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PEEP: Street Soccer

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Michael Andersch

PEEP: Street Soccer

Beitragvon Michael Andersch » 8. Juni 2002, 11:33

Street Soccer ist ein schnell gespieltes (ca. 20-25 Minuten) Spielchen, welches ein bisschen Taktik und etwas mehr Glück vereint. Wie der Name schon sagt geht es darum, mit einer Strassenmannschaft die meisten Tore zu erzielen.

Dazu hat jede Seite 5 Spieler, die zu Beginn nach einfachen Regeln auf dem sehr zweckdienlichen Plan aufgestellt werden.
Die Spieler sind dann anschliessend am Zug, wobei dazu zunächst gewürfelt wird. Dieses Ergebnis wird dazu verwendet, einen Spieler um maximal diese Augenzahl laufen zu lassen, bzw. bei Erreichen des Balles diesen zu kicken.
Die Spieler können dabei waagerecht und senkrecht in alle Richtungen laufen und den Laufweg auch beliebig ändern.
Erreicht man das Feld mit dem Ball, so hat man (restliche Würfelaugen +1) Punkte, diesen zu schiessen. Dies geschieht vom Spieler aus in beliebiger Richtung (auch diagonal), wobei während der Flugbahn maximal eine Richtungsänderung um 45 Grad durchgeführt werden darf.
Für jedes Feld, das der Ball überfliegt, wird ebenfalls ein Würfelpunkt benötigt.
Erreicht der Ball einen eigenen Mitspieler und sind noch Würfelaugen übrig, so kann dieser den Ball wiederum um restliche Würfelaugen +1) Punkte weiterschiessen, wodurch teils schöne Ballstaffetten und auch das ein oder andere Tor möglich sind.

Nach 25 Runden endet das Spiel, wer die meisten Tore hat hat gewonnen.

Mein Eindruck war: schönes Material zu einem akzeptablen Preis, aber bezüglich des Spieles selbst bin ich etwas zwiespältig.
Einerseits ist es eine witzige Idee, andererseits war mir das ganze ein wenig zu statisch (pro Runde bewegt man nur einen eigenen Spieler) und zu glückslastig (mit der Anzahl hoher gewürfelter Zahlen steigt die Siegchance enorm, wer im Durchschnitt niedriger als der Gegner würfelt hat kaum eine Chance).


Da mir das Spiel aber trotzdem irgendwie gefallen hat habe ich mir mal über einige Optimierungen Gedanken gemacht:

- Jeder Spieler könnte anstatt zu würfeln 25 Karten mit Würfelergebnissen von 1-6 erhalten, davon hat er immer 3 (oder 4? Oder 5?) auf der Hand und muss eine davon spielen.
- Nach jedem eigenen Zug könnte der Gegenspieler noch 3 Bewegungspunkte erhalten, mit denen er beliebige Figuren seiner Mannschaft noch um insgesamt 3 Felder umpositionieren könnte.
- Nach jedem Tor könnte die „unterlegene“ Mannschaft 5 Bewegungspunkte erhalten um Spieler umzupositionieren, die überlegene nur 3 Punkte

Ich habe das noch nicht getestet, erwäge jedoch einen Kauf, da ich das Spiel schon auf gewisse Art witzig finde. In der vorliegenden Regelversion würde ich es aber nicht unbedingt noch allzu häufig spielen wollen.


Kickende Grüße,
Micha

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Arne Hoffmann

Re: PEEP: Street Soccer

Beitragvon Arne Hoffmann » 8. Juni 2002, 23:18

Moin moin!

Michael Andersch schrieb:

>
> Mein Eindruck war: schönes Material zu einem akzeptablen
> Preis, aber bezüglich des Spieles selbst bin ich etwas
> zwiespältig.
> Einerseits ist es eine witzige Idee, andererseits war mir das
> ganze ein wenig zu statisch (pro Runde bewegt man nur einen
> eigenen Spieler) und zu glückslastig (mit der Anzahl hoher
> gewürfelter Zahlen steigt die Siegchance enorm, wer im
> Durchschnitt niedriger als der Gegner würfelt hat kaum eine
> Chance).

