Beitragvon Roman Pelek » 21. Oktober 2002, 01:40
Hi Steven,
Steven v. R. schrieb:
> Ich habe auf der Messe ein sehr interessantes Spiel gesehen
> und auch kurz angespielt, leider habe ich es nicht gleich
> mitgenommen und als ich dann später nach zu langer überlegung
> wiederkam, war es vergriffen. Der Autor meinte aber das man
> es wohl demnächst durch eine Kooperation mit einem grossen
> Verlag, den Namen wollte er allerdings nicht nennen, bekommen
> könnte. Und ich habe ihn auch erfolgreich verdrängt.
Das müsste wohl "Lords of the 4 Castles" gewesen sein. Ich war auch da und hab's kurz angespielt, zum Glück sehr früh am Donnerstag, daraufhin hab ich's nämlich mitgenommen :-) Der Autor war, Ami-typisch, wie von Dir gesagt sehr wortreich bzgl. des Potenzials seines Spiels, wollte aber im Gegensatz dazu nicht nennen, wo und wie es denn nun in Deutschland erscheint. Ich habe nur mitbekommen, dass es wohl redaktionell nachbearbeitet wurde und nicht mehr ganz die epischen Ausmasse des Originals besitzen würde, was ich nicht grundsätzlich als Nachteil empfinde.
> Also es handelt sich um ein Spiel bei dem man eine Landschaft
> aus Plättchen legt und dann darauf mittels Säulen und
> Bausteinen Burgen bauen soll und in abgesteckten Gebieten
> Mehrheiten erringen soll.
Nuja, was heißt "abgesteckt"? Primär ging's doch erstmal darum, sich eigene Gebiete zu sichern, um überhaupt bauen zu können. Das Setzen der Grenzen kam ja erst später richtig ins Spiel.
> Dafür muss man allerdings die Transportwege sichern und bei
> den Verhandlungen gut bluffen können. Die Transporte kann man
> nur durchführen wenn man die richtigen Optionskarten und
> Würfel kombinationen ertauscht hat. Alle paar Runden kommt es
Ein bissl glücksabhängig fand ich das ja schon. Aber alleine das Verhandlungselement hat mich begeistert. Ich hoffe mal, dass die nachbearbeitete Version vielleicht da bzgl. des Glücks ein bisschen entschlackt und die Verhandlung beibehält. Die war richtig schön fies, hat mich an "Intrige" erinnert.
> zu einem Vulkanausbruch und ein Lavastrom wird mittels eines
> Richtungswürfels über die Berghänge gelenkt, dabei stürzen
> dann unter Umständen die Burgen ein und nur schnelles
> Reagieren kann dann die verbauten Güter retten. Danach wiurde
> immer eine Zwischenwertung durchgeführt.
Innovativ war das sicherlich. Aber etwas albern gestaltete es sich schon angesichts der Taktikkomponente des Spiels. Ich habe da auch nachgebohrt, und der Autor erzählte mir in etwas despektierlicher Weise, dass "die Deutschen" ("those Germans") wohl auf sowas nicht stünden und es deshalb in der Version des "namhaften deutschen Verlags" ("a respected German publisher", aha) so nicht enthalten sei. Ich habe auch versucht, ein Exemplar zur Besprechung zu ergattern, aber nach dem "I've got damaged one left over. But please be gentle and be quick."-Kommentar des Autors, habe ich beschlossen, mir das doch nicht an die Backe zu nähen und es mir lieber zu kaufen.
> Aber vielleicht weiss ja einer von Euch um welches Spiel es
> sich handelt und bei welchem Verlag es Erschienen ist und bei
> welchem es erscheinen wird.
Tja, halt "Lords of the 4 castles" von "One4Games". Den Namen des deutschen Verlags habe ich auch nicht rauskriegen können. Und auf der zukünftigen Website (www.one4games.com) sind bisher auch nur Providerwerbungen zu finden.
Ciao,
Roman