Beitragvon Günter Cornett » 15. September 2002, 21:59
Philipp Klarmann schrieb:
>
> Achgottchen, ein Sturm im Wasserglas... :)
Tja, da bleibt kein Auge trocken :cry: .
> Nein, im Ernst, das Review ist aus dem Boardgamegeek und
> dadurch jedermann zugänglich. Natürlich hat Tim Welch ein
> Urheberrecht an dem Review (obwohl er auch so in
> rec.games.board hätte gepostet werden können). Ich frage
> mich, ob er nicht vielleicht durch das Posten in einem
> öffentlichen Forum konkludent zugestimmt hat, dass andere
> diesen Artikel lesen und kopieren.
Lesen: ja
Kopieren: für den privaten Gebrauch ja
Veröffentlichen: Nein
Sonst dürfte man ja alles veröffentlichen, was ein anderer mal veröffentlicht hat. Dann gäb's kein Urheberrecht.
Wer so naiv fragt, sollte sich tatsächlich mal mit dem Thema Urheberrecht beschäftigen.
Ich vermute zwar, dass es den - mir unbekannten - Tim ziemlich wenig kratzt, dass sein Beitrag hier im Forum unter Angabe seines Namens veröffentlicht wird. Vielleicht gefällt es ihm sogar. Aber Glauben ist eben nicht Wissen. Man darf das Einverständnis nicht so ohne weiteres vorraussetzen.
> Ich denke mittlerweile, ein Link hätte genügt,
Das denken wohl so ziemlich alle.
> aber ich wollte halt nett sein :).
Und auch das dürften allen klar sein.
An deiner Stelle würde ich Wolfgangs Hinweis, der ebenso gut gemeint ist wie dein eigener Beitrag, als Hinweis zur Kenntnis nehmen und nicht als einen persönlichen Angriff ansehen.
1997 habe ich mal die Regel von Arabana-Ikibiti (kurz vor der Essener Messe) ins Netz gestellt. Jemand hatte - in bester Absicht jedoch ohne mich zu fragen oder auch nur davon informiert zu werden - eine Übersetzung davon auf seiner Seite veröffentlicht. Ich war ihm dafür durchaus dankbar, weil mir das auf dem Messestand in Essen eine zusätzliche Nachfrage beschert hatte.
Andererseits wäre ich dorch gern gefragt worden, zumal die Veröffentlichung fast gleichzeitig mit meiner stattfand und ich durchaus hätte in Schwierigkeiten kommen können, wenn irgendjemand in den USA das Spiel veröffentlicht hätte.
Es ist immer der Autor, der entscheiden darf, ob und wo sein Text veröffentlicht wird. Aber Tim hat von dieser Veröffentlcihung noch nicht mal Kenntnis. Sicher sollte man das in diesem Einzelfall nicht überbewerten, einfach nur für die Zukunft berücksichtgen.
> Bei der ganzen Diskussion nervt mich eins: Kein Mensch äußert
> sich dazu, dass die Amerikaner wesentlich mehr wissen als wir
> (hier noch keine offizielle Info!)...
Ja so läuft das eben:
Einer meint es gut, macht dabei aber irgendeinen Fehler.
Ein zweiter macht ihn darauf aufmerksam, ebenfalls ohne böse Absicht.
Ein dritter schreit 'Skandal!' und verteidigt damit den Ersten zu Tode: Sein eigentliches Anliegen gerät in Vergessenheit.
Gruß, Günter (der sich hin und wieder wundert, dass manche Leute lospoltern müssen, nur weil jemand für mehr Sensibilität plädiert)