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Sankt Petersburg - Kleine Nörgelei

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Frank

Sankt Petersburg - Kleine Nörgelei

Beitragvon Frank » 12. April 2004, 22:09

Wir haben jetzt die ersten paar St.-Petersburg-Partien hinter uns und sind (um auch die guten Dinge anzumerken...) recht angetan, was das Spielerische betrifft, obwohl in Sachen direkter Interaktion eigentlich nicht viel los ist, d.h. es sich im Wesentlichen nur auf das Wegschnappen von Kärtchen und Beobachtung der Mitspieler beschränkt.

Letzteres scheint übrigens irgendwie eine "Krankheit" zu sein, an der die (von uns bisher gespielten) 2004er Neuheiten durchaus haufig leiden, aber das nur so am Rande bemerkt...

Jetzt aber zu den 2 Punkten, die mich weniger erfreuen :

A...ist es mal wieder eines dieser Spiele, die eigentlich "nur" ein KARTENpiel sind, aber durch Beilage eines mehr oder weniger großen (und nicht unbedingt notwendigen Spielplans) zu einem BRETTspiel aufgemotzt wurden, was natürlich einen höheren Preis bedeutet. Ein paar Zahlen-Chips (oder ein Zähltafel á la Alhambra) und ein Übersichtskärtchen für die Endwertung der Adligen hätten es wohl auch getan und dann hätte das Ganze vielleicht nur ungefähr die Hälfte gekostet.

B...und wenn man denn schon ein Kartenspiel zum Brettspiel aufbohrt, sollte der Spielplan wenigstens gewissen Mindestansprüchen genügen, was er nicht wirklich tut, denn die Felder der Zählleiste sind (mal wieder...) viel zu klein geraten, so daß dort nur jeweils ein Steinchen reinpaßt.

Das Gesagte tut dem Spielspaß zwar keinen Abbruch, aber eine zarte Verärgerung bleibt aufgrund des (für den Käufer nun fast sinnlos) überhöhten Preises schon zurück.

Frank

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Gabriele

Widerspruch! Großes LOB!

Beitragvon Gabriele » 13. April 2004, 07:30

Sankt Petersburg hat für uns das Zeug zum Klassiker!

Schöne Grafik - mit Goldschimmer veredelt, absolut passend - schönes Material, Spielbrettgestaltung gefällt (für dieses Spiel will ich auch ein Spielbrett haben!). Dass die Felder der Zählleiste etwas klein geraten sein sollen, macht mir nichts aus, denn ich will eh alleine auf einem Feld sitzen und zwar ganz vorne.

Spielreiz? Komm machen wirs gleich nochmal, ich muss unbedingt einen neuen Weg ausprobieren...Kaum zu toppen.

Das ist wohl das erste Spiel für das wir uns eine Erweiterung wünschen. Unbedingt!
Sind denn neue Handwerker, Gebäude, Adlige, Ausbaukarten in Planung oder liegen schon in der Schublade? Her damit!

Wer ist denn eigentlich der Autor bzw. wer sind die Autoren?
Jedenfalls DANKE für dieses Spiel. Wir sind begeistert!

Gruß
Gabriele

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andreas

Re: Widerspruch!

Beitragvon andreas » 13. April 2004, 08:04

Moin,

so unterschiedlich können die Geschmäcker sein. Ich habe SP allein wegen der (tschuldigung) scheußlichen Grafik nicht gekauft. Werde es aber gern mal ausprobieren, wenn sich eine Gelegenheit ergibt. Ich denke, die Grafik von Spielen hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Daher ist sie natürlich auch ein wichtiges Kriterium für den Kauf eines Spieles.

Gruß
Andreas

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Marc W.

Re: Widerspruch!

Beitragvon Marc W. » 13. April 2004, 10:37

Naja, es tauchen ja immer wieder die gleichen Grafiker-Namen auf. Die lernen über die Jahre auch dazu ;) :D

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Kathrin Nos
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Grafik von Sankt Petersburg

Beitragvon Kathrin Nos » 13. April 2004, 11:14

Hallo Andreas,

"andreas" hat am 13.04.2004 geschrieben:
> so unterschiedlich können die Geschmäcker sein. Ich habe SP
> allein wegen der (tschuldigung) scheußlichen Grafik nicht
> gekauft.

Ganz klar: Die Grafik an sich mag Geschmackssache sein - das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ich persönlich finde die russische Atmosphäre gut getroffen - wer schonmal in einer russischen Kirche war (zum Beispiel in Baden-Baden oder Darmstadt ist dies auch in Deutschland möglich), weiss, dass es dort gerne gülden zugeht.

