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Angaben zum Spielmaterial

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Klaus Knechtskern
Kennerspieler
Beiträge: 1660

OT Propheten

Beitragvon Klaus Knechtskern » 22. September 2006, 13:47

Andreas Odendahl schrieb:

> *Prophetische Gabe an*
> Dass du keine Smileys benutzt wird dir nochmal zum Verhängnis
> werden!!! Hört auf meine Worte!!!
> *Prophetische Gabe aus*
>
> ode.

Propheten? Das waren doch die, die g4steinigt werden ;-). ich hätte hier noch Tüten mit Kieselsteinen zu verkaufen :-)

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Rumpingeln für Fortgeschrittene

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 22. September 2006, 14:18

Ich möchte mal wissen, was diese Regeln mit meinem mir von Dir unterstellten Einkaufsverhalten zu tun haben?

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Volker L.

Re: Definition von "ca"

Beitragvon Volker L. » 22. September 2006, 14:27

Andreas schrieb:
>
> Ein herrlicher Thread :-)
>
> Och - ich mach mit :-D
>
> Das Kürzel "ca." ist übrigens rechtlich definiert. Nötig ist
> dies auf Grund von Mietverträgen, deren Wohnflächen mit "ca."
> angegeben sind. Die Abweichung darf nämlich - ich hoffe ich
> erinnere mich hier richtig

ich hoffe, nicht :-O

> - maximal 10% der Angabe betragen,
> sonst gibt's Haue vom Richterlein.

10% kommt mir arg viel vor.

Gerade bei Mietverträgen - wenn ich eine Wohnung zu "ca. 70qm" miete
und dann durch Nachmessen feststelle, dass es nur 63qm sind... :mad:

Gruß, Volker (könnte sich durchaus vorstellen, dass die rechtlich
zulässige Spanne von "ca." bei verschiedenen Objekten unterschiedlich ist)

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Wolfram Püchert alias WeePee

Re: Wolfram hat doch recht, oder?

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 22. September 2006, 14:30

Michael Weber schrieb:
>
> Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:
> > > Uh! Wolfram, Wolfram. Was hast du hier nur geschrieben?
> Weißt
> > > du eigentlich, wie Spiele konfektioniert werden?
> > Das ist mir ehrlich gesagt einfach egal. Ich sehe es aus
> > Kundensicht. Und wenn jemand von mir GENAU x Euro haben will,
> > will ich wissen, was ich dafür bekomme.
>
> Du hast optisch Systeme ins Spiel gebracht. Nicht ich. Wenn
> es dir egal ist, warum forderst du dann Systeme, die ein
> Verlag in der Regel nicht erfüllen kann?
>

Ich habe gar nichts gefordert, sondern nur gesagt, dass ich ca.-Spiele nicht kaufen werde. Des Weiteren habe ich klar gemacht, dass es durchaus Möglichkeiten gibt, sauber und richtig zu konfektionieren.

Wenn ich in Zukunft 1 Kilogramm Spiel kaufen soll, dann bin ich nicht die Zielgruppe. So einfach ist das.

Ich kaufe mir auch kein Kartenspiel, in dem ca. 32 Spielkarten enthalten sind.


> > > Oder der Versuch, mathematisch korrekten, aber unlogisch
> > > denkenden Menschen zuvorzukommen, wenn aus Versehen ein
> > > Steinchen zu wenig ("Es ist mir egal, ob ich das Steinchen
> > > benötige oder nicht. Ich verlange sofort Erstatz") oder -
> > > noch schlimmer - zu viel im Spiel ist ("Was soll man damit
> > > nur machen?" Hat da schon jemand eine Variante?).
> > Wieso? So etwas auszugleichen nennt sich KUNDENSERVICE. Zum
> > Glück gibt es genügend Verlage, die den Kundenservice groß
> > schreiben. Da kaufe ich dann gerne.
>
> Ich denke mal, du hast nicht genau gelesen, was ich
> geschrieben habe ...

Doch ich kann lesen und habe es gelesen. Ich ziehe aber andere Schlüsse als Du. Das macht den Unterschied.


