Beitragvon Roman Pelek » 9. Juni 2002, 00:14
Moin Marten,
Marten Holst schrieb:
[Lieblingsstrategien, hier Star Trek]
> nächsten, weniger inhaltlich, weil sie ja die "Guten" sind,
> als mehr, weil die hier funktionierende Strategie um Frieden
> und Aufbau meinen entsprechenden Spieltechniken am
> entgegendsten kommt). Schwierig ist es natürlich, wenn eine
Genau das ist Geschmack. Ich mag die Gebäudestrategie bei PR, weil ich nicht so genau darauf achten muss, was andere wann verschiffen und ich das Spielende selbst forcieren kann bzw. mir ein Spielfehler von anderen, die das Spiel verkürzen, zu Gute kommt. Ein Tick Faulheit, der gerade in kleinen Besetzungen (und mit ungeübteren Mitspielern) gut funktioniert. Sie ist deshalb aber nicht unterlegen, weil andere mit etwas mehr Anstrengung und gerade in größeren Runden lukrativ anderes spielen und dem gegensteuern können. Und wenn alle (geübterweise) so spielen, ist es sowieso Essig und ich muss umdisponieren. Also Emotion und nicht unbedingt Rationalität.
> spielen. Roman erwähnt oben, dass er es oft und gerne tut,
> ich persönlich bin da meist weniger flexibel, und wenn ich es
> versuche komme ich dann doch irgendwann gerne zu alten
> Mustern zurück (was dann meist vollkommenen Quark ergibt).
Wieder subjektiv: Es braucht eine Durststrecke, bis man andere Strategien erlernt. Das erfordert Bereitschaft, auch mal nicht gewinnen zu wollen und "Quark" zu spielen, nur um des Ausprobierens und dem Spaß an der Sache willen. Wenn man ein Spiel sehr häufig spielt, hat man da sicher auch mal die Laune dazu, tut man es seltener, spielt eher auf Sieg mit Bewährtem.
> Was mich interessieren würde: wie schnell entwickelt Ihr
> Lieblingsstrategien (wenn überhaupt), wie kommt man da wieder
> runter? Warum hat man bestimmte? (Ich weiß zum Beispiel, dass
Für mich zwei Gründe: sie funktionieren in den eigenen bisherigen Runden gut und der Charakter kommt dem persönlich Gusto entgegen. Erfahrung mit Geschmack gepaart. So geht's mir zumindest.
> dann auch tun will, auch wenn es anders geht) Und warum
> verliert man nicht viel öfter, wenn man doch immer wieder
> "das gleiche" spielt (denn wenn man andauernd verlöre würde
> man ja vielleicht doch die Strategie wechseln). Fragen über
> Fragen.
Warum man nicht öfter verliert? Wieder zwei Gründe: die anderen adaptieren die eigene Strategie nicht, was ein Garant dafür wäre, dass man auch mal verliert. Wenn mehrere das Gleiche spielen, kann nur einer gewinnen ;-) Zum anderen kann es sein, dass die anderen ihre Spielweise nicht perfektionieren, mal vorausgesetzt, es gibt keine eindeutig dominante Strategie. Wäre letzteres der Fall, greift halt wieder Punkt 1. Und dann kann mitunter das Spiel reduziert werden auf die Frage des Startspielers oder des Glücksanteils im Spiel...
Ciao,
Roman