Dies kann ich nach 3 gespielten Partien (2 nach MAAM ;-) ) schon unterstützen. Würfelt einer immer mies, so kann er nicht allzu viel ausrichten. Jedoch kann man auch dann die Würfelaugen benutzen, um sich auf dem Feld besser zu plazieren anstatt nutzlos dem Ball hinterherzuhechten. Ein Beispiel: Kann mein Gegner bei einer 3 ein Tor erzielen, so nutze ich eine kleine Würfelzahl eher dazu, meine Feldposition zu verbessern, sollte ich seine Wahrscheinlichkeit für ein Tor nicht drastisch senken können. Damit kann man dann schon einiges erreichen.

>
> Da mir das Spiel aber trotzdem irgendwie gefallen hat habe
> ich mir mal über einige Optimierungen Gedanken gemacht:

Ich mir auch :-))

> - Jeder Spieler könnte anstatt zu würfeln 25 Karten mit
> Würfelergebnissen von 1-6 erhalten, davon hat er immer 3
> (oder 4? Oder 5?) auf der Hand und muss eine davon spielen.

Davon halte ich nicht so viel. Ich tendiere eher dazu, daß man entweder zweimal im Spiel einen Würfelwürf ignorieren und wiederholen darf, oder daß statt einer 1 eine weitere 2 oder 3 auf dem Würfel ist.

> - Nach jedem eigenen Zug könnte der Gegenspieler noch 3
> Bewegungspunkte erhalten, mit denen er beliebige Figuren
> seiner Mannschaft noch um insgesamt 3 Felder umpositionieren
> könnte.

Das erscheint mir relativ stark. Zugegeben, das Spiel ist relativ statisch. Jedoch kann ich bei einigermassen guter Plazierung meiner Feldspieler mit einer 6 aus dem eigenen Strafraum heraus ein Tor erzielen. Da wird das Spiel dann doch langweilig, wenn man seine Spieler relativ problemlos in optimalen Positionen plazieren kann, was ja durch die 3 Punkte und die Bewegung dreier Figuren erleichtert würde.

> - Nach jedem Tor könnte die „unterlegene“ Mannschaft 5
> Bewegungspunkte erhalten um Spieler umzupositionieren, die
> überlegene nur 3 Punkte

S.o.. Nach meiner ersten Partie hatte ich auch diesen Gedanken. Nach den Folgepartien (nicht allein) fand ich das Spiel so wie es ist recht unterhaltsam.

> Ich habe das noch nicht getestet, erwäge jedoch einen Kauf,
> da ich das Spiel schon auf gewisse Art witzig finde. In der
> vorliegenden Regelversion würde ich es aber nicht unbedingt
> noch allzu häufig spielen wollen.

Ich schon. Es ist halt ein glücksbetontes Spiel - das muß ich vor der Partie wissen. Ich ordne es im Rahmen von Can´t Stop an, jedoch schon taktischer.

> Kickende Grüße,
> Micha

Tippende zurück,

- Arne -

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Michael Andersch

Re: PEEP: Street Soccer

Beitragvon Michael Andersch » 9. Juni 2002, 10:37

Arne Hoffmann schrieb:

> Würfelt einer immer mies, so kann er
> nicht allzu viel ausrichten. Jedoch kann man auch dann die
> Würfelaugen benutzen, um sich auf dem Feld besser zu
> plazieren anstatt nutzlos dem Ball hinterherzuhechten.

Hmm, ja. Allerdings sage ich mir: lieber den Ball mit einer 1 oder 2 ein Stück zum Gegner zurückgekickt und dadurch u.U. kein Tor kassiert als die eigene Position verbessert und eins eingefangen.
Ist aber vielleicht ein falsche Denkweise.

> > - Jeder Spieler könnte anstatt zu würfeln 25 Karten mit
> > Würfelergebnissen von 1-6 erhalten, davon hat er immer 3
> > (oder 4? Oder 5?) auf der Hand und muss eine davon spielen.
>
> Davon halte ich nicht so viel. Ich tendiere eher dazu, daß
> man entweder zweimal im Spiel einen Würfelwürf ignorieren und
> wiederholen darf, oder daß statt einer 1 eine weitere 2 oder
> 3 auf dem Würfel ist.

