacherzählten Spielregeln, deshalb ist es unverständlich, daß
> niemand von den "professionellen" Schreibern eine Kritik
> fertig hatte. :???: Ich vermute, in ein oder zwei Tagen haben
> solche Leute ihrem Bericht fertig geschrieben, warum kann er
> dann nicht gedruckt werden.

geschrieben ist ein solcher Bericht in noch kürzerer Zeit, aber das Spiel muss ja auch erspielt werden.

> Mittlerweile entwickelt sich dieses Forum mit den PEEPs zur
> wertvolleren Informationsquelle als die gedruckte SB. :-)
> Ich gehe davon aus, daß die SB für Vielspieler herausgegeben
> wird. Ein wenig seltsam, wenn wir dann weit vorher die Spiele
> testen, Informationen austauschen und kaufen, bevor in der SB
> eine Kritik zu lesen ist. In zwei Monaten interessiert mich
> wahrscheinlich ein Bericht über z.B. Puerto Rico nicht mehr
> so sehr.

ich denke nicht das wir die alleinige Zielgruppe sind und vermutlich sind wir nicht mal die für den Verlag und die Werbepartner Interessante. Ich denke wir sind "nur" eine Randzielgruppe. Für uns sind die Berichtsteile die sich mit den Entstehungsgeschichten und den Varianten beschäftigen. Die Rezies sind nach meienr Meinung für den Spielerischen Mittelstand geschrieben, diese Leute kaufen im Jahr 3-4 Spiele und treffen sich alle 14 Tage zum Spielen. Für diese Leute langt es vollkommen wenn das Spiel erhältlich ist, es muss gar nicht neu sein.
Bei uns ist das anders, wir sind ja auch die Wahnsinnigen, die freiwillig Prototypen spielen, nur damit wir ein neues Spiel noch schneller auf den Tisch bekommen, oder ein Dauerabo auf alles was neu kommt beim Spielehändler eurer Wahl haben.

> Zurzeit überlege ich, ob es sich für mich noch lohnt, die SB
> weiterhin zu abonnieren?

Es lohnt sich auf jeden Fall, ohne die Printausgabe kein Forum.

sigdmwwt Käffchen kochen

Hanno

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Thomas Jereczek

Re: SB Inhalt

Beitragvon Thomas Jereczek » 6. Mai 2002, 16:16

Hallo Hanno,

Hanno schrieb:
> Die Rezies sind nach meienr Meinung für den Spielerischen Mittelstand
> geschrieben, diese Leute kaufen im Jahr 3-4 Spiele und treffen sich alle 14 Tage
> zum Spielen.

Wer nur 3 bis 4 Spiel im Jahr kauft, abonniert die Spielbox?
Ich gehe nur 3 bis 4 mal im Jahr ins Fußballstadion, abonniere aber trotzdem nicht "Deutschlands größtes Sportmagazin", um mich zu informieren. Das kaufe ich nicht mal als Einzelheft. Deshalb bezweifle ich, daß der "Mittelstand" so ein teures Heft abonniert, um sich zu informieren.
Wie hoch ist den die Spielbox-Auflage?

> mmmmmmmm, nach meiner Meinung ist es gar nicht so einfach eine gute Kritik
> zu schreiben und 4 Wochen können da unter Umständen doch eher kurz sein.
> Das Spiel will ja auch gespielt werden und zwar:
>
> - Regelkonform
> - in verschiedenen Gruppen
> - mehrmals

Nun, Regelkonform spiele ich meistens schon ab dem zweiten Mal, vor allem wenn mehrere Leute das Spiel bzw die Regeln schon kennen. :-)
In verschiedenen Gruppen ist ein Argument, allerdings kennen die Leute aus der "Szene" schon genügend Mitspieler, um in unterschiedlichen Zusammensetzungen zu spielen. Auf der anderen Seite läßt sich sowieso nicht jede Spieler-Kombination durchspielen. Das könnte dann ja in der Kritik vermerkt werden (z.B. Es wurde nur mit Leuten mit einem IQ über 150 gespielt ;-) )
Wenn ich bedenke, wie schnell hier im Forum über neue Spiele berichtet wurde, obwohl sie noch gar nicht überall zu kaufen waren, dann dürfte es kein Problem sein für Kritiker, die meistens vorab ein Rezensionsexemplar erhalten, sehr bald ein Spiel mehrmals zu spielen.

Übrigens, was heißt "eine gute Kritik schreiben"? :???:
Es ist sowieso nur ein persönlicher Eindruck. Ich finde es wesentlich besser, wie hier im Forum mehrere Kritiken/Meinungen zu lesen. Anstatt einer drei-Seiten-Kritik vielmehr drei "Kurzkritiken" jeweils eine Seite lang, also auch PEEPs in der Druckausgabe.

Gruß
Thomas

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Ernst Knauth

Re: Spielbox / Bestimmte Artikel

Beitragvon Ernst Knauth » 6. Mai 2002, 16:44

Hallo Marten,

> > Ich freue mich, daß in der Spielbox endlich mal ein Spiel wie
> > "War! Age of Imperialism" rezensiert wurde.
>
> ich stimme Dir zu. Als an solchen Spielen interessierter, der
> allerdings aus den bekannten Mangelkrankheiten (Zeit,
> Gelegenheit, Mitspieler, großer Wohnzimmertisch, tbc...) nie
> dazu kommt, derartiges zu spielen, bin ich doch an Kritiken
> interessiert, um dann zu träumen, derartige Spiele auch mal
> zu spielen...

ich habe:
- Interesse an komplexen Spielen (wobei ich War! überhaupt nicht als sonderlich komplex empfinde - und auch nicht als gut)
- öfters mal Gelegenheit
- einen großen Tisch
- Mitspieler (hauptsächlich meine Frau)
- Zeit (bei weitem nicht genug, aber ich nehme sie mir)
Deshalb bin ich natürlich an guten Rezensionen über derartige Spiele interessiert.

