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Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ralf Rechmann

Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Ralf Rechmann » 22. Oktober 2005, 00:01

Hi,

wer kennt die Situation nicht: Da hat man vor mehr als 13 Jahren mit den ersten eigenen Brettspielkäufen angefangen, hat nur das gekauft, was man auch wirklich gespielt hat. Ein neues Spiel im Monat war da schon was und das wurde intensiv und ausgiebig gespielt - wenns gefallen hat, was meistens der Fall war, da man kaum andere Spiele kannte.

Inzwischen 13 Jahre später stapeln sich bei mir die Brettspiele, es kommen gleich in einer Grossbestellung neue Spiele ins Haus (Essen 2005 und danach hat mal wieder locker 500 Euro verschlungen!), die vielversprechend sind, vom Material interessant, vom Mechanismus oder aus kaum nachvollziehbaren Gründen das "muss ich haben, muss ich spielen" Gefühl erzeugen. Das in so schneller Folge, dass etliches nur einmal gespielt und dann wieder in den Schrank gestellt oder etliches auf "später" zurückgestellt wurde. Und eigentlich bleibt auch irgendwie kaum Zeit, die ganzen guten Spiele so oft wie früher zu spielen, denn zu schnell kommen wieder neue Spiele, die noch vielversprechender sind und das Herz des Sammlers ansprechen.

Nachdem mein Spieleschrank endgültig aus allen Nähten platzt, sich Spiele im Schlafzimmer stapeln und auf den Esstisch-Stühlen, ist es Zeit die Notbremse zu ziehen: Alles, was nicht im eigenen Spielerkreis gespielt wird oder vom Thema, Ausstattung oder Regeln persönlich nicht mehr zusagt oder in anderen Spielen schon duzendfach vorhanden, das muss raus - der grosse Spieleverkauf steht an... und das Sammlerherz wird doch irgenwie schwer dabei!

Ein grosser Fehler, weil man für gebrauchte Spiele eh kaum noch einen Gegenwert bekommt und nur neu zu füllende Regelfläche bleibt? Ein Fehler, weil man sich etliches dann doch zurückwünscht, sich Spielegeschmäcker wandeln und heute verschmähtes übermorgen der Geheimtipp für sich gewesen wäre?

Wer ist den Weg vom Sammler zurück zum Spieler schon gegangen und kann von seinen Erfahrungen "danach" berichten?

Thx/Bye
Ralf

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Carmen Gick

Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Carmen Gick » 22. Oktober 2005, 00:28

hmmm...

das ist wirklich eine sehr interssante Sichtweise, die wirklich auch der Wahrheit entspricht. Auch ich entwickle immer wieder das Bedürfnis dieses und jenes Spiel haben zu wollen, da es so vielversprechend klingt und eine Superausstattung bietet. Und es kommen wirklich immerwieder viele schöööööne Spiele auf den Markt!!

Ich bin aber immer noch unter der Sammlergemeinschaft.Ich freue mich über jedes neue Spiel. Bei einem Punkt muss ich wieder zustimmen. Ich habe bis jetzt viele Spiele bis jetzt nur ein mal gespielt, da soviel neue, schöne Spiele darauf warten gespielt und ausgetestet zu werden.
Doch habe ich meine "Lieblinge", die immer wieder auf den Tisch kommen.

Allerdings bin ich inzwischen auch soweit, Spiele zu verkaufen, die ich gespielt habe und die keinen Spass gemacht haben! Sprich, die werde ich eh nicht mehr auspacken. Aber vielleicht findet jemand anders Gefallen daran... wie eben die Geschmäcker sind!

Allerdings gehe ich nicht soweit, dass sich die Spiele bei mir auf den Stühlen oder im Schlafzimmer stapeln. Da hab ich vorgesorgt. Habe im Keller ein Zimmer für meine Spiele und ein Regalsystem, welches jeder Zeit erweitert werden kann.
Bietet mehr Übersichtlichkeit und die Spiele werden auch Pfleglicher Behandelt.

sammlerische Grüße

Carmen

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Sarah Kestering

Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Sarah Kestering » 22. Oktober 2005, 00:33

Hallo!

