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Ein solches Ding

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Tanja

Ein solches Ding

Beitragvon Tanja » 30. September 2002, 16:41

Möchte mir gerne das Spiel "Ein solches Ding" bzw. den Nachfolger "Noch ein solches Ding" zulegen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Spiel und kann mir sagen, ob es sich lohnt sich dieses zuzulegen?

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friedemann
Kennerspieler
Beiträge: 517

Re: Ein solches Ding

Beitragvon friedemann » 30. September 2002, 16:58

Hallo,

ich finde, daß sich das Spiel deutlich lohnt. Es ist ein lustiges gut funktionierendes Spiel um Kreativivtät.

Der Mechanismus ist spieltechnisch identisch mit Anno Domini. Jeder legt eine Karte in die Mitte und der nächste kann die Auslage akzeptieren oder anzweifeln etc.

Bei Ein solches Ding geht es darum, sich zu einer ständig wachsenden Anzahl von Bedingungen ein mögliches Ding zu denken.

Wenn aufgelöst wird, muß man sein Ding nennen und dann muß das Ding natürlich noch von der Gruppe akzeptiert werden.

Nichts für Verbissene, aber ein schönes Fun-Spiel.

friedemann

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Achim Nieder-Vahrenholz

Ein solches Ding-Kaufempfehlung!

Beitragvon Achim Nieder-Vahrenholz » 30. September 2002, 18:18

Hallo !

"Ein solches Ding" ist für lockere Spielergruppen ein sehr interessantes, phantasieankurbelndes Spiel mit Diskussionsstoff. Im Gegensatz zu "Anno Domini" (mit oben erwähntem ähnlichem Legemechanismus) spiele ich es sehr gerne, da Besserwisserei oder Karten-auswendig-lernen hier nicht ans Ziel führt.

Grüße

Achim

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Christian Hildenbrand

Re: Ein solches Ding-Kaufempfehlung!

Beitragvon Christian Hildenbrand » 30. September 2002, 18:47

Achim Nieder-Vahrenholz schrieb:
>
> Hallo !
>
> "Ein solches Ding" ist für lockere Spielergruppen ein sehr
> interessantes, phantasieankurbelndes Spiel mit
> Diskussionsstoff. Im Gegensatz zu "Anno Domini" (mit oben
> erwähntem ähnlichem Legemechanismus) spiele ich es sehr
> gerne, da Besserwisserei oder Karten-auswendig-lernen hier
> nicht ans Ziel führt.
>
> Grüße
>
> Achim

Nicht zu vergessen die herrlichen Streitgespräche, die sich entwickeln:

"Ein solches Ding ... kann man im Zirkus sehen."
"Aha."
"Glaubst Du nicht ?"
"Nein."
"Ist aber so !"
"Aha. Was ist denn - ich glaube das nämlich nicht !"
"Ein Pandabär."
"AAAHHH !!! So ein Schmarrn !!! Die sind am Aussterben, die gibt es nicht im Zirkus !!!".
"In China schon."
"Wir sind aber nicht in China - also kann ich das auch nicht nachprüfen !!".
"Jetzt stell Dich mal nicht so an."
"Und ganz davon abgesehen: ... ... wie erklärst Du mir dann das ??"
"Kann man doch, oder ?"
"Mach mal."
"Hab gerade keinen Pandabären da."
"..."

Amüsierte Grüße !

Ciao, Christian (... erinnert sich noch gut an jenen Nachmittag im Spätherbst, als dieses Gespräch stattfand ... :-)) )

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peer

Re: Ein solches Ding-Kaufempfehlung!

Beitragvon peer » 30. September 2002, 20:12

Hi,
Zur Frage: Ja, es lohnt sich!!!! Ein solches Ding ist immer wieder nett, nichts für reine Strategen aber sonst: lockeres, witziges, geniales Spiel...

Wie Christian schon andeutete sind vor allem die Diskussionen interessant (natürlich sollte man sich nicht zu Stur stellen).
z.B.
-Wie kann man die goldenen Kriegselefanten, die vor chinesischen Tempeln stehen, im Krieg einsetzen?
In dem man sie verkauft und das Geld in die Rüstung steckt!
- Naja...

Oder folgende Fragen:
Geht ein Labtop kaputt, wenn man ihn eine Nacht in die Tiefkühltruhe steckt?
Kann man Wasser in Wasser auflösen?

ciao,
Peer

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christiane f.