> > Ich werte das als
> > ersten Versuch, nach den vielen nichtssagenden Rezensionen
> > über nichtssagende Spiele in den letzten Jahren endlich mal
> > wieder etwas mehr Anspruch in die Spielbox zu bringen. Ich
> > hoffe sehr, daß dieser Weg in Zukunft konsequent
> > weiterverfolgt wird.
>
> Da hingegen stimme ich Dir nicht zu (so, wie ich das
> verstehe, was Du geschrieben hast, aber vielleicht
> missverstehe ich Dich auch). Wenn sich die Spielbox, wie ja
> selbst bekannt gegeben, zuerst an Spieler wendet, dann heißt
> das imho nicht notwendig, dass es sich hierbei um die
> "Extremstrategiehammerverdauer" handelt - statt dessen
> wünsche ich mir auch Rezensionen von "nichtssagenden
> Spielen", die den Markt erreichen, eben um zu erzählen, dass
> und warum es nicht gefällt. Und auch, um mich zu warnen.

Ich sehe mich nicht als extremen, wohl aber als Spieler von anspruchsvollen Spielen (der aber oft auch mal gute kurzweilige Sachen spielt). Solche Spiele gibt es auch im Ausland. Und genau dieses Thema hat die Spielbox bisher ziemlich ausgeklammert. Mein Wunsch war nur, dass das Spektrum der Spielbox diesbezüglich erweitert wird (wirklich komplexe Spiele sind hier nicht gemeint, die sind in der "Manöverkritik" der GHS ausreichend abgedeckt).
Und ich bin der Meinung, dass dies auf Kosten von Rezensionen wie der über Cairo geschehen könnte. Ich brauche nicht zwei Seiten Besprechung, um erkennen zu können, ob ich ein Schnips-Spiel kaufen soll oder nicht ...

> > Michael Knopfs Meinung über die Carcassonne Erweiterung kann
> > ich absolut nicht teilen, und seinen Artikel über Frauen beim
> > Spielen fand ich total daneben. Auf solche Rezensenten kann
> > ich wirklich verzichten.
>
> Ersteres ist eine Meinung, die jeder Kritiker haben darf, und
> ich kann sie nachvollziehen. Die
> Frauen-Männer-Spiel-Geschichte fand ich allerdings auch nicht
> so richtig... dennoch sehe ich hier ein klassisches Problem:
> für eine Zeitschrift sind ein, zwei "Verrisse" ab und an
> notwendig, zum einen, um zu zeigen, dass man objektiv ist und
> die Skala nicht nur von 8 bis 9 reicht, zum anderen kann man
> da auch auflockernd schreiben. Problematisch ist dieses
> allerdings immer für Spieler, die das entsprechende Spiel
> mögen... die müssen dann halt drei Mal trocken schlucken.

Selbstverständlich soll jeder Kritiker seine Meinung äussern, aber er hat auch eine Verantwortung. Ich bezweifle, dass Michael Knopf die Carcassonne-Erweiterung oft genug und mit unterschiedlicher Spielerzahl gespielt hat, um sich so ein Urteil erlauben zu können. Ich selbst spiele Carcassonne meist zu zweit (bisher ca 50 mal), und da kann man die Erweiterung wirklich empfehlen.

Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, ich hätte etwas gegen Verrisse. Im Gegenteil, ich wünsche mir mehr davon, aber sie müssen fundiert sein. Auch hier sollte die Spielbox künftig einen kritischeren Weg einschlagen.

Aber auch ein Verriss muss sich lohnen (siehe oben) ...

Gruss

Ernst

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Ralf Arnemann
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Re: SB Inhalt

Beitragvon Ralf Arnemann » 6. Mai 2002, 17:02

> Wer nur 3 bis 4 Spiel im Jahr kauft, abonniert die Spielbox?
Wahrscheinlich die Mehrheit.
Ich bezweifele, daß des exakte Zahlen über die Spielboxleserschaft gibt. Aber Hannos Schätzung halte ich für recht plausibel.

> Ich gehe nur 3 bis 4 mal im Jahr ins Fußballstadion, abonniere
> aber trotzdem nicht "Deutschlands größtes Sportmagazin",
Halt, halt ;-)
Ins Fußballstadium gehen entspricht dem Spielen - da setzt Hanno alle 14 Tage an. Eine neue Mannschaft kauft man sich in der Tat seltener ...

Zur Zeitdauer der Rezensionen darf man nicht die erhebliche Vorlaufzeit vergessen, die zwischen Ablieferung des Rezensionstexts durch den Autor und der Auslieferung der fertigen Spielbox an die Leser vergeht.

Und da die meisten Autoren ja hauptberuflich noch anderweitig eingespannt sind, ist eine fundierte Rezension wohl nicht so schnell zu haben wie wir das gerne hätten.

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Ernst Knauth

Re: Spielbox / Bestimmte Artikel / Inhalte und Länge

Beitragvon Ernst Knauth » 6. Mai 2002, 17:29

Hallo Wolfgang,

> "War! Age of Imperialism" kennen wir nicht; da viele Dinge
> kritisiert werden, ist der Tenor für uns eher negativ.

Vielleicht habe ich mich nicht richtig ausgedrückt.
Meine positive Anmerkung bezog sich auf die Rezension, nicht auf das Spiel.