Ich bin von 1000 Spielen auf 250 runter. Und vermisse ich auch nur eines?
NEIN!
Es ist wunderbar. Keine Spiele mehr auf dem Boden mehr gestapelt!
Und das Beste: Ich spiele mehr Spiele die ich wirklich mag anstatt irgenwelche uninteressanten Sachen zu spielen, nur weil ich meine - ach das habe ich schon solange und erst einmal gespielt. Wer wirklich nur spielen statt sammeln will, sollte regelmaessig ausmisten!
Das Jahr hat 365 Tage. Selbst bei 250 Spielen sind es eigentlich noch viel zu viele.
Spiele zu sammeln kostet Platz und Geld und Zeit.
Ich habe Spiele ausgemistet die:
a) mir keinen Spass machen
b) fuer die wir keine Spielpartner haben
c) die keinen Spass machen, weil das Material sooo aetzend ist
d) die vielleicht irgendwie schick sind zu besitzen, aber nie gespielt werden und fuer die man noch gut Geld machen kann, da irgendwelche anderen Sammmler noch bekloppt genug sind dafuer das Geld auszugeben
e) nicht mehr jedes Spiel kaufen nur weil es ein Schnaeppchen ist- kostet evtl. nur Lagerplatz und wertvolle Spielzeit die man mit besseren Spielen verbringen kann.
f) nicht 28 Spiele besitzen die fast identisch sind. (z.B 10 Tage in den Usa und 10 Tage in Afrika)
g) raus mit Nostalgiespielen - ach freuher fand ich Monopoly aber mal toll- na und nun verstaubt es !!
h) selbst wenn Du spaeter eins von den verkauften Spielen vermisst - eher nicht- dann kauf Dir lieber das eine Spiel wieder, als das Du 300 behaelst weil Du denkst vielleicht ist es doch ganz gut
i) nniemand braucht Spiele die GANZ GUT sind - es gibt soviele die SUPER sind

Zufriedene Gruesse, Sarah

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Arby

Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Arby » 22. Oktober 2005, 01:02

Nun, ich kann alle deine Ausführungen 100 % nachvollziehen und bin selber noch meilenweit von dem Punkt entfernt, an dem ich mir Gedanken über den bei dir nun scheinbar anstehenden Schritt mache.
Ganz im Gegenteil: Wenn ich vor meinem Spielregal (ca. 300 Spiele) stehe und - ja, schon geschehen - überlege, welche(s) ich denn entbehren und abgeben könnte, dann wird mir das Herz schwer und ich kann mich eigentlich bei keinem so richtig überwinden.
Nicht mal bei dem 30 Jahre alten Monopoly in der Ecke ganz rechts oben (wo eigentlich keiner ohne Leiter drankommt) - oder etwa _gerade_ das nicht?
Ich kann dir bei deinem Vorhaben nur viel Glück wünschen und bewundere dich dafür, dass du (vielleicht?) einen Schritt machen wirst, von dem ich noch meilenweit entfernt bin. Vielleicht braucht man dafür aber auch erst eine Sammlung mit einer Anzahl jenseits der 1.000er-Grenze? Dann hab ich noch einen weiten Weg vor mir... ;-)

Ralf "Arby" Brostedt

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Sven Wagner

Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Sven Wagner » 22. Oktober 2005, 01:41

