Anzeige

Wieder Wallenstein - Auf- und Zudecken

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Tobias / Glomeor

Wieder Wallenstein - Auf- und Zudecken

Beitragvon Tobias / Glomeor » 31. Juli 2002, 23:06

Ich bin von Wallenstein ebenso begeistert, wie so manch anderer hier, doch eine Sache will mir nicht so recht einleuchten.

Warum sollen die Karten für die Aktionenreihenfolge nach und nach aufgedeckt werden und die gespielten Aktionen wieder verdeckt werden?
Nach meinem Verständnis werden die Aktionen doch bis auf die Kämpfe eindeutig vor Beginn der Runde geplant. Da könnte man doch gleich alle Aktionen aufdecken (von einer - wie ich finde - unwesentlichen, möglicherweise unbekannten Reihenfolge des A- und B-Kampfes einmal abgesehen), oder habe ich da ein gravierendes taktisches Rädchen übersehen?

Tobias

Benutzeravatar
Holger Janssen

Re: Wieder Wallenstein - Auf- und Zudecken

Beitragvon Holger Janssen » 1. August 2002, 08:42

Das Zudecken finde ich auch völlig sinnlos.
Andererseits mag das langsame Aufdecken wohl noch Sinn machen, aber auch nicht übermäßig, wie du schon erwähnst.

Benutzeravatar
Arne Hoffmann

Re: Wieder Wallenstein - Auf- und Zudecken

Beitragvon Arne Hoffmann » 1. August 2002, 09:05

Moin Tobias!

Fuer mich dient das zur Kontrolle, welche Aktion denn gerade von allen ausgefuehrt werden muss. Dafuer ist das Umdecken der schon gespielten Aktionen recht hilfreich. Ansonsten stimme ich Dir zu, liegen ja bei allen Aktionen, bis auf A- und B-Kampf sowie dem 1er Truppenzuwachs, die betroffenen Regionen fest.

Tschoe,

- Arne -

Benutzeravatar
Kathrin Nos
Kennerspieler
Beiträge: 1258
Wohnort: Nußloch
Kontakt:

RE: Wieder Wallenstein - Auf- und Zudecken

Beitragvon Kathrin Nos » 1. August 2002, 09:17

Hallo Tobias,

"Tobias / Glomeor" hat am 31.07.2002 geschrieben:
> Ich bin von Wallenstein ebenso begeistert, wie so manch
> anderer hier,

:-)

> Warum sollen die Karten für die Aktionenreihenfolge nach
> und nach aufgedeckt werden und die gespielten Aktionen
> wieder verdeckt werden?

In der einen Partie, die ich bisher spielte, hat sich dies in einer Jahreszeit wie folgt ausgewirkt: Ein Mitspieler war schon ziemlich blank (kaum noch Schatztruhen), und die Schatztruhenkarte war in der zweiten Hälfte, also verdeckt. Er hatte also keine Ahnung, wann der Nachschub kam.

Durch das Verdecken der zweiten Hälfte der Karten kommt also eine (relativ kleine, aber immerhin) Unwägsamkeit ins Spiel. Wenn ein Angriff kommt, und einem eine Provinzkarte abgenommen wird, die z.B. auf der Schatztruhe lag, und diese danach ausgeführt wird, geht man ja auch leer aus.

> Nach meinem Verständnis werden die Aktionen doch bis auf
> die Kämpfe eindeutig vor Beginn der Runde geplant. Da
> könnte man doch gleich alle Aktionen aufdecken (von einer -
> wie ich finde - unwesentlichen, möglicherweise unbekannten
> Reihenfolge des A- und B-Kampfes einmal abgesehen), oder
> habe ich da ein gravierendes taktisches Rädchen übersehen?

Naja, da muss ich meinen Vorrednern zustimmen, mehr als ein kleines taktsches Rädchen ist es wohl tatsächlich nicht, aber immerhin macht es einen Unterschied.

