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Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Kudde
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Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Kudde » 24. Juli 2008, 12:44

Laut WDR-Nachrichten soll Magnetspielzeug bald einen Warnhinweis erhalten:
http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2008/07/24/laumann_warnt_vor_magnetspielzeug.jhtml

Das würde vielleicht ja auch einige Spiele betreffen. Allerdings gibt es doch auf Spielen schon seit längerer Zeit einen Hinweis auf verschluckbare Kleinteile. Ist der nicht ausreichend?
Und beim Vergleich der Zahlen kann man sich fragen, warum z.B. Autos nicht mit 5 m großen Warnhinweisen versehen werden müssen.

Kudde

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Thomas
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Beiträge: 405

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Thomas » 24. Juli 2008, 13:47

Kudde schrieb:
> Das würde vielleicht ja auch einige Spiele betreffen.

Manche Händler warnen bereits bei einigen Spielen, zum Beispiel:

Kinderspiel des Jahres 2007: http://www.kidoh.de/beppo-der-bock/index.html?b=990479&wea=1086225
Kinderspiel des Jahres 2004: http://www.amazon.de/Geistertreppe-Kinderspiel-des-Jahres-2004/dp/B0001FFMFW

> Allerdings gibt es doch auf Spielen schon seit längerer
> Zeit einen Hinweis auf verschluckbare Kleinteile. Ist
> der nichtausreichend?

Es gibt einen Unterschied, ob man normale Kleinteile verschluckt, oder ob es sich um Magnete handelt. Wenn man mehr als einen Magneten verschluckt, ziehen sich diese gegenseitig an und können beispielsweise dadurch den Darm verschliessen, und somit eine aktuere und schwerere Gefahr darstellen, als das Verschlucken zweier kleiner Holzpöppel.

siehe auch: "Warum ist das Verschlucken von mehr als einem Magneten so gefährlich?" unter http://www.toy.de/news/index1894.html

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Andreas Keirat

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Andreas Keirat » 24. Juli 2008, 15:24

Kudde schrieb:
>
> Laut WDR-Nachrichten soll Magnetspielzeug bald einen
> Warnhinweis erhalten:
> http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2008/07/24/laumann_warnt_vor_magnetspielzeug.jhtml
>
> Das würde vielleicht ja auch einige Spiele betreffen.
> Allerdings gibt es doch auf Spielen schon seit längerer Zeit
> einen Hinweis auf verschluckbare Kleinteile. Ist der nicht
> ausreichend?
> Und beim Vergleich der Zahlen kann man sich fragen, warum
> z.B. Autos nicht mit 5 m großen Warnhinweisen versehen werden
> müssen.
>
> Kudde

Es gab 2007 oder noch 2006 einen tödlichen Unfall (in den USA?), als ein Kind mehrere Magnete geschluckt hatte und diese sich im Magen angezogen haben und dadurch irgendwas abklemmten, was schlußendlich zum Tode des Kindes geführt hat. Seit diesem tragischen Fall sind bei fast allen deutschen Verlagen Spiele mit Magneten ein Tabuthema, was man z.B. in Göttingen sehr deutlich gesehen hat.

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

(der in Göttingen wirklich nette Spiele mit Magneten vorgefunden hatte...)

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Roman

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Roman » 26. Juli 2008, 10:14

Hi Kudde,

Kudde schrieb:

würde vielleicht ja auch einige Spiele betreffen.
> Allerdings gibt es doch auf Spielen schon seit längerer Zeit
> einen Hinweis auf verschluckbare Kleinteile. Ist der nicht
> ausreichend?
> Und beim Vergleich der Zahlen kann man sich fragen, warum
> z.B. Autos nicht mit 5 m großen Warnhinweisen versehen werden
> müssen.

Da waren Menschen mit zu wenig Einfluss mal wieder langweilig respektive mussten sich Lokalpolitiker pressewirksam produzieren - hat ja augenscheinlich auch funktionakelt. Ich hätte allerdings eh gern ein Schild mit der Aufschrift: "Ihr Gesundheitsminister warnt: Leben endet immer tödlich, Freiheit sowieso." Leider kann so ein Mist morgen EU-Richtlinie sein - wenn es dumm läuft.

Ciao,
Roman (manchmal denke ich mir: was wollen die? Mehr Geld? Hübschere Huren? Und vor allem: von wem?)