> > Du kannst Dir ja gerne ca.-Spiele kaufen. Ich kaufe die
> > anderen Spiele. So hat doch jeder etwas.
>
> Ach Wolfram, ich halte ca-Angaben auch für keinen guten Weg.
> Aber wenn der Verlag das macht, damit die Erbsenzähler sich
> nicht melden, wenn ein Stein zuviel oder zu wenig enthalten
> ist, finde ich das in Ordnung.

Und ich finde das nicht in Ordnung. Da unterscheiden wir uns.

> Voraussetzung ist, dass die
> gelieferte Anzahl immer noch ohne Probleme zum Spielen
> ausreicht. Und genau das ist der Punkt. Ich befürchte, du als
> Mathematiker (warst doch einer?), willst einfach die
> komplette Kontrolle haben.

Das hat nichts mit Kontrolle zu tun. Ich bin einfach nicht bereit für ca. 32 Spielkarten Geld auf den Tisch zu legen. So einfach ist das.

> Dabei ist es bei den ca-Spielen
> doch egal, ob ein oder zwei Steine mehr drin sind, als
> benötigt werden.

MEHR ist ja Ordnung, darum ging es aber nicht im Originalposting.

> Verabscheide dich mal bitte einen moment vom
> Zahlendenken und versuche mit der dir doch ebenso nahe
> liegenden Logik an das Thema zu gehen.

Komischerweise unterstellen mir alle, ich würde nicht logisch an die Sache herangehen, nur weil ich anderer Meinung bin.

> Anders ausgedrückt: Ist dir ein ca-Spiel mit eventuell einem
> Stein zu viel lieber oder ein Spiel mit genauen Angaben, in
> dem ein Stein zu viel ist? Wann würdest du dich eher
> beschweren? Dass Steine nicht fehlen dürfen, versteht sich
> doch von selbst. Ca. heißt ja nicht, dass das Material nicht
> ausreichen darf.

Ca. heißt für mich, dass der Verkäufer/Verlag ein Problem hat, den Inhalt seines Produktes gescheit zu benennen und (im Fall Spiel) zu konfektionieren. Im Weiteren heißt es für mich, dass der Verlag vermutlich genauso schlampig mit dem Testen von Spielen umgeht und - um es extrem zu machen - mit dem Entwickeln des Spiels/der Spielregel, etc.

Also ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass das Spiel schlecht ist. Warum also kaufen?

> > Komisch, dass hier manche Leute auf andere Meinungen so
> > gereizt reagieren.
>
> Nein, ich bin nicht gereizt. Ich setze derzeit lediglich
> keine Smilies. Und wundere mich über manche Denkweisen, die
> nicht gerade von Verständnis der Praxis zeugen.

Ich schreibe aus Kundensicht. Dass diese böse Kunden eine andere Sicht haben, als die Fachleute der Materie ist nur zu natürlich.

> Michael

Wolfram

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Michael Weber

Re: OT Propheten

Beitragvon Michael Weber » 22. September 2006, 14:31

Wie viele sind denn da ca. drin? :-D :-D :-D :-D

Michael
(JETZT mit Smilies)

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Michael Weber

Re: Wolfram hat doch recht, oder?

Beitragvon Michael Weber » 22. September 2006, 14:46

Du wirst aber zugestehen, dass der Verlag sich selbst ins Knie schießen würde, wenn er mit der Zirka-Angabe am Ende UNTER der benötigten Menge liegt? Deshalb kann eine Angebe immer nur bedeuten, dass ggf. MEHR im Spiel enthalten ist, als man benötigt.

Sei mal nicht so beleidigt, sonst muss ich als Ausgleich doch wieder Smilies setzen. Wo ich doch dachte, ich komme hier ohne aus.

Michael
(geht in zirka fünf Stunden mit zirka drei anderen Menschen zirka zwei Bier trinken, zirka zweieinhalb Stunden später zurück und ist dann ganz und gar unzirka wegen völlig anderer Dinge überaus glücklich)

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achim

Re: Wolfram hat doch recht, oder?