Re: Ein solches Ding

Beitragvon christiane f. » 30. September 2002, 23:16

hallo tanja und alle anderen,

hier eine kleine anekdote, die einiges ueber 'ein solches ding' aussagt.
skiurlaub, 6 leute, die alle gerne spielen, aber nichts zu ernsthaftes. unterbringung in einer ferienwohnung in einer groesseren anlage mit fewos.
in dem betreffenden jahr war 'ein solches ding' der absolute renner.
jeden abend stundenlang, mit viel gelaechter und spass.
an einem der letzten abende klingelt es spaetabends an der tuer. das ehepaar aus dem nachbarappartement steht davor.
ehepaar: 'wir wollten nur mal fragen, sie lachen immer so viel und laut'.
oh je, mist, doch zu laut gewesen.
wir: 'aeh, tut uns leid, haetten sie sich frueher gemeldet, dann haetten wir uns mehr muehe gegeben, leiser zu sein.'
ehepaar: 'ach was, darum geht es doch nicht! es klingt so, als ob sie ein spiel spielen, und soviel, wie sie dabei lachen, muss es sehr lustig sein. wir wollten fragen, was fuer eines es ist - das wuerden wir gerne unseren kindern als reisemitbringsel mitbringen!'

also wenn du kreative, kommunikative spiele mit sprache magst, tanja, dann unbedingte kaufempfehlung!

beim gedanken an diverse 'ein-solches-ding'-runden immer noch lachend,

christiane.

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Michael Andersch

Re: Ein solches Ding

Beitragvon Michael Andersch » 1. Oktober 2002, 07:47

Hmm, dann oute ich mich mal als der wohl einzige miesepetrige verbissene Diskutierer ;-)!

Mir gefällt EsD nämlich nicht bis gar nicht. Obwohl es ein sehr schönes Spielprinzip hat (was auch der Kaufgrund war) haben mich die entstehenden Diskussionen darüber, ob ein Begriff gültig ist oder nicht (die von meinen Vorrednern sehr treffend charakterisiert wurden) mehr genervt als amüsiert (was dann der Verkaufsgrund war).

Wenn Du mit derlei Diskussionen leben kannst: Kaufe es!
Falls nicht: Lass es!

Viele Grüße,
Micha (Mag Spiele, in denen Situationen EINDEUTIG geregelt sind)

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Heinrich Glumpler

Auch: Tick Tack Bumm

Beitragvon Heinrich Glumpler » 1. Oktober 2002, 08:18

Hi,

Kaufempfehlungen hast du ja jetzt genug (und achte darauf, mit wem du es spielst - das Spiel funktioniert wundervoll, solange man es nicht zu ernst nimmt).

Ich poste eigentlich nur, weil ich "Tick Tack Bumm" von Piatnic dir auch gefallen könnte, wenn du Spass an "Ein solches Ding" finden solltest - das ist ähnlich reizvoll, sehr hektisch und sehr sehr lustig ... ein sehr ähnlicher Spielspass, aber ohne die Diskussionen.

Einziger Wehmutstropfen - man braucht ab und zu eine Batterie für die "Bombe".

Gruesze
Heinrich

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Joachim Speicher

Re: Ein solches Ding

Beitragvon Joachim Speicher » 1. Oktober 2002, 10:46

Hallo Michael,

nee Du bist nicht der einzige Zweifler, auch ich hab schon zwiespältige Erfahrungen mit EsD gemacht.
In lokerer Runde, in der es auch niemand stört, wenn alle ein Ding als ungültig deklarieren, obwohl es durchaus gültig wäre, nur um den führenden zu bremsen, funktioniert das Spiel sehr gut.
Mehrfach erlebt hab ich allerdings, daß dies bei mehreren Mitspielern nicht der Fall war und dann ist es fürchterlich langweilig. Mich persönlich stört, daß es selten zu einem Ende kommt, es sei denn man bricht irgendwann ab.
Also Fazit : stark von der Spielerrunde abhängig, variiert vom Highlight bis zum Flop.

gruß

Jo( der sich auch ungewöhnliches oft sehr gut vorstellen kann)

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Jost Schwider

RE: Ein solches Ding-Kaufempfehlung!