Hallo Ralf

mir geht es zur Zeit genauso. Nach der Messe platz mein Regal aus allen Nähten und ein Umzug steht auch bevor. Inzwischen habe ich ca 100 Spiele von meinen ca 600-700 Spielen "ausgemistet" aber es reicht dennoch nicht alle neuen Spiele unterzubekommen.
Eigentlich war es bisher immer mein Wunsch alle prämierten Spiele von Spiel des Jahres (inkl Auswahlliste),Deutscher Spielepreis und a la carte zu besitzten. Aber der Platz macht mir da einen Strich durch die Rechnung ;) Also hab ich erstmal alles rausgeschmissen was nicht prämiert ist und was ich schon längere Zeit nicht mehr gespielt habe und auch nicht spielen werde. Aber es ist trotzdem schwer sich von manchem Spielen zu trennen. Das eine ist ganz nett, das andere hat schönes Spielmaterial ... den Klassiker muss man haben usw.
Hinzu kommt, dass ich bestimmte Verlage sammel zB Hans im Glück, White Wind, Doris & Frank, Franckh Kosmos, Blatz uvm.
Die Spiele loszuwerden ist auch nicht besonders einfach. An jedem Spiel hat man so seine Erinnerungen und man will ja nicht zuviel Verlust machen ;)
Inzwischen verkaufe ich schon Spiele die ich noch nie gespielt habe und auch keine Zeit finde sie zu testen.
Ich habe mir schon oft überlegt welche Spiele ich unbedingt behalten möchte und welche nur Sammelleidenschaft sind ... und bin auf etwa 300 gekommen, die übrig bleiben.

Grüsse

Sven

http://sven-wagner.magix.net/

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Ralf Rechmann

Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Ralf Rechmann » 22. Oktober 2005, 02:10

Arby schrieb:

> Ich kann dir bei deinem Vorhaben nur viel Glück wünschen und
> bewundere dich dafür, dass du (vielleicht?) einen Schritt
> machen wirst, von dem ich noch meilenweit entfernt bin.
> Vielleicht braucht man dafür aber auch erst eine Sammlung mit
> einer Anzahl jenseits der 1.000er-Grenze? Dann hab ich noch
> einen weiten Weg vor mir... ;-)

Jenseits der 1.000er Grenze? Du machst mir Angst! ;)

Habe lange nicht mehr durchgezählt, aber inzwischen sollten es mit den ganzen Kartenspielen so 300 sein. Knapp 50 davon sind jetzt auf meiner "Aussortieren-Liste" gelandet. Und bei mehr als die Hälfte davon wird mir der Abschied dann ganz nüchtern betrachtet doch nicht so schwer fallen... gibt ja so viele neue (bessere?) Spiele! :)

In dem Sinne, angenehmes Spielwochenende!

Cu/Ralf

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Niccolo
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Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Niccolo » 22. Oktober 2005, 02:56

Ralf Rechmann schrieb:

> wer kennt die Situation nicht: Da hat man vor mehr als 13

Dochdoch - wir kennen sie :)
Ist bei mir zwar noch einige Jährchen mehr inzwischen... aber ich glaub, 13 Jahre ist der perfekte Zeitpunkt, dass man beim Eurospiel-Aufstieg prima begleitend dabei war.
Und so sitzen wir wohl alle in diesem Boot.

> [...] Und
> eigentlich bleibt auch irgendwie kaum Zeit, die ganzen guten
> Spiele so oft wie früher zu spielen, denn zu schnell kommen
> wieder neue Spiele, die noch vielversprechender sind und das
> Herz des Sammlers ansprechen.

Ob's das Sammlerherz ist?

Ob die Spiele früher echt so gut auch waren?

Für mich der Hauptunterschied - und denn beklage ich bei fast jedem Treffen in meiner Spielegruppe - witzigerweise eben gerade erst vor etwa einer halben Stunde wieder angestimmt das Lied:
Schön war's, dass man sich mit einem Spiel voll auseinander setzte.

DAS fehlt mir - neben Stauräumen - "heute" ganz besonders. Das kein Spiel mehr so oft auf den Tisch kommt, dass man es 'lieb' gewinnt.
Erste Unklarheiten wurden schnell mit Hausregeln gelöst - andere Möglichkeiten gab es ja noch nicht wirklich. War das Spiel vertraut, waren auch dann oft schnell Hausregeln bei der Hand, die das Finetuning erledigten.