Beitragvon achim » 22. September 2006, 15:08

Hallo Wofram,
ich möchte dir ja irgendwie Recht geben. Nur ist der Thread wieder mal aus dem Ruder gelaufen. Wenn eine Inhaltsangabe ca. lautet spielt u.U. das Gefühl mit, es könne etwas fehlen.
Früher war sehr häufig bei Spielen, sofern eine Inhaltsangabe überhaupt vorhanden war, keine Mengenangabe bei vielen Spielmaterialien vorhanden. Zum Beispiel stand da nur Chips oder Marken oder Plättchen ohne Menge. Als Spielesammler hat man es da nicht immer leicht, ob das Spiel mit den noch enthaltenen Mengen einigermaßen komplett ist oder nicht. Die Angabe ca. ist zwar faktisch besser, da man dadurch eben überhaupt eine Mengenangabe erhält, nur gefühlsmässig kann leichter ein Gefühl des Mangels entstehen. (Habe ich jetzt wirklich ca alle Teile oder fehlt mir was? Ist in anderen Spielschachteln vielleicht mehr enthalten? Zieh ich wieder die Loserkarte?)
Ich denke aber, wenn sich jeder etwas zurücknimmt, kann man auch mit ca. Angaben leben. Rolls Royce hatte früher in einem Prospekt mal unter PS-Zahl "ausreichend" angegeben. Vieleicht ist "ausreichend" psychologisch besser gewählt. Beim Trabbi hätte man im Feld "0 auf 100" auch "durchaus möglich" angeben können. :grin:

Seit doch bitte nicht immer alle so verbissen. Das gilt natürlich für alle Fraktionen hier. Ich akzeptiere zwar deine Meinung, aber bei manchen Spielmaterialien ist ein genauer Wert wirklich nicht wichtig, daher sehe ich hier das Problem kaum bis gar nicht.

Viel wichtiger wäre bei Cosims eine beiliegende Kopie der Countersheets. Denn da ist es manchmal fast unmöglich zu ermittlen was denn nun genau fehlt, falls mal was fehlt.

Gruß
achim


Gruß
achim

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Grzegorz Kobiela

Re: Angaben zum Spielmaterial

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 22. September 2006, 15:09

Solange das nicht darin ausartet, dass jetzt vor jeder Zahl in der Regel ein "ca." steht, habe ich nichts dagegen. Begonnen hat ja alles mit den Lieferzeiten. Tempus sollte ja auch ca. ein halbes Jahr früher rauskommen... *g*

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Andreas

Re: Definition von "ca"

Beitragvon Andreas » 22. September 2006, 15:11

Moin,

10% ist viel, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass 63qm auf angegebene ca. 70qm schwer anzufechten ist.
Ich weiß nicht, was schon so alles verhandelt wurde, aber beim Mietrecht ist es wohl durch...

VG
Andreas (der ca. 0,89 Mikadostäbe in seinem Caylus gefunden hat)

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achim

Re: Wolfram hat doch recht, oder?

Beitragvon achim » 22. September 2006, 15:12

Michael Weber schrieb:

> (geht in zirka fünf Stunden mit zirka drei anderen Menschen
> zirka zwei Bier trinken, zirka zweieinhalb Stunden später
> zurück und ist dann ganz und gar unzirka wegen völlig anderer
> Dinge überaus glücklich)

Das ist jetzt aber ein weniger gut gewähltes Beispiel. Gebe ich solche Angaben meiner Frau reagiert die ca. genauso verschnupft wie Wolfram. Da sag ich doch lieber gar nichts.

Gruß
achim

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Andreas

Einstellungssache

Beitragvon Andreas » 22. September 2006, 15:26

achim schrieb:

> Wenn eine Inhaltsangabe
> ca. lautet spielt u.U. das Gefühl mit, es könne etwas fehlen.

Sehe ich ganz anders. Dieses Gefühl beschleicht mich eher dann, wenn eine exakte Menge genannt ist und ich in meinem Spiel eine andere besitze. Dann weiß ich nicht, ob etwas fehlt oder ob ein Druckfehler in der Regel vorliegt.

