Beitragvon Michael Weber » 2. Februar 2003, 09:12
Ich schlißee mich zunächst mal der Meinung unseres Partners an.
In Nürnberg konnte ich das Spiel begutachten und muss sagen: Könnte interessant werden. Das Spiel funktioniert zunächst als völlig "normales" Brettspiel, auf jedem Feld muss sich der Spieler aber entscheiden, was seine Figur bei der vom Computer "erzählten" Begegnung tun will.
Dazu fasst man mit der einen Hand auf die Figur, mit der anderen auf eines von mehrren Auswahlfeldern. Dazwischen fließt ein ganz schwacher Strom, der dafür sorgt, dass der Computer diese Entscheidung verarbeiten kann, um sich im weiteren Spielverlauf an das Handlen an bestimmten Stellen erinnern zu können.
Hat eine Figur beispielsweise früh im Spiel eine Begegenung mit einem schwächeren ausgenutzt, um ihn zu bekämpfen, wird bei einer Begegenung mit einem Ritter dieser die Spielfigur dafür bestrafen. Oder hat man früh einen Gegenstand errungen, erinnert sich der Computerchip später daran, dass diese Lanze vorhanden ist und nun eingesetzt werden kann.
Es ist also weit mehr als nur ein blöder Elektrokasten, sondern ermöglicht eine neue Spielweise. Ein Brettspiel mit "Schiedsrichter" und Überraschungsmomenten. Nach wie vor können die Spieler Karten einsetzten und ähnliches, je nach dem wie sie handeln, wird der Computer aber klar sagen, was möglich ist und was nicht.
Das ganze erinnert ansatzweise etwas an ein Rollenspiel, der Computer als eine Art "Spielleiter". Ob das Spiel
a) eine Zielgruppe findet, zu der das Thema (Artussage) passt,
b) in ungeübten Händen nicht schnell funktionsunfähig wird,
c) preislich erschwinglich und
d) den Computer so integriert, das er wirklich wesentlicher und wichtiger Bestandteil wird,
muss sich noch zeigen, aber das Prinzip hat auf der Messe doch zunächst mein Interesse geweckt.
Michael
(der auf Reich der Spiele bereits einen Messebericht veröffentlicht hat)