Beitragvon Ulrich Roth » 19. Januar 2003, 02:26
Hallo Hannes,
> -Wenn alle meine Mitspieler Karten meiner Ärgerfarbe spielen,
> ich selber aber keine mehr davon, also nur noch Trumpfkarten
> habe, verhindert eine gespielte Null, dass ich den schlimmen
> Stich machen muss.
Ist klar, aber die Null auf meiner Hand ist dann, gesamtspielerisch betrachtet, qualitativ nicht viel anderes als eine der anderen günstigen Karten (in diesem Fall: niedrige Werte meiner Ärgerfarbe), die ich auf der Hand haben könnte. Ich habe sie, und kann damit in der beschriebenen Situation den Katastrophenstich vermeiden, oder ich habe sie nicht - Pech!
> -Ebenso umgekehrt, wenn bis jetzt nur Karten einer Farbe
> gespielt wurden und ein Mitspieler den Stich mit lauter
> Karten seiner Ärgerfarbe machen müsste. Wenn ich diese Farbe
> nicht mehr habe, muss ich trotzdem nicht überstechen, wenn
> ich eine Null spiele.
Ähnlich wie oben: Ich _könnte_ die Farbe aber haben, oder einen niedrigen Trumpf, falls der Spieler, dessen Ärgerfarbe liegt, auch stechen muss.
Diese Beispiele scheinen mir - falls nicht noch andere Ideen auftauchen - darauf hinauszulaufen, dass die "Null = kein Trumpf"-Sonderregel zum Spiel nicht qualitativ sondern lediglich quantitativ beiträgt, in dem Sinn, dass es eben einige tendenziell "günstige" Karten mehr im Spiel gibt.
Die Regel könnte demnach als Feinjustierung fungieren, um die Häufigkeit negativer Scores abzumildern.
> -Zudem bringt eine am Rundenbeginn gewählte Null meiner
> Ärgerfarbe keine Minuspunkte.
Logo, aber dafür braucht's die Sonderregel nicht.
Grüße,
Ulrich