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Günter Cornett

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Günter Cornett » 26. Juli 2008, 11:08

Roman schrieb:
>
> Hi Kudde,
>
> Kudde schrieb:
>
> würde vielleicht ja auch einige Spiele betreffen.
> > Allerdings gibt es doch auf Spielen schon seit längerer Zeit
> > einen Hinweis auf verschluckbare Kleinteile. Ist der nicht
> > ausreichend?

Nö, ist er nicht. Kleinteile gefährden Kinder unter 3 Jahren, Magnete auch ältere Kinder. Wenn ein siebenjähriger mal irgendein Kleinteil verschluckt, wird das i.d.R. ohne Komplikationen wieder ans Tageslicht kommen. Darauf dass von einem, insbesondere zwei Magneten besondere Gefahren ausgehen, muss man erstmal kommen. Für Erwachsene ist das imho nicht selbst verständlich und für Kinder erst recht nicht.


> > Und beim Vergleich der Zahlen kann man sich fragen, warum
> > z.B. Autos nicht mit 5 m großen Warnhinweisen versehen werden
> > müssen.


Über die Gefährdung durch das Auto fahren werden die Fahrer vor der Benutzung aufgeklärt. Wen ich mich recht erinnere, müssen sie sogar einen Test bestehen, um ein Auto überhaupt führen zu müssen ... :)

> Da waren Menschen mit zu wenig Einfluss mal wieder langweilig
> respektive mussten sich Lokalpolitiker pressewirksam
> produzieren - hat ja augenscheinlich auch funktionakelt. Ich
> hätte allerdings eh gern ein Schild mit der Aufschrift: "Ihr
> Gesundheitsminister warnt: Leben endet immer tödlich,
> Freiheit sowieso." Leider kann so ein Mist morgen
> EU-Richtlinie sein - wenn es dumm läuft.

Nun, der Warnhinweis schärft das Bewusstsein (auch wieder so ein gefährlich Ding) für die durch die Kleinteile entstehende Gefahr. Ich kann mir gut vorstellen, dass Erwachsenen das sonst nicht bewusst wäre:
Ist doch Spielzeg wie kann das gefährlich sein?

> Ciao,
> Roman (manchmal denke ich mir: was wollen die? Mehr Geld?
> Hübschere Huren? Und vor allem: von wem?)

vielleicht auch nur etwas mehr Romantik?

Gruß, Günter

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Roman

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Roman » 26. Juli 2008, 11:54

Hi Günter,

Günter Cornett schrieb:

> Magnete auch ältere Kinder. Wenn ein siebenjähriger mal
> irgendein Kleinteil verschluckt, wird das i.d.R. ohne
> Komplikationen wieder ans Tageslicht kommen. Darauf dass von
> einem, insbesondere zwei Magneten besondere Gefahren
> ausgehen, muss man erstmal kommen. Für Erwachsene ist das
> imho nicht selbst verständlich und für Kinder erst recht nicht.

> Nun, der Warnhinweis schärft das Bewusstsein (auch wieder so
> ein gefährlich Ding) für die durch die Kleinteile entstehende
> Gefahr. Ich kann mir gut vorstellen, dass Erwachsenen das
> sonst nicht bewusst wäre:
> Ist doch Spielzeg wie kann das gefährlich sein?

Hm, ich glaube, dass mittlerweile den meisten bewusst sein dürfte, dass Kinderspielzeug im Lande der global besten Sportsgeister gefertigt wird. Und bei der Tour der France war natürlich niemals jemand andereres gedopt als der Spielverderber Jörg Jaksche, der komischerweise seine Karriere beenden musste. Die anderen sind solange sauber, bis man sie entdeckt, anderes wäre das Leistungsniveau eh nicht zu halten.

> vielleicht auch nur etwas mehr Romantik?

Das wünschen wir uns alle wohl von Zeit zu Zeit.

Ciao,
Roman

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Marten Holst
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Beiträge: 1787

RE: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Marten Holst » 26. Juli 2008, 12:16

Moin,

> Hm, ich glaube, dass mittlerweile den meisten bewusst sein
> dürfte, dass Kinderspielzeug im Lande der global besten
> Sportsgeister gefertigt wird.

Glaubst Du? Ich nicht. Zumindest, ähnlich wie im Kontext des Radelns durch das Land des Käse, des Weins und der Immerliebe, ignoriert man es. Und wenn die hälfte der Konsumenten eine Ahnung hat, dass zumindest ein Großteil daher kommt und es aktiv aufsagen kann, dann wäre ich erstutzt.