OK, das hatte ich mir auch schon gedacht. Die 1 durch eine 2 ersetzen.


> > - Nach jedem eigenen Zug könnte der Gegenspieler noch 3
> > Bewegungspunkte erhalten, mit denen er beliebige Figuren
> > seiner Mannschaft noch um insgesamt 3 Felder umpositionieren
> > könnte.
>
> Das erscheint mir relativ stark.

War auch nur mal so ins Blaue gedacht. Vielleicht auch nur um 1 oder 2 Felder. Müsste man halt ausprobieren.

> Zugegeben, das Spiel ist
> relativ statisch. Jedoch kann ich bei einigermassen guter
> Plazierung meiner Feldspieler mit einer 6 aus dem eigenen
> Strafraum heraus ein Tor erzielen.

Stimmt. Bei uns war's aber so, dass wir oft (s.o) lieber den Ball irgendwohin gekickt haben als ihn relativ sicher dem Gegner zu lassen. Da lag der Ball dann öfter mal in irgendwelchen Aussenbereichen des Spielbretts, und wenn er von dort "abgeholt" wurde führte das dazu, dass die Männchen teilweise sehr über das Brett verstreut waren und ein Torerfolg aus dem eigenen Strafraum ziemlich unmöglich war.

> Da wird das Spiel dann
> doch langweilig, wenn man seine Spieler relativ problemlos in
> optimalen Positionen plazieren kann, was ja durch die 3
> Punkte und die Bewegung dreier Figuren erleichtert würde.

Wenn dem so wäre (was zu testen wäre) würde ich Dir zustimmen.


> > - Nach jedem Tor könnte die „unterlegene“ Mannschaft 5
> > Bewegungspunkte erhalten um Spieler umzupositionieren, die
> > überlegene nur 3 Punkte
>
> S.o..

Ebenfalls siehe oben. Vielleicht auch geringere Punktzahlen.

> Es ist halt ein glücksbetontes Spiel - das muß ich
> vor der Partie wissen.

Stimmt. Aber es schadet ja nicht, wenn man es mit geringem Aufwand ein wenig "würzen" könnte.

Viele Grüße,
Micha

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Frank Gartner
Kennerspieler
Beiträge: 257

Re: PEEP: Street Soccer

Beitragvon Frank Gartner » 9. Juni 2002, 15:42

Hallo Michael,

> Da mir das Spiel aber trotzdem irgendwie gefallen hat habe
> ich mir mal über einige Optimierungen Gedanken gemacht:
> - Jeder Spieler könnte anstatt zu würfeln 25 Karten mit
> Würfelergebnissen von 1-6 erhalten, davon hat er immer 3
> (oder 4? Oder 5?) auf der Hand und muss eine davon spielen.

Kommt mir irgendwie bekannt vor die Idee (siehe Link) ;-)).
Corné, der Autor hält von dieser Variante allerdings nicht so viel.

> Ich habe das noch nicht getestet, erwäge jedoch einen Kauf,
> da ich das Spiel schon auf gewisse Art witzig finde. In der
> vorliegenden Regelversion würde ich es aber nicht unbedingt
> noch allzu häufig spielen wollen.

Och, bei einer WM- oder EM hole ich solche Spiele immer wieder gerne heraus.

Tschö, Frank

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Michael Andersch

Re: PEEP: Street Soccer

Beitragvon Michael Andersch » 9. Juni 2002, 15:59

Frank Gartner schrieb:
>
> > Da mir das Spiel aber trotzdem irgendwie gefallen hat habe
> > ich mir mal über einige Optimierungen Gedanken gemacht:
> > - Jeder Spieler könnte anstatt zu würfeln 25 Karten mit
> > Würfelergebnissen von 1-6 erhalten, davon hat er immer 3
> > (oder 4? Oder 5?) auf der Hand und muss eine davon spielen.
>
> Kommt mir irgendwie bekannt vor die Idee (siehe Link) ;-)).
> Corné, der Autor hält von dieser Variante allerdings nicht so
> viel.