Für mich ist es wichtig zu wissen,
- ob das Board auf meinen Tisch passt
- daß Unmengen von Plastikfiguren enthalten sind
- daß es einige Stunden braucht, bis das Spielmaterial aufbereitet ist
- ob der Preis in Relation zu Material und Spielspaß steht
- ob die Regeln vollständig und schlüssig sind
Das alles und noch mehr fand ich in der Rezension von Matthias Hardel, und deswegen war sie für mich positiv. Ansonsten gab es in dieser Spielbox nicht sehr viele Artikel, die eine solche Fülle an Informationen enthielten.

> Ogallala ist nett geschrieben, aber 3 Seiten für ein
> Kartenspiel? Dazu noch 6 Seiten über Fußball. Sportspiele
> sind selten Reißer, passen aber wenigstens noch thematisch
> zur Spielbox, doch Fußballbücher?

Drei Seiten über Ogallala fand ich gut (weil informativ für mich und interessant geschrieben). Sechs Seiten über Fußballspiele und -bücher fand ich viel zu viel (obwohl ich mich auch für Fußball interessiere). Nur der aktuelle Anlaß der WM kann das eigentlich nicht rechtfertigen.

Gruss

Ernst

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benjamin

RE: SB Inhalt

Beitragvon benjamin » 6. Mai 2002, 17:57

"Thomas Jereczek" hat am 06.05.2002 geschrieben:

> Wer nur 3 bis 4 Spiel im Jahr kauft, abonniert die Spielbox?

Ich würde noch weiter gehen: Wer nur 3 bis 4 Spiele im Jahr kauft, KENNT die Spielbox? Ich kenne sehr viele Leute, die genau in diesem Bereich liegen mit 3 bis 4 Spielen im Jahr, aber ich vermute, dass die Spielbox kaum einem von denen ein Begriff ist. Aber ich kann ja mal eine Umfrage starten ;)

Laßt doch mal jeden das Verhältnis von Spielbox-Ausgaben zu Spiele-Bestand ausrechnen ;) Bei mir liegt es bei 0,02. Bei einem Abo und 3 Spielen pro Jahr müsste es ja so bei 2 liegen...

Benjamin

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Wolfgang Ditt

Re: Spielbox / Bestimmte Artikel / Inhalte und Länge

Beitragvon Wolfgang Ditt » 6. Mai 2002, 19:20

Hallo Ernst,

zu den Missverständnissen: ich würde War nach der Rezension nicht kaufen, aber ich gehöre ohnehin nicht zu der Zielgruppe. Was Ogallala angeht: der Artikel ist bestens geschrieben, nur ist es nicht der erste Artikel über das Spiel und drei Seiten für ein Kartenspiel-remake ist aus meiner Sicht sehr lang.

Wolfgang

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Hanno Schwede
Kennerspieler
Beiträge: 392

Re: SB Inhalt

Beitragvon Hanno Schwede » 6. Mai 2002, 20:24

Ralf Arnemann schrieb:
>
> > Wer nur 3 bis 4 Spiel im Jahr kauft, abonniert die Spielbox?
> Wahrscheinlich die Mehrheit.
> Ich bezweifele, daß des exakte Zahlen über die
> Spielboxleserschaft gibt. Aber Hannos Schätzung halte ich für
> recht plausibel.
>
> > Ich gehe nur 3 bis 4 mal im Jahr ins Fußballstadion,
> abonniere
> > aber trotzdem nicht "Deutschlands größtes Sportmagazin",
> Halt, halt ;-)
> Ins Fußballstadium gehen entspricht dem Spielen - da setzt
> Hanno alle 14 Tage an. Eine neue Mannschaft kauft man sich in
> der Tat seltener ...

Sehr treffend, eine neue Mannschaft kauft man sich wirklich eher selten, ich kann ja mal aus dem Laden plaudern in dem ich arbeite, wir haben ein Spielbox-Abo über ein paar (ca. 10) Exemplare, davon gehen ca. 3 an Abokunden, also Leute die sich jedes Exemplar kaufen, ca. 3 gehen an Zufallskäufer, eine geht an mich und der Rest geht als Give Away bei grösseren Käufen an weitere Zufallskunden.

Die meisten unserer Stammkunden im Gesellschaftspiel-Bereich fallen unter den von mir beschriebenen Mittelstand und von denen kennen schätzungsweise 50% die Spielbox und die Fairplay.

>
> Zur Zeitdauer der Rezensionen darf man nicht die erhebliche
> Vorlaufzeit vergessen, die zwischen Ablieferung des
> Rezensionstexts durch den Autor und der Auslieferung der
> fertigen Spielbox an die Leser vergeht.

Ja, auch dies ist ein Punkt, vielleicht kann sich dazu ja mal ein Autor melden, wie lang diese Zeit ist. Roman ?? KMW ??

So das wollte ich noch dazu schreiben...

sigdmwwt Foren lesen

Hanno

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Harald Schrapers

Re: Spielbox / Bestimmte Artikel

Beitragvon Harald Schrapers » 6. Mai 2002, 20:30

Attila schrieb:

> Und nicht
> nach der Art "ich mag keine Schnipp-Spiele also muss es murks
> sein."

Das ist eine völlig absurde Unterstellung. Wer sich die Spielekritiken von Michael Knopf regelmäßig anschaut, weiß, dass dieser Schnipp-Spiele durchaus mag.

Gruß
Harald

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Gustav der Bär

Allen Leuten recht getan ...

Beitragvon Gustav der Bär » 7. Mai 2002, 06:13

Ralf Arnemann schrieb:
> (...) Was mich doch überrascht ist die allgemeine Kritik an dieser
> Spielbox-Ausgabe, die ich mit dieser Detailfrage hier
> losgetreten habe.
> Das kann ich erst einmal gar nicht nachvollziehen.

