Hallo
Den Vorschlag von Revolution kann ich nur in aller Form unterstützen. Gerade gestern habe ich 6 1/2h über diesem herlichen Spiel gebrütet und geschwitzt.
- Das Material hat die von Phalanx gewohnt hohe Qualität. Einige bemängeln die übersichtlichkeit des Spielplans, damit hatte ich aber nie Probleme. Fitzeligkeit kann dem Spiel glaube ich nicht nachgesagt werden, da die zugegebenermasen vielen Counter eine ordentliche Stärke haben und so leicht zu handhaben sind.
- Glücksfaktor ist schlicht keiner vorhanden.
- Interaktion zwischen den Spielern ist voll gegeben. Man ist ständig hin und her gerissen, zwischen Aktionen die die eigene Position stärken und solchen, die die Mitspieler schwächen. Darüber hinaus bietet das Thema viel Raum sich mit seiner Fraktion zu identifizieren, so das in entsprechender Runde auch Kommunikativ viel passiert.
- Englischkenntnisse sind nicht wirklich nötig, da nur einige wenige Begriffe auf dem Spielmaterial englisch sind, und keine verdeckten Karten vorhanden sind, so dass man immer auch nachfragen kann. Die Regel ist allerdings in englisch. wenigstens einer sollte also genügend Englisch verstehen. (ich glaube es gibt irgendwo im Netz eine Übersetzung, wüsste aber nicht mehr wo)
- Zugegeben, das Thema hat mit Civ. nicht viel gemein, ist aber meiner Meinung nach mindestens genau so interessant.
- Zum Thema Einstiegshürde: Natürlich macht ein Spiel dieser Komplexität mehr Spass, wenn man es schon mal gespielt hat. Andererseits ist anzumerken, dass die Regeln an sich nicht wirklich schwer zu verstehen sind. Das anspruchsvolle an Revolution ist das verstehen der Mechanik: Eine Runde besteht aus 20 Phasen, in jeder Phase kann ich ein winziges Rädchen ein klein wenig drehen, aber erst wenn man es versteht seine Aktionen zu verzahnen, kann man wirklich etwas bewirken. Mein Vorschlag mit Neulingen: man beginnt zu spielen und stellt von vornherein klar, dass die Möglichkeit zum Neubeginn nach einer vollen Runde besteht. (Zeitaufwand eine gute Stunde) Bis zu diesem Punkt sollten alle eine Ahnung davon haben wie man etwas bewirken kann und bereit sein für ein volles Spiel. Mit Spielern die schon andere anspruchsvolle Spiele gespielt haben ist dies dann aber meist gar nicht nötig.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich bisher wirklich sehr viel Freude mit dem Spiel hatte. Es hat mir in allen Besetzungen gefallen, obwohl die volle Besetzung von 5 Spielern natürlich schon am interessantesten aber auch am härtesten ist. Wenn es darum geht mich einen ganzen Tag so richtig in ein Spiel zu versenken, dann ist Revolution zur Zeit meine allererste Wahl. (Dicht gefolgt von Die Macher)
Gruss
Ulrich (der zwar nichts mit dem Autoren oder dem Verlag zu tun hat, aber trotzdem gerne Werbung für Revolution macht)