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Spielegurken gesucht

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roland G. Hülsmann

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 6. Juni 2001, 11:37

Nun, meine Tochter hat Pokemon-Kniffel recht gerne mit ihren jüngeren Freunden gerne gespielt (es hätte auch ein Mickymaus-, Dalmatiner- oder sonstwas -Kniffel sein Können). Vielleich sollte man Kinder die Kindersapiele beurteilen lassen. Es könnte nämlich sein, daß sie andere Maßstäbe und Anforderungen haben, als wir Erwachsenen in sie reininterpretieren. Eines scheint für unsere Tochter wichtig zu sein. Sie muß in der Lage zu sein, daß Spiel ihren Freundinnen erklären zu müssen, ohne daß dazu Erwachsene in ihre Kinderwelt "eindringen" müssen. Und mit uns, ihren Eltern, sind dann andere Spiele an der Reihe ...
Außerdem ist nicht alles schlecht, wo PokeMon draufsteht. "Pokemon Meistertrainer" ist ein durchaus spannendes Spiel auch für Erwachsene. Und das "Pokemon Sammelkartenspiel" funktioniert auch hervorragend ... und sei es als "Wegbereiter" für die komplexeren Kartenspiele wie Magic oder SvC-Kartenspiel.
(Das größte Problem der meisten Erwachsenen mit Pokemon war wohl, daß hier die Kinder eine komplette Spielwelt hatten, die viele Erwachsene nicht verstanden oder verstehen wollten oder gar von ihren Kindern keinen Zutritt bekamen.)

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Werner Bär

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Werner Bär » 6. Juni 2001, 12:37

Ich habe eine fünfjährige Nichte, uns Spiele öfter mal mit ihr Brettspiele.
Probleme bei 'Tempo, kleine Schnecke':
- keinerlei Einflussmöglichkeit (hatte sie auch schon früher gern)
- kein Bezug zu einer Spielfigur. Es gibt andere reine Würfelspiele ohne Einfluss, die besser ankommen, weil ein Bezug da ist: Mein Clown ist grösser, ich habe mehr Teile, oder wie auch immer).
Aber bei 'Tempo' hat sie nie verstanden, wozu sie eingentlich würflet, solange die Schnechen noch ein Stück vom Ziel weg sind.
Werner

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Matthias Staber

re: Pokemon Kniffel

Beitragvon Matthias Staber » 6. Juni 2001, 13:26

>Nun, meine Tochter hat Pokemon-Kniffel recht gerne mit ihren jüngeren Freunden gerne gespielt (es hätte auch ein Mickymaus-, Dalmatiner- oder sonstwas -Kniffel sein Können). Vielleich sollte man Kinder die Kindersapiele beurteilen lassen.<
Ihr habt dann aber bestimmt andere Würfelbecher genommen: Bei dem Exemplar, das ich gespielt habe, funktionierte bereits der schlichte vorgang des Würfelns nicht, da Becher und Würfel nicht harmonierten.
Matthias Staber

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Marten Holst

re: Spielegurken-Suche: Grund zur Freude

Beitragvon Marten Holst » 6. Juni 2001, 13:44

Moin,
Dein Wort in Vorstands Gehörgang, da hast Du recht. Das Problem ist nur - fürchte ich - dass irgendwelche absegnenden Fuzzis aus dem mittleren Management von allen Regeln, die komplizierter als Mensch ärgere Dich nicht sind, überfordert sind... Nichtspieler halt. Und die sind vielleicht wirklich von dem Kram begeistert, der unter ihrem Namen erscheint...

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Roland G. Hülsmann

re: Pokemon Kniffel

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 6. Juni 2001, 13:44

Meine Tochter pflegt die Würfel beim Würfel aus dem Becher auf die Spielfläche kullern zu lassen. Das geht problemlos und man mußte ihr das nicht einmal sagen. (Im Übrigen hat man das Problem mit den Türmchen bei nahezu ALLEN Würfelspielen wo diese seltsamen flachen Würfelbecher dabei sind. Die Dinger sind in der Tat eine Fehlkonstruktion. Aber welcher Spieler-Haushalt hat nicht ein paar ordentliche Exemplare?)
Und abgesehen davon ist es doch eine kindgerechte Kniffelvariante.
(Nicht passende Würfelbecher - wie bei fast allen fx-schmid-Würfelspielen - und misratene Zählleisten - wie bei Capitol oder EVO - sind zwar ärgerlich, halten mich aber nicht vom Spielen ab.)