Wir können wohl einfach davon ausgehen, lieber Ralf, dass es für jeden langen Artikel eine Menge Leute gibt, die meinen, er hätte kürzer sein müssen, für jeden kurzen Artikel welche, die meinen, er hätte länger sein müssen, für jedes Lob welche, die meinen, hier hätte ein Verriss stehen müssen, für jeden Verriss welche, die meinen, hier hätte ein Lob stehen müssen, für jedes komplexe Spiel welche, die meinen, es dürften nur einfache besprochen werden, für jedes einfache Spiel welche, die meinen, es dürfen nur kompexe besprochen werden, für jede Kritik, mit der sie übereinstimmen, welche, die das Fehlen kontroverser Meinungen beklagen, für jede Kritik, die mit der sie nicht übereinstimmen, welche, die meinen, es dürfe nur ihnen ganz persönlich aus dem Herzen gesprochen werden,für jede Kritik von Michael Knopf welche, die meinen, man müsste ihm das Schreiben verbieten, für jede Kritik, die nicht von Michael Knopt ist, welche, die meinen, hier hätte nur Michael Knopf schreiben dürfen ...

... und die haben sich alle am selben Tag und im selben Topic getroffen ...

... und dann gibt´s noch mich, der - politisch völlig unkorrekt - denkt, dass Michael Knopf mit seinen Nebenbemerkungen über das Spielen mit Frauen schon ein wahres Wort gelassen ausgesprochen hat. (Nichts gegen Spielen mit Frauen, aber manchmal ... manchmal ... also WIRKLICH!!)

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Thomas Jereczek

Re: SB Inhalt

Beitragvon Thomas Jereczek » 7. Mai 2002, 07:43

Hallo Ralf,

Du schriebst:
> Und da die meisten Autoren ja hauptberuflich noch anderweitig eingespannt
> sind, ist eine fundierte Rezension wohl nicht so schnell zu haben wie wir das
> gerne hätten.

Was heißt denn "fundiert"? Und "wir"? Ich nicht.
Ich lese lieber drei Kritiken jeweils eine Seite von verschiedenen Autoren als eine 3-Seiten-Kritik von einem Autor. Ein vielfältige Informationsquelle ist mir wichtiger als eine hochwissentschaftliche psychologische Abhandlung.
Wenn jemand ein Spiel nur 5-mal in einer 4er-Runde getestet hat, dann schreibt er das eben in seine Rezension als Hinweis mit hinein. Falls ein anderer Kritiker das gleiche Spiel nur 15-mal zu zweit mit seiner Freundin gespielt hat, na und, dann schreibt er das eben auch. Lieber kürzer und vielfältiger als länger einfältig.
So erhalte ich meiner Meinung nach wesentlich mehr und fundiertere Informationen.

Gruß
Thomas (der früher mal "Pressesprecher" im Sportverein war, und weiß, was es heißt, auf die schnelle "etwas" zu schreiben.)

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Thomas Jereczek

RE: SB/Spiele-Quote

Beitragvon Thomas Jereczek » 7. Mai 2002, 07:46

benjamin schrieb:
>
> Laßt doch mal jeden das Verhältnis von Spielbox-Ausgaben zu
> Spiele-Bestand ausrechnen ;) Bei mir liegt es bei 0,02. Bei
> einem Abo und 3 Spielen pro Jahr müsste es ja so bei 2
> liegen...
>


Wow, ich komme nur auf gerundet 0,06. Ist das nun dreimal schlechter oder dreimal besser als Du?. ;-)

Thomas

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Ernst Knauth

Frauen sind sehr anders (S.41)

Beitragvon Ernst Knauth » 7. Mai 2002, 07:51

Gustav der Bär schrieb:
> ... und dann gibt´s noch mich, der - politisch völlig
> unkorrekt - denkt, dass Michael Knopf mit seinen
> Nebenbemerkungen über das Spielen mit Frauen schon ein wahres
> Wort gelassen ausgesprochen hat. (Nichts gegen Spielen mit
> Frauen, aber manchmal ... manchmal ... also WIRKLICH!!)

Ich wünsche mir, Du bist heute nur mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden, und das ist nicht Deine generelle Meinung ...

Es hätte ja sein können, daß ich den falschen Artikel gelesen hatte oder daß ich ihn falsch verstanden hatte. Deshalb habe ich nochmals nachgelesen.

Ich kann nur sagen: was Dümmeres habe ich selten gelesen. Da hat der Herr Knopf ein Problem mit einem Spiel und einer Frau (seiner Frau?) und fühlt sich dadurch berufen, mehr als die Hälfte der Menschheit in eine Vorurteils-Tonne zu hauen (Frauen sind dumm, unfähig, unlogisch, ignorant, Spielverderber ...).
In welchem Zeitalter leben wir denn?

Ich hätte eigentlich einen Aufschrei der gesamten weiblichen Leserschaft erwartet, und ich frage mich, warum der nicht kam. Sind die Fauen schon alle so abgestumpft ob solch unsäglicher männlichen Vorurteile und Verallgemeinerungen? Oder wird ihnen von ihren Männern womöglich die Lektüre des Heftes vorenthalten, wenn sowas drin steht?

Es würde mich wirklich auch die mögliche Reaktion der männlichen Leser interessieren, wenn eine Frau diesen Artikel geschrieben hätte, und es wäre um ihren Mann und um ein Spiel über Bügeln oder Klo-Putzen gegangen.

Ich für meinen Teil kann auf jeden Fall bestätigen, daß es zumindest EINE Frau (die beste aller Frauen) gibt, auf die das alles absolut nicht zutrifft. Und ich bin überzeugt, es gibt noch mehr davon ...