Oh, da schau her! Finde ich ja gut, dass Ihr nicht nur die selbe Idee hattet (wie auch in anderen Dingen ;-) ), sondern diese auch schon getestet habt. Da es ja auch mit dieser Änderung durchaus spielenswert zu sein scheint ist die Anschaffung jetzt sehr wahrscheinlich geworden.

Die Rezi habe ich soeben mit Interesse gelesen und finde sie wird dem Spiel sehr gut gerecht!

Viele Grüße,
Micha

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Cwali

StreetSoccer: luck ??

Beitragvon Cwali » 9. Juni 2002, 19:01

Hoi Michael Andersch,

I made StreetSoccer and normally don't want to discuss or judge my
own games in public, but I really want to give an other view on the
tactics in StreetSoccer.

Last weeks I lost 4 times in +/- 50 matches, 2 of the 4 in extra time.
While I played most games in a way that my opponent holds much
perspective on scoring goals (for example within 2 turns where I could
assure that it must cost three turns) and I gave many advices about pro's
and contra's of possible moves for opponents and about the longer term
results of moves.

In general I think I win on average with 2 or 3 goals difference against players
who played StreetSoccer once and understand the game good.
At the end of this reply I write about the tactics (but players should discover
tactics self) and write why your ideas for rule-variations make StreetSoccer
less tactical (read: that makes it more hard for me to win the game :-)).

The combination player-movement and ball-movement by one roll of the die
makes that you have a good view on your opponent's possibilities by different
numbers on the die and on your own possibilities in the next turn and so on.
That's what you should look at before you choose which player you move to
which space and eventually to which space you shoote the ball. In fact the
importance of the luck has not so much influence on if a game attracts or not.
StreetSoccer attracts me to play it good.

Thereby the luck is not just luck. You work on creating chances. Assuring
that the best player wins, is only a case of playing many matches and
counting wins and losses. In that sense it fits to the soccer theme. In
cup-matches teams of different skill-levels can win against each other. In
bigger competitions the better teams end on the high positions.

The tactical aspects of StreetSoccer may be hard to see when you don't
know the game good. I think new players of Backgammon would not see
why Backgammon has not so much luck (I didn't see that).
Once an opponent said that he had bad luck because he could not do
'anything good' when he rolled a six, while I could do a good move when I
rolled a one.

Good 'calculation' of chances gives you many times during the game a few
sixth more chance to score a goal one or two turns later or a few sixth less
chance for your opponent or you can make the chance on a counter-attack
lower by a good move or the chance to reach a profitable space for the ball
bigger in future turns and so on. In many cases choices for the place for a
player or the ball makes that the ways to score a goal can become all
blocked or not. Blocked ways make that an extra turn is nescecary to
reach the goal so that gives an extra turn for the other player to stop your
attack. (For longer term situations in the game it's important to see which
spaces you can hold more free for your opponent's players and the ball
because the ways to the goal are more easy to block there.)
If you count up all those differences in chances during a match, then you
see a big difference in the everage number of goals between players who
are different experienced in StreetSoccer.

So now I should tell something more about the tactics ... :
- Try to hold your players spread over the field in a way that the distances
between players are not too long. That means that you try to make that
that doesn't count so good for your opponent's players. So if you shoose a
position for the ball you don't look only where that is good for yourself, but
also, for example, if the opponent's most close player is in a good position
now and on a less good position whe he shoots the ball.
- Try to hold the possible ways for passing the ball between your players
not only diagonal or only orthagonal, because then only one way is possible
so the other player can easily block that way sometimes. Again, the choice
for where you place the ball is partly dependent to such considerations.
- Simular to that, some spaces have 2 possible ways that lead to the goal,
other spaces more. So the spaces in the 2 middle rows in the length of the
field and the spaces diagonal to the goal are the most easy to defend when
the ball is there or when a player is there to get a pass (for example you
can block by the keeper and one outfielder). The spaces with attacking and
defending players and the space where you place the ball determine in
many cases if you get a chance to score or not, in the short term but also
for future attacks!
- Calculate the chances for next turns (and consider all possibilities, I see
many times that players expect that the opponent will throw 5 or 6 every
turn). Besides the calculations for scoring-chances of my opponent next
turn and or myself in the next turn, I consider at least all possibilities that
my opponent can do with any die-roll, and if that can lead to a chance a
turn later. Besides the scoring-chance-calculations it's important to look at
possible moves for next turns. (By the way, I don't use so much time for
my turns.)
- I often use my goalie as 'flying goalie'. That often works good to hold the
opponent under presure or to block attacks, but is sometimes dangerous too.
- ..... And much more, but that's better to explain during a match.