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Marten Holst

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Marten Holst » 6. Juni 2001, 13:48

Moin,
Da werden doch lange vergessene Erinnerungen wach - Warlock habe ich auch noch. Mit genau obigem Ergebnis: ausgepackt, Regeln nicht verstanden bis komisch gefunden, Potenzial vermutet, weg damit. Hmmm, sollte man mal vielleicht wieder ausprobieren...
Tschüß
Marten

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Marten Holst

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Marten Holst » 6. Juni 2001, 14:24

Moin,
mir fällt da zuerst irgendein Fußball-Spiel ein. Man würfelt über einen Parcours aus 18 Feldern, dann "spielt" man gegen das jeweilige Bundesliga-Team, indem man mit n Würfeln größer würfelt als die fixe Stärke der gegnerischen Mannschaft. Wer zuerst gegen alle gewonnen hatte, hatte gewonnen. War, glaube ich, ein ran-Lizenzprodukt.
Und ein Spiel, dessen Name mir leider ebenfalls entfallen ist. Es ging darum, sechs Mal jeweils höher zu würfeln als im Wurf davor (wobei man unterschiedliche Würfel benützen konnte, jaja, Taktik...). Der Gegner musste in der Zwischenzeit sechsmal abwärts würfeln. Das ganze graphisch untermalt von einer Treppe und Strichmännchen. War aber (glaube ich) ein reales Vollpreisspiel auf dem Markt.
Tschüß
Marten

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Christian Schnabel
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Beiträge: 642

re: Nicht gurkig genug... ;-)

Beitragvon Christian Schnabel » 6. Juni 2001, 17:04

Hallo Roman,
ja sie sind alle durchaus spielbar; ohne Frage. Nur, m.E. liegt der Spielspaß z.T. bei fast "0 Kelvin".
Viele Grüße
Christian Schnabel


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Chris
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Beiträge: 220

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Chris » 6. Juni 2001, 19:44

Ich hab' was:
1. "Vorsicht Lehrer" von Schmidt.
Karten ziehen, Karte mit kleinster Zahl spielen, mal würfeln - das war's.
2. "Volles Programm" von WDR5

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Kirsten Rölleke

Spielegurken: D1 und Time Life

Beitragvon Kirsten Rölleke » 7. Juni 2001, 14:50

Hi Roman,
mein Freund ist begeisterter Sammler (und Spieler) und als ich ihn letztens auf den Flohmarkt mitgenommen habe, konnte er natürlich ("für ne Maak") die Finger auch nicht von Gurken lassen :-) Aber so kenne und liebe ich ihn.
Daher spielten wir just diesen Montag das Time Life-Werbespiel "Mystische Reise in die 6. Dimension". Eine beschämend schlechte Spiel-des-Lebens-Variante: Würfeln, ziehen, Aktionskarten ziehen und ausführen, das gerade noch den Kick hatte, daß die verschiedenen Reinkarnationen in den 6 Dimensionen nacheinander und manchmal beeinflußt an der Reihe waren.
Da wir beide ziemlich Dickköpfe sind und keiner aufgeben wollte, haben wir es bis zum bitteren Ende ("Der Erleuchtung") durchgespielt. Besonders übel waren auch immer noch die esoterischen Texte, mit denen die Aktionskarten geschmückt waren *schauder*
Außerdem gekauft, aber noch nicht probegespielt (vielleicht lassen wir's auch lieber :-), wurde "Vertriebsprofi gesucht", ich glaube sponsored by Henkel, aber nagel mich nicht fest.
Schon etwas länger fehlgekauft "Das deutsche Raumfahrtspiel D1", ebenfalls eine Spiel-des-Lebens-Variante mit thematischer Anlehnung an besagte Raumfahrtmission. Den genaueren Spielmechanismus habe ich zum Glück schon erfolgreich verdrängt.
Mit diesem Einblick in die Tiefen meines Spielelebens wünsche ich noch einen schönen Tag.
Ciao, Kirsten.

