Beitragvon Roland G. Hülsmann » 4. November 2003, 16:03
Ich denke, es wäre für die Verlage keineswegs besser, wenn ich die Schnäppchenangebote in den Regalen liegen lassen würde und das Geld dann doch in meine Altersvorsorge investieren würde. (Das wäre sicherlich deutlich vernünftiger, aber ...)
Die Sortimentsbereinigung über den Verkauf der Schnäppchen bringt dm Verlag ja schließlich auch noch etwas ein, was er zum Normalpreis eben nicht mehr einnehmen würde.
Und da meine zur Verfügung stehende Geldmenge sehr begrenzt ist, könnte ich mir die Spiele, die ich mir noch als Schnäppchen unvernünftigerweise zusätzlich leiste, gar nicht leisten, wenn es diese Schnäppchen nicht gebe. Das wäre für die Verlage bestimmt nicht besser.
Wenn Du der Meinung bist, daß die Preise für Spiele allgemein höher sein sollten, damit es den Händlern und Verlagen (noch) besser geht, dann müßten die potentiellen Kunden natürlich auch deutlich mehr Geld in den Taschen haben, um diese Preise gerne und ohne viel Nachdenkens zu bezahlen. Und damit man mehr Geld für den Unterhaltungssektor (dazu gehören Spiele ebenso wie Kino, Essen gehen, lesen, Vereine, etc.) ausgeben kann, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:
1. Man muß mehr Geld zur Verfügung haben (-> Steuersenkungen, Gehaltssteigerungen, etc.)
2. Man muß weniger Zukunftsangst haben, damit die Notwendigkeit des Sparens und der Vorsorgen nicht gegeben ist (-> Reduzierung der Arbeitslosigkeit, Soicherung der Renten, etc.)
... aber das führt hier - glaube ich - etwas zu weit.
Also freuen wir uns über die Schnäppchen, wenn es sie denn gibt, denn kann können wir uns das eine oder andere Spiel zusätzlich leisten und der Handel/Verlag hat wohl auch noch etwas davon. (Besser als Einstampfen ist es allemal.)
Gruß
Roland