Ach Herrje - ich könnte mir jetzt echt die Finger wund tippen, da du da echt eine Tür bei mir öffnest, die nicht mal mehr angelehnt ist ;)

So bin ich einerseits glücklich, dass der kreative Fluß stets neue Versprechungen bietet ... aber durch die Fülle geht auch die schönste Perle schnell wieder unter.

Aktuell bin ich sehr von Caylus angetan (btw: hat sich schon wer für das Tor begeistern können?). Ich hab bei diesem vor, dass es doch immer wieder auf den Tisch kommt - mal seh'n.


Jetzt zu dem Schritt, den ich schon zaghaft begonnen habe...

> raus - der grosse Spieleverkauf steht an... und das
> Sammlerherz wird doch irgenwie schwer dabei!

Versteh ich gut.

> Ein grosser Fehler, weil man für gebrauchte Spiele eh kaum
> noch einen Gegenwert bekommt

Kommt drauf an. Wie "gebraucht" ist denn "gebraucht"? Manche Spiele werden einem auf eBay aus der Hand gerissen - manche sind leider Stiefmütterchen, egal wie gut sie sind.


> Ein Fehler, weil man sich etliches dann
> doch zurückwünscht,

Damit drohen mir alle aus der ASL-Gemeinde, die wissen, dass ich gerade am Zusammenstellen für den großen Abverkauf bin.
Aber Fakt ist - ich werd es nimmer spielen. Also das weiß ich da ganz sicher. Weiß ich auch bei Hannibal gegen Rom, Republic of Rome, Up Front - wandert wohl alles bald auf eBay. Hmmmm ... seufz?


> sich Spielegeschmäcker wandeln und heute
> verschmähtes übermorgen der Geheimtipp für sich gewesen wäre?

Also ganz ehrlich - ich glaub es nicht. Ich glaube, dass da noch so viel Gutes kommen wird und man sich mit Sentimentalität nur den Raum verstellt.
Klar - ausser man ist Sammler - dann ist das ja der Zweck der Übung.


> Wer ist den Weg vom Sammler zurück zum Spieler schon gegangen
> und kann von seinen Erfahrungen "danach" berichten?

Gilt das? Ich hab schon 1 Spiel versteigert - quasi als Telstballon, wie das so läuft auf eBay.
Gelernt hab ich, dass eBay ganz schön zulangt. 5 Euro bekam eBay. 71 ich. Spiel hat sich etwa verdreifacht vom Einkaufspreis. Das war ja ganz ok.
Aber ich war mächtig stolz auf mich, dass ich mich trennen konnte. Schaff also vielleicht doch noch rechtzeitig die Kurve vom Supermessi....

Hm - andere Frage - wovon magst dich denn so trennen? Fehlt mir vielleicht noch!!!

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Hans-Peter
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Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Hans-Peter » 22. Oktober 2005, 03:11

Interessantes Thema. Ich bin vor ca. 4 Jahren ausgewandert und hatte vorher ueber 300 Spiele besessen. (Eine kleine Zahl, wenn ich sehe was andere so fuer Sammlungen haben.) Als sich der Zeitpunkt naeherte zu dem wir Kisten packen mussten, kam der Gedanke, dass 1. ich viele Spiele nur 2-3 mal gespielt hatte, 2. dass ich in der neuen Heimat keinen Spielekreis haben werde und 3. dass wir vorwiegend 2-Personenspiele oder Spiele, die man auch zu zweit gut spielen kann, brauchen werden. Ausserdem wollte ich sowieso schon immer mal aussortieren. Jetzt hatte ich einen Grund. Mit Hilfe von eBay drueckte ich die Anzahl meiner Spiele von ueber 300 auf unter 100 und fuehlte mich gut dabei. Jedes einzelne aussortierte Spiel hatte ich mehrmals in Haenden, bis ich mir dann quasi selbst das o.k. zum Verkaufen gegeben hatte.