About your suggestions for rule-variations:
All those ideas are considered in the 20 years of development of this game.
When you get a good view on the tactics of StreetSoccer and you try cards
to choose a 'die'-number or a number of free movement steps for other players
on the board or a minimum of 2 steps or choosing to throw again sometimes,
then the tactics which are StreetSoccer now will become almost wothless
(the last two possibilities will change the game less much then the first two
but make the game less interesting too).
And it's soccer so it shoot not be 2-1 every match (I doubt about possibilities
to score in case of some of the rule-suggestions). My biggest defeat is 5-0
(it was 0-0 and too much pressing play by me until half of the game). My
biggest win is 7-1. (I got a mail about a 8-0 score.) When you have to take risc,
scoring can go fast. 5-4 was the endscore in several matches.

Groeten,
Corné

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Arne Hoffmann

Re: StreetSoccer: luck ??

Beitragvon Arne Hoffmann » 10. Juni 2002, 09:14

Moin moin!

Danke für das lange Posting, Corné. Wir haben Street Soccer gestern ein weiteres mal gespielt und haben in einer spannenden Partie ein 2:2 erreicht (konnten aus Zeitgründen keine Verlängerung spielen). Dabei sah es einen Großteil der Partie über so aus, als ob mich das Würfelglück im Stich läßt - viele 1en und 2en. Die aber genutzt, um dem Gegner den Weg schwerer zu machen und sich selbst besser zu postieren, haben dann dazu geführt, daß ich in meinem letzten Spielzug noch den Ausgleich erzielen konnte (mußte dafür mindestens eine 3 würfeln, was ja recht gute Chancen sind). Dabei haben beide Spieler recht gut Deine Taktik-Vorschläge verfolgt (ohne diese zu dem Zeitpunkt zu kennen ;-) ) - wodurch die Partie eine enorme Spannung erhielt - und allzu statisch ging es auch nicht zu.

Lob für ein sehr schönes Spiel, in dem wirklich mehr Taktik steckt, als anfangs zu erkennen.

Tschö,

- Arne -

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Arne Hoffmann

Re: PEEP: Street Soccer

Beitragvon Arne Hoffmann » 10. Juni 2002, 09:24

Moin Michael!

Michael Andersch schrieb:
> Hmm, ja. Allerdings sage ich mir: lieber den Ball mit einer 1
> oder 2 ein Stück zum Gegner zurückgekickt und dadurch u.U.
> kein Tor kassiert als die eigene Position verbessert und eins
> eingefangen.
> Ist aber vielleicht ein falsche Denkweise.

Kommt darauf an wie der Gegner postiert ist. Stehen seine Figuren so, daß er auch nach meinem "Schüßchen" schnell wieder zum Ball kommt, so gewinne ich dadurch evtl. gar nichts. Ist sogar einer meiner Spieler z.B. recht schlecht postiert und verschlechtere ich die Chancen meines Gegners durch diese kurze Bewegung nicht stark, so entscheide ich mich eher dazu, meinen schlecht postierten Spieler wieder näher ans Spielgeschehen zu holen. Dann gehe ich im nächsten Spielzug des Gegners vielleicht ein leicht erhöhtes Risiko ein, stehe aber für meine folgenden Spielzüge besser als vorher (hat bei mir gestern z.B. recht gut funktioniert).

Wenn Du eh mit dem Gedanken eines Kaufes spielst, dann würde ich mir das Spiel zulegen - ich finde es von Partie zu Partie besser (und dabei bin ich noch nicht einmal großer Fußballfan :-)) ).

