Beitragvon Attila » 15. November 2004, 16:04
Danny schrieb:
> wer von euch hat schon mal oder auch öfter "Das Geheimnis der
> Abtei" von Days of Wonder gespielt, und kann mir sagen
> - wie gut es ist ?
Mir gefällt es sehr gut!
> - ob sich ein Kauf lohnt ?
Imo absolut!
> - wie es im Vergleich zu anderen Deduktionsspielen
> (wie z.B. Cluedo) abschneidet ?
Der einstieg ist schwieriger als bei Cluedo, denn hier kommt es auch darauf an die *richtigen* Fragen zu stellen und das ist am Anfang echt schwer. Grundsätzlich ist es so: Wenn man jemand anderem eine Frage stellt, dann kann der diese beantworten oder nicht. Beantwortet er diese, dann hat er das recht auf eine Gegenfrage, welche man selber beantworten *muss* (man muss, wenn man Antwortet die Wahrheit sagen). Diese Fragen sind logischerweise dann am sinnvolsten, wenn die Antwort einem selber hilft, den Mitspielern, die sowohl Frage wie auch Antwort mithören, jedoch nicht weiterhilft. Die Fragen sind im Grunde nicht eingeschränkt - die antwort darf allerdings nicht in der Nennung eines Names resultieren (soweit ich mich korrekt erinnere). Man kann fragen wieviele jemand anderes ausgeschlossen hat, man kann nach bestimmten Eigenschaften fragen und auch nach Handkarte oder absichten (was durchaus manchmal sinn macht).
Die Informationen die man im Laufe des Spieles gewinnt, können aber auch wieder wertlos werden, da die Handkarten herumwandern. z.B. weiss ich das jemand 2 "Dicke Novizen" hat (auf der Hand) - und irgendwann im Spiel muss jeder an seinen linken Nachbarn eine Karte weitergeben. Was ist meine Information dann noch wert? - In so einem fall wenig bis nichts.
Genauso kann man andere Spieler auf die falsche Fährte locken: Spieler B fragt A "hast du XYZ" ausgeschlossen? A verneint (und stellt gegenfrage). Spieler C stellt Spieler D nun die gleiche Frage - dieser verneint auch. Bedeutet das nun, das XYZ der Täter ist (wenn alle Infos im Spiel sind)? Kann Spieler D nun mit sicherheit sagen, das er den Täter kennt? - Natürlich nicht, denn sowohl Spieler B wie auch Spieler C können XYZ selber auf der Hand haben! Man kann so teilweise ganz nette falsche fährten auslegen.
Man sitzt in den ersten Partien erstmal wie der Ochs' vor'm Berg' - man stellt auch oft Frage, wo man sich danach selber denkt "Toll, und was bringt mir das?" - den Mitspielern geht es nicht anders und da fragt man sich dann erst recht: "Häh, was soll dem das bringen?" - aber da setzt man dann vorraus das es etwas bringt, was einen dann auch zur Verzweiflung bringen kann, weil man denkt die anderen sind einem Meilenweit vorraus - ist aber meist gar nicht der fall! :-)
Also um das Spiel zu mögen muss man Deduktionsspiele mögen - ganz klar. Und man muss ein wenig Kreativ sein, wenn es um Fragenstelungen geht.- man kann wirlich Fragen stellen die einem einiges weiterhelfen, den anderen Mitspielern jedoch nicht!
Atti