Beitragvon DiSta » 27. Juni 2002, 16:25
Markus Barnick schrieb:
>
> ich muß aus aktuellem Anlass nochmal ein altes Thema
> ansprechen.
>
> wir haben inzwischen in Bayreuth einen Laden, der sich sehr
> um die Brettspieler bemüht.
> Wir haben montags einen Spielekreis, wo dieser Laden immer
> neue Spiele vorstellt.
> Wir haben letztes Wochenende einen 24-stündigen
> Spielemarathon durchgeführt, wo mein El-Grande-Team sogar 2.
> wurde. (Die Go-Götter waren einfach besser)
Sei doch froh, wir haben nicht mal so was - ich fahre immer ca. 25 km (einfach)zum Spielkreis........
>
> Aber...
>
> Es sind allmählich immer nur die gleichen Leute, die da
> kommen. Immer eher sogar weniger.
> Außer man schreibt mal wieder an die Zeitung, dann wird da
> ein Bericht gemacht und dann kommen wieder ein paar Wochen
> lang neue Leute. sonst nicht.
Ist denke ich aber in den meisten Spielkreisen so, zu mindestens in die, welche ich gelegentlich besuche....
> Der Ladenbesitzer meint, es liegt an folgendem:
>
> Beim Spielen muß ich immer etwas von mir preisgeben. je
> nachdem ob und wie ich spiele oder auch nicht verrate ich
> etwas von meinem "Ich" und man erkennt sehr schnell, was man
> für einen Typ vor sich hat.
>
> Kann es sein, daß da viele Angst haben? Wer gibt schon gern
> was von sich raus...
Das ist aber eine sehr philosophische Meinung, sicher muss ich beim Spielen etwas von mir preisgeben, doch muss ich das nicht schon bei jedem x-beliebigen Gespräch ? Die Art und Weise, wie mir eine Fahrkarte kaufe, verrät sicher auch einiges über meine Person, ebenso die Reihenfolge, wie ich meinen Einkaufs aufs Förderband an der Kasse stelle...
Nein, das ist etwas einfach, ich denke einfach, es liegt daran, dass das Spielen in unserer Gesellschaft nach wie vor hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen vorbehalten ist - zu mind. in der breiten Masse der Bevölkerung. Da dies eine vorherrschende Meinung ist - welche sicher nicht die Ansicht der Forumsteilnehmer wiederspiegelt - und daher auch eine Erziehung in diese Richtung stattgefunden hat, tun viele Erwachsene das Spielen auch als Kinderkram ab, "Du wist wohl nie erwachsen werden ?!".....
Ich denke, da immer an die erstaunten Gesichter, wenn ich auf die Frage nach Hobbies, mit der Antwort "Spiele" aufwarte.....
>
> Und warum muß man die Leute immer durch die Zeitung animieren?
Damit die Leute es erfahren!
Wobei neben der Zeitung, es noch eine weitere sehr gute Methode gibt, um einen Spielkreis zu vergrößern:
[b]Mundpropaganda[/b]
Nichts bringt m.E. mehr als dies, die persönliche Einladung ist einfach das Nonplusultra, getoppt allenfalls noch mit dem Schlusssatz: "Ich hol dich dann um halb 8 ab...!"
> Gut - viele können auch nicht weg, weil sie auf Kinder
> aufpassen müssen
> und die Kids wollen lieber Computerspiele, weil sie da anonym
> bleiben können..
Das ist eine reine Frage der Organisation - ab einem gewissen Alter gibt es Babysitter und ab einem weiteren Alter sind die Kids froh, wenn die Alten mal weg sind (haben meine Frau + ich am eigenen Leib erfahren...)....
...Und PC/Computerspiele werden auch von Kids liegen gelassen, wenn man diese nur richtig motivieren kann - so musste ich unlängst 4 Jugendliche ertragen welche eine Runde "Mensch-ärgere-dich-nicht" mit den Kartensätzen 'Nichts as Ärger' und 'Noch mehr Ärger' nach der anderen austrugen..... (Beim nächsten Mal stand dann schon Evo auf dem Tisch...)
>
> Markus Barnick
> (bangt um seinen Spieleabend)
Dann musste eben mal ein paar Studenten mehr aktivieren.....
nice dice
Dietmar
(...der jetzt erst mal mit seinen beiden Töchter ins Kino geht um Spiderman anzuschauen - u.U. wird dann danach zu Hause noch was gespielt...)