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halbgare Gerüchte..., war: kleiner Verlag pleite

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Heinrich Hüntelmann

halbgare Gerüchte..., war: kleiner Verlag pleite

Beitragvon Heinrich Hüntelmann » 8. August 2002, 17:29

Vorab:
Mein Name ist Heinrich Hüntelmann, ich leite die Ravensburger Pressestelle.

Der Beitrag von Ulla im Thread "Kleiner Verlag pleite?" ist ärgerlich und verbreitet falsche Tatsachen. Beim Ravensburger Spieleverlag wird weder "entlassen" noch "ohne Ende gespart".

Vielmehr stellt der Ravensburger Spieleverlag Produktmanager ein und investiert derzeit ordentlich in Neu-Entwicklungen. Wer es genauer wissen möchte:
http://www.ravensburger.de/unternehmen/entwicklung/index.html - Dort sind die Fakten zum letztjährigen Geschäftsjahr.

Ich stimme KMW zu: Vorsicht mit halbgaren Gerüchten, die nicht nur falsch sondern auch noch geschäftsschädigend sind.

Beste Grüße an das Forum

HEinrich Hüntelmann

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claus

Alle Verlage pleite und das jedes Jahr.

Beitragvon claus » 8. August 2002, 18:43

Hallo Thomas!

"habe gehört, man munkel, es könnte sein lalala, wisst ihr da was"
Was soll das?
Wenn hier jemand etwas wüsste,
hätte er es bereits gepostet.
Das ist ja wohl mehr als logisch bei so einer brisanten Infomation, oder?
So kann ich nur von billiger Meinungsmache oder
vollkommener Gedankenlosigkeit ausgehen.

Wer übrigens die Spielewühltische der Kaufhäuser durchforstet und dort eindeutige Beweise für Insolvenz sucht, muß unweigerlich zu dem Schluß kommen, dass die meisten Verlage ob groß oder klein Pleite sind. Das kann ja wohl nicht sein, oder?!

Claus

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Michael Weber

[OT] Kaufhäuser gehen Pleite!

Beitragvon Michael Weber » 8. August 2002, 21:10

> Wer übrigens die Spielewühltische der Kaufhäuser durchforstet
> und dort eindeutige Beweise für Insolvenz sucht, muß
> unweigerlich zu dem Schluß kommen, dass die meisten Verlage
> ob groß oder klein Pleite sind. Das kann ja wohl nicht sein,
> oder?!


Ich würde sagen, das deutet eher darauf hin, dass die Kaufhäuser Pleite sind... :-P
:LOL:

Michael
(weiß, warum Kaufhäuser verramschen)

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Gustav der Bär

[OT] Spieler sind pleite

Beitragvon Gustav der Bär » 9. August 2002, 06:20

In Wirklichkeit ist es natürlich so, dass inzwischen alle Spieler ihre Arbeit verloren haben und nur noch von Sozialhilfe leben.

Darum habe Spieleverlage und Kaufhausketten gemeinsam die Ramsch-Aktionen ins Leben gerufen, damit die armen Spieler sich von ihren letzten Kröten zumindest hin und wieder noch mal ein Spiel leisten können.

Ein Verlag, der Spiele für eine Ramsch-Aktion zur Verfügung stellt, beweist damit natürlich, dass es ihm wirtschaftlich besonders gut geht, denn sonst hätte er ja keine Kapazitäten, die er bei dieser karitativen Maßnahme einsetzen kann.

Ein Spieler andererseits, der bei einer Ramschaktion nichts kauft, sondern anschließend Mutmaßungen über pleite gehende Verlage äußert, zeigt damit, dass es ihm selbst bereits so dreckig geht, dass er sich nicht einmal mehr ein einziges billiges Spielchen leisten kann und die letzte Freude, die er sich noch erlauben kann, das kostenlose Verbreiten von Gerüchten ist.

Tja, so kann´s gehen ;-)

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Klaus Regenbrecht

Re: Alle Verlage pleite und das jedes Jahr.

Beitragvon Klaus Regenbrecht » 9. August 2002, 10:51

Wer diesen Thread (bzw. den weiter unten) richtig verfolgt hätte, müsste wissen, dass es nicht um Ramschaktionen von Kaufhausketten geht, sondern dass ein Verlag seine Spiele an die Händler laut seiner Messe-Preisliste verkauft. Diese setzen sich die Lager mit diesen Spielen voll (da Spiele dieses Verlages ja meistens schnell nicht mehr lieferbar sind!) und kurz darauf kommen vom Verlag neue Preislisten die die gleichen, gerade teuer erworbenen Spiele deutlich billiger anbieten und dazu gibt es auf diese Preise noch einen kräftigen Rabatt!! wenn man innerhalb einer Frist von ca. 6 Wochen bestellt. So die Auskunft meines Händlers hier in Dortmund.
Das schädigt nicht nur den Ruf solcher Verlage, sondern macht den Händlern, die es sowieso zur Zeit nicht so einfach haben und gegen den allgemeinen Trend, auch Spiele von kleineren Verlagen in ihrem Laden führen, das Leben recht schwer.
Mein Händler um die Ecke hat laut seiner Aussage die Firma angerufen ob er eine Gutschrift für seine teuer erworbenen Spiele erhält, die dem aktuellen Preisverfall der neuen Preisliste entspricht, dieses und eine eventuelle Rücksendung der Spiele wurde abgelehnt.
Jetzt sitzt mein Lieblingshändler auf Ware, die demnächst enorm "billig" bei den Wettbewerbern steht!
Klaus, der hofft das es noch recht lange die Lieblings-Spieleläden gibt!