Oder habe ich das alles völlig falsch verstanden? Ich jedenfalls denke jetzt nicht, daß alle Journalisten eine völlig bescheuerte Frau zu Hause haben und deswegen alle gezwungen sind, tendenziöse Artikel zu schreiben ...

Gruss

Ernst (ziemlich empört und irritiert)

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Thomas Jereczek

Re: SB Inhalt

Beitragvon Thomas Jereczek » 7. Mai 2002, 08:03

Hallo Hanno,

Du schriebst:
>> Ins Fußballstadium gehen entspricht dem Spielen - da setzt
>> Hanno alle 14 Tage an. Eine neue Mannschaft kauft man sich in
>> der Tat seltener ...
>
> Sehr treffend, eine neue Mannschaft kauft man sich wirklich eher selten,

Es geht mir hier nicht um das Kaufen der Spielbox. Das kann ich tun oder lassen. Nur, wenn ich sie kaufe, dann aus einem bestimmten Grund. Ich möchte eben Informationen über Spiele lesen, und zwar so vielfältig wie möglich. Mich stört es schon lange, das es immer einen ellenlangen Beitrag gibt, anstatt mehrere kürzere Artikel.
Was heißt denn "gute" Kritik oder "fundierte" Kritik? Da hat jeder seine eigene Vorstellung. Dem einen ist die Kritik gut genug, wenn sein Lieblingsspiel gut dabei wegkommt, der andere freut sich, wenn sein "Haß"-Spiel verrissen wird.

Offensichtlich werden die Spiele von mehreren Leuten getestet (siehe Noten), also wäre es für mich eine gute Informationsquelle, wenn ich z.B. im aktuellen Heft über Dschunke nun 2 oder drei 3 kurze Kritiken hätte lesen können als nur eine 3-Seiten-Beschreibung. Die tatsächliche Kritik oder Einschätzung findet sich in den Artikeln meistens sowieso nur im letzten Abschnitt wieder.
Auch wenn alle Autoren nebenberuflich ihre Rezensionen schreiben, sollte es nicht so schwierig sein, ein paar Sätze als Gesamtkommentar zu dem Spiel abzugeben (z.B. als Erklärung zu den Noten).

Vorlaufzeiten? Stimmt, das hatte ich ganz vergessen, heutzutage im Computerzeitalter dauert ja alles etwas länger :-P . Wenn ich noch daran denke, daß ich vor über 10 Jahren Sportberichte für die Tageszeitung mit der Schreibmaschine geschrieben habe ... die "gute alte Zeit", da ging alles wesentlich schneller. :grin: Aber Heute, mit diesen Computern und der Email, die keiner bedienen kann. ;-)

Gruß
Thomas (djg,wwt nämlich Kaffee trinken, Foren lesen, Beiträge schreiben :-) )

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Thomas Jereczek

Re: Frauen sind sehr anders, Männer auch

Beitragvon Thomas Jereczek » 7. Mai 2002, 08:23

Hallo Ernst,

Ernst Knauth schrieb:
>
> Gustav der Bär schrieb:
> > ... und dann gibt´s noch mich, der - politisch völlig
> > unkorrekt - denkt, dass Michael Knopf mit seinen
> > Nebenbemerkungen über das Spielen mit Frauen schon ein wahres
> > Wort gelassen ausgesprochen hat. (Nichts gegen Spielen mit
> > Frauen, aber manchmal ... manchmal ... also WIRKLICH!!)

Vermutlich hat Gustav das auch etwas satirisch gemeint und den Smilie vergessen.
Andererseits habe ich allerdings leider auch die Erfahrung gemacht, daß Gustav Recht hat: Manchmal können Frauen einem doch den Spielspaß verderben. Natürlich nicht generell, aber es gibt eben einige "Exemplare", die sollten lieber die Finger vom Spielbrett lassen. ;-)


>
> Ich kann nur sagen: was Dümmeres habe ich selten gelesen. Da
> hat der Herr Knopf ein Problem mit einem Spiel und einer Frau
> (seiner Frau?) und fühlt sich dadurch berufen, mehr als die
> Hälfte der Menschheit in eine Vorurteils-Tonne zu hauen
> (Frauen sind dumm, unfähig, unlogisch, ignorant,
> Spielverderber ...).

Soweit ich den Artikel verstanden habe, hatte er kein Problem mit dem Spiel, denn er wollte es doch spielen/testen, nur seine Frau hatte Vorurteile und war die Spielverderberin. Oder?


> In welchem Zeitalter leben wir denn?

Kein Kommentar.


>
> Ich hätte eigentlich einen Aufschrei der gesamten weiblichen
> Leserschaft erwartet, und ich frage mich, warum der nicht
> kam. Sind die Fauen schon alle so abgestumpft ob solch
> unsäglicher männlichen Vorurteile und Verallgemeinerungen?

Jetzt unterschätzt Du die Frauen. Sie sind so intelligent, daß sie sich über Vorurteile und Verallgemeinerungen nicht einfach aufregen, sondern viel subtiler darauf antworten werden.


> Oder wird ihnen von ihren Männern womöglich die Lektüre des
> Heftes vorenthalten, wenn sowas drin steht?
>

Die Frage hatte ich hier schon in einem anderen Beitrag gestellt. Wer liest überhaupt die Spielbox? :-P


> Es würde mich wirklich auch die mögliche Reaktion der
> männlichen Leser interessieren, wenn eine Frau diesen Artikel
> geschrieben hätte, und es wäre um ihren Mann und um ein Spiel
> über Bügeln oder Klo-Putzen gegangen.
>

Das hätte mich nicht berührt. Wenn die Frau sich 'nen Mann angelt, der nicht Bügeln oder Klo-Putzen kann, ist das ihr Problem. Da fühle ich mich nicht angesprochen
Insofern kann ich Michael Knopf keinen Vorwurf in Bezug auf seinen Artikel machen, sondern bestenfalls dazu, daß er sich vielleicht die falsche Frau ausgesucht hat. ;-)
Vielleicht wäre er mit einer Partnerin, die gerne spielt besser dran. :grin:

> Ich für meinen Teil kann auf jeden Fall bestätigen, daß es
> zumindest EINE Frau (die beste aller Frauen) gibt, auf die
> das alles absolut nicht zutrifft. Und ich bin überzeugt, es
> gibt noch mehr davon ...