Betrachten sollte man aber auch den spieltechnischen Aspekt. Und hier gehört die Grafik von Sankt Petersburg meiner Meinung nach zur oberen Kategorie, da der Spielablauf gut unterstützt wird und die Symbole auf den Karten eingänglich sind.

Den Spielplan finde ich nicht überflüssig, da man immer auf einen Blick sieht, wie viele Karten in der nächsten Runde aufgedeckt werden (was meine Entscheidung beeinflussen könnte, noch eine Karte aufzunehmen oder nicht). Wenn man nur zwölf Karten in eine Reihe legen würde, könnte man dies nur sehen, wenn man zusätzliche 12 Karten auslegt, die als Platzhalter oder so dienen. Ausserdem benötigt man noch die zweite Reihe für die verbilligten Karten, was durch den Spielplan gut und übersichtlich unterstützt wird.

Zum Vergleich (schliesslich geht es dort auch um 12 auszulegende Karten ;-) ): Bei San Juan zum Beispiel meckere ich immer etwas herum, wenn jemand Gebäude-Reihen mit mehr als 6 Karten bildet, weil ich dann nicht mehr auf einen Blick sehe, wie viele Gebäude dieser Person noch fehlen (wobei ich damit keinesfalls aussagen will, dass bei San Juan ein Spielplan fehlte....)

Den Kritikpunkt zur Siegpunktleiste kann ich verstehen, habe es selbst auch bemerkt, aber nicht als hinderlich betrachtet.

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Frank

Re: Grafik von Sankt Petersburg

Beitragvon Frank » 13. April 2004, 16:24

> Den Spielplan finde ich nicht überflüssig, da man immer auf
> einen Blick sieht, wie viele Karten in der nächsten Runde
> aufgedeckt werden (was meine Entscheidung beeinflussen
> könnte, noch eine Karte aufzunehmen oder nicht). Wenn man nur
> zwölf Karten in eine Reihe legen würde, könnte man dies nur
> sehen, wenn man zusätzliche 12 Karten auslegt, die als
> Platzhalter oder so dienen. Ausserdem benötigt man noch die
> zweite Reihe für die verbilligten Karten, was durch den
> Spielplan gut und übersichtlich unterstützt wird.

...aber ob die beiden 8er Reihen (wieso 12 ?) nun auf einem Spielbrett oder der blanken Tischplatte liegen, ist doch völlig egal, oder nicht ? Ich kann nicht wirklich nachvollziehen, wieso die entstehenden Lücken, wenn man die Karten einigermaßen exakt über- und nebeneinenander packt, bei Fehlen eines Spielbretts irgendwie unübersichtlicher sein sollten. Probiere es mal ohne Plan aus und Du müßtest eigentlich feststellen können, daß das fast keinen Unterschied macht !

Als positives Beispiel für Kartenspiele, die *nicht* zu einem Brettspiel aufgemotzt wurden, um den Konsumenten etwas mehr Geld aus der Tasche zu leiern, würde ich z.B. Verräter anführen wollen. Wäre dieses Spiel wirklich besser, wenn ein Spielbrett darunterläge und es dafür fast das doppelte kosten würde ?


> Zum Vergleich (schliesslich geht es dort auch um 12
> auszulegende Karten ;-) ): Bei San Juan zum Beispiel meckere
> ich immer etwas herum, wenn jemand Gebäude-Reihen mit mehr
> als 6 Karten bildet, weil ich dann nicht mehr auf einen Blick
> sehe, wie viele Gebäude dieser Person noch fehlen (wobei ich
> damit keinesfalls aussagen will, dass bei San Juan ein
> Spielplan fehlte....)

Aber bis 8 zu zählen, kann doch eigentlich nicht sooo schwer sein ? :-)

Frank

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Frank

Re: Widerspruch! Thema verfehlt :-)

Beitragvon Frank » 13. April 2004, 16:36

> Sankt Petersburg hat für uns das Zeug zum Klassiker!

Hatte ich nicht bestritten bzw. gewagt, Gegenteiliges zu behaupten.


> Schöne Grafik

Hatte ich ebenfalls nicht kritisiert, muß aber anmerken, daß die auf den ersten Blick schon etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber im Nachhinein tatsächlich sehr gut und stimmungsvoll ist und zur gewählten Thematik passt.


> (für dieses
> Spiel will ich auch ein Spielbrett haben!).