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claus

Re: Alle Verlage pleite und das jedes Jahr.

Beitragvon claus » 9. August 2002, 12:23

Ich verstehe ja deine Aufgebrachtheit als Händler
(würde mir wohl auch so gehen).
Aber der Thread war doch eindeutig "Kleiner Verlag pleite?"
und keiner wusste welcher Verlag gemeint sein könnte.
Du und andere beziehen sich aber ganz eindeutig auf die Preispraxis eines ganz konkreten Verlags.  
Und das ist ja wohl einen andere Baustelle, oder?

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Jürgen Karla
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Re: Alle Verlage pleite und das jedes Jahr.

Beitragvon Jürgen Karla » 9. August 2002, 12:48

> Du und andere beziehen sich aber ganz eindeutig auf die
> Preispraxis eines ganz konkreten Verlags.  


Hallo zusammen,

nun ja, die Sprache kam ja doch recht schnell auf Queen Games. Insofern liegt die Erläuterung der von Klaus beschriebenen Vorgehensweise des Verlags nahe.
Wie dem auch sei, ich kenne aufgrund dieser "Vertriebskultur" mittlerweile keinen Fachhändler mehr, der noch Queen listet.

Viele Grüße
Jürgen Karla
http://www.spielbar.com und vieles mehr...

:at: Wer weiß heute schon noch, dass KMWs Spielplatz seinerzeit für das Ende von de.rec.spiele.brett+karten (hierarchisch) verantwortlich war... :at:

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Alle Verlage pleite und das jedes Jahr.

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 9. August 2002, 13:08

Klaus Regenbrecht schrieb:

> Jetzt sitzt mein Lieblingshändler auf Ware, die demnächst
> enorm "billig" bei den Wettbewerbern steht!

Genau das ist das vielzitierte "unternehmerische Risiko"! Allerdings geht es den Wettbewerbern ja nicht anders, und somit sind diew Chancen wieder für alle gleich. "Das Leben ist ein Spiel. Und wer es recht zu spielen weiß, der kommt ans große Ziel." ;-)

Gruß
Roland

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Klaus Regenbrecht

Re: Alle Verlage pleite und das jedes Jahr.

Beitragvon Klaus Regenbrecht » 9. August 2002, 13:49

Es wäre schlimm gestellt um die allgemeine Unternehmer-Kultur, wenn Lieferanten im Handel nach Gutdünken die Preise machen. Eine Ausnahme gibt es dort, wo auf Nachfrage und Angebotsbasis gehandelt wird (Handwerk etc. da wird aber auch jedes Angebot neu kalkuliert)! Im Handel, der ja seine Preise anhand bestimmter Preislisten mehr oder weniger festlegt, liegt unternehmerisches Risiko in einem ganz anderen Bereich (beginnt mit Markteinschätzung etc.). Preislisten sind Vertragsgrundlagen, diese innerhalb kürzester Frist komplett im Preis herabzusetzen und die Abnehmer auf daher zu teuer erstandenen Ware sitzen zu lassen ist nicht mit Risiko zu erklären! Im Handelsverkehr zwischen Unternehmern sollte man schon auf Fairness rechnen können. Das was hier läuft gehört schon in eine andere Sparte!
Klaus, der keinen Laden hat, aber manchmal in seinem Lieblingsladen aushilft.

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Brigitta Lindemann

Re: Alle Verlage pleite und das jedes Jahr.

Beitragvon Brigitta Lindemann » 9. August 2002, 14:16

Klaus Regenbrecht schrieb:
>
> Es wäre schlimm gestellt um die allgemeine
> Unternehmer-Kultur, wenn Lieferanten im Handel nach Gutdünken
> die Preise machen. Eine Ausnahme gibt es dort, wo auf
> Nachfrage und Angebotsbasis gehandelt wird (Handwerk etc. da
> wird aber auch jedes Angebot neu kalkuliert)!

