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Highlights ade

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marcel-André Casasola Merkle
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Zukunft

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 18. November 2002, 13:24

Hallo,

ich glaube auch, dass andere Branchen ebenso zu kämpfen haben. Allerdings sind die Verhältnisse nicht immer 1:1 übertragbar. Im Buchbereich gibt es sicherlich noch viel mehr Neuerscheinungen und die meisten Bücher kommen wohl nie über eine erste Auflage hinaus. Aber es entstehen auch Klassiker, die dann über Jahre hinweg gefragt sind.

Gruß Marcel

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Marcel-André Casasola Merkle
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Beiträge: 62

Komplex=weniger Erfolgreich

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 18. November 2002, 13:38

Hi,

> ich glaube es ist einfach das Problem, daß es schwer zu
> verstehen ist, daß Spielem die einem ans Herz gewachsen sind,
> bei vielen anderen eben nicht diese Emotionen auslösen.

Zu verstehen ist es eigentlich leicht ;)

Es zeigt aber auch, dass der spielerische Mittelstand ein wenig klein ist. Das ist auch ein Sozialisierungsprozess. An das Verstehen von Filmen wird man in dieser Gesellschaft beispielsweise viel selbstverständlicher herangeführt.

Aber klar: Wenn ich jemandem eine köstliche Lektüre auf chinesisch empfehle, wird er keinen Spaß damit haben, solange er die Schriftzeichen nicht entziffern kann.

Gruß Marcel

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friedemann
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Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon friedemann » 18. November 2002, 14:02


> Ja. PC-Spiele sind halt insgesamt "einfacher", weniger
> abstrakt, illusionistischer als Brett- und Kartenspiele.

Ich glaube der deutlichste Vorteil der Computerspiele ist es, daß der Benutzer sie ohne die Regel zu können erstmal ausprobieren kann und dann, wenn er schon eine Ahnung hat wie es geht, die Regel nochmal für Feinheiten braucht. Das schafft den deutlich einfachern Zugang.

Ausserdem braucht eine PC-Spiee normalerweise auch nur einen Spieler und dieser kann sofort spielen und muß nicht erst auf einen Spielabend warten.


friedemann

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Volker L.

Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Volker L. » 18. November 2002, 15:30

friedemann schrieb:
>
>
> > Ja. PC-Spiele sind halt insgesamt "einfacher", weniger
> > abstrakt, illusionistischer als Brett- und Kartenspiele.
>
> Ich glaube der deutlichste Vorteil der Computerspiele ist es,
> daß der Benutzer sie ohne die Regel zu können erstmal
> ausprobieren kann und dann, wenn er schon eine Ahnung hat wie
> es geht, die Regel nochmal für Feinheiten braucht. Das
> schafft den deutlich einfachern Zugang.

Also, ich spiele auf dem Computer nur solche Spiele wie
Civilzation, Bundesliga Manager, Colonization, Pirates!,
Railroad Tycoon etc, also Aufbaustrategiespiele, Wirtschaftssimulationen etc.
da kann man sich solche Herangehensweise eigentlich nicht leisten ;-)

> Ausserdem braucht eine PC-Spiee normalerweise auch nur einen
> Spieler und dieser kann sofort spielen und muß nicht erst auf
> einen Spielabend warten.

Und wenn man mal keine Lust mehr hat, savt man den Spielstand und
spielt morgen oder uebermorgen weiter - auch das ist bei
Brettspielen nicht so ganz trivial :-))

Gruss, Volker (liest sowohl bei Brett- als auch Computerspielen
immer vorher die Regeln und muss sich selbst immer wieder darauf
hinweisen, dass die meisten Leute seltsamerweise unter
Computerspielen etwas anderes verstehen als Aufbaustrategiespiele)

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friedemann
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Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon friedemann » 18. November 2002, 16:38


> Also, ich spiele auf dem Computer nur solche Spiele wie
> Civilzation, Bundesliga Manager, Colonization, Pirates!,
> Railroad Tycoon etc, also Aufbaustrategiespiele,
> Wirtschaftssimulationen etc.
> da kann man sich solche Herangehensweise eigentlich nicht
> leisten ;-)
>