Und wofür genau ? Einfach nur so ? :-)


> Dass die Felder
> der Zählleiste etwas klein geraten sein sollen, macht mir
> nichts aus, denn ich will eh alleine auf einem Feld sitzen
> und zwar ganz vorne.

Sicherlich der Idealzustand, aber wenn man das nicht schafft, wird´s in jeder Hinsicht ausgesprochen eng...


> Spielreiz? Komm machen wirs gleich nochmal, ich muss
> unbedingt einen neuen Weg ausprobieren...Kaum zu toppen.

Hatte ich ebenfalls nicht bestritten


> Das ist wohl das erste Spiel für das wir uns eine Erweiterung
> wünschen. Unbedingt!
> Sind denn neue Handwerker, Gebäude, Adlige, Ausbaukarten in
> Planung oder liegen schon in der Schublade? Her damit!

Gerne, aber spätestens dann entlarvt es sich als aufgemotztes Kartenspiel, weil außer neuen Karten eigentlich nix hinzuzufügen wäre :-)


> Wer ist denn eigentlich der Autor bzw. wer sind die Autoren?

Steht auf der Schachtel :-) Michael Tummelhofer !

Frank

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Kathrin Nos
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Verzählt

Beitragvon Kathrin Nos » 13. April 2004, 16:42

Hallo Frank,

"Frank" hat am 13.04.2004 geschrieben:
> ...aber ob die beiden 8er Reihen (wieso 12 ?)

:oops: :eek: Du hast natürlich recht - 8 ist richtig! Dabei habe ich das Spiel erst am Samstag noch gespielt (zum dritten Mal).

> Ich kann nicht wirklich
> nachvollziehen, wieso die entstehenden Lücken, wenn man die
> Karten einigermaßen exakt über- und nebeneinenander packt,
> bei Fehlen eines Spielbretts irgendwie unübersichtlicher
> sein sollten. Probiere es mal ohne Plan aus und Du müßtest
> eigentlich feststellen können, daß das fast keinen
> Unterschied macht !

Was ich sagen wollte, ist dass der Spielplan mir nicht komplett überflüssig erscheint, weil er zum einen den Mechanismus unterstützt und zum anderen eben die Übersicht erleichtert. Dass man diesen Mechanismus ohne Spielbrett ebenfalls einigermassen problemlos verwenden könnte, will ich nicht in Abrede stellen. Die Handhabung mit dem Spielplan erscheint mir stabiler zu sein als nur mit Karten - das kann aber auch Geschmackssache sein.

>> Zum Vergleich (schliesslich geht es dort auch um 12
>> auszulegende Karten ;-) ): Bei San Juan zum Beispiel meckere
>> ich immer etwas herum, wenn jemand Gebäude-Reihen mit mehr
>> als 6 Karten bildet, weil ich dann nicht mehr auf einen Blick
>> sehe, wie viele Gebäude dieser Person noch fehlen (wobei ich
>> damit keinesfalls aussagen will, dass bei San Juan ein
>> Spielplan fehlte....)
>
> Aber bis 8 zu zählen, kann doch eigentlich nicht sooo
> schwer sein ? :-)

:lol: hab' mich hier schonmal mit schlechtem Zählen blamiert :-)) ;-)
Zum Glück passiert das beim Spielen nicht so häufig..... :-)

Ich weiss wirklich nicht, wieso ich auf 12 kam. Zum Glück ist das eigentliche Argument immer noch gültig: Ab ca. einer Anzahl von 6 (bei manchen Leuten 5, bei anderen 7) kann man nicht mehr leicht auf einen Blick unterscheiden, wieviele Gegenstände vorhanden sind, in diesem Fall Karten ;-)

Alles Gute von
Kathrin.

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Kathrin Nos
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Autor von Sankt Petersburg

Beitragvon Kathrin Nos » 13. April 2004, 16:48

Hallo Frank,

"Frank" hat am 13.04.2004 geschrieben:
>> Wer ist denn eigentlich der Autor bzw. wer sind die Autoren?
>
> Steht auf der Schachtel :-) Michael Tummelhofer !

Da ich Andreas und Rüdiger und/oder dem/den Autor/en nicht die Freude nehmen will, hier nur der Hinweis auf die Andeutungen von Andreas Seyfarth und Rüdiger Dorn, zum Beispiel hier:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=87140&t=87102

Wem das zu schwammig ist, sei ein Stöbern bei boardgamegeek nahegelegt.

Alles Gute wünscht
Kathrin.


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