Beitragvon Michael Weber » 8. Juli 2002, 21:14
Also, Gustav und die anderen haben ja bereits eindeutig gesagt, worin der Denkfehler liegt, der deinem Posting zu Grunde liegt
Der Spielemarkt ist schon recht vielfältig. Im Einzelnen
- würde ich es nicht wagen, Villa Paletti und Jenga zu vergleichen. Wer so etwas behauptet hat VP nicht gespielt.
Sportspiele haben natürlich ansprechende Verkaufszahlen vorzuweisen, doch sind andere Spiele viel lukrativer. ist einfach so. Nicht alle heißen Um Reifenbreite oder Formula De. Die sich in Relation (!) auch nicht so toll verkauft haben. Dafür sind sie halt Kult und über Kult redet man.
Man darf nie außer Acht lassen, dass eine große Anzahl von Spielen abgesetzt werden muss, um eine große Anzahl produzieren zu können, um ein Spiel überhaupt kostenmäßig herstellen lassen zu können. Frag mal bei Kleinverlagen nach, warum deren Spiele so teuer sein müssen...
Und das DIE Jury dem Spiel als solchen ordentlich geholfen hat, dürfte bei aller kritischer Diskussion außer Frage stehen.
Das alles hat nichts mit Null-Risiko-Verlegern zu tun, sondern mit einer völlig verständlichen Kosten-Nutzen-Rechnung. Warum sollte ein großer Verlag einen Flop produzieren und Geld in den Sand setzen. Ein kleiner wird sich das erst recht sparen und nur bei einer geschätzen garantierten Abnahme produzieren lassen, die mindestens kostendeckend ist. Hobby, Prestige und Ideale hin und her, Verluste machen gerade die Kleinen nicht gerne.
Was das Verramschen angeht, ist es nicht so, dass die Verlage verramschen (OK, die auch, aber gegneüber dem Handel). Nein, der Handel vetamscht die Spiele, die nicht mehr produziert werden, um das Lager zu räumen, andere Ladenhüter dürfen sie zumindest zum Teil retounieren. Das was in den kaufhäusern passiert, hat übrigens viel mit Messen und Neuerscheinungen zu tun ...
Michael
(kauft auch "Ramschware")