Tschö,

- Arne - (hat leider nur die rot-gelbe Version bekommen, hätte lieber die orange-blaue gehabt :cool: )

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Michael Andersch

Re: StreetSoccer: luck ??

Beitragvon Michael Andersch » 10. Juni 2002, 09:27

Hi Corné,

lot of stuff, that you gave me - thanks!


> I made StreetSoccer and normally don't want to discuss or
> judge my own games in public, but I really want to give an other view
> on the tactics in StreetSoccer.

I appreciate that! And I will respond to it, but read my answers in the context that I have only made 1 game (that's what PEEP says).

> and write why your ideas for rule-variations make StreetSoccer
> less tactical (read: that makes it more hard for me to win the game :-)).

Hehe - nice sentence (could have been from me ;-) )!!!

> The combination player-movement and ball-movement by one roll
> of the die makes that you have a good view on your opponent's
> possibilities by different numbers on the die and on your own possibilities in the > next turn and so on.

That's true. On the other hand this means that you have this good view because possibilities are limited - that's what I wanted to say when I said I found the game to be somewhat "static".

> Thereby the luck is not just luck. You work on creating
> chances. [...]

I totally agree to this paragraph.

> The tactical aspects of StreetSoccer may be hard to see when
> you don't know the game good. I think new players of Backgammon would
> not see why Backgammon has not so much luck (I didn't see that).

You got me! Good Comparison!


> - Try to hold your players spread over the field in a way
> that the distances between players are not too long. That means that you try to
> make that that doesn't count so good for your opponent's players. So if
> you shoose a position for the ball you don't look only where that is good
> for yourself, but also, for example, if the opponent's most close player is in
> a good position now and on a less good position whe he shoots the ball.

> - Try to hold the possible ways for passing the ball between
> your players not only diagonal or only orthagonal, because then only one
> way is possible so the other player can easily block that way sometimes.
> Again, the choice for where you place the ball is partly dependent to such
> considerations.

OK, that was already clear after a few turns of the game. That was the simple one!

> - Simular to that, some spaces have 2 possible ways that lead
> to the goal, other spaces more. So the spaces in the 2 middle rows in the
> length of the field and the spaces diagonal to the goal are the most easy
> to defend when the ball is there or when a player is there to get a pass
> (for example you can block by the keeper and one outfielder).

That's a point I considered not enough, it seems to me.

> - Calculate the chances for next turns (and consider all
> possibilities, I see many times that players expect that the opponent will throw 5
> or 6 every
> turn). Besides the calculations for scoring-chances of my
> opponent next turn and or myself in the next turn, I consider at least all
> possibilities that my opponent can do with any die-roll, and if that can lead to
> a chance a turn later. Besides the scoring-chance-calculations it's
> important to look at possible moves for next turns. (By the way, I don't use so
> much time for my turns.)

Surely it's worthwhile. You think about all possibilities and pick that one that is most promising for most of the possible situations and gain the one or to sixth of probability.
But I don't know if I WANT to do that. It sounds very dry to me. You write, that it doesn't take you much time - but I fear with some players very well known to me this will not be true.And in the end, you spent "a lot" of time, when the die shows something else anyway...

> - I often use my goalie as 'flying goalie'. That often works
> good to hold the opponent under presure or to block attacks, but is sometimes
> dangerous too.

That's something I didn't consider at all. Maybe it could be a good tactics.



Rule suggestions:

My rule suggestions had two reasons:

1) too much luck (Not really too much luck. Soccer always depends from luck, as you mentioned, but in the long term the better team should win more often. And for the "little" and quick game Street Soccer wants to be, the amount of luck is ok.
What I ment was: Too big a variety between a rolled 1 and a rolled 6. That was the thing that didn't satisfy me)

2) too static (just a little bit too little movement on the board.You might be true when stating that some of my suggestions would bring so much dynamics into the game that scoring a goal could become rather impossible, but on the other hand you don't have to exaggerate the modifications - just very little and as much as necessary)


Clearly these suggestions were not tested - just ideas.

But I'm sure now that I will buy the game and definitely will test some of them.