Einspruch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Kein Handwerker (und ich kenne sehr viele Handwerker mit eigenem Betrieb und auch solche, die in letzter Zeit aufgegeben haben, weil die Unkosten davonliefen) kann es sich mehr leisten, seine Preise nach Angebot und Nachfrage zu kalkulieren (wobei die Frage ist, ob er das wirklich jemals konnte). Er ist an die Tariflöhne gebunden, an die Kosten fürs Material, an den Arbeitsaufwand und, und, und .......
Brigitta (Handwerk hat schon lange keinen goldenen Boden mehr - selbst hier bei uns in einer neben der touristischen Ausrichtung sehr stark handwerklich geprägten Landschaft)

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Friedhelm Adam

Re: Alle Verlage pleite und das jedes Jahr.

Beitragvon Friedhelm Adam » 9. August 2002, 15:38

Jetzt möchte ich doch auch einmal zu Wort kommen,
das Angebot eines Handwerkers, also der Einsatz der Materialien und Löhne um seine Leistung zu erbringen, erfolgt ganz richtig auf Angebot und Nachfrage. Ich muss meinen Lieferanten fragen zu welchen Konditionen er für das anstehende Projekt liefert (für 40 Reihemhäuser werden zum Beispiel die Decken des Fertigteilwerkes billiger, als für eine Garage!), daher welche Preise er mir macht! und ich muss mit meinen Angestellten bzw. Gewerkschaften vereinbaren zu welchen Löhnen gearbeitet wird (wer dabei im Tarifwesen die einzelnen Handwerker vertritt ist eine andere Sache)! Ob mein Angebot dann auf dem Markt Bestand hat und von den Kunden auch angenommen wird, ob ich mit meinen kalkulierten Leistungen auch hinkomme (wer nur unter Selbstkosten hantiert sollte lieber früher als später umsatteln), ob der Kunde schlussendlich auch zahlt, das sind zwei bis drei Paar andere Schuhe!! Angebote selbst basieren auf Angebot und Nachfrage - ist der Stahl knapp wird er sehr teuer.
Insoweit hat der Vorredner schon recht mit seinem Angebot und Nachfrage - oder?
Friedhelm der über 35 Jahre lang hat mauern lassen!

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peer

Queen-Games

Beitragvon peer » 11. August 2002, 21:21

Hi,
Jürgen Karla schrieb:
>
> > Du und andere beziehen sich aber ganz eindeutig auf die
> > Preispraxis eines ganz konkreten Verlags.  
>
>
> Hallo zusammen,
>
> nun ja, die Sprache kam ja doch recht schnell auf Queen
> Games. Insofern liegt die Erläuterung der von Klaus
> beschriebenen Vorgehensweise des Verlags nahe.
> Wie dem auch sei, ich kenne aufgrund dieser "Vertriebskultur"
> mittlerweile keinen Fachhändler mehr, der noch Queen listet.

Adam spielt?
Internet-Fachhändler?

Mal abgesehen davon: Ich habe immer noch nix gelesen, was mich überzeugen würde, dass Queen pleite ist. Höchstens dass sie unbequeme Vertriebsstrukturen haben - aber sie müssen sic das wohl leisten können, sonst würden sies umstellen.
Allerdings habe ich einen deutlichen Eindruck erhalten, warum Queen so unbeliebt ist (hinzu kommt noch die Schachtelgrösse, obwohl dass nicht imho nicht mehr so arg ist wie früher). Und damit warum es jedes Jahr heisst "Queen Games ist plaite" oder auch "QG-Spiele müssen boykotiert werden" oder "QG-Mitarbeiter essen kleine Kinder und pinkeln ins Schwimmbecken und rotten die Wale aus".
Man kann auf Missstände hinweisen, aber man sollte vor dem posten überlegen, was für Folgen Gerüchte haben können - die Spieleszene ist nicht so groß, da kann Geschäftschädigung schnell in Rufmord umschlagen.
ciao,
Peer
P.S. @ Jürgen: War jetzt nicht speziell auf dein Posting gemünzt - habs einfach mal als Ausgangspunkt genommen, also nicht böse sein :-)

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Jürgen Karla
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Re: Queen-Games

Beitragvon Jürgen Karla » 12. August 2002, 10:09

> P.S. @ Jürgen: War jetzt nicht speziell auf dein Posting
> gemünzt - habs einfach mal als Ausgangspunkt genommen, also
> nicht böse sein :-)

Hallo Peer,

ooch Mensch :-(
Jetzt hatte ich beim Lesen schon die giftigsten Sprüche angesammelt und wollte gerade heftigst zurückschießen - und dann dieser Satz. :-P

Nein, nein, war schon klar. Immerhin behaupte ich ja nicht, daß Queen pleite ist. ;-)

Viele Grüße
Jürgen Karla
http://www.spielbar.com und vieles mehr...

:at: Wer weiß heute schon noch, dass KMWs Spielplatz seinerzeit für das Ende von de.rec.spiele.brett+karten (hierarchisch) verantwortlich war... :at:


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