> ...leichter ein Gefühl des Mangels entstehen. (Habe ich jetzt
> wirklich ca alle Teile oder fehlt mir was? Ist in anderen
> Spielschachteln vielleicht mehr enthalten? Zieh ich wieder
> die Loserkarte?)

Typischer Fall von Neurose. Wenn ich ca. so viele habe, wie es auch ca. sein sollen, dann habe ich doch in jedem Fall AUSREICHEND viele. Es sei denn, das Material ist grundsätzlich viel zu knapp bemessen. Dann könnte sich so ein Gefühl vielleicht einstellen, aber so doch eher nicht...

Viele Grüße (wie viele eigentlich??)
Andreas

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Michael Weber

Re: Wolfram hat doch recht, oder?

Beitragvon Michael Weber » 22. September 2006, 15:30

achim schrieb:
> Michael Weber schrieb:
> > (geht in zirka fünf Stunden mit zirka drei anderen Menschen
> > zirka zwei Bier trinken, zirka zweieinhalb Stunden später
> > zurück und ist dann ganz und gar unzirka wegen völlig anderer
> > Dinge überaus glücklich)
> Das ist jetzt aber ein weniger gut gewähltes Beispiel. Gebe
> ich solche Angaben meiner Frau reagiert die ca. genauso
> verschnupft wie Wolfram. Da sag ich doch lieber gar nichts.

Deine! Meine kommt mit und trinkt ca. ein Bier mehr als ich. Wenn auch zirka halb so große. :-D

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achim

Re: Einstellungssache

Beitragvon achim » 22. September 2006, 15:55

Andreas schrieb:
> > ...leichter ein Gefühl des Mangels entstehen. (Habe ich jetzt
> > wirklich ca alle Teile oder fehlt mir was? Ist in anderen
> > Spielschachteln vielleicht mehr enthalten? Zieh ich wieder
> > die Loserkarte?)
>
> Typischer Fall von Neurose. Wenn ich ca. so viele habe, wie
> es auch ca. sein sollen, dann habe ich doch in jedem Fall
> AUSREICHEND viele. Es sei denn, das Material ist
> grundsätzlich viel zu knapp bemessen. Dann könnte sich so ein
> Gefühl vielleicht einstellen, aber so doch eher nicht...

So war das nicht gemeint. Wenn es ca. 30 sein sollen, und es sind 30 oder mehr ist alles in Ordnung. Wenn aber nur 25 enthalten sind, entsteht dieses Gefühl, das ich oben beschrieben habe. Leider gehen Konsumenten bei einer ca X-Angabe immer davon aus, dass sie mindestens X erhalten. Ob das jetzt eine Neurose ist oder nicht weiss ich nicht. Circa ist jedenfalls ein Begriff, der nur mit Vorsicht zu gebrauchen ist. Konsumenten sind da sehr eigen. Wolfram ist da bestimmt kein Einzelfall.

Ein Beispiel aus der Realität sind übrigens unsere Zapfsäulen an den Tankstellen. Die deutschen Anzeigen an Zapfsäulen haben bisher ziemlich genau gemessen. Nach europ. Vorgaben werden diese gelockert. So weit mir bekannt ist, wird da noch heftig gestritten, ob die Benzingesellschaften sich den zusätzlichen Gewinn einstreichen dürfen oder nicht. Im Prinzip steht bei jeder Benzinrechnung bei der Literangabe ein verborgenes ca, jedoch fast immer mehr als du tatsächlich getankt hast. Würdest du also jedesmal nach dem Tanken nachmessen, und kämst zu dem Ergebnis, die tatsächliche getankte Menge ist niedriger als die bezahlte, hättest du vielleicht auch eines dieser Gefühle. Dein Auto fährt natürlich auch mit etwas weniger Sprit, das ist wie beim Spiel.

Ich denke mal, aus diesem Grund steht da nicht ca.

Gruß
achim

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Christian Hildenbrand

Re: Wolfram hat doch recht, oder?

Beitragvon Christian Hildenbrand » 22. September 2006, 15:58

Bevor es ganz unsinnig wird - was es zum Teil leider schon ist:

Spielkarten und Holzwürfel zu vergleichen ist wie Äpfel und Brokkoli.