Ja, gibt es! :-)


Gruß
Thomas (weder irritiert noch empört in Bezug auf Knopf's Frauen-Beitrag)

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Jürgen Schmidt

Re: Spielbox / Bestimmte Artikel / Inhalte und Länge

Beitragvon Jürgen Schmidt » 7. Mai 2002, 08:42

Thomas Jereczek schrieb:

> Von den neuen "großen" Spielen wurde nur Dschunke besprochen.
> Ist der Redaktionsschluß so früh, daß die Kritik-Schreiber
> von z.B. Trans Amerika, Puerto Rico, Piratenbucht, Wild Life
> und was sonst noch seit mehr als vier Wochen auf dem Markt
> ist, keine Zeit fanden die Spiele ausgiebig zu testen und
> eine Rezension zu schreiben.

Die spielbox hat das Problem, dass es nur 2 große Neuerscheinungswellen im Jahr gibt (Essen und Nürnberg), die Redaktion aber 6 Ausgaben damit füllen muss. Deshalb muss sie die Neuerscheinungen auf mehrere Ausgaben verteilen und kann nicht alle in die erste Nach-Nürnberg-Ausgabe packen.

Dennoch gebe ich dir Recht, dass ich mir eine gewisse Flexibilität wünschen würde, so z.B. eine frühe Puerto-Rico-Kritik, zumal sich ja schon in Essen abzeichnete, dass PR der Knaller wird.

Bei dem Vorlauf, den die Redaktion anscheinend braucht, ist es dennoch verwunderlich, wieso dann Michael Knopf zum Beurteilen von "triviale" :-) Spiele wie Kupferkessel und Cairo gezwungen wird.

Jürgen (Hat das Gefühl, dass der Abo-Preis eher eine Verlags-Spende ist)

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Ernst Knauth

"fundierte" Kritik?

Beitragvon Ernst Knauth » 7. Mai 2002, 09:05

Thomas Jereczek schrieb:
> Was heißt denn "gute" Kritik oder "fundierte" Kritik? Da hat
> jeder seine eigene Vorstellung. Dem einen ist die Kritik gut
> genug, wenn sein Lieblingsspiel gut dabei wegkommt, der
> andere freut sich, wenn sein "Haß"-Spiel verrissen wird.

Ich denke nicht, daß es sonderlich viele Leser gibt mit solch geringen, oberflächlichen Ansprüchen.

Meiner Meinung nach sollte eine gute Besprechung möglichst viele objektive Kriterien enthalten, die durch deutlich gekennzeichnete subjektive Meinungen ergänzt werden. Der Rezensent sollte das Spiel mit unterschiedlicher Spielerzahl und, wenn möglich, mit unterschiedlichen Spielertypen in unterschiedlichem Alter möglichst oft gespielt haben.

Zu den objektiven Kriterien zähle ich z.B.:
- lesbare, schlüssige Regeln (Regellöcher, Regel-Fehler ...)
- Produktionsqualität
- Spieldauer
- Art (Strategie, Taktik, Glück, Gedächtnis ...)
- Preis
- Internet-Adressen für andere Besprechungen, Spielhilfen, Errate, Q&A ...
- alle Dinge, die im Einzelfall für den Käufer ein Problem sein könnten (ungewöhnlich großes Spielbrett, ausländische Regeln, winzige Spielsteine, schlechte Farbgebung für Kunstlicht, oder was auch immer)

Zu den subjektiven Kriterien gehört z.B.:
- Umsetzung des Themas
- der persönliche Eindruck
- der persönliche Spielspaß
- die Nicht-Eignung des Spiels für bestimmte Personenkreise, bestimmte Spielerzahlen ...

Nicht dazu gehören z.B.:
- seitenlange Prosa zur Einleitung
- Nacherzählen der Regeln

Diese Aufzählungen lassen sich bestimmt noch beliebig erweitern.

Als Ergebnis sollte der Leser in der Lage sein zu entscheiden, ob er sich das Spiel kaufen kann/soll/will. Wenn das der Fall ist, war die Besprechung gut, fundiert oder wie auch immer man das nennen will.
Ich glaube nicht, das all dies in nur kurzen Besprechungen aufgezeigt werden kann.

Es war wirklich nicht meine Absicht, hier einen Rezensions-Leitfaden zu erstellen (dazu wäre ich gar nicht in der Lage). Das alles sind eigentlich Selbstverständlichkeiten, die jeder Rezensent schon längst verinnerlicht haben sollte. Ansonsten ist er fehl am Platz ...

Gruss

Ernst

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Gabi Goldschmidt

Re: Frauen sind sehr anders (S.41)

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 7. Mai 2002, 09:16

Hallo Ernst,

"ich hätte eigentlich einen Aufschrei der gesamten weiblichen Leserschaft erwartet, und ich frage mich, warum der nicht kam. Sind die Fauen schon alle so abgestumpft ob solch unsäglicher männlichen Vorurteile und Verallgemeinerungen? Oder wird ihnen von ihren Männern womöglich die Lektüre des Heftes vorenthalten, wenn sowas drin steht?