Beitragvon Jost Schwider » 1. Oktober 2002, 12:05

"Christian Hildenbrand" hat am 30.09.2002 geschrieben:

> Achim Nieder-Vahrenholz schrieb:
>>
>> "Ein solches Ding" ist für lockere Spielergruppen ein sehr
>> interessantes, phantasieankurbelndes Spiel mit
>> Diskussionsstoff.

100% ACK.

>> Im Gegensatz zu "Anno Domini" (mit oben
>> erwähntem ähnlichem Legemechanismus) spiele ich es sehr
>> gerne, da Besserwisserei oder Karten-auswendig-lernen hier
>> nicht ans Ziel führt.

Das ist m.E. genau umgekehrt Bei Anno Domini gibt es eindeutige Fakten, da muss man nicht lange "rumlabern" (höchstens bzgl. der interessanten Informationen, die man so ganz nebenbei erhält).

> Nicht zu vergessen die herrlichen Streitgespräche, die sich
> entwickeln:

Gerade das kann doch sehr nerven...

Resumee: Es kommt auf die Runde an.

Tipp: Im Zweifelsfall abstimmen oder ein Lexikon zu rate ziehen, ob das "Ding" exakt so beschrieben wird.

> "Hab gerade keinen Pandabären da."

Ich auch nicht. ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Markus Barnick

Re: Ein solches Ding - gut, doch auch vorsicht!!!

Beitragvon Markus Barnick » 1. Oktober 2002, 14:05

ESD ist ein gutes (Fun-) Spiel, das durchaus Spass macht. Allerdings sollte man auf folgendes achten:

* Mit keinem Mitspieler spielen, der alles genau und wörtlich nimmt. Das kann bei der Auslegung / Interpretation der Begriffe fatal werden. ("Ich brauche unbedingt eine Vase / einen Papst / einen Kühlschrank ... in der Wüste beim Fallschirmspringen..."). Wenn der dann noch kräftig drauf beharrt, kann es sein, daß die anderen Spieler nachgeben müssen, obwohls Quatsch ist.

* Mit niemanden Spielen, der lange zum Überlegen braucht. Wir haben damals währenddessen Kaffee getrunken, während dieser Mitspieler überlegte und überlegte und überlegte... schließlich haben wirs abgebrochen

* Nicht warten, bis zu viele Karten daliegen, sondern BALD anzweifeln. Das erhöht den Spielreiz und vermindert die Denkdauer, die die Spieler brauchen um ihre Reihe zu erklären.


Markus
(hat ESD seit mindestens 10 Jahren nicht mehr gespielt)

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Marcus Segler
Kennerspieler
Beiträge: 209

Re:Tick Tack Bumm + Pommes Fritz

Beitragvon Marcus Segler » 1. Oktober 2002, 16:21

Heinrich Glumpler schrieb:

> Einziger Wehmutstropfen - man braucht ab und zu eine Batterie
> für die "Bombe".

und man muß die Bombe immer wieder aufschrauben und die Batterie justieren. Ich kann gar nicht sagen wie oft das Teil während eines Spielabends auf dem Boden oder unter einem Sofakissen landet.
Aber lustig ist es, besonders wegen dem Streßfaktor durch die limitierte Zeit.

Man kann aber auch ESD mit Sanduhr spielen *g*

Spaßig kommt übrigens auch Pommes Fritz. Ist ja das gleiche Prinzip. Aber dort steht wenigstens schon in der Anleitung, daß man die Kartoffel dem Mitspieler zuwerfen soll. Allerdings ist dort nicht festgelegt we man werfen soll ... *eg*

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Franz-Benno Delonge

Re: Ein solches Ding

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 1. Oktober 2002, 22:42

Ja, das ist auch meine Erfahrung. M.E. paßt das Spiel für Spieler, denen es letztlich völlig wurscht ist, wer gewinnt. Wer sich aber Mühe gibt, sich was Schlaues ausdenkt, dann von den Mitspielern mit irrwitzigen Argumenten niedergebügelt wird (weil er führt) und dann mitansehen muß, daß groteskester Irrsinn abgesegnet wird (weil der Betreffende hinten liegt)...
Also, ganz allgemein: Schöne Grundidee, die aber zwnagsläufig permanent zu nicht exakt reglbaren Streitfragen führt. Das ist zugleich die Stärke und auch die Schwäche des Spiels.
Benno


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