Beitragvon Adam » 13. März 2001, 17:44
Nimm einfach 12 Kosmos-Spiele senkrecht nebeneinander und pass die Abstände der Regalbretter an. Und schon ist der Regalraum optimal ausgenutzt ;-)
Genaugenommen ist das Problem nicht neu. Bei Büchern kennt man es schon seit Jahrhunderten.
Technisch gesehen sollte man gebundene Bücher waagerecht lagern (für Paperbacks gilt das nicht im gleichen Maße), da der Seitenblock Zugkräfte auf die Bindung ausübt.
Trotzdem lagern alle Bibliotheken überall auf der Welt und quer durch alle Zeiten seit Gutenberg Bücher senkrecht (naja bis auf die Bücherei auf meinem Schreibtisch, die mir zwar den Raum zum arbeiten, zum Ausgleich aber auch die Sicht auf Papierwust und Unerledigtes nimmt :) )
Man stelle sich das mal vor: Bücher immer in 6er Stapeln. Ist zwar schlechter, wenn man mehrmals nacheinander das unterste zur Hand nehmen will, dafür könnte man endlich die Buchrücken lesen ohne mit dem Kopf zu wackeln wie mit Morbus Parkinson (ich weiß, es gibt bessere Vergleiche).
Natürlich wäre es schön, wenn einen die Spieleindustrie durch Gestaltung der Verpackung (innere Einteilung; äußeres Format: breitere Standfläche, wenige verschiedene Höhen) bei dieser Lagerung unterstützte. Andererseits müssen die Hersteller Umsatz generieren um leben zu können, das geht nur mit dem "Normal"-Spieler (der Vielspieler des Forums ist vielleicht Benchmark, aber nicht Wirtschaftsfaktor, selbst wenn er 10.000 Spiele zuhause hat).
Wirtschaftsfaktor ist der Spieler, der zu seinen vier vorhandenen Spielen Mädn, Siedler, Saufen und Versicherungsbetrug (hey, locker bleiben, just kidding) noch ein Spiel-des-Jahres hinzubekommt. Ob diese dann waagerecht, senkrecht, im Spiele-Wurlitzer oder als loses Material im Eimer durcheinander liegen, tut dem Spielspaß keinen Abbruch.
Daher gelten für die Spielerhersteller vielleicht andere Kriterien beim Verpackungdesign als beim vielspielenden Kunden.
Soweit erstmal, Gruß
Adam