Beitragvon Wolfgang Ditt » 6. Juni 2002, 16:33
Hallo Peter,
>überdurchschnittlich, ungewöhnlich, originell<
also TA ist überdurchschnittlich, weil es vielen Spielern - mehr als viele, viele andere Spiele - Spaß bereitet. Außerdem gibt es nur wenig Beispiele, in denen ein so gutes Spiel mit so wenig Regeln auskommt (evtl. ist es Heimlich & Co in der Originalfasung von Perlhuhn, 1984 oder 1985).
Ungewhöhnlich ist es, weil ich kein anderes Spiel kenne, bei dem ich so einfach die Mitspieler einschätzen muss um möglichst viel zu schmarotzen (äh, Schienen mitbenutze)
Originell finde ich es auch. Ein Bauspiel, bei den mein eigener Anfang später Allgemeingut wird, fällt mir sonst nicht ein.
Peter Steinert schrieb:
> Leider hast Du meiner Meinung nach auch nicht unbedingt
> erkannt, was ich zum Ausdruck bringen wollte. "Kulturgut" hat
> doch nichts mit Massentauglichkeit zu tun...
Kultur wird von wenigen gemacht, nämlich von Autoren. Danach aber entsteht eine Kultur durch Nutzung des Angebots. Heute ist z. B. "Herr der Ringe" ein Kulturgut, und für einige sogar Kult. Bei Spielen ist das nicht anders. Nur was lange besteht, prägt eine Kultur.
Anspruchsvoll hingegen ist ein Begriff, den Fachleute (oder solche die sich dafür halten) benutzen, wenn ihnen etwas gefällt, weil es für sie eine Herausforderung ist. Dies ist dann ein elitärer Ansatz (sowohl positiv im Sinne von Kompetenz als auch negativ im Sinne von Arroganz gemeint), über den vielfach Auszeichnungen vergeben werden, z. B. der DSP, der nach meiner Einschätzung dieses Jahr von PR gewonnen wird.
Wolfgang