ABER: Nachdem wir uns in der neuen Heimat wieder einigermassen etabliert hatten, sprich abends wieder Zeit hatten, fingen wir auch wieder an zu spielen. Beim Ueberlegen, was wir denn mal spielen koennten, sind mir dann prompt Spiele eingefallen, die ich verkauft hatte und aergerte mich ueber mich selbst. Kurze Zeit spaeter lernten wir Leute kennen, die auch gerne spielen. Schon waren es mehr Spiele, die mir einfielen und die ich verkauft hatte.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich wurde rueckfaellig und begann MANCHE auf ebay verkauften Spiele auf ebay wieder zurueckzukaufen. Das regelmaessige Lesen des Spielboxforums verschlimmert die Sache. Wenn viele der "Vielschreiber" sehr begeistert von einem neuen Spiel sind, dann suche ich im Internet alle Reviews die ich finden kann und meistens muss ich es dann haben. Dass die Klein"stadt" hier in der Naehe (8000 Einwohner) einen Spieleladen hat, dessen Besitzer ein schoenes Sortiment an "German Games" fuehrt, hilft da natuerlich auch nicht. Niagara und Jambo habe ich gerade neulich dort gekauft.

Mein Fazit: Das Aussortieren war schon gut, denn ich vermisse nicht alle Spiele, die ich aussortiert hatte. Man sollte wirklich nur die Spiele behalten, die man unbedingt gerne spielen will. "Geht-So-Spiele" lohnen sich nicht und sind Zeitverschwendung. (Ein "Geht-So-Spiel", ja sogar ein "Sch...-Spiel" KANN sich in bestimmten Spielergruppen zum Top-Spiel wandeln. Aber das fuehrt hier zu weit.)

Einer der drei Wolfgaenge in meiner deutschen Spielegruppe (Wer ist am Zug? WOLFGANG!!!) hatte immer versucht, nur so viele Spiele zu behalten, die in seinen Wohnzimmerschrank passten und das sollten alles nur gute Spiele sein. Das war ihm immer nur kurze Zeit gelungen. Neulich hatte ich mich mal erkundigt, was seine Spiele so machen. Seine Antwort: "Du, also will jetzt nur noch die Spiele behalten, die wirklich Spass machen und den Rest verkaufen."

Es gibt einen anderen Bereich, da war ich wesentlich erfolgreicher: Buecher. ich hatte Waende voller Buecher. Alles was ich gelesen hatte musste ich auch besitzen. Irgendwann musste ich mich entscheiden: Buecher oder Spiele. Die Spiele hatten gewonnen. Ich verkaufte, verschenkte und recycelte alle Buecher und habe das bis heute nicht bereut, denn ich habe keine Lust mehr ein Buch 2mal zu lesen. Das hatyte ich in meiner Jugend getan. Obwohl, es gibt da schon ein paar ... :))

Liebe Gruesse

Hans-Peter, der vielleicht nachher wieder Jambo spielt.

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Niccolo
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Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Niccolo » 22. Oktober 2005, 03:31

Hans-Peter schrieb:

> Langer Rede kurzer Sinn: Ich wurde rueckfaellig und begann
> MANCHE auf ebay verkauften Spiele auf ebay wieder
> zurueckzukaufen.

Na sowas - welche waren das denn? Tät mich wirklich sehr interessieren. Damit ich mich schon drauf einstellen kann :o]

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Hans-Peter
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Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Hans-Peter » 22. Oktober 2005, 04:59

z.B. Speed Cirquit, Scotland Yard, Torres, Shark, ...

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Christian K.

