Beitragvon Günter Cornett » 29. Mai 2002, 19:14
Brigitte und Wolfgang Ditt schrieb:
>
> Die Situation:
>
> ein hochbegabtes Kind (2. Schuljahr, 8 Jahre, IQ 131) ist im
> Sozialverhalten auffällig und mit Hilfe eines Spiels soll es
> trainiert werden.
Hallo Brigitte, hallo Wolfgang,
*trainiert werden* ?? - Ist das jetzt nur eine unglücklich gewählte Formulierung eurerseits oder hat das *auffällige Sozialverhalten* womöglich seine Berechtigung ?
> Das Kind hat eine sehr niedrige
> Frustrationsgrenze, verlieren ist hier gerade an der Grenze.
Spiele, bei denen man das Verlieren lernen kann, gibt es viele. Ist für mich eher eine Frage der Vorbilder. Wie verhalten sich denn die Erwachsenen beim Verlieren ? Spielen, gewinnen und verlieren sie gerne oder suchen sie nur nach einer Art Heilmittel ?
> Deshalb sollte das Spiel folgende Eigenschaften aufweisen:
> - strategisch oder zumindest taktisch
> - kooperativ oder keinen/kaum Ärgerfaktor
Im Sinne von *alle verlieren gemeinsam* oder Teams, die gegen einander spielen?
Bei strategischen und taktischen Spielen wird das kooperative Element wohl kaum überwiegen. Wenn es darum geht, verlieren zu vermeiden, ist es wohl sinnvoller, ein anderes Medium zu verwenden: Bewegungsspiele, Rollenspiele, was Kreatives,...
> - im Handel noch erhältlich
Vielleicht gibt es in der Apotheke die entsprechende Pille ;-)
Dass ausdrücklich erwähnt wird, dass das Spiel im Handel erhältlich sein soll (wo es doch die meisten zu kaufen gibt), spricht IMHO dafür, dass hier nach einer wenig arbeitsintensiven Lösung gesucht wird. Wenn es das ideale Spiel gäbe, es aber nicht mehr erhältlich wäre, wäre es den Eltern wohl zu aufwändig es zu basteln.
Sorry, ich kenne die Einzelheiten nicht und bin in Erziehungsfragen nicht wirklich kompetent. Aber so wie ihr das Problem übermittelt, spricht einiges dafür, dass die Frage falsch gestellt ist.
Habt ihr euch vielleicht auch schon überlegt, denke ich.
> Wer hat eine Empfehlung?
Hmm, bei der mensch-ärgere-dich-micht-Variante *Menschen,Würfel,Temperamente* (oder so ähnlich) kann man das Verlieren 'trainieren' und lernen, dass es unterschiedliche Charaktere gibt.
Gruß, Günter