Und nebenbei, wenn wir nicht einen Knallknilch wie Fips Asmussen hätten, gerieten Opas Witze schnell in Vergessenheit. Und wenn solche Warnhinweise nicht wären, gerieten die Gründe dafür, die uns jetzt offensichtlich scheinen mögen, auch in Vergessenheit wie Finnischvokabeln nach 10 Jahren der Nichtnutzung. Das Leben endet tödlich, will man aber der drängenderen Gefahren eingedenk sein, so muss man sie memorieren, damit man viel Zeit hat, über die Sinnlosigkeit des Lebens zu sinnieren.

Ansonsten, ein Großteil der Regelungen entsteht, weil gerade konkret gezeigt wurde, dass eine solche Regelung offenkundig fehlt. Bis vor wenigen Jahren gab es immer mal wieder nette Berichte im Fernsehen, dass herzlose Behörden sich in Familiendinge einmischten und denen ihre Kinder unter merkwürdigen Vorwänden wie "Unterernährung" entrissen. Und wenn ein Kind an Magnetverstopfung beinahe zugrunde gehen wird, wird es heißen, warum man vor so etwas nicht warnt.

Von mir kann ich sagen: aktiv wäre ich auf die besondere Gefahr des Magneten nicht gekommen, obwohl ich die technischen Voraussetzungen an physikalischem Grundwissen habe. Sicherlich muss man auch selbsttätiges Nachdenken fördern, aber einer der schönen Nebeneffekte von Kommunikation ist ja auch, dass man Fehler nicht beliebig oft individuelle machen muss, sondern anderen eine Warnung zukommen lassen kann.

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leo-spielbox

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon leo-spielbox » 26. Juli 2008, 12:18

Günter Cornett schrieb:

Ich kann mir gut vorstellen, dass Erwachsenen das
> sonst nicht bewusst wäre:
> Ist doch Spielzeg wie kann das gefährlich sein?

Also wenn mein Kind zwei Magnete verschluckt hätte, würde ich auch denken...Was soll´s? kommt ja wieder raus.
Hätte nicht dran gedacht dass das so höllisch gefährlich sein kann.
Es ist auch wirklich kein Problem der Verpackung und der Anleitung einen kleinen Warnhinweis beizulegen.

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Günter Cornett

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Günter Cornett » 26. Juli 2008, 12:34

Roman schrieb:
>
> Hi Günter,
>
> Günter Cornett schrieb:
>
> > Magnete auch ältere Kinder. Wenn ein siebenjähriger mal
> > irgendein Kleinteil verschluckt, wird das i.d.R. ohne
> > Komplikationen wieder ans Tageslicht kommen. Darauf dass von
> > einem, insbesondere zwei Magneten besondere Gefahren
> > ausgehen, muss man erstmal kommen. Für Erwachsene ist das
> > imho nicht selbst verständlich und für Kinder erst recht
> nicht.
>
> > Nun, der Warnhinweis schärft das Bewusstsein (auch wieder so
> > ein gefährlich Ding) für die durch die Kleinteile entstehende
> > Gefahr. Ich kann mir gut vorstellen, dass Erwachsenen das
> > sonst nicht bewusst wäre:
> > Ist doch Spielzeg wie kann das gefährlich sein?
>
> Hm, ich glaube, dass mittlerweile den meisten bewusst sein
> dürfte, dass Kinderspielzeug im Lande der global besten
> Sportsgeister gefertigt wird.

Die Herkunft ist beim Kleinteile-Hinweis unerheblich.
Zudem wird in vielen Ländern Kinderspielzeug gefertigt.

Zumindest theoretisch gilt für alle die gleiche Norm in Bezug auf das Material. Der Warnhinweis "dieses Produkt darf hierzulande gar nicht verkauft werden" ist daher so sinnvoll wie Aufschriften auf Wahlkandidaten: "bitte nicht wählen, dieser Kandidat haut euch übers Ohr".


> > vielleicht auch nur etwas mehr Romantik?
>
> Das wünschen wir uns alle wohl von Zeit zu Zeit.

Du hast an dir selbst nicht genug (oder das Wortanspiel nicht verstanden)?

Gruß, Günter

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Roman

RE: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Roman » 26. Juli 2008, 15:41

Hi Marten,

Marten Holst schrieb:

> Von mir kann ich sagen: aktiv wäre ich auf die besondere
> Gefahr des Magneten nicht gekommen, obwohl ich die
> technischen Voraussetzungen an physikalischem Grundwissen
> habe. Sicherlich muss man auch selbsttätiges Nachdenken
> fördern, aber einer der schönen Nebeneffekte von
> Kommunikation ist ja auch, dass man Fehler nicht beliebig oft
> individuelle machen muss, sondern anderen eine Warnung
> zukommen lassen kann.