Natürlich kann man es sich nicht leisten, aber man hat zumindest immer die Chance das Ganze einfach mal zu starten und zu schauen wie es läuft, um dann die Anleitung besser zu verstehen, was bei Brettspielen eindeutig nicht geht.

friedemann

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Marten Holst

RE: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Marten Holst » 18. November 2002, 19:13

Moinle Volker,

>> > Ja. PC-Spiele sind halt insgesamt "einfacher", weniger
>> > abstrakt, illusionistischer als Brett- und Kartenspiele.
>>
>> Ich glaube der deutlichste Vorteil der Computerspiele ist es,
>> daß der Benutzer sie ohne die Regel zu können erstmal
>> ausprobieren kann und dann, wenn er schon eine Ahnung hat wie
>> es geht, die Regel nochmal für Feinheiten braucht. Das
>> schafft den deutlich einfachern Zugang.
>
> Also, ich spiele auf dem Computer nur solche Spiele wie
> Civilzation, Bundesliga Manager, Colonization, Pirates!,
> Railroad Tycoon etc, also Aufbaustrategiespiele,
> Wirtschaftssimulationen etc.
> da kann man sich solche Herangehensweise eigentlich nicht
> leisten ;-)

Hmmm, also auch ich spiele nahezu ausschließlich Civ-Varianten, Master Of Orion, Master Of Magic, Hattrick, ... meistens "rundenbasiert", nur selten "Echtzeit" - und irgendwie habe ich doch das Gefühl, genau die oben bekannte Technik zu verwenden. Man nimmt ein Spiel, Grundmechanismen kennt man, manchmal gibt es ein (Prof. Easy) Tutorial des "und nu machense ma das da"-Typus, und dann spielt man auf dem leichtest möglichen Level einfach mal los, und wenn man das Spiel im Griff hat, dann auch gerne von vorne, wenn der Spielstand nichts taugt, oder das Spiel gar zu leicht ist (letzteres ist dann doch sehr leicht der Fall).

Aufbaustrategische Grüße
Marten (naja, manchmal auch noch ein echtes Sportspiel, aber sowieso immer weniger Spiele)

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Gustav der Bär

Der schlechte Ruf der Gegenwart

Beitragvon Gustav der Bär » 19. November 2002, 05:55

Tom schrieb:
> Mit Sicherheit daran, dass in der heutigen Zeit keine echten
> "Klassiker" mehr geboren werden; weder im Film, in der
> Literatur, im Automobilbau noch sonst wo. (...)

"Das Merkwürdigste an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit später die gute alte Zeit nennen wird."
(John Steinbeck)

Auffällig ist bisweilen, dass grade unsere eigene Gegenwart - die letztlich doch alles ist, was wir haben - sich bei vielen Betrachtern nur so geringer Beliebtheit erfreut.

Und grade bei Spielen gibt es wenig Grund, die Gegenwart gegenüber der Vergangenheit gering zu achten. Ich kann mich nicht erinnern, dass es in meiner Jugend eine solche Auswahl an formal schönen, inhaltlich gut durchdachten Spielen gab, wie seit den 90er Jahren.

Dass nicht jedes Spiel für die Ewigkeit gemacht ist, muss ja kein Nachteil sein, denn wie würden wir erst klagen, wenn sich heraus stellte, dass alle Spiele, die bis gestern veröffentlicht wurden, der Menschheit völlig ausreichten und keine Neuentwicklungen mehr dazu kämen, weil ihnen einfach kein Platz gemacht wird.

Ob neue "Klassiker" entstehen oder nicht hängt, so denke ich, weniger von der Jahreszahl ab, als von Talent und Fleiß der Autoren. Wenn es überhaupt einen Zusammenhang zwischen Entstehungszeitpunkt und Qualität von Spielen gibt, dann ist die Gegenwart für gute Projekte sogar eher förderlich: Heute winkt dem Autor schließlich der Ruhm durch Bekanntmachung seines Namens (was bei Spielen wirklich noch nicht lange üblich ist) und fördert somit die Motivation, etwas _besonders_ gut zu machen.

Zum Glück besteht also wenig Anlass, hängemundwinklig auf die Spielegegenwart und -zukunft zu schauen.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)


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