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Blokus - sowas gab´s doch schon mal!?

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andreas schröter

Blokus - sowas gab´s doch schon mal!?

Beitragvon andreas schröter » 26. Mai 2002, 15:29

Hallo,

Blokus ist ein tolles Spiel, doch irgendwie kommt mir alles irgendwie bekannt vor. Richtig! "Pankai" von Alex Randolph.
Bei Pankai ist das quadratische Spielfeld 11x11 Felder groß, allerdings ist das Mittelfeld gesperrt. Jeder der beiden Spieler erhält einen Satz Pentominos (12 Stück), diese sind logischerweise mit denen von Blokus identisch, nur fehlen bei Randolph die kleineren Chargen aus 4 oder weniger Quadraten. Es wird abwechselnd gesetzt, wer als erster blockiert ist, hat verloren.
Das Neue an Blokus ist die Erweiterung für 3 und 4 Personen und vor allem die originelle Setzregel (gleiche Farben müssen sich an den Ecken berühren, jedoch dürfen dies nicht an den Seiten tun.)

Gruß Andreas (mir fällt gerade noch ein weiteres fast identisches, schon älteres Spiel ein: "Golombs Spiel" von Solomon Golomb)

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Ulrich Roth

Re: Blokus - sowas gab´s doch schon mal!?

Beitragvon Ulrich Roth » 27. Mai 2002, 01:28

Hallo Andreas,

> Blokus ist ein tolles Spiel, doch irgendwie kommt mir alles
> irgendwie bekannt vor. Richtig! "Pankai" von Alex Randolph.
> (..........)
> Das Neue an Blokus ist die Erweiterung für 3 und 4 Personen
> und vor allem die originelle Setzregel (gleiche Farben müssen
> sich an den Ecken berühren, jedoch dürfen dies nicht an den
> Seiten tun.)
> Gruß Andreas (mir fällt gerade noch ein weiteres fast
> identisches, schon älteres Spiel ein: "Golombs Spiel" von
> Solomon Golomb)

Dieses kenne ich als "Pentomino" (vgl. Thread vor einigen Tagen), und ich finde es viel besser als Randolphs Version, weil beide Spieler von Anfang an verschiedene Teile haben, so dass es schon beim ersten Zug hochtaktisch zugeht.
Spielgedanke ist in beiden Fällen das Reservieren von Räumen, in die nur die eigenen - verbliebenen - Teile passen. Bei "Pankai" könnte ein sturer (nachziehender) Defensivspieler immer das gleiche Teil wie der Gegner legen, und damit die Taktik bis ganz ins Endspiel hinauszögern (um dann womöglich den genervten Gegner mit seinem ersten eigenständigen Zug zu überrumpeln...).

Wenn man unbedingt mit mehr Teilen spielen will, kann man z.B. die sechs assymetrischen Formen verdoppeln, indem man mit je zwei spiegelverkehrten Versionen davon spielt (deren Umdrehen dann nicht mehr erlaubt ist). Das ergibt insgesamt 18 verschiedene Pentominos, so dass sich als Spielfeldgröße 9 x 10 anbietet.

Im Übrigen finde ich schon, dass "Blokus" ein eigenständiges Spiel ist (jedenfalls viel mehr als das derivative und letztlich überflüssige "Pankai").
Das Spielgefühl ist viel lockerer als bei "Pentomino"; vor allem am Anfang der Partie kann man auch aus dem Bauch heraus, allgemeine strategische Grundsätze im Hinterkopf, ganz ordentlich spielen. Exakt berechenbar wird die Sache erst im Endspiel, aber dann ist meist eh schon alles entschieden...
Ich glaube jedenfalls, dass ich so manchen Pentomino-Hasser (davon kenne ich leider eine ganze Menge - :cry: - es ist eines meiner Lieblingsspiele!) problemlos zu einer Partie Blokus werde ködern können...

Grüße,
Ulrich

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Ferdinand de Cassan

Re: Blokus - sowas gab´s doch schon mal!?

Beitragvon Ferdinand de Cassan » 27. Mai 2002, 07:20

Lieber Ulrich,

ich bitte zu Bedenken, dass PANKAI das ältere Spiel ist und zuerst am Markt war. Prof. Golomb war erst einige Zeit später mit seiner "neuen Idee" der Pentominos da. So sagen es die Jahreszahlen.

Zusätzlich war dieses Spiel das erste Spiel von Alex Randolphs und dafür war es zu dieser Zeit, im Jahr 1963, sehr innovativ.

Ferdinand

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Ulrich Roth

Re: Blokus - sowas gab´s doch schon mal!?

Beitragvon Ulrich Roth » 27. Mai 2002, 11:21

Hallo Ferdinand,

> ich bitte zu Bedenken, dass PANKAI das ältere Spiel ist und
> zuerst am Markt war. Prof. Golomb war erst einige Zeit später
> mit seiner "neuen Idee" der Pentominos da. So sagen es die
> Jahreszahlen.

auf welche Jahreszahl für Golombs Spiel beziehst du dich?

Bei Luding ist die erste Ausgabe für 1954 aktenkundig (ohne Verlagsangabe), eine zweite 1973, erschienen bei Hallmark.
Eine theoretische Abhandlung Golombs über die Pentomino-Formen erschien 1953.

Grüße,
Ulrich


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