OT: Das Tor in Caylus

Beitragvon Christian K. » 22. Oktober 2005, 09:06

Hi,

> Aktuell bin ich sehr von Caylus angetan (btw: hat sich schon
> wer für das Tor begeistern können?). Ich hab bei diesem vor,
> dass es doch immer wieder auf den Tisch kommt - mal seh'n.

gerade gestern in einer Partie Caylus zu zweit, kam mir das Tor oft gelegen:
Ich hatte jeweils die Auswahl zwischen
A) nur noch einen Arbeiter einsetzen, um Rohstoffe zu sammeln
und
B) noch zwei Arbeiter einzusetzen (die beide nicht auf das Gebäude von A sollten), um etwas zu bauen (o.ä.)

Allerdings konnte ich mir zwei Arbeiter nur leisten, wenn meine Gegnerin nicht passt. Also habe ich den ersten auf das Tor gestellt und konnte dann im Nachhinein abhängig vom Passen meiner Gegnerin A) oder B) wählen...

Gruß
Christian K.

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andre

Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon andre » 22. Oktober 2005, 10:01

...genauso ist es! Ich denke es hat mit der suche nach dem "Perfekten Spiel" zu tun. Man glaubt, eines der Neuheiten ist so gut, das man es einfach haben muss. Und dieses eine Spiel will man nicht verpassen, also kauft man viel. Mittlerweile kaufe ich fast kein Spiel mehr, denn die meisten Spiele sind schlichtweg überflüssig oder gar schlecht...ich komme so auf 5 neue Spiele pro Jahr...und genauso viele sortiere ich dann auch von den älteren Spielen wieder aus.
Ich denke, die meisten Spiele sind die Pappe nicht wert, auf denen sie gedruckt werden...

Gruß
Andreas

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Ralf Rechmann

Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Ralf Rechmann » 22. Oktober 2005, 10:37

Niccolo schrieb:

> Hm - andere Frage - wovon magst dich denn so trennen? Fehlt
> mir vielleicht noch!!!

Habe gestern Abend drei grössere Biete-Kleinanzeigen hier auf spielbox.de aufgegeben. Da ist alles aber noch nicht dabei. Ich muss meine Liste noch entgültig machen (und ein paar Sachen nach durchschlafener Nacht doch wieder runternehmen). Wer Interesse hat, bitte kurze eMail an ralf.rechmann@mog-group.com und ich schick Euch die Liste zu. Hab mir allerdings noch keinen Kopf um Preise gemacht...

Cu/Ralf

PS: Aber eigentlich wollte ich eben NICHT dieses Thema hier missbrauchen, um auf meinen Spielerverkauf aufmerksam zu machen. Ok, nun ist es passiert - Du hast ja gefragt! ;)

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Niccolo
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Re: OT: Das Tor in Caylus

Beitragvon Niccolo » 22. Oktober 2005, 11:38

Christian, ich danke für den Versuch mir ein Beispeil zu geben - allein: ich behirn es nicht.
Ich hab deine Antwort jetzt locker 10x gelesen - nutzt nix. Warum du nicht gleich auf das setzt, was du willst - und Ware kann man wohl immer brauchen - erkenne ich nicht - zu Hülf!

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Marten Holst
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RE: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Marten Holst » 22. Oktober 2005, 14:50

Moin,

> Für mich der Hauptunterschied - und denn beklage ich bei
> fast jedem Treffen in meiner Spielegruppe - witzigerweise
> eben gerade erst vor etwa einer halben Stunde wieder
> angestimmt das Lied:
> Schön war's, dass man sich mit einem Spiel voll auseinander
> setzte.
>
> DAS fehlt mir - neben Stauräumen - "heute" ganz besonders.
> Das kein Spiel mehr so oft auf den Tisch kommt, dass man es
> 'lieb' gewinnt.

Oder strategisch durchschaut? Ich mach mal die zweite Stimme: Man spielt ein Spiel das erste Mal, stellt fest "au ja, schönes Spiel, feine Mechanismen. Gut, die ersten vier Züge waren, jetzt wo ich die Grundzüge des Spielprinzips verstanden habe, Blödquatsch, aber man soll es ja auch nicht beim ersten mal komplett durchschauen können".