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Chris

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Chris » 8. Juni 2001, 14:43

Hallo,
Das stimmt so nicht. Ich habe Knock out mal als Turnierspiel (Süddeutsche, glaube ich) gespielt. Als Turnierspiel ist es zwar gänzlich ungeeignet, weil man andere mit doofen Fehlern reinreiten kann. Bei uns war es so, dass ein Spieler in der letzten Runde nicht geblickt hat, was er unbedingt tun muss. Daraufhin hat eine andere völlig unverdient gewonnen. Alle anderen am Tisch hatten es natürlich gecheckt, nur der Typ nicht.
Aber als lustiges Wettspiel ist es schon ok.
Ciao Chris

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Adam

re: Spielegurken: Welfen und Staufer

Beitragvon Adam » 8. Juni 2001, 14:58

Das Spiel hat rund 50 individuelle Spielsteine, die Adelige und Kleriker des 12. Jh. darstellen sollen. Dazu kommen jeweils drei Anführer aus den Häusern Welfen und Staufer (na sowas), damit handelt es sich folglich im Kern um ein 2-Personen-Spiel. Ziel ist es (in einem der möglichen Szenarios) einen Haufen (Pulk) von Adligen zu sammeln, damit nach Aachen zu ziehen und sich zum dt. Kaiser krönen zu lassen.
Das erste Problem ist die Aufstellung: was bedeutet rotes Kreuz auf weißem Grund? Wohin kommt der Zähringer? Welches Wappen hat der Brabanter? Ist man damit fertig, kann man sich sagen: Geschichte: 2, Erdkunde: 3+, zusammen gut, setzen.
Das Sammeln, Ziehen und Kämpfen erinnert an Rheingold, nur das dort auf individuelle Eigenschaften der Spielsteine verzichtet wird.
Das Spiel ist unausgewogen, denn die Welfen sind a priori schwächer. Mit viel Glück bekommt man mächtige Adelige zugeteilt, aber im Mittel halten diese sich auf beiden Seiten die Waage. Im Konfliktfall geben meist die Herzöge den Ausschlag, also Pech für die Welfen.
Hat man sich als Welfe unter Verlust zweier der drei Herzöge eine halbwegs komfortable oder zumindest gleichwertige Position erkämpft, verbunden mit dem Entschluß seinen letzten Welfen-Herzog wie seinen Augapfel zu hüten, muß man zufallsgesteuert auf Pilgerfahrt gehen. Ein einfacher Würfelwurf, und der letzte Herzog stirbt auch. Einfach so. Ende des Spiels (weil man niemanden mehr zum krönen hat). Und das ganze nach 6h Dauer.
Genaugenommen handelt es sich um ein Konflikt-Simulations-Spiel (kurz: Cosim; vulgo: Kriegsspiel). Für ein Cosim ist es aber viel zu glücksabhängig, bietet gleichzeitig zuwenig taktische Möglichkeiten, und das Schlimmste, es läßt nicht die richtige Stimmung aufkommen.
Für ein Glücksspiel ist es einfach zu lang.
Aber es firmiert ja auch unter Geschichtsspiel. Geschichtsspiel? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Schließlich basiert jedes Spiel auf Wiederholbarkeit und Variation der Spielverläufe, und das sind zwei Eigenschaften, die der Geschichte sicher fehlen.
Im Übrigen: nachdem, was man so liest, sieht oder hört jeden Tag, kann man zu der Überzeugung gelangen, Deutsche Geschichte hat von 1933 bis 1945 stattgefunden, mehr muß man darüber nicht wissen (auaha, das wird Widerspruch geben, gell Gustav der Bär?).
Das einzige, was mich gehindert hat die Schachtel zu entsorgen, ist das Cover. Ich mag das Bild.
Alles in allem: ein "Spiel" von einem Geschichtslehrer für andere Geschichtslehrer. Vielleicht hätte Herr Kuhlmann mal mit einem Mathelehrer probespielen sollen.
Gruß
Adam

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Matthias Busse

re: Spielegurken gesucht

Beitragvon Matthias Busse » 9. Juni 2001, 15:14

...nicht zu vergessen WER WIRD MILLIONÄR. Ein Spiel das seinen einzigen Reiz daraus bezieht wer die beste drittklassige Jauch-Parodie (ich krieg schon Pickel wenn ich das Original ertragen muss) abgibt (und du bist dir wirklich sicher, Antwort C). Dafür gibts beknallte Horrorspielgeldsummen, wenn man sie verliert, seis drum.
Matthias (ist eben an ein paar reduzierten Exemplaren vorbeigelaufen (59,00))


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