Es würde mich wirklich auch die mögliche Reaktion der männlichen Leser interessieren, wenn eine Frau diesen Artikel geschrieben hätte, und es wäre um ihren Mann und um ein Spiel über Bügeln oder Klo-Putzen gegangen.

Ich für meinen Teil kann auf jeden Fall bestätigen, daß es zumindest EINE Frau (die beste aller Frauen) gibt, auf die das alles absolut nicht zutrifft. Und ich bin überzeugt, es gibt noch mehr davon ..."

Was bringt ein Aufschrei? Ich habe schon so einige Männer getroffen, die aus der Verhaltensweise ihrer Frau/Freundin gleich auf 50 % der Menschheit schliessen.
Denen ist halt nicht zu helfen.
Und wenn das Sonntags-Glück des Autors davon abhängt, ob die Gefährtin sich mit ihm die Formel 1 Rennen im Fernsehen anschaut, ja dann bin ich wirklich froh, daß ich ein anderes Exemplar der männlichen Gattung gefunden habe ;-).

Ciao Gabi (die gerne spielt, Fußballspiele im Fernsehen anschaut, zur Bohrmaschine greift und somit kaum in das Raster von Herrn Knopf passt :-))

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Hajo

OT: GHS?

Beitragvon Hajo » 7. Mai 2002, 09:20

Hallo Ernst,

Ernst Knauth schrieb:
> Spektrum der Spielbox diesbezüglich erweitert wird (wirklich
> komplexe Spiele sind hier nicht gemeint, die sind in der
> "Manöverkritik" der GHS ausreichend abgedeckt).

Was genau sind denn die "Manöverkritik" und die GHS? Mir scheint, da habe ich eine kleine Bildungslücke...

Gruss,


Hajo

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Petra Schmidt
Kennerspieler
Beiträge: 231

Re: Frauen sind sehr anders, Männer auch

Beitragvon Petra Schmidt » 7. Mai 2002, 09:25

> Andererseits habe ich allerdings leider auch die Erfahrung
> gemacht, daß Gustav Recht hat: Manchmal können Frauen einem
> doch den Spielspaß verderben. Natürlich nicht generell, aber
> es gibt eben einige "Exemplare", die sollten lieber die
> Finger vom Spielbrett lassen. ;-)

Ich denke es gibt da auch genau soviele Männer, die ihre Finger vom Spielbrett lassen sollten, weil sie immer allles besser wissen (wissen sie das wirklich :-/ - ich glaube nicht) und so einem den ganzen Spielespaß verderben können ;-)
Wir frauen können auch selber denken, halt manchmal anders, aber es führt oft genug zum Erfolg - Sieg des Spiels!!!

Petra (die Männer ätzend findet, die immer alles besser wissen :razz: )

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Thomas Jereczek

Re: "fundierte" Kritik?

Beitragvon Thomas Jereczek » 7. Mai 2002, 09:44

Hallo Ernst,

Ernst Knauth schrieb:
>
> Thomas Jereczek schrieb:
> > Was heißt denn "gute" Kritik oder "fundierte" Kritik? Da hat
> > jeder seine eigene Vorstellung. Dem einen ist die Kritik gut
> > genug, wenn sein Lieblingsspiel gut dabei wegkommt, der
> > andere freut sich, wenn sein "Haß"-Spiel verrissen wird.
>
> Ich denke nicht, daß es sonderlich viele Leser gibt mit solch
> geringen, oberflächlichen Ansprüchen.

Da bin ich leider anderer Meinung, vorallem wenn ich hier im Forum an einige Beiträge denke.


>
> Zu den objektiven Kriterien zähle ich z.B.:
> - lesbare, schlüssige Regeln (Regellöcher, Regel-Fehler ...)
> - Produktionsqualität
> - Spieldauer
> - Art (Strategie, Taktik, Glück, Gedächtnis ...)
> - Preis
> - Internet-Adressen für andere Besprechungen, Spielhilfen,
> Errate, Q&A ...
> - alle Dinge, die im Einzelfall für den Käufer ein Problem
> sein könnten (ungewöhnlich großes Spielbrett, ausländische
> Regeln, winzige Spielsteine, schlechte Farbgebung für
> Kunstlicht, oder was auch immer)
>

Dem stimme ich zu 200% zu. Um diese Kriterien zu beschreiben brauche ich aber nicht zwingend viele Seiten. Diese Punkte könnte man fast schon übersichtlich in einer Tabelle darstellen, oder sehe ich das jetzt falsch? Außerdem ist es irrelevant für die Bewertung dieser Punkte, ob ich das Spiel 5-mal oder 20-mal gespielt habe (abgesehen von der Spieldauer, die hängt von Spieleranzahl und dem Spielverständnis von den Leuten ab).


> Zu den subjektiven Kriterien gehört z.B.:
> - Umsetzung des Themas
> - der persönliche Eindruck
> - der persönliche Spielspaß
> - die Nicht-Eignung des Spiels für bestimmte Personenkreise,
> bestimmte Spielerzahlen ...
>

Richtig, die gehören selbstverständlich in eine Kritik, sonst wäre es keine, aber leider artet es meistens in das aus, was Du als nächstes beschreibst:
> Nicht dazu gehören z.B.:
> - seitenlange Prosa zur Einleitung
> - Nacherzählen der Regeln
>


>
> Als Ergebnis sollte der Leser in der Lage sein zu
> entscheiden, ob er sich das Spiel kaufen kann/soll/will. Wenn
> das der Fall ist, war die Besprechung gut, fundiert oder wie
> auch immer man das nennen will.

Ja schon, aber ...

Machst Du Deine Kaufentscheidung von einer Meinung abhängig?
Wahrscheinlich nicht. Deshalb bevorzuge ich mehrere Kritiken zu einem Spiel zu lesen, damit ich mir aufgrund der unterschiedlichen Meinungen ein Bild machen kann. Nur auf eine Rezension zu vertrauen, ist mir zu wenig. Ich würde lieber mehr lesen.