Spielkarten werden in einem Druckbogen, in dem die Zahl der Spielkarten definitionsgemäß durch die Grafikdatei festgelegt ist, "berechnet". Ist der Druckbogen von vorneherein auf 55 Karten ausgelegt, werden nachher auch genau die 55 Karten im Spiel sein (meist dann in einer Cellophan-Hülle).

Holzwürfel wie z.B. bei Caylus werden aus einem riesengroßen Topf (sinnbildlich) herausgegriffen und von Hand in eine große Zipptüte geworfen. Natürlich wird auch hier versucht, eine gewisse Anzahl reinzutun, aber wenn es insgesamt 140 sind (wie in Caylus der Fall), dann kann es einfach passieren, dass mal der ein oder andere fehlt. Für das Spiel ist dieser Mangel irrelevant.

Zum Kauf angeboten wird dem Kunden ein Spiel, das reibungslos funktioniert. Ein Spiel, das genug Material beinhaltet, um die versprochene Spielmöglichkeit zu bieten. Und das hast Du, egal ob da nun 138 oder 140 Steine drin sind (um beim Caylus-Beispiel zu bleiben).

Die Alternative wäre, dass bei Materialien, die nicht spieltechnisch limitiert sind, gar keine Angabe über die Menge gemacht wird, sondern einfach nur "Holzwürfel in 5 Farben" in die Materialliste geschrieben wird. Doch ich kann mir vorstellen, dass wir dann Unmengen von Anfragen bekommen, ob und wieviele Steine nun eigentlich ins Spiel gehören...

Und um mal noch einen wichtigen Aspekt zu nennen:
Wenn wir in 50 angemerkten Spielen je einen Stein zu wenig haben und wir entsprechend 50 Mal einen einzelnen Stein verschicken müssen, so kostet das den Verlag 50 Mal Porto, 50 Mal Verpackung und noch schlimmer 50 Mal 5-10 Minuten Arbeitszeit. Das ist dann etwa ein Tag Ausfall einer einzelnen Person für 50 Spiele, in denen einfach nur 1 Stein fehlte, der total unwichtig ist. Streng genommen müssten wir dieses in die Kalkulation von vorneherein mit reinpacken, womit das Spiel ein paar Cent teurer wird - was letztlich dann auch den Endpreis um 1-2 Euro nach oben setzen könnte (Kalkulation ist eine Wisenschaft für sich). Diese Erhöhung würde dann ALLE treffen, die ein Spiel kaufen, also auch die, die ein vollständiges haben und den Dienst nicht in Anspruch nehmen wollen würden.

Selbstverständlich kann man eine hundertprozentig genaue Konfektionierung versuchen, dieses bringt dann aber ich sag mal 1-2 Personen mehr ins Boot, die hierfür bezahlt werden müssten, denn die Holzsteine zählen sich leider nicht von alleine (und über Gewicht bei den Einzelgewichten geht das in gewissen Mengen auch nur über Präzisionsmaschinen denk ich mir). Auch hier würden ein paar Mehrkosten entstehen, die von der Produktionsfirma (die bei Caylus übrigens in Deutschland sitzt) an den Verlag und von da schließlich über den Händler an den Kunden gegeben wird.

Eines unserer Ziele bei der Herstellung von einem Spiel ist, einen vernünftigen Preis (gerne niedrig!) zu finden, mit dem Verlag und Kunde zufrieden sein können. Ich habe immer das Gefühl, dass in diesem Forum gerne über zu hohe Preise gemeckert wird. Wenn wir dann einen Punkt haben, an dem wir bei Nicht-Einschränken des Spielspasses bzw. der Spiel-Annehmlichkeiten irgendwo ein paar Cent sparen können ohne größeren Aufwand, wird wieder gemeckert. Das ist mir unverständlich.

Da es zum Glück genug Spiele auf dem Markt gibt denke ich, werden wir auch in Zukunft mit den ca.-Angaben bei solch einer Art von Material arbeiten. Denn dann bleibt uns im Verlag mehr Zeit und mehr Energie, um an anderen Spieleprojekten weiterzuarbeiten.

