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RF: Vinci

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Felix Hartard

RF: Vinci

Beitragvon Felix Hartard » 5. Oktober 2002, 15:57

Hi Leute,
ich wollte am Donnerstag mit ein paar Leuten Vinci
spieln und dabei hatten wir ein kleines Verständnisproblem.

Es geht darum was was passiert, wenn die Provinzen der
Zivilisation eines Spielers Komplett übernommen werden.

Auf Seite 4 ganz am ende des Abschnitts
"Ausdehnung eines Reiches" steht:
"Hat ein spieler alle seine Provinzen durch Angriffe der
Gegner verloren, muß er diese Spielsteine zu Beginn seiner
Runde über den Kartenrand ins Spiel bringen, so als ob er
eine neue Zivilisation ins Spiel bringt."

Doch irgendwie widerspricht das doch der Regel, die auf
Seite 5 im Abschnitt "Niedergang eines Reiches" im
letzten Absatz angegeben ist (gelber Text).
Dort heißt es:
"Sonderfall: Es kann geschehen, daß ein
aktives Reich durch Ausdehnung der Gegner seine Letzte
Provinz verliert. Der spieler erklärt den automatischen
Niedergang des Reiches. Der betroffene Spieler setzt eine
ganze runde aus, bevor er mit einer neuen Zivilisation
wieder ins Spielgeschehen eingreift"


Wir haben ne ganze Weile darüber diskutiert aber sind
irgendwie nicht so ganz schlau daraus geworden.
An sich könnte sich der Spieler, dessen Provinzen
vernichtet wurden, noch dann entscheiden
seine Ziv sterben zu lassen, wenn er dran ist.
Aber warum wird dann im zweiten Abschnitt zwischen
"Spieler" und "betroffener Spieler" unterschieden.
Das hört sich so an als könne der Angreifer das irgendwie
bestimmen was passiert.

Kann uns da vielleicht jemand weiterhelfen?

Felix Hartard

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Arne Hoffmann
Kennerspieler
Beiträge: 497

Re: RF: Vinci

Beitragvon Arne Hoffmann » 5. Oktober 2002, 16:50

Moin Felix!

Felix Hartard schrieb:
> Es geht darum was was passiert, wenn die Provinzen der
> Zivilisation eines Spielers Komplett übernommen werden.
>
> Wir haben ne ganze Weile darüber diskutiert aber sind
> irgendwie nicht so ganz schlau daraus geworden.
> An sich könnte sich der Spieler, dessen Provinzen
> vernichtet wurden, noch dann entscheiden
> seine Ziv sterben zu lassen, wenn er dran ist.
> Aber warum wird dann im zweiten Abschnitt zwischen
> "Spieler" und "betroffener Spieler" unterschieden.
> Das hört sich so an als könne der Angreifer das irgendwie
> bestimmen was passiert.

Gute Frage -- die Situation ist in meinen Partien bisher nie vorgekommen. Ich würde das ganze so auslegen, wie ihr das getan habt: Der betroffene Spieler erklärt in seinem Spielzug sein Reich für untergegangen (ist es ja auch ;-) ) und sucht sich eine neue Zivilisation aus, mit der er dann in der darauffolgenden Runde neu startet. Erscheint mir vom Spielaufbau her passend, egal was die Regel auf verschiedenen Seiten so von sich gibt :-)

Tschö,

- Arne -

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Felix Hartard

Re: RF: Vinci

Beitragvon Felix Hartard » 5. Oktober 2002, 17:38

Wir haben zu dem Problem mit der Vernichtungsregel auch einen Fehler gemacht, der das Auslöschen von Zivilisationen Begünstigte.
Wir haben es nämlich so gespielt dass wenn z.B eine Provinz eingenommen wurde auf der sich 3 Einheiten befanden, der 'Vertriebene' seine Steine nicht sofort nach Ende der Angriffe des Gegners auf verbleibene Provinzen setzen durfte, sondern diese 2 Steine erst wieder ins spiel bringen konnte, wenn er am Zug ist.

