Beitragvon christiane f. » 6. Juni 2002, 02:02
hi alle,
hm, was kann ich hier noch schreiben, was noch nicht geschrieben wurde?
na egal, ich muell einfach mal meine gedanken dazu.
fuer mich war immer klar, dass villa paletti auf unter den ersten drei landen wuerde (obwohl ich es selber zugegebenermassen noch nicht gespielt habe), aus den gleichen gruenden, aus denen letzten jahr zapp zarapp darauf gelandet ist - mal andere sinne angesprochen als bei 'normalen' spielen.
und ganz sicher war ich mir bei dschunke - war fuer mich der totsichere tipp zum spiel des jahres - wie frau sich doch taeuschen kann!
tja, und dann war da die ganze zeit der grosse zweifel zwischen ta und pr.
und nu?
jetzt haben wir 3 spiele als heisse favoriten, und alle 3 koennen es eigentlich nicht werden.
mein urteil ueber villa paletti beruht natuerlich nur auf vorurteilen, aber jenga oder mikado als spiel des jahres? wo bleibt da das niveau?
und ta? hm, ich spiel's ja ab und zu ganz gern (lieber online als am tisch, weil es da uebersichtlicher ist und schneller geht), aber so gross ist der spielreiz nun wirklich nicht. ich denke, der wiederspielwert ist selbst fuer familien (das klingt immer so abwertend, aber es ist halt irgendwie doch so) ziemlich gering. nach ein paar wochen haben doch alle genug - oder ueberschaetz ich da die familien?
ich weiss natuerlich auch, dass maedn oft gespielt wird, aber halt doch eher in familien mit kleineren kindern - sobald die kinder aelter werden, sind es dann halt doch andere spiele, und wenn es nur die wesentlich interessantere variante malefizspiel oder huetchenspiel ist.
und dass die leute an guten spielen mit hohem wiederspielwert interessiert sind, zeigt sich ja klar und deutlich am grossen erfolg von siedler - welches spiel hat die familien in diesem masse zurueck an den spieltisch gebracht?
und mit dieser klasse kann ta sich halt nicht im geringsten messen.
na, dann bleibt noch pr. tolles spiel, hoher wiederspielwert - aber halt sooooo kompliziert! wirklich?
ich finde, dass pr nicht wirklich komplizierter als siedler ist.
und gewiss nicht schwieriger zu spielen als torres oder schon gar nicht als el grande.
was schwieriger ist, ist den einstieg zu kriegen.
setze ein paar gelegenheitsspieler mit der spielregel hin (die ohne zweifel auesserst gelungen ist), und sie werden verzweifeln.
aber lass es ihnen jemand erklaeren, und ihnen in der ersten runde den einen oder anderen tipp geben - und sie werden begeistert sein!
ich denke wirklich, dieses spiel koennen alle (ab einem gewissen alter) spielen - sie brauchen vielleicht ein bisschen, um reinzukommen, aber ich denke die sucht packt doch alle gleich beim ersten mal.
und deshalb solle meiner ansicht nach pr trotz aller bedenken den titel kriegen, finde ich - aber ob die jury das auch so sieht?
es hat zweifel, ist aber voller hoffnung
christiane
(die schwer mit dem leben, der welt und der jury hadern wuerde, wenn eins der beiden anderen gewinnen wuerde).