Alles Gute wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

Benutzeravatar
Dieter Niehoff

Re: Wieder Wallenstein - Auf- und Zudecken

Beitragvon Dieter Niehoff » 1. August 2002, 09:51

Wenn Ihr es "durchsichtiger" möchtet, spielt doch einfach mit stets 10 offenen Karten.

Ansonsten macht die verdeckte Fünferauslage der Aktionen 6 bis 10 Sinn für die Spieler, die gerne mit Unwägbarkeiten in ihrer Partie jonglieren. Diese Unwägbarkeit bezieht sich zwar lediglich auf den Umgang mit den knappen Ressourcen (wann gebe ich für was mein Geld aus?), aber gerade das kann ausgesprochen reizvoll sein.

Ein Beispiel dazu:
Sowohl die Schatztruhenkarte (=Geldertrag), als auch die teuren "5-Armee-Nachschub" und "Schlosskauf" Karten liegen verdeckt. Da ich selber kein Geld mehr für Alles habe, gilt es abzuwägen und evtl. den "Mut zur Lücke" aufzubringen.

Ich mag dieses kleine Kribbeln sehr, kann aber verstehen, wenn es Spielerunden gibt, denen die durchscihtige Planung eher liegt.

Viel Spass noch mit einem der besten Spiele des Jahres.

Dieter Niehoff

Benutzeravatar
Tobias / Glomeor

RE: Wieder Wallenstein - Auf- und Zudecken

Beitragvon Tobias / Glomeor » 1. August 2002, 13:26

Kathrin Nos schrieb:
> > Warum sollen die Karten für die Aktionenreihenfolge nach
> > und nach aufgedeckt werden und die gespielten Aktionen
> > wieder verdeckt werden?
...
> Durch das Verdecken der zweiten Hälfte der Karten kommt also
> eine (relativ kleine, aber immerhin) Unwägsamkeit ins Spiel.
> Wenn ein Angriff kommt, und einem eine Provinzkarte
> abgenommen wird, die z.B. auf der Schatztruhe lag, und diese
> danach ausgeführt wird, geht man ja auch leer aus.

Die 5 verdeckten Karten während der Planungsphase finde ich auch sinnvoll, mir ging es um das Auf- und Zudecken während der Durchführung der Aktionen.
Das Zudecken dient wahrscheinlich nur (wie Arne oben sagt) der Übersicht, obwohl ja jeder auf seinem Tableau eine Übersicht über die bereits gespielten Aktionen hat, sollte man den Stand in der Reihenfolge kurz aus dem Auge verlieren.
Es beruhigt mich ja, daß ich offensichtlich nichts Entscheindendes überlesen habe.

Tobias

Benutzeravatar
Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Wieder Wallenstein - Auf- und Zudecken

Beitragvon Attila » 1. August 2002, 18:39

Tobias / Glomeor schrieb:

> Warum sollen die Karten für die Aktionenreihenfolge nach und
> nach aufgedeckt werden und die gespielten Aktionen wieder
> verdeckt werden?

Der verdecken ist eine tolle Regel wo man im Grunde nur erkennen kann welche Aktion gerade dran ist.

> Da könnte man doch gleich alle Aktionen aufdecken (von einer - wie ich
> finde - unwesentlichen, möglicherweise unbekannten
> Reihenfolge des A- und B-Kampfes einmal abgesehen), oder habe
> ich da ein gravierendes taktisches Rädchen übersehen?

Naja, es macht schon ein Unterschied ob man alle Aktionen kennt, oder nach und nach aufgedeckt wird: z.B. ist die erste Aktion die Bewegung (+Truppe) und es liegt weder ein Krieg noch die 5er Truppen offen. Jetzt könnte die Bewegung davon abhängen ob erst ein Krieg und dann der Nachschub oder umgekehrt kommt.
Genauso geht es einem beim Resourcemanagment. Wenn man knapp bei Kasse ist, ist es nicht gerade uninteressant WANN man neues Geld bekommt ! Auch könnte es sein das man durch eine Bewegung ein Land verstärken würde, wenn der Krieg vor Gold/Weizen kommt - nicht jedoch wenn es umgekehrt ist !

Atti


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 25 Gäste