Dadurch sind natürlich Zivilisationen durch Angriffe mehrerer Gegner leichter zu vernichten.

Ich denke es sollte dem Spieler aber freigestellt sein, ob er die restlichen Einheiten seiner Zivilisation nochmal ins Spiel bringt, oder gleich ne Neue
Zivilisation aufmacht.

Felix

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Thomas Rosanski

RE: RF: Vinci

Beitragvon Thomas Rosanski » 5. Oktober 2002, 17:55

"Felix Hartard" hat am 05.10.2002 geschrieben:
> Es geht darum was was passiert, wenn die Provinzen der
> Zivilisation eines Spielers Komplett übernommen werden.

[spitzfindigkeitsmodus an]
Laut Seite 5 ("Niedergang eines Rechs") wird das bisher im Niedergang befindliche Reich vom Spielfeld entfernt und das bisher aktive Reich wird zum niedergehenden Reich. Laut Seite 4 ("Ausdehnung eines Reiches") darf der angegriffene Spieler alle nicht geschlagenen Spielsteine des bisher aktiven Reiches zu Beginn seines nächsten Zuges vom Kartenrand aus ins Spiel bringen. Laut Seite 5 ist das so neu ins Spiel gebrachte Reich direkt ein niedergehendes.

Wie du siehst, wiedersprechen sich die Regeln gar nicht :-).
[spitzfindigkeitsmodus aus]

Davon abgesehen, kenne ich es aus realen Spielrunden und durch die Online-Umsetzung nur so, dass der Spieler beide Reiche (das bisher niedergehende und das bisher aktive) verliert und sein näcshter Zug nur daraus besteht, eine neue Zivilisation auszuwählen.

Fröhlichen Gruß,

Thomas
--
[i]Heute schon gespielt?[/i]
http://thomas-rosanski.de/spiele/

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Felix Hartard

Spitzfindig? Das kann ich auch ;-)

Beitragvon Felix Hartard » 5. Oktober 2002, 19:17

Jetzt werde ich auch mal spitzfindig.
[Ultra-Spitzfindigkeits-Modus mit Wort auf die Goldwaage legen EIN] ;-)

Ich sehe da einen ganz deutlichen Widerspruch.
Die Regel, dass die Zivilisation, deren Provinzen alle eingenommen wurden, dann als untergehende Zivilisation (die eben ihre letzte Provinz verloren hat) betrachtet werden soll (Seite 5)
steht eindeutig im Widerspruch zu der Regelbeschreibung von Seite 4.
Dort steht nämlich, dass die übrigen Steine der Zivilisation wieder INS SPIEL
gebracht werden.... und zwar wie eine NEUE Zivilisation.

Eine NEUE Zivilisation ist wohl keine untergehende und das die Steine INS SPIEL
gebracht werden sollen impliziert, dass mit mit ihnen eine Aktion durchgeführt werden soll.... ud zwar auf dem Spielfeld. Dabei kann es sich nur um das Besetzten von Provinzen handeln, was ja auch die logische aktion für eine NEUE Zivilisation wäre und bestimmt nicht die einer untergehenden.
[Ultra-Spitzfindigkeits-Modus mit Wort auf die Goldwaage legen AUS] ;-)

Im übrigen hört sich die lösung von den Onlinespielen recht fair an, da jemand, der
sowohl sämtliche untergehenden Provinzen als auch seine aktive Ziv. verloren hat,
nicht noch mit Aussetzten gestraft werden sollte.