Greetings,
Micha

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Michael Andersch

Re: PEEP: Street Soccer

Beitragvon Michael Andersch » 10. Juni 2002, 09:35

Arne Hoffmann schrieb:
>
> Moin Michael!
> Kommt darauf an wie der Gegner postiert ist. Stehen seine
> Figuren so, daß er auch nach meinem "Schüßchen" schnell
> wieder zum Ball kommt, so gewinne ich dadurch evtl. gar
> nichts. Ist sogar einer meiner Spieler z.B. recht schlecht
> postiert und verschlechtere ich die Chancen meines Gegners
> durch diese kurze Bewegung nicht stark, so entscheide ich
> mich eher dazu, meinen schlecht postierten Spieler wieder
> näher ans Spielgeschehen zu holen. Dann gehe ich im nächsten
> Spielzug des Gegners vielleicht ein leicht erhöhtes Risiko
> ein, stehe aber für meine folgenden Spielzüge besser als
> vorher (hat bei mir gestern z.B. recht gut funktioniert).

Das sagt Corné ja sinngemäß auch. Werde ich also mal ausprobieren.

> Wenn Du eh mit dem Gedanken eines Kaufes spielst, dann würde
> ich mir das Spiel zulegen - ich finde es von Partie zu Partie
> besser

Inzwischen bin ich mir auch sicher, dass ich es kaufen werde. Ich bin auch nicht der allergrößte Fußballfan (ok, ein bisschen schon), aber Sportspiele machen mich irgendwie immer an - sei es Autorennspiele, Pferderennen, Golf oder Tennis Masters oder eben irgendwelche Fussballspiele.
Und ich hoffe ebenfalls, dass ich an blau/orange ran komme.

Viele Grüße,
Micha

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Michael Andersch

Re: StreetSoccer: luck ??

Beitragvon Michael Andersch » 10. Juni 2002, 10:13

Arne Hoffmann schrieb:

> ... Dabei haben beide
> Spieler recht gut Deine Taktik-Vorschläge

Auch den Tip, vor dem Ausführen des eigenen Zuges alle Möglichkeiten des Gegners im nächsten Zug zu analysieren und zu bewerten, um den eigenen Zug damit aus wahrscheinlichkeitstechnischer Sicht zu optimieren?

Falls ja: Wie lange hat's gedauert, bzw. wie lange hat dann eine Partie gedauert?

Fragende Grüße,
Micha

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Arne Hoffmann

Re: StreetSoccer: luck ??

Beitragvon Arne Hoffmann » 10. Juni 2002, 10:59

Moin Michael!

Michael Andersch schrieb:
>
> Arne Hoffmann schrieb:
>
> > ... Dabei haben beide
> > Spieler recht gut Deine Taktik-Vorschläge
>
> Auch den Tip, vor dem Ausführen des eigenen Zuges alle
> Möglichkeiten des Gegners im nächsten Zug zu analysieren und
> zu bewerten, um den eigenen Zug damit aus
> wahrscheinlichkeitstechnischer Sicht zu optimieren?

So pi*Daumen schon. Alles rechnet man eh nicht durch - viele Züge fallen meist schon durch das Anfangsraster. Meist mußte nur zwischen zwei Spielern entschieden werden (deswegen ist es auch recht gut, daß man nur einen pro Zug bewegen darf, sonst erhöhten sich ja die Möglichkeiten und damit wohl auch der Denkaufwand).

In vielen Spielsituationen ist der (zeitlich lokal) optimale Zug ja recht offensichtlich. Kritisch wird es ja erst bei Würfelzahlen, die mir keine gute Ballbewegung geben. Da mußte man mal kurz überlegen (< 1 Minute).

> Falls ja: Wie lange hat's gedauert, bzw. wie lange hat dann
> eine Partie gedauert?

So grob geschätzt eine halbe Stunde für eine Partie. Finde ich für 25 gespielte Runden, inklusive Startaufstellung, o.K.. Dabei wurde aber nicht immer alles durchgerechnet, wie oben schon geschrieben (ein wenig aus dem Bauch und ab und an auf ein wenig Risiko wurde auch gespielt).

> Fragende Grüße,

Grüße mit Antwort zurück,

- Arne - (sollte normalerweise gerade lernen :roll:)


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