Beitragvon Steffen S. » 23. August 2005, 02:51
Hi Silvia,
gleich vorweg: Wenn die Spieler auf ihre Punkte achten, wird die Rettung der Insel nicht gelingen. Um die Insel wirklich zu retten, erst recht auf den höheren Stufen, muss man den Punktesalat komplett hintan stellen, und ganz und gar miteinander kooperieren.
Wie erfolgreich man dann ist, hängt davon ab, wie weit man die versteckten Gesetzmäßigkeiten des Mechanismus erkannt und verinnerlicht hat. Es gibt bestimmte Züge, die bestimmte Reaktionen des Spiels zur Folge haben. Die "Superstärke" nach Vertreiben des Greifen ist z.B. nur gegen bestimmte Monster sinnvoll, während andere besser "Normal" vertrieben werden.
Die Gesätzmäßigkeiten des Spiels herauszufinden ist die attraktivste Aufgabe bei "Die Insel". SItzen dabei sehr unterschiedlich erfahrene Spieler am Tisch, kann das fatal sein: Der Erfahrene leitet die anderen an, klärt sie über die versteckte Logik des Spiels auf, und beraubt sie damit (vielleicht unbewusst und ungewollt) des Hauptspaßes. Sind hingegen alle Mitspieler gleichermaßen unerfahren, macht "Die Insel" wirklich Freude - ja, für gewisse Zeit sogar süchtig. Allerdings haben wir festgestellt, dass die Motivation mit der Rettung der Insel auf der höchsten Schwierigkeitsstufe schlagartig abfällt, vergleichbar einem Computer(rollen)spiel, nachdem man das Spiel durchgespielt und die Schlusssequenz gesehen hat. Man hat die Insel gerettet, die Kniffe erkannt, das Spiel "gelöst". Der Antrieb für weitere Partien war damit bei uns eher gering - allerdings hat es ca. 10 Partien gedauert, ehe wir alle drei Schwierigkeitsstufen erfolgreich absolviert hatten. Diese 10 Partien waren Spass pur, jetzt allerdings sammelt sich der erste Staub auf der Packung.
Gruß,
Steffen