Manchmal bis oft kommen solche Spiele in den nächsten Wochen noch ein, zwei Male auf den Tisch. Von "Durchschauen" ist nicht mehr die Rede. Okay, Anfängerfehler sind raus, aber die strategischen Tiefen bleiben unausgelotet. Wenn man es dann nach einigen Monaten oder zwei Jahren wieder hervorholt, dann hat man eh wieder alles vergessen, bis auf vielleicht die offensichtlichsten Dinge.

Wo ist die Zeit nur geblieben, als man auch mal Tabellen über Spielverläufe, Punkteausbeuten, Kosten-zu-Siegpunkt-Relationen nach 10 Spielen anfing zu entwerfen und bis zum 50. Spiel immer noch massivst ändern musste? Ah, die Zeit blieb da, wo die ganzen neuen Spiele hocken. Gut, die haben es auch verdient. Und man kann nicht jedes Spiel durchdenken. Und man weiß nicht unbedingt vorher, welche sich lohnen, weil sie allen genug Spaß machen. Aber dennoch... schon La Città hätte viel mehr Aufmerksamkeit gebraucht als drei schöne, liebevolle Spiele - und seitdem ist es kaum besser geworden (Ausnahme vielleicht Spiele, die ich online spielen kann - aber auch da bei weitem nicht alle).

Tschüß
Marten

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Niccolo
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RE: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Niccolo » 22. Oktober 2005, 16:45

Marten Holst schrieb:

> Wo ist die Zeit nur geblieben, als man auch mal Tabellen über
> Spielverläufe, Punkteausbeuten,

Hihi - stimmt. So eine spielinterne Highscoreliste ist in manchem meiner Spiele noch beigepackt -- werd ich wohl rausfummeln, wenn ich beschließe das Spiel zu versteigern/-kaufen/-schenken ... dann in Sentimentalität verfallen und es zurückordnen - hm.

Ich denke, Take It Easy war das letzte, wo ich ernsthaft eine Highscoreliste anfing. Ist eigentlich so lang noch gar nicht her.


Auch für alle anderen 'Aktivitäten' drumrum verlor ich irgendwo die Energie (?). So Sätze wie: da mach ich eine Variante, da mach ich eine bessere Spielehilfe, usw - kamen schon ewig nimmer über meine Lippen.

Also vor einigen Jährchen hätten Spiele wie Carcassonne, Caylus, usw durchaus einigen Bastelschub in mir ausgelöst. Inzwischen weiß ich halt - lohnt nicht.

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Christian K.

Re: OT: Das Tor in Caylus

Beitragvon Christian K. » 22. Oktober 2005, 17:52

Ganz einfach:
1. Ich habe noch zwei Arbeiter.
2. Ich habe einmal die Möglichkeit A: Beide Arbeiter auf zwei Felder A1 und A2 einsetzen.
3. Meine zweite Möglichkeit B: Einen Arbeiter auf Feld B1 (mit B1 ungleich A1 und B1 ungleich A2) setzen
4. Möglichkeit A gefällt mir besser, wenn ich beide Arbeiter setzen kann. Bei nur einem Arbeiter präferiere ich Möglichkeit B
5. Ich habe nur genug Geld, um beide Arbeiter einzusetzen, wenn mein Gegenspieler (war eine 2-Personen-Partie) nicht passt

Setze ich nun zuerst einen Arbeiter auf A1 und passt man Gegner dann, hätte ich lieber auf B1 gesetzt.
Setze ich umgekehrt erst auf B1 und mein Gegner passt nicht, hätte ich lieber auf A1 oder A2 gesetzt.

Also setze ich den ersten Arbeiter auf das Tor. Passt mein Gegner, kann ich ihn nach B1 setzen. Passt er nicht, setze ich meinen 2. Arbeiter auf A1 oder A2 und den 1. vom Tor danach auf A2 oder A1.

Ich hoffe, dass war jetzt nicht zu ausführlich...

Christian K.