Spielerische Grüße,

Christian

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Andreas

Re: Einstellungssache

Beitragvon Andreas » 22. September 2006, 16:06

achim schrieb:

> So war das nicht gemeint. Wenn es ca. 30 sein sollen, und es
> sind 30 oder mehr ist alles in Ordnung. Wenn aber nur 25
> enthalten sind, entsteht dieses Gefühl, das ich oben
> beschrieben habe.

Ich dachte immer, dafür gibt es eine andere Bezeichnung. Sie lautet:

"mindestens"

Aber egal, ich klink mich aus diesem Dedönse hier mal aus ;-)

VG
Andreas

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Mike Merten

Re: Wolfram hat doch recht, oder?

Beitragvon Mike Merten » 22. September 2006, 16:25

Christian Hildenbrand schrieb:
>
> Eines unserer Ziele bei der Herstellung von einem Spiel ist,
> einen vernünftigen Preis (gerne niedrig!) zu finden, mit dem
> Verlag und Kunde zufrieden sein können. Ich habe immer das
> Gefühl, dass in diesem Forum gerne über zu hohe Preise
> gemeckert wird. Wenn wir dann einen Punkt haben, an dem wir
> bei Nicht-Einschränken des Spielspasses bzw. der
> Spiel-Annehmlichkeiten irgendwo ein paar Cent sparen können
> ohne größeren Aufwand, wird wieder gemeckert. Das ist mir
> unverständlich.
>

Mir nicht.
Einerseits: Zu viele Leute wollen das Paradies. Und zwar JETZT! Gegen viele Unterschiede unserer Realität zu diesem Wunsch kann man nichts machen. Auf jeden Fall nichts sofort wirksames. Z.B. gegen Krieg. Aber das Verbraucher-Paradies kann man einfordern. Z.B. hier im Forum. Also geschieht das auch. Ob mir das gefällt oder auch nicht: So ist es leider.
Andererseits: Ich kenne genug Leute, die wollen für ein gebrauchtes, komplettes Talisman maximal 10 Euro ausgeben. Jeden Betrag darüber bezeichnen sie als Wucher. Fragt man sie dann, für wieviel sie ein solchen verkaufen würden, wenn sie denn eines übrig hätten, dann müssen es aber mindestens 30 € sein. Sie seien ja schließlich nicht verrückt.

Menschen haben Verstand. Eindeutig. Aber das Verhalten wird zu großen Teilen nicht vom Verstand gesteuert. Frag dazu mal Psychologen.

Auch wenn ein solches Verhalten, wie von Dir beschrieben, unverständlich ist. So verhalten sich Menschen. Das muß man akzeptieren. Im anderen Fall dürfte ein Kampf gegen Windmühlen erfolgversprechender sein.

Ich wünsche ein verspieltes Wochenende
Mike Merten

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richard stubenvoll, histogame

Re: Wolfram hat doch recht, oder?

Beitragvon richard stubenvoll, histogame » 22. September 2006, 16:31

christian hat absolut recht.

da wolfram nun shcon mehrmals betont hat, daß er als "kunde" denkt, wird ihm wohl auch ein möglichst niedriger preis wichtig sein? -- niedrige preise können über optimierung erreicht werden.

Kleines beispiel:

2% der produktion haben einen konfektionierungsfehler. Bei 1000 spielen, also 20.

Gehen hiervon 10 nach dtschl. und 10 nach übersee, so entstehen kosten von:

porto:
a) 10 * 1 EUR (dtschl., wg. dicke!) = 10
b) 10 * 2 EUR (Übersee) = 20

verpackung:
20 * 0.20 cent = 4

arbeit:
20 * 5 min (email beantworten, eintüten, adresse schreiben, losschicken)= 100 min = ca. 1.5 h = 30

TOTAL: 64 EUR

d.h. 6.4 ct. pro spiel (da es ja 1000 sind), der endpreis steigt damit um ca. 30 ct.

Noch viel mehr steigt er bei perfekter konfektionierung.