Ich bin dennoch stark der Meinung, dass staatliche Stellen einem nicht das eigene Nachdenkden ersparen können oder sollten. Und die von Magneten ausgehende Gefahr halte ich nach wie vor für wesentlich geringer als die einer hundsgemeinen Haushaltsschere. Aber wir treiben unsere deutsche Betroffenheitskultur gerne mal bis auf die Spitze der Lebensuntauglichkeit. Und wundern uns dann, wenn andere Nationen uns belächeln.

Ciao,
Roman

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Roman

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Roman » 26. Juli 2008, 16:24

Hi Günter,

> Du hast an dir selbst nicht genug (oder das Wortanspiel nicht
> verstanden)?

Durchaus, aber diese Spielchen werden langsam langweilig. Sucht euch jemand anderen für Eure Profilneurosen. Und schimpft bitte nicht immer mich, wenn ihr merkt, dass es nicht funktioniert, was ihr hier treibt.

Ciao,
Roman

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Daniel R.
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Beiträge: 1106

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Daniel R. » 26. Juli 2008, 16:28

Nun, kleine Kinder bis 3 Jahren stecken sich ja gerne alle möglichen Sachen in den Mund (mit der Gefahr etwas zu verschlucken).
Aber was 7jährige (wie weiter oben erwähnt) betrifft: warum sollen die einen Magneten verschlucken wollen? Soweit ich weiss, schmecken Magneten weder nach Bonbons noch nach Schokolade !!! Zweitens kann ein Kind einen solchen nur dann verschlucken, wenn die elterliche Aufsichtspflicht verletzt wurde.

Der Niedergang einer Kultur lässt sich wohl am ehesten an deren Gesetzen messen, welche die Selbstverantwortung beschneiden.

Gruss Daniel

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Andreas Keirat

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Andreas Keirat » 26. Juli 2008, 17:26

Daniel R. schrieb:
>
> Nun, kleine Kinder bis 3 Jahren stecken sich ja gerne alle
> möglichen Sachen in den Mund (mit der Gefahr etwas zu
> verschlucken).
> Aber was 7jährige (wie weiter oben erwähnt) betrifft: warum
> sollen die einen Magneten verschlucken wollen? Soweit ich
> weiss, schmecken Magneten weder nach Bonbons noch nach
> Schokolade !!! Zweitens kann ein Kind einen solchen nur dann
> verschlucken, wenn die elterliche Aufsichtspflicht verletzt
> wurde.

Hallo Daniel!

Ich weiß nicht, ob Du selbst Kinder hast, aber ich denke einmal, daß Dir diese Erfahrung (noch?) fehlt.

Kinder denken nicht immer unbedingt rational und stellen gerne und oft viel Unsinn an. Ob das nun in Elternaugen sinnvoll ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Und auch ich habe damals viel Blödsinn gemacht, Sprühfarben aus der Garage geholt und dann meine Matchbox-Autos umlackiert im Kinderzimmer... Giftige Gase? Keinen Schimmer davon gehabt. Warum sollten also auch nicht z.B. 7-Jährige Kinder auf ein Wettspiel kommen, wer mehr Teile im Mund aufbewahren kann. Schwupp - und schon verschluckt man auch etwas.

Die Floskel "Aufsichtspflicht vernachlässigen" ist ziemlich abgedroschen. Niemand kann permanent auf sein Kind aufpassen und es gehört sogar dazu, einem Kind durchaus einmal gewisse Freiheiten in diesem Alter zu geben und nicht permanent im Kinderzimmer zu schauen, was der oder die Kleine macht. Von einer Vernachlässigung kann man sicherlich nicht sprechen, wenn das Elternteil mal die Toilette besucht, den Müll runterbringt oder die Treppe säubert. Das ist ziemlich utopisch. Die Aufsichtspflicht hat man übrigens auch nur verlässt, wenn man grob fahrlässig handelt, was aber natürlich im Einzelfall nachzuweisen ist, wenn ein Unglück passiert.


Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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Günter Cornett

RE: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Günter Cornett » 26. Juli 2008, 17:52

Roman schrieb:
>
> Hi Marten,
>
> Marten Holst schrieb:
>
> > Von mir kann ich sagen: aktiv wäre ich auf die besondere
> > Gefahr des Magneten nicht gekommen, obwohl ich die
> > technischen Voraussetzungen an physikalischem Grundwissen
> > habe. Sicherlich muss man auch selbsttätiges Nachdