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Erfahrungen mit Armada

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Klaus

Erfahrungen mit Armada

Beitragvon Klaus » 17. Juni 2002, 08:33

Eurogames hat gerade eine dt. Ausgabe von "Armada" herausgebracht (http://www.descartes-editeur.com/armadaneu.htm).
Hat jemand dies Spiel schon einmal gespielt? Lohnt es sich? Oder ist es auch ein etwas angestaubtes Spiel der 80er wie "Targui"?

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Thomas Jereczek

Re: Erfahrungen mit Armada

Beitragvon Thomas Jereczek » 17. Juni 2002, 11:29

Hallo Klaus,

erste Meinungen zu Armada 3 gibt's bereits im Forum unter:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=45095&t=45095

Gruß
Thomas (der hofft, daß er am Wochenende Mitspieler für eine erste Partie findet :-) )

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Michael Andersch

Re: Erfahrungen mit Armada

Beitragvon Michael Andersch » 17. Juni 2002, 12:11

Klaus schrieb:
>
> Oder ist es auch ein etwas angestaubtes Spiel der 80er wie "Targui"?

Dieser Satz trifft es m.E. sehr gut. Ich möchte aber fairerweise auch auf anderslautende Meinungen verweisen, z.B. da:

http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=45091&t=44820

Viele Grüße,
Micha

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Erfahrungen mit Armada

Beitragvon Attila » 17. Juni 2002, 19:01

Hiho,

Ich finde nicht das es ein angestaubtes 80er Jahre Spiel ist ! Das Spiel ist recht einfach und lässt sich sehr schnell erklären. Das Kampfsystem ist einfach aber interessant (in Verbindung mit Aktionspunkten).
Es gibt keine grossartigen Spielmechanismen wie z.b. runde, braune Scheiben auf eine Karte zu legen und jeder nimmt sich reihum eine - solange bis keine mehr da ist :-) , aber das braucht es auch nicht - es soll ja nicht SDJ werden ! :-)

Durch die Einfachheit ist es natuerlich auch sehr offen für eigene Regelvarianten.

Wer früher Risko bis zum erbrechen gespielt hat, dem wird Armada wohl gleich gefallen ! :-)

Am besten: Ausprobieren und selber entscheiden !

Atti

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Sven

Re: Erfahrungen mit Armada

Beitragvon Sven » 18. Juni 2002, 01:05

Targui angestaubt..??????? :evil: :evil:
verwirrte Grüße Sven

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Michael Andersch

Re: Erfahrungen mit Armada

Beitragvon Michael Andersch » 18. Juni 2002, 06:14

Sven schrieb:
>
> Targui angestaubt..???????

Finde ich schon, und zwar aus folgenden Gründen:

- Mitspieler können ausscheiden, und zwar u.U. auch für längere Zeit (nicht erst z.B. kurz vor Spielende)
- eigentlich ein reines 4er-Spiel, das zu dritt ziemlich unsymmetrisches ist
- trotz allen möglichen Brimboriums (das auf den ersten Anschein zugegebenermaßen sehr interessant wirkt) letztendlich lediglich eine ziemliche Würfelorgie
- typische 80er Thematik (zumindest empfinde ich das so - war auch meine Risiko-Zeit): Mit massivem Würfeleinsatz irgendwas erobern.

Auch hier gehen die Meinungen sicher auseinander, aber Targui ist eines der Spiele, das heutzutage m.E. alles andere als ein Highlight ist.
Ich zumindest hab's mir vor ein, Zwei Jahren in einem Anfall von Nostalgie nochmal gekauft und war nach zwei gespielten Partien bitter enttäuscht.

Staubfreie Grüße,
Micha

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Volker L.

Re: Erfahrungen mit Targui

Beitragvon Volker L. » 18. Juni 2002, 13:17

Michael Andersch schrieb:
>
> Sven schrieb:
> >
> > Targui angestaubt..???????
>
> Finde ich schon, und zwar aus folgenden Gründen:
>
> - Mitspieler können ausscheiden, und zwar u.U. auch für
> längere Zeit (nicht erst z.B. kurz vor Spielende)

Na und??? :-?

> - eigentlich ein reines 4er-Spiel, das zu dritt ziemlich
> unsymmetrisches ist

Zu dritt habe ich's nie probiert, aber auch zu zweit ist's gut.

> - trotz allen möglichen Brimboriums (das auf den ersten
> Anschein zugegebenermaßen sehr interessant wirkt)
> letztendlich lediglich eine ziemliche Würfelorgie

Na und? :-D

> - typische 80er Thematik (zumindest empfinde ich das so - war
> auch meine Risiko-Zeit): Mit massivem Würfeleinsatz irgendwas
> erobern.

Na und???

> Auch hier gehen die Meinungen sicher auseinander, aber Targui
> ist eines der Spiele, das heutzutage m.E. alles andere als
> ein Highlight ist.

Abgesehen von der begrenzten Einsatzfaehigkeit bezueglich der
Anzahl der Mitspieler betrachte ich keinen der von Dir angefuehrten
Punkte als etwas, das grundsaetzlich gegen das Spiel spricht
(nicht nur auf Targui bezogen, sondern auf Spiele allgemein).
Mich stoert es eher, welche Kriterien ein Spiel heutzutage
erfuellen muss, um als gut angesehen zu werden: Kein Ausscheiden
von Spielern, keine Wartezeit waehrend der Zuege der anderen etc.
Dieser Trend stellt IMHO eine unnoetige Einschraenkung des
Spielspektrums dar :-/

> Ich zumindest hab's mir vor ein, Zwei Jahren in einem Anfall
> von Nostalgie nochmal gekauft und war nach zwei gespielten
> Partien bitter enttäuscht.
>
> Staubfreie Grüße,

:-? Das verstehe ich jetzt nicht: Wenn Du enttaeuscht bist und es
seit 2 Jahren nicht mehr angeruehert hast, dann muesste doch im
Gegenteil ziemlich viel Staub drauf sein :-D

Gruss, Volker

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Michael Andersch

Re: Erfahrungen mit Targui

Beitragvon Michael Andersch » 18. Juni 2002, 15:17

Volker L. schrieb:
>
> Abgesehen von der begrenzten Einsatzfaehigkeit bezueglich der
> Anzahl der Mitspieler betrachte ich keinen der von Dir
> angefuehrten
> Punkte als etwas, das grundsaetzlich gegen das Spiel spricht
> (nicht nur auf Targui bezogen, sondern auf Spiele allgemein).
> Mich stoert es eher, welche Kriterien ein Spiel heutzutage
> erfuellen muss, um als gut angesehen zu werden: Kein
> Ausscheiden
> von Spielern, keine Wartezeit waehrend der Zuege der anderen
> etc.
> Dieser Trend stellt IMHO eine unnoetige Einschraenkung des
> Spielspektrums dar :-/

Na und ;-) ???

Ist ja auch nur meine eigene Meinung, ich nehme jetzt nicht für mich in Anspruch, mit dieser Meinung stellvertretend für alle/viele zu sprechen.

Aber wenn ich spiele, dann will ich nun mal spielen (d.h. weder zu lange Leerlaufzeiten zwischen den Zügen noch u.U. eine lange Leerlaufzeit am Schluss wegen vorzeitigen Ausscheidens in Kauf nehmen)!
Gewisse Spiele mit "Langüberlegenspotential" spiele ich deshalb auch mit manchen Mitspielern nicht, sondern versuche da etwas "zackigere" Spiele auf den Tisch zu bringen.



> :-? Das verstehe ich jetzt nicht: Wenn Du enttaeuscht bist
> und es seit 2 Jahren nicht mehr angeruehert hast, dann muesste doch im
> Gegenteil ziemlich viel Staub drauf sein :-D

Mag sein, aber nicht bei mir. Hab's im Zuge meiner Spieleschranksoptimierung schnell wieder verhökert...

Viele Grüße,
Micha

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Arne Hoffmann

(Auschluss-) Kriterien fuer Spiele

Beitragvon Arne Hoffmann » 18. Juni 2002, 15:29

Moin Volker!

Volker L. schrieb:

> Mich stoert es eher, welche Kriterien ein Spiel heutzutage
> erfuellen muss, um als gut angesehen zu werden: Kein
> Ausscheiden von Spielern, keine Wartezeit waehrend der Zuege
> der anderen etc.
> Dieser Trend stellt IMHO eine unnoetige Einschraenkung des
> Spielspektrums dar :-/

In Bezug auf die Einschraenkung des Spielspektrums durch die oben genannten Kriterien gehe ich mit Dir konform. Ich persoenlich finde auch, dass zuviele Spiele auf eine symmetrische Ausgangslage bedacht sind (steckt bei Dir ja evtl. im etc. :-)) ). Frage ist jetzt, worand es liegt, dass der Trend Spiele mit solchen Mechanismen links liegen laesst?

Eine Antwort liegt bestimmt in dem allgegenwaertigen Phaenomen, dass der Mensch heutzutage immer weniger Zeit fuer eine Sache hat. So bringen die meisten nicht mehr die Zeit mit, die ein langes Spiel (mit eventuellen Wartezeiten zwischen den Zuegen) halt fordert --> das Spiel laeuft gegen den Trend.

Zweiter Trend hier ist die allgegenwaertige Gleichmacherei; alle haben die gleichen Chancen, keiner darf benachteiligt sein ---> schwupps fallen Spiele durchs Raster, bei denen stark ungleiche Startpositionen vorliegen.

Dem Ausscheiden von Mitspielern stehe ich selber jedoch auch kritisch gegenueber, jedoch ist das fuer mich kein Grund, ein Spiel nicht zu spielen. Hier kommt es aber darauf an, in welcher Runde man spielt, oder besser: welche Alternativen stehen hinterher dem ausgeschiedenen Mitspieler zur Verfuegung. Ist man sich ueber Alternativen im vorhinein einig (was laut Trend wohl momentan nicht der Fall zu sein scheint), so liefern gerade auch Spiele bei denen Spieler ausscheiden koennen einen hohen Spannungsbogen und viel Unterhaltung.

Hier koennte man noch laenger dran weitertippen, wozu mir momentan leider die Zeit fehlt -> vielleicht in den naechsten Tagen wieder.

Tschoe,

- Arne -

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: (Auschluss-) Kriterien fuer Spiele

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 18. Juni 2002, 15:41

Arne Hoffmann schrieb:

> welche Alternativen
> stehen hinterher dem ausgeschiedenen Mitspieler zur
> Verfuegung.

Kalte Getränke servieren, Knabberware holen, Pizza backen, Wind zufächeln, .... ?

;-)

Gruß Roland

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Arne Hoffmann

[OT] Re: (Auschluss-) Kriterien fuer Spiele

Beitragvon Arne Hoffmann » 18. Juni 2002, 16:49

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Arne Hoffmann schrieb:
>
> > welche Alternativen
> > stehen hinterher dem ausgeschiedenen Mitspieler zur
> > Verfuegung.
>
> Kalte Getränke servieren, Knabberware holen, Pizza backen,
> Wind zufächeln, .... ?
>
> ;-)

... oder schon einmal das 30-seitige Regelwerk fuer das naechste Mammutspiel einstudieren (natuerlich nachdem die Pizza in den Ofen geschoben worden ist :-D )

Tschoe,

:cool: - Arne :cool: (gart am Lehrstuhl so vor sich hin)

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Roman Pelek

Targui, Risiko, Nostalgisches

Beitragvon Roman Pelek » 18. Juni 2002, 17:03

Hi Micha,

Michael Andersch schrieb:

> > Targui angestaubt..???????
> Finde ich schon, und zwar aus folgenden Gründen:
>
> - Mitspieler können ausscheiden, und zwar u.U. auch für
> längere Zeit (nicht erst z.B. kurz vor Spielende)

Zustimmung, ich finde es auch begrüßenswert, dass der Trend davon weggeht. Auch ich möchte gerne mit Mitspielern gemeinsam über die Spieldauer etwas erleben und niemanden (zu früh) ins Abseits stellen. Außerdem, ein Aspekt, den Du ausgelassen hast: die Abschätzbarkeit der Spieldauer ist bei solchen Spielen auch kaum gegeben. Früher gab es kaum Alternativen zu diesen Spielen, aber wenn man heutzutage sich einen netten Abend machen möchte, bevorzuge ich doch Überschaubares, an dem alle teilnehmen können. Der Rest mag eher Freakrunden vorbehalten bleiben, die sich mal einen gemeinsamen Nachmittag Zeit nehmen, dann bin ich gerne auch mal dabei (aber dann würde ich sicher nicht Targui spielen wollen, das mir auch so ein bissl zu "dünn" ist ;-) ).

> - eigentlich ein reines 4er-Spiel, das zu dritt ziemlich
> unsymmetrisches ist

Jau - wie wird's eigentlich bei Armada zu dritt? Ich kam noch nicht zu einer Partie, weil bislang nur zu dritt und skeptisch. Ich wollt's mir für vier mit entsprechend für Würfelorgien geeigneten Mitspielern reservieren.

> - trotz allen möglichen Brimboriums (das auf den ersten
> Anschein zugegebenermaßen sehr interessant wirkt)
> letztendlich lediglich eine ziemliche Würfelorgie

In der Tat, ich denke auch, dass sowas heutzutage eigentlich ausgereizt bzw. in besserer Form vorhanden ist (z. B. Piratenbucht).

> - typische 80er Thematik (zumindest empfinde ich das so - war
> auch meine Risiko-Zeit): Mit massivem Würfeleinsatz irgendwas
> erobern.

Ja. Ich muss sagen, auch ich bin nach neuerlichen Risiko-/Targuipartien etwas von der Nostalgie abgekommen. Früher war's schön, viel anderes gab's nicht. Aber heutzutage mag ich nicht mehr, wenn ein Spieler nach 30 Min. 2 Stunden zuschaut und am Ende einer Königsmacher spielt, nur damit's vorbei ist... Da habe ich mehr Spaß an moderenen Titeln - wie Du. Im übrigen auch ein Grund, weswegen ich z. B. einem Tal der Mammuts nicht unbedingt viel abgewinnen kann.

> Auch hier gehen die Meinungen sicher auseinander, aber Targui
> ist eines der Spiele, das heutzutage m.E. alles andere als
> ein Highlight ist.

Ich halte es auch für nicht mehr ganz zeitgemäß, neue Spieler gewinnt man damit nach meinem Dafürhalten nicht, eher die älteren Semester, die ihre Jugendzeit wieder aufleben lassen wollen und sich dafür den entsprechenden Zeitrahmen reservieren möchten und die notwendige Frustrationsresistenz mitbringen.

Ciao,
Roman

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Volker L.

Re: Targui, Risiko, Nostalgisches

Beitragvon Volker L. » 18. Juni 2002, 17:18

Roman Pelek schrieb:
>
> Hi Micha,
>
> Michael Andersch schrieb:
>
> > > Targui angestaubt..???????
> > Finde ich schon, und zwar aus folgenden Gründen:
> >
> > - Mitspieler können ausscheiden, und zwar u.U. auch für
> > längere Zeit (nicht erst z.B. kurz vor Spielende)
>

>
> > - typische 80er Thematik (zumindest empfinde ich das so - war
> > auch meine Risiko-Zeit): Mit massivem Würfeleinsatz irgendwas
> > erobern.
>
> Ja. Ich muss sagen, auch ich bin nach neuerlichen
> Risiko-/Targuipartien etwas von der Nostalgie abgekommen.
> Früher war's schön, viel anderes gab's nicht. Aber heutzutage
> mag ich nicht mehr, wenn ein Spieler nach 30 Min. 2 Stunden
> zuschaut

Zugegeben, das ist ein ziemlich krasses Missverhaeltnis, aber
so habe ich das auch noch nicht erlebt. Wenn hingegen jemand
nach 2 Stunden ausscheidet und die letzten 30 min zuschaut, dann
ist das IMHO akzeotabel.

> und am Ende einer Königsmacher spielt, nur damit's
> vorbei ist...

Immerhin moechte ich auf eines hinweisen:
[b]wer ausgeschieden ist, kann nicht mehr den Koenigsmacher spielen[/b],
zumindest dieses eine Problem ist damit mehr oder weniger elegant
geloest. :-D

Und wenn [i]einer Königsmacher spielt, nur damit's vorbei ist..[/i]
spricht das entweder dafuer, dass die Runde bzw. dieser eine
Spieler lange Spiele an sich nicht mag oder gegen die Qualitaet
des konkreten Spiels, aber nicht gegen das Spielelement des
Ausscheidens (oder meinst Du, er macht's aus Mitleid mit den
Ausgeschiedenen, damit die wieder mitspielen koennen?).

Im Uebrigen verwundert mich - nicht erst bei dieser Debatte -
eine Sache: Bin ich denn hier der einzige, der auch das
Zugucken bei den Zuegen der Mitspieler (egal, ob in der Wartezeit
bis man selbst am Zug ist oder nach eigenem Ausscheiden) auch
als interessant empfindet :-?

Gruss, Volker

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Christian Schnabel
Kennerspieler
Beiträge: 642

Re: Targui, Risiko, Nostalgisches

Beitragvon Christian Schnabel » 18. Juni 2002, 17:25

Hallo Volker,

> Bin ich denn hier der einzige, der auch das Zugucken bei den Zuegen der Mitspieler (egal, ob in der Wartezeit bis man selbst am Zug ist oder nach eigenem Ausscheiden) auch als interessant empfindet? <

Nein, du bist da nicht der einzige. Zudem überlege ich während der Wartezeit bereits meine nächsten Aktionen und warte damit nicht bis ich wieder "am Zug" bin.

Viele Grüße

Christian Schnabel

(findet Targui "alles Andere" als angestaubt)

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Roman Pelek

Re: Targui, Risiko, Nostalgisches

Beitragvon Roman Pelek » 18. Juni 2002, 17:33

Hi Volker,

Volker L. schrieb:

> so habe ich das auch noch nicht erlebt. Wenn hingegen jemand
> nach 2 Stunden ausscheidet und die letzten 30 min zuschaut,
> dann ist das IMHO akzeotabel.

Ja, ich denke auch. Aber ich hab's bei solchen Spielen auch öfter viel krasser erlebt.

> > und am Ende einer Königsmacher spielt, nur damit's
> > vorbei ist...
>
> Immerhin moechte ich auf eines hinweisen:
> [b]wer ausgeschieden ist, kann nicht mehr den Koenigsmacher
> spielen[/b],
> zumindest dieses eine Problem ist damit mehr oder weniger
> elegant
> geloest. :-D

Da war doch gar keines. Ich habe nur gesagt, dass ein Spieler ausscheidet und einer Königsmacher spielt. Das müssen ja nicht notwendigerweise die selben sein, es gibt ja öfter mehrere davon am Tisch ;-) Und das Königsmachersyndrom beruht hierbei auf der Länge solcher Spiele, manchmal wird's halt später und irgendeiner kann dann mal gerne den Schlußstrich ziehen wollen, wenn kein Ende in Sicht kommt. Ob das nun eine löbliche Eigenschaft ist, wenn man das gezielt und ohne Vorwarnung tut, sei mal dahingestellt (ich finde nicht), im zitierten Fall war die Runde sogar damit einverstanden :-)

> Im Uebrigen verwundert mich - nicht erst bei dieser Debatte -
> eine Sache: Bin ich denn hier der einzige, der auch das
> Zugucken bei den Zuegen der Mitspieler (egal, ob in der
> Wartezeit bis man selbst am Zug ist oder nach eigenem Ausscheiden) auch
> als interessant empfindet :-?

Ich in angemessenem Rahmen schon. Ich beobachte gerne auch mal 30 Min. die Mitspieler, um zu sehen, wie die so handeln. Länger muss es nicht sein und bei vielen weniger belastbaren Mitspielern geht schon nach 10 Minuten die Nörgelei los (Lass uns heimfahren, bin müde... Wie die kleinen Kinder ;-) ).

Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Wartezeiten nutzen

Beitragvon Roman Pelek » 18. Juni 2002, 17:39

Hi Christian,

Christian Schnabel schrieb:

> Nein, du bist da nicht der einzige. Zudem überlege ich
> während der Wartezeit bereits meine nächsten Aktionen und
> warte damit nicht bis ich wieder "am Zug" bin.

Feines Thema, das machen aber leider nicht alle. Ich überlege gerne voraus, weil Spiele dann einfach flüssiger werden und ich meine Zeit "sinnvoll" verbringe. Wenn dann aber andere "vom Strand träumen" (Wie? Bin schon wieder dran?), kann so manche Partie trotzdem zäh geraten. Das ist ja auch immer wie gerne das Thema bei "Denkspielen" mit mehr als zwei Spieler und mitunter ein Grund, warum die in der einen Runde als viel zu zäh floppen und bei anderen gegenteiligen Äußerungen zum Trotz flüssig herunterspielt werden. Aber da kann man ja wenigstens die Spiele entsprechend der Mitspieler auswählen, während man bei den zuvor diskutierten Spielen Spieldauer/Ausscheiden nur wenig kalkulieren kann.

Ciao,
Roman

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Volker L.

Re: Targui, Risiko, Nostalgisches

Beitragvon Volker L. » 18. Juni 2002, 17:43

Roman Pelek schrieb:
>
> Hi Volker,
>
> Volker L. schrieb:
>
> > so habe ich das auch noch nicht erlebt. Wenn hingegen jemand
> > nach 2 Stunden ausscheidet und die letzten 30 min zuschaut,
> > dann ist das IMHO akzeptabel.
>
> Ja, ich denke auch. Aber ich hab's bei solchen Spielen auch
> öfter viel krasser erlebt.

Wie ich schon schrieb: Dein Zahlenbeispiel ist schon krass.
Wenn's tatsaechlich so kommt (habe ich zum Glueck noch nicht
erlebt), dann sollte man sich schon etwas einfallen lassen.

> > > und am Ende einer Königsmacher spielt, nur damit's
> > > vorbei ist...
> >
> > Immerhin moechte ich auf eines hinweisen:
> > [b]wer ausgeschieden ist, kann nicht mehr den Koenigsmacher
> > spielen[/b],
> > zumindest dieses eine Problem ist damit mehr oder weniger
> > elegant
> > geloest. :-D
>
> Da war doch gar keines. Ich habe nur gesagt, dass ein Spieler
> ausscheidet und einer Königsmacher spielt. Das müssen ja
> nicht notwendigerweise die selben sein,
Habe ich auch durchaus so verstanden. Wollte nur grundsaetzlich
auf diesen Aspekt hinweisen.

> es gibt ja öfter
> mehrere davon am Tisch ;-) Und das Königsmachersyndrom beruht
> hierbei auf der Länge solcher Spiele, manchmal wird's halt
> später und irgendeiner kann dann mal gerne den Schlußstrich
> ziehen wollen, wenn kein Ende in Sicht kommt. Ob das nun eine
> löbliche Eigenschaft ist, wenn man das gezielt und ohne
> Vorwarnung tut, sei mal dahingestellt (ich finde nicht),
Ich auch nicht. :evil: Wenn die anderen noch Spass am Spiel
haben und einer will es endlich beenden, dann koennte ich ihn
[i](zensiert)[/i], danach [i](zensiert)[/i] und schliesslich
schoen langsam und genuesslich [i](zensiert)[/i].

> im
> zitierten Fall war die Runde sogar damit einverstanden :-)

OK, aber dann braucht ja keiner den Koenigsmacher zu spielen,
damit die anderen endlich aufhoeren duerfen. Dann kann man sich
ja auch ganz offen einigen (und ggf. ohne definitive Entscheidung,
dann heisst es eben "gut zwischen uns stehen die Chancen etwa
55:45, betrachten wir es als unentschieden mit leichtem Vorteil
fuer X")

Gruss, Volker

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Volker L.

Re: Wartezeiten nutzen

Beitragvon Volker L. » 18. Juni 2002, 17:52

Roman Pelek schrieb:
>
> Hi Christian,
>
> Christian Schnabel schrieb:
>
> > Nein, du bist da nicht der einzige. Zudem überlege ich
> > während der Wartezeit bereits meine nächsten Aktionen und
> > warte damit nicht bis ich wieder "am Zug" bin.

Hm, also bei mir ist das eher ein entweder-oder.
Laesst das Spiel zu, dass ich schon sehr konkret plane, dann
bin ich auch eher kribbelig und ungeduldig, will endlich meinen
Zug ausfuehren duerfen (und habe eventuell Angst, dass ein
Mitspieler mir das, was ich haben will, vor der Nase wegschnappt).
Kann ich (wie z.B. bei Tikal, siehe Thread weiter unten) aber
waehrend des Zuges des Mitspielers nur begrenzt planen, dann
gucke ich gerne zu.

> Feines Thema, das machen aber leider nicht alle. Ich überlege
> gerne voraus, weil Spiele dann einfach flüssiger werden und
> ich meine Zeit "sinnvoll" verbringe. Wenn dann aber andere
> "vom Strand träumen" (Wie? Bin schon wieder dran?),
... dann sollte man vielleicht mal ueberdenken, ob Spielen fuer
diese Leute die richtige Freizeitbeschaeftigung ist :-)

> kann so
> manche Partie trotzdem zäh geraten. (...) Aber da kann man ja
> wenigstens die Spiele entsprechend der Mitspieler auswählen,
Ja, das meinte ich :-D

Gruss, Volker

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Christian Schnabel
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Re: Wartezeiten nutzen

Beitragvon Christian Schnabel » 18. Juni 2002, 18:31

> Feines Thema, das machen aber leider nicht alle. Ich überlege gerne voraus, weil Spiele dann einfach flüssiger werden und ich meine Zeit "sinnvoll" verbringe. Wenn dann aber andere "vom Strand träumen" (Wie? Bin schon wieder dran?), kann so manche Partie trotzdem zäh geraten. Das ist ja auch immer wie gerne das Thema bei "Denkspielen" mit mehr als zwei Spieler und mitunter ein Grund, warum die in der einen Runde als viel zu zäh floppen und bei anderen gegenteiligen Äußerungen zum Trotz flüssig herunterspielt werden. Aber da kann man ja wenigstens die Spiele entsprechend der Mitspieler auswählen,.. <

Volle Zustimmung

> ...während man bei den zuvor diskutierten Spielen Spieldauer/Ausscheiden nur wenig kalkulieren kann. <

Naja, eine Partie Targui ("im Speziellen") dauert max. 16 Runden. Sortiert man die Schicksalskarten 2 - 5 raus (würde ich empfehlen) bleiben noch 12 Runden. Auch das aussortieren weiterer Schicksalskarten läßt die Spielregel zudem ausdrücklich zu.

Viele Grüße

Christian Schnabel

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Attila
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Re: (Auschluss-) Kriterien fuer Spiele

Beitragvon Attila » 18. Juni 2002, 19:03

Arne Hoffmann schrieb:

> Eine Antwort liegt bestimmt in dem allgegenwaertigen
> Phaenomen, dass der Mensch heutzutage immer weniger Zeit fuer
> eine Sache hat. So bringen die meisten nicht mehr die Zeit
> mit, die ein langes Spiel (mit eventuellen Wartezeiten
> zwischen den Zuegen) halt fordert --> das Spiel laeuft gegen
> den Trend.

Aber damit ist es doch nicht gleich ein schlechtes Spiel, so wie es hier im Forum rausklingt !

> Zweiter Trend hier ist die allgegenwaertige Gleichmacherei;
> alle haben die gleichen Chancen, keiner darf benachteiligt
> sein ---> schwupps fallen Spiele durchs Raster, bei denen
> stark ungleiche Startpositionen vorliegen.

Dabei ist sowas für mich doch GERADE ein Anreiz das Spiel zu spielen - je nach Startposition muss man sein Spiel ganz anders aufziehen !

> Dem Ausscheiden von Mitspielern stehe ich selber jedoch auch
> kritisch gegenueber, jedoch ist das fuer mich kein Grund, ein
> Spiel nicht zu spielen. Hier kommt es aber darauf an, in
> welcher Runde man spielt, oder besser: welche Alternativen
> stehen hinterher dem ausgeschiedenen Mitspieler zur
> Verfuegung.

Ich frage mich hierbei: In was für einer Spielrunde werden denn Mitspieler schon nach so kurzer Zeit rausgeworfen ?
a) Wer macht sowas ?
b) Wo ist der Sinn darin ?
c) Wieso hat das keiner verhindert ? Die anderen Spieler müssen doch interesse daran haben einen "Verbündeten" zu haben - auch wenn er "klein" ist !

> einig (was laut Trend wohl momentan nicht der Fall zu sein
> scheint), so liefern gerade auch Spiele bei denen Spieler
> ausscheiden koennen einen hohen Spannungsbogen und viel
> Unterhaltung.

Eben ! *koennen* - wobei sich mir immer folgende Fragen stelle:
a) Kann ich es realistisch Schaffen ihn rauszuwerfen ?
b) Was bringt mir das ein ?
c) Wie stark Schwäche ich mich dadurch ?
d) Kann ich es schaffen dem kollektiven Ansturm in den folgenden Runden zu überleben ?

Trifft a) nicht zu, dann brauche ich nicht weiter drüber nachdenken. Wenn ich die chancen <70% Einschätze, setze ich nicht mein ganzes Spiel auf eine Karte - das ist Unsinn.
Wenn b) nicht äusserst positiv beantwortet werden kann: Vergiss es !
c) ist oft der Knackpunkt ! Man Gewinnt zwar viel, verliert aber durch solch eine Aktion noch viel mehr !
d) ist nicht ausser acht zu lassen - man muss damit Rechnen das die Reaktion der anderen Mitspieler etwas mehr gegen einen gerichtet ist, als es normal der fall ist - sehe ich keine realistische Chance die nächsten Runden halbwegs im Spiel zu bleiben, dann loht sich die Aktion wohl kaum.

Mit diesem Hintergrund kommt es bei uns sehr selten dazu das ein Spieler rausfliegt (wenn dann am Spielende, wenn jemand damit den Sieg erringt).

Bei solchen Spielen gehört meistens etwas Verhandlungsgeschickt dazu - okay, wenn man sowas nicht mag, dann sollte man besser andere Spiele spielen ! :-)

Atti

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: (Auschluss-) Kriterien fuer Spiele

Beitragvon Attila » 18. Juni 2002, 19:12

Roland G. Hülsmann schrieb:

> > welche Alternativen
> > stehen hinterher dem ausgeschiedenen Mitspieler zur
> > Verfuegung.
> Kalte Getränke servieren, Knabberware holen, Pizza backen,
> Wind zufächeln, .... ?

Wobei mir noch was dazu einfällt:
Weder bei Armada noch bei Risiko ist es Ziel des Spieles andere Spieler rauszuwerfen ! - Wenn sich jemand damit beschäftig, dann IST es (sein) Ziel, oder vergeudete Zeit und jemand anderes wird das Spiel gewinnen !
Da ich davon ausgehe das alle das Spiel gewinnen wollen, ist das Rauswerfen eines Spielers meistens eine "Verliereraktion" !
So sagt zumindest meine persönliche Spieltheorie, die sich in den Spielen auch bestätigt (zumindest nach meiner Erfahrung) !

Atti

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Roman Pelek

Rauswürfe

Beitragvon Roman Pelek » 19. Juni 2002, 03:30

Hi Atti,

Attila schrieb:

> Ich frage mich hierbei: In was für einer Spielrunde werden
> denn Mitspieler schon nach so kurzer Zeit rausgeworfen ?
> a) Wer macht sowas ?

Manchmal das Spiel, wie bei "Tal der Mammuts" ;-) Ab und an auch das pure "Im-Weg-stehen" wie z. B. bei "Risiko". Auch der "Monopoly"-Anhänger mag darüber berichten, dass es so kommen kann. Der "Kampf der Gladiatoren" baut mitunter das gesamte Spiel darauf auf, dass es am einfachsten ist, den Schwächsten zu überfallen als sich mit mächtigeren Gegnern auf ein ungewisses eigenes Schicksal einzulassen.

> b) Wo ist der Sinn darin ?

Das frage ich mich auch.

> c) Wieso hat das keiner verhindert ? Die anderen Spieler
> müssen doch interesse daran haben einen "Verbündeten" zu
> haben - auch wenn er "klein" ist !

Bei "TdM" - nö. Bei "Monopoly" - nein. Bei "Kampf der Gladiatoren" - njet. Bei "Risiko" nur, wenn man ernsthaft mutmaßt, dass jemand anderes die glorreiche "Vernichten sie die pink-gelb-gestreiften Armeen"-Karte hat. Und manchmal mag ein kleiner Gegner einfach nur ein "pain-in-the-neck" sein, den man loswerden mag. Gelegentlich braucht man solche Verbündete einfach nicht... ;-)

Ciao,
Roman

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Topolino

RE: Rauswürfe

Beitragvon Topolino » 19. Juni 2002, 07:15

"Roman Pelek" hat am 19.06.2002 geschrieben:
> Hi Atti,
>
> Attila schrieb:
>
>> Ich frage mich hierbei: In was für einer Spielrunde werden
>> denn Mitspieler schon nach so kurzer Zeit rausgeworfen ?
>> a) Wer macht sowas ?
>
> Manchmal das Spiel, wie bei "Tal der Mammuts" ;-) Ab und an

...

> Bei "TdM" - nö. Bei "Monopoly" - nein. Bei "Kampf der

... aber bei "Tal der Mammuts" ist es doch so, das der gleich am Anfang "Rausgeworfene" nicht untätig herumsitzen muss - sondern wieder "neu beginnen" darf ...

... wenn ich micht recht erinnere !!!

Ciao
Topolino

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Michael Andersch

Re: (Auschluss-) Kriterien fuer Spiele

Beitragvon Michael Andersch » 19. Juni 2002, 08:32

Attila schrieb:
>
> Wobei mir noch was dazu einfällt:
> Weder bei Armada noch bei Risiko ist es Ziel des Spieles
> andere Spieler rauszuwerfen ! - Wenn sich jemand damit
> beschäftig, dann IST es (sein) Ziel, oder vergeudete Zeit und
> jemand anderes wird das Spiel gewinnen !

Naja, nicht unbedingt. Wenn ich z.B. bei Risiko unbedingt eine Karte brauche (die ich ja nur für's Erobern eines Landes bekomme), dann hole ich mir (mal etwas begrenzte eigene Mittel vorausgesetzt) da, wo der zu erwartende Widerstand am geringsten ist.
Dito bei Armada bzgl. Gold.

Und wenn das der schwächste Spieler ist, dann kriegt er's eben ab - ich komme dem Ziel näher, er fliegt u.U. raus.

Das ist kein Spielziel, klar, aber der Mechanismus baut auch nicht vor, dass sowas nicht passiert.

Viele Grüße,
Micha

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Attila
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Re: Rauswürfe

Beitragvon Attila » 19. Juni 2002, 09:21

Roman Pelek schrieb:

> auch das pure "Im-Weg-stehen" wie z. B. bei "Risiko". Auch

Naja, Risiko ist zwra nicht DER Hit, aber selbst dort halte ich solche Aktionen für Dumm und für kontraproduktiv. Man kann fast nie dem geballtem Gegenschlag der Spieler widerstehen ! Zumal man durch solche eine Kurzschlussreaktion das ganze Spiel riskiert, weil man NIEMALS sicher sein kann ob man nicht ungewollter Königsmacher ist !
Ein kleiner deal "du verziehst dich nach da und da und kannst dich austoben (man kann ja Schuetzenhilfe leisten :-) )und dafür überlässt du mir das" - spart unheimlich an Truppen. - Ein schwacher Verbündeter ist besser als ein schwacher Feind ...

> kommen kann. Der "Kampf der Gladiatoren" baut mitunter das
> gesamte Spiel darauf auf, dass es am einfachsten ist, den
> Schwächsten zu überfallen als sich mit mächtigeren Gegnern
> auf ein ungewisses eigenes Schicksal einzulassen.

Wenn dass das ZIEL des Spieles ist, dann mag das ja so sein - ich behaupte aber, wenn es NICHT das Ziel des Spieles ist, ist es eine Verliererstrategie darauf zu setzen die anderen rauszuwerfen, denn man kann sich nunmal nicht um alle 5 Spieler gleichzeitig kümmern und wenn man sich selber mit dem Rauswerfen beschäftigt, bekommen die anderen die Gelegenheit in Richtung Spielsieg zu arbeiten.

> > b) Wo ist der Sinn darin ?
> Das frage ich mich auch.

Wenn man keinen Sinn darin sieht, wieso macht man es denn ? - Dem Spielsieg kann es einen ja folglich nicht näherbringen !

> > müssen doch interesse daran haben einen "Verbündeten" zu
> > haben - auch wenn er "klein" ist !
> Bei "TdM" - nö. Bei "Monopoly" - nein.

TdM kenne ich noch nicht und Monopoly - naja, da gebe ich dir recht: Das Spiel ist wirklich nicht der Hit - war es auch nie ! :-)

> Gladiatoren" - njet. Bei "Risiko" nur, wenn man ernsthaft
> mutmaßt, dass jemand anderes die glorreiche "Vernichten sie
> die pink-gelb-gestreiften Armeen"-Karte hat.

Für das "Mutmassen" das ganze Spiel riskieren ? Das ist ja wie im Casino: Rot oder Schwarz ... das ist eine sehr schwache Chance - 50% weisen nicht gerade auf eine funktionierende Strategie hin ...

> den man loswerden mag. Gelegentlich braucht man solche
> Verbündete einfach nicht... ;-)

Gelegentlich ! Stimmt. Aber hier wird doch behauptet das man gleich am Anfang rausfliegt und dann 2 Stunden zuschauen darf. In einer solchen "Draufgänger"-Runde würde ich auch lieber was anderes Spielen ... ein ständiges "mal hier" und "mal dort" "druffhauen" - ohne Sinn und Verstand macht das ganze Spiel kaputt - das stimmt wohl. Das heisst aber lange nicht, das man es auch anders Spielen kann ! - Und dann Gewinnt nicht der mit den besseren Händchen beim Würfeln !

Ausserdem: Wo bleibt denn bitte der Ehrgeiz ? Wenn die Gefahr besteht das man rausfliegt, dann tut man was dagegen ! Ich finde es gibt inzwischen genug Spiele, wo man 2 Stunden spielt um am Ende doch IRGENDJEMAND Gewinnt - der kann zwar nix dafür, aber schön das wir gespielt haben. - So ist der Trend seit ein paar Jahren leider, wenn man es anders ausdrück ! :-)

Hier wird ja gerade so getan als ob man "nix dafür kann", das man so schlecht steht. Ich denke aber das man schlecht gespielt hat, wenn man schlecht steht !

Atti


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