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Armin

Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Armin » 22. Oktober 2005, 23:12

Hallo Ralf,

ich habe vor ein paar Jahren mal versucht ca. 50 Spiele in Essen an den Flohmarktständen los zu werden. Nach Stunden des Fragens, Verhandelns und Feilschens habe ich 35 Mark für alles bekommen. Einzeln hätte ich die Besseren für ca. den selben Preis verkaufen können, aber dann hätte ich den Rest in die nächste Tonne werfen müssen, und da waren sie mir dann doch zu schade. Und die Zeit, die ich damit verplempert habe auch.

Bei e-bay stehen z.Zt. 4500 Spiele und 90 % kommen über 2-3€ nicht hinaus.

Mein Fazit: Was ich nicht mehr will, will auch kein Anderer. Also wandern die "Schlechteren" in Plastiksäcken und Banaenkartons auf den Dachboden und dämmen die Decke.

Und wenn ich möchte, hole ich sie einfach wieder herunter, z.B. weil meine Kinder mitlerweile in dem Alter sind, wo "das schwarze Auge Brettspiel" ein echter Renner ist, oder ich Menschen kennen gelernt habe, mit denen man hervorragend "Maritim" speilen kann, oder ich mal alle Allan Moon Spiele spielen möchte... und wenn ich dann erfahre, daß "Fugger Welser Medici" heute 300€ Wert ist...., ne, ne ,ne die bleiben alle hier.

Gruß Armin, den gerade aufregt, daß die neueren Spiele alle so dick sind. Wie wärs mal mit Queen-Games-light.

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Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Niccolo » 23. Oktober 2005, 01:46

Armin schrieb:
> Mein Fazit: Was ich nicht mehr will, will auch kein Anderer.
> Also wandern die "Schlechteren" in Plastiksäcken und
> Banaenkartons auf den Dachboden und dämmen die Decke.

Stimmt so nicht ganz für mich.

Also ich richt grad her:
Die paar, wo CoSim-Freunde scharf drauf sind - ab nach eBay.
Hm - den Freundeskreis nicht vergessen - damit da nachher niemand maulen kann ;)
Die, die auf eBay nix wert sind - und das tat mir ja schon selber weh, wie billig ich tolle Spiele dort bekam - werden wohl in ein Kinderheim o.ä. übersiedeln.
Sind zwar nimmer sealed oder unpunched - aber sonst in 1A Qualität.
Und dort machen sie hoffentlich noch Freude - denk ich mal.

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Vom Spieler, zum Sammler und wieder zurück

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 23. Oktober 2005, 01:55

Carmen Gick schrieb:
>
> Habe im Keller ein Zimmer für meine Spiele und
> ein Regalsystem, welches jeder Zeit erweitert werden kann.

Das ist ja der Anfang des Problems. Was erweitert werden kann, wird es sicher auch bei zeiten. Und schon bist auch du in diesem Spieler-Sammler-Teufelskreis gefangen.

Gruß Carsten (Mithäftling)

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Ralf Rechmann

Re: OT: Spieleliste

Beitragvon Ralf Rechmann » 23. Oktober 2005, 05:21

hi,

wer bis samstag abend meine spieleliste angefordert hat, der sollte die inzwischen bekommen haben. kann erst wieder ab montag nachmittag antworten, muss am sonntag meinen lvl15 tempus-clericer weiter richtung epic-level pushen! :)

cu/ralf

ps: und wegen preise bitte nicht hetzen, ich hab da echt noch null plan, was was wert ist und was nicht... tipps gerne willkommen! ;)

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Niccolo
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Re: OT: Das Tor in Caylus

Beitragvon Niccolo » 24. Oktober 2005, 12:08

Schönen Dank Christian,

Ja - jetzt hab ich's kapiert :)

Bei den Spielen die ich bisher hatte, war mir jedoch meist lieber das Gebäude sicher zu haben, als zu taktieren.
Also taktisches Passen gelang mir sowieso nie - die Gier war stets zu groß :)


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