Felix

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Holger

Re: RF: Vinci

Beitragvon Holger » 6. Oktober 2002, 17:47

Felix Hartard schrieb:
>
> Hi Leute,
> ich wollte am Donnerstag mit ein paar Leuten Vinci
> spieln und dabei hatten wir ein kleines Verständnisproblem.
>
> Es geht darum was was passiert, wenn die Provinzen der
> Zivilisation eines Spielers Komplett übernommen werden.
>
> Auf Seite 4 ganz am ende des Abschnitts
> "Ausdehnung eines Reiches" steht:
> "Hat ein spieler alle seine Provinzen durch Angriffe der
> Gegner verloren, muß er diese Spielsteine zu Beginn seiner
> Runde über den Kartenrand ins Spiel bringen, so als ob er
> eine neue Zivilisation ins Spiel bringt."
>
> Doch irgendwie widerspricht das doch der Regel, die auf
> Seite 5 im Abschnitt "Niedergang eines Reiches" im
> letzten Absatz angegeben ist (gelber Text).
> Dort heißt es:
> "Sonderfall: Es kann geschehen, daß ein
> aktives Reich durch Ausdehnung der Gegner seine Letzte
> Provinz verliert. Der spieler erklärt den automatischen
> Niedergang des Reiches. Der betroffene Spieler setzt eine
> ganze runde aus, bevor er mit einer neuen Zivilisation
> wieder ins Spielgeschehen eingreift"
>
>
> Wir haben ne ganze Weile darüber diskutiert aber sind
> irgendwie nicht so ganz schlau daraus geworden.
> An sich könnte sich der Spieler, dessen Provinzen
> vernichtet wurden, noch dann entscheiden
> seine Ziv sterben zu lassen, wenn er dran ist.
> Aber warum wird dann im zweiten Abschnitt zwischen
> "Spieler" und "betroffener Spieler" unterschieden.
> Das hört sich so an als könne der Angreifer das irgendwie
> bestimmen was passiert.
>
> Kann uns da vielleicht jemand weiterhelfen?
>
Man muss zwei Fälle unterscheiden.
1.) Nachdem alle Provinzen verloren worden sind, hat der Spieler noch Spielsteine der Zivi. die er auf seine Felder verteilten müsste. Kann er aber nicht, da er keine Provinz mehr hat. Wenn er das nächste mal an der Reihe ist, kann er sich entweder mit diesen Steine vom Spielfeldrand wieder ausdehnen oder den Niedergang erklären.

2.) Mit der letzten Provinz verliert der Spieler auch den letzten Spielstein des aktiven Reiches. Nun muss er sofort den Niedergang erklären und hat damit schon seinen nächsten Zug gemacht.

Ich hoffe das war hilfreich.

Holger

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Thomas Rosanski

RE: RF: Vinci

Beitragvon Thomas Rosanski » 6. Oktober 2002, 22:43

"Holger" hat am 06.10.2002 geschrieben:
> Man muss zwei Fälle unterscheiden.
> 1.) Nachdem alle Provinzen verloren worden sind, hat der
> Spieler noch Spielsteine der Zivi [...]
> 2.) Mit der letzten Provinz verliert der Spieler auch den
> letzten Spielstein des aktiven Reiches. [...]

Danke für deine Antwort, so macht es jedenfalls Sinn und ich glaube so werde ich es in Zukunft auch spielen.

Trotzdem: Der Satz "Es kann geschehen, daß ein aktives Reich durch Ausdehnung der Gegner seinen letzte Provinz verliert." spricht von letzte Provinz und nicht unbedingt von letztem Spielstein und ist wörtlich genommen ein Widerspruch zu der anderen Regel bei "Ausdehnung eines Reiches".

Fröhlichen Gruß,

Thomas
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Marten Holst

RE: RF: Vinci

Beitragvon Marten Holst » 7. Oktober 2002, 14:22

Moinle,

> 2.) Mit der letzten Provinz verliert der Spieler auch den
> letzten Spielstein des aktiven Reiches. Nun muss er sofort
> den Niedergang erklären und hat damit schon seinen nächsten
> Zug gemacht.

Wobei aber zu beachten ist, dass der nächste Zug dennoch der Niedergangszug ist. Wenn also Rot den grünen Spieler vernichtet, dann kann Grün effektiv erst in seinem nächsten Zug erst niedergehen und eine neue Zivi wählen, auf keinen Fall schon einfallen.

Heerführende Grüße
Marten (veni, vidi, vasdenn)


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