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Günter Cornett

Re: Einstellungssache

Beitragvon Günter Cornett » 22. September 2006, 16:42

Andreas schrieb:
>
> achim schrieb:
>
> > So war das nicht gemeint. Wenn es ca. 30 sein sollen, und es
> > sind 30 oder mehr ist alles in Ordnung. Wenn aber nur 25
> > enthalten sind, entsteht dieses Gefühl, das ich oben
> > beschrieben habe.
>
> Ich dachte immer, dafür gibt es eine andere Bezeichnung. Sie
> lautet:
>
> "mindestens"

Wenn ich 'ca. 30 Holzwürfel' schreibe konfektioniere ich so, dass es im Schnitt 31 sind.
Wer Pech hat, bekommt 30, wer großes Pech hat bekommt 29.
28 wäre schon ungewollt wenig, aber im Normalfall auch kein echter Reklamationsgrund. [Wer dennoch zwei Würfel anfordert, erhält 3. ;-)]
27 ist durch die 10%-Regel abgedeckt, aber imho ein Mangel.
25 sind ganz sicher nicht mehr 'ca.'.

Die ca.-Angabe halte ich zudem für eine nützliche Information darüber, dass die exakte Anzahl nicht spielrelevant ist.
'Ca. 30' schließt 'mindestens eine ausreichende Menge' mit ein und ist aufgrund der Zusatzinfo zur Spielrelevanz für mich aussagekräftiger als nur die Mindest-Angabe.

Wenn ich schreiben würde 'mindestens 28', dann gibt es bestimmt ein paar Leute die fragen: 'Warum sind denn 32 drin? Die 4 Würfel zahle ich mit, ohne dass sie wirklich gebraucht werden. Ich will nur das Spielmaterial kaufen, das ich wirklich benötige. Alles andere ist Betrug'.

Leute, die nur für 'Dinger' zahlen, nicht für Zeitaufwand oder Kreativität, mögen in den Wald gehen und sich ein Stück Holz holen. Zu Papier und Pappe gestampft bzw. zu Spielsteinen gesägt und mit etwas Farbe aus dem Baumarkt versehen, ist das Spiel materialmässig wesentlich billiger als alles, was man im Spieleladen kaufen kann.

Oder noch besser: Man kauft sich ein Stück Kantholz. Da sind unheimlich schöne Holzfiguren drinnen. Man muss nur das überflüssige Holz entfernen. Wenn man Letzteres als Spielmaterial verkauft, hat man Superkunstwerke und noch Geld übrig. So gesehen sind Spiele natürlich viel zu teuer.

Gruß, Günter

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achim

Re: Einstellungssache

Beitragvon achim » 22. September 2006, 16:51

Andreas schrieb:
>
> achim schrieb:
>
> > So war das nicht gemeint. Wenn es ca. 30 sein sollen, und es
> > sind 30 oder mehr ist alles in Ordnung. Wenn aber nur 25
> > enthalten sind, entsteht dieses Gefühl, das ich oben
> > beschrieben habe.
>
> Ich dachte immer, dafür gibt es eine andere Bezeichnung. Sie
> lautet:
>
> "mindestens"
>
> Aber egal, ich klink mich aus diesem Dedönse hier mal aus ;-)
>
> VG
> Andreas

Zum Abschluß:

1. Ich persönlich kann mit der etwas ungenauen Mengenangabe bei Spielen leben.

2. Die Bezeichnung "mindestens" finde ich psychologisch besser als "ca".
Man gibt eine, um ein Spiel spielen zu können, Mindestmenge an.
Wirft ein paar Teile mehr hinzu, die sich jetzt bei dem ursprünglichen ca.-Wert
einpendelt und schon erhält jeder Käufer mehr als ihm mindestens zugesagt
wurde. So wird Kundenzufriedenheit erwirkt.

3. Ich klink mich jetzt auch aus.

Gruß
achim

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Klaus Knechtskern
Kennerspieler
Beiträge: 1660

Re: Wolfram hat doch recht, oder?

