Beitragvon KMW » 27. Mai 2002, 14:53
Euch allen herzlichen Dank für Eure Glückwünsche.
Der "Inno-Spatz" ist aus dem "Göttinger Spatz" hervorgegangen, der 1985 erstmals vergeben wurde. Das Taschenbuch Spiel '99 sagt darüber: "Mit dem Preis sollte die Aufmerksamkeit der öffentlichkeit auf die Existenz der Spieleautoren gerichtet werden. Nicht ein einzelnes Spiel wurde ausgezeichnet, sondern deutschsprachige Autoren". Die Älteren unter uns werden sich noch erinnern, dass Spieleautoren früher anonym waren und auf den Spieleschachteln nicht genannt wurden. Ein Verlagsvertreter, darauf angesprochen, meinte damals nur: "Wieso? Daimler-Benz schreibt ja auch nicht auf die Stoßstange seiner Modelle, wer sie entworfen hat." Diese Einstellung hat sich ja mittlerweile zum Glück geändert.
Zu den ersten Preisträgern gehörten Johann Rüttinger (1985), Wolfgang Kramer (1986), Hajo Bücken (1987), Jörg Nürnberger (1988), Erwin Glonnegger (1989), Alex Randolph (1990). Bei der Gründung dieses Preises war ich übrigens auch dabei und in den 80er Jahren auch Jury-Mitglied. Der Name "Spatz" war ursprünglich eine Abkürzung für "SPieleAuTorenZaster", weil er mit einem Geldbetrag verbunden war.
Nachdem die Pioniere der Spieleszene ausgezeichnet waren, gab es eine Pause in der Vergabe. Ab 1998 wurde dann der INNO-Spatz verliehen (Inno für Innovation). Der Inno-Spatz soll "brillante Ideen oder Spielelemente hervorheben - auch ältere - und deren geistige Väter oder Mütter, also die Urheberschaft, noch einmal betonen" (Zitat TB Spiel '99).
Zusätzlich gibt es seit kurzem nun auch den Nachwuchsförderpreis für Spieleautoren. Mit diesem von der Jury Spiel des Jahres finanzierten Stipendium sollen neue und unerfahrene Autoren nützliche Einblicke in das Umfeld erhalten. Vorgesehen sind je ein einwöchiges Praktikum bei einem Spieleverlag, im Spielwarenfachhandel, bei der Presseagentur eines Verlags und im Deutschen Spielearchiv in Marburg.
Gruß
KMW