> Ich glaube nicht, das all dies in nur kurzen Besprechungen
> aufgezeigt werden kann.
>

Das ist definitionssache. Kurz kann auch bedeuten, daß ich alle Informationen (die Du oben aufgezählt hast) übersichtlich angeboten bekomme, egal in welcher Form, ob als Text oder Tabelle. Das kann eine Seite sein oder auch vier, wenn es denn nicht in die negativen Punkte ausartet, die Du ebenfalls weiter oben beschrieben hast.

> Das alles sind eigentlich
> Selbstverständlichkeiten, die jeder Rezensent schon längst
> verinnerlicht haben sollte. Ansonsten ist er fehl am Platz ...

Stimmt. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Gruß
Thomas

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Ernst Knauth

Re: OT: GHS?

Beitragvon Ernst Knauth » 7. Mai 2002, 09:47

Hallo Hajo,

Hajo schrieb:
> Was genau sind denn die "Manöverkritik" und die GHS? Mir
> scheint, da habe ich eine kleine Bildungslücke...

Die GHS ist die "Gesellschaft für historisches Simulationen", ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der sich unter anderem mit Konflikt-Simulations-Spielen (Cosims) beschäftigt.

Für einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von max. 25 Euro (je nach Alter) erhält man viermal im Jahr jeweils ein kostenloses Doppelheft (A5) ihrer Zeitschrift "Manöverkritik". Sie ist voll von "fundierten" ;-) Spielbesprechungen über Cosims und Cosim-ähnliche Spiele (von Axis&Allies bis ASL, von Hannibal bis Circus Minimus).

Und den Jahresbeitrag kann man sogar noch von der Steuer absetzen ...

Übrigens: Genau in dieser Woche (Mo bis So) findet in Braunfels zum 16. mal ihr jährliches Spielertreffen "Hexacon" statt, mit einer großen Cosim-Auktion am Samstag.

Infos siehe unter: http://www.g-h-s.org/

Gruss

Ernst

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Michael Andersch

Re: "fundierte" Kritik?

Beitragvon Michael Andersch » 7. Mai 2002, 09:56

Hallo Ernst,

Du hast in weiten Teilen recht. Trotzdem muss ich auch Thomas in so fern zustimmen, als dass ich es ebenfalls wünschenswert fände, wenn die Noten der "Mittester" irgendwie begründet würden, sei es als separates Kästchen (ähnlich, wie es bei einigen Kritiken in der neuen SB schon ansatzweise gemacht wurde, nur ein bisschen ausführlicher), oder im Text selbst.

Und auch ich hätte hier und da nichts gegen etwas kürzere Kritiken, so wie es auf der "Spielwiese" angeboten wird. Aber nur hier und da...

Viele Grüße,
Micha

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Michael Andersch

Re: SB Inhalt

Beitragvon Michael Andersch » 7. Mai 2002, 10:06

Thomas Jereczek schrieb:
>
> Ich lese lieber drei Kritiken jeweils eine Seite von
> verschiedenen Autoren als eine 3-Seiten-Kritik von einem
> Autor. Ein vielfältige Informationsquelle ist mir wichtiger
> als eine hochwissentschaftliche psychologische Abhandlung.

Allervollste Zustimmung!!!!

> Wenn jemand ein Spiel nur 5-mal in einer 4er-Runde getestet
> hat, dann schreibt er das eben in seine Rezension als Hinweis
> mit hinein. Falls ein anderer Kritiker das gleiche Spiel nur
> 15-mal zu zweit mit seiner Freundin gespielt hat, na und,
> dann schreibt er das eben auch. Lieber kürzer und
> vielfältiger als länger einfältig.
> So erhalte ich meiner Meinung nach wesentlich mehr und
> fundiertere Informationen.

Auch das sehe ich ganz genau so. Deswegen bedaure ich ein wenig die Entwicklung hier im Forum, dass ein PEEP jetzt erstens mal als solches gekennzeichnet und zweitens nach Möglichkeit trotzdem irgendwie allumfassend sein soll, um nur ja niemandem weh zu tun und möglichst political correct zu sein.

Zustimmende Grüße,
Micha

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Michael Andersch

Re: Frauen sind sehr anders (S.41)

Beitragvon Michael Andersch » 7. Mai 2002, 10:18

Hallo Ernst,

interpretierst Du da nicht ein bisschen zuviel
a) in den SB-Artikel
b) in Gustavs Posting
???

Ich selbst habe (z.B. - aber nicht nur - mit meiner eigenen Frau, welche übrigens ebenfalls die allerbeste Ehefrau von allen ist) ähnliche Erfahrungen gemacht.
Z.B. mit genanntem "Finale": Spiel getestet, von meiner Frau für spielerisch wertvoll befunden, aber: Sie will es nicht mehr spielen, weil Sie Fussball langweilig findet... :-?
Ich schüttle dann eben den Kopf (im positiven Sinne), grinse mir einen und wir spielen was anderes (aber nicht Cäsar und Cleopatra, denn auf "Historiengedöns" steht sie auch nicht. Piepegal, wie das Spiel selbst abläuft - wenn die Story außenrum nicht stimmt ist NIX zu machen).

Daher kann ich M. Knopf und Gustav verstehen bzw. das Gesagte nachvollziehen.
Ich sehe es allerdings eher heiter-ironisch und keineswegs abwertend.

Viel schlimmer ist es da schon, dass sie bei Schottentotten fast immer gewinnt. DAS ist ein wahrer Skandal!


Entspannte Grüße,
Micha


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