Beitragvon Klaus Knechtskern » 22. September 2006, 16:53

achim schrieb:
> Viel wichtiger wäre bei Cosims eine beiliegende Kopie der
> Countersheets. Denn da ist es manchmal fast unmöglich zu
> ermittlen was denn nun genau fehlt, falls mal was fehlt.
>
> Gruß
> achim

Dem Mann kann zumeist auf www.isumlacrum.com geholfen werden. Wenn das nichts nützt bringt inden meisten Fällen eine kurze Anfrage auf consimworld innerhalb von ein paar Tagen den entsprechenden Scan...

Cosimsammelnde Grüße

Klaus

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Andreas Odendahl

Re: OT Propheten

Beitragvon Andreas Odendahl » 22. September 2006, 17:29

Und auch Bärte für die Damen?

ode.

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VolkiDU

Re: Definition von "ca"

Beitragvon VolkiDU » 22. September 2006, 17:30

Volker L. schrieb:
> Gerade bei Mietverträgen - wenn ich eine Wohnung zu "ca.
> 70qm" miete
> und dann durch Nachmessen feststelle, dass es nur 63qm
> sind... :mad:

Volker, zieh' Dich jetzt nicht aus der Verantwortung. Schon vergessen? Du [b]vermietest[/b] doch immer noch Deine ca. > 50 Wohnungen. Warum solltest Du bei einer solchen stattlichen Zahl nur eine einzige Wohnung mieten? :-))

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VolkiDU

Re: Angaben zum Spielmaterial

Beitragvon VolkiDU » 22. September 2006, 17:37

Grzegorz Kobiela schrieb:
> Solange das nicht darin ausartet, dass jetzt vor jeder Zahl
> in der Regel ein "ca." steht, habe ich nichts dagegen.
> Begonnen hat ja alles mit den Lieferzeiten. Tempus sollte ja
> auch ca. ein halbes Jahr früher rauskommen... *g*

Für welche Spielerzahl ist denn Tempus spielbar? Angaben in ca. reichen mir. :-D

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Frank Biesgen
Kennerspieler
Beiträge: 267

[OT] Re: Angaben zum Spielmaterial

Beitragvon Frank Biesgen » 22. September 2006, 17:39

VolkiDU schrieb:
>
> Grzegorz Kobiela schrieb:
> > Solange das nicht darin ausartet, dass jetzt vor jeder Zahl
> > in der Regel ein "ca." steht, habe ich nichts dagegen.
> > Begonnen hat ja alles mit den Lieferzeiten. Tempus sollte ja
> > auch ca. ein halbes Jahr früher rauskommen... *g*
>
> Für welche Spielerzahl ist denn Tempus spielbar? Angaben in
> ca. reichen mir. :-D

Oh, dann möchte Dir die neue Kosmos-Reihe "Spiele für ca. 2" ans Herz legen.

Gruß FBI

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Roland G. Hülsmann

Re: Wolfram hat doch recht, oder?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 22. September 2006, 17:55

Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:

> Ca. heißt für mich, dass der Verkäufer/Verlag ein Problem
> hat, den Inhalt seines Produktes gescheit zu benennen und (im
> Fall Spiel) zu konfektionieren.

Diese Aussage dürfte das Problem deutlich machen. Du siehst das einfach zu negativ. Sieh' es einfach positiv:

Ca. könnte ja auch bedeuten, daß die exakte Anzahl der betroffenen Teile für das Spiel unerheblich ist und es daher weniger aufwändig ist, einfach eine gute Handvoll reinzupacken, die auf jeden Fall ausreicht, als sie nun exakt abzuzählen.
In diesem Fall wäre es völlig unnötiger Aufwand, die Steinchen exakt abzuzählen. Und unnötiger Aufwand wäre nun völlig unlogisch (und würde den Preis des Spieles erhöhen.)

Gruß
Roland

(BTW: Bei RISIKO stand auch nie dabei, wieviele Armeen drin sind. Wozu auch: Es gibt keine spielrelevante Begrenzung der Anzahl. Reichen sie nicht, was nur beim Spiel mit wenigen Spielern vorkommt, nimmt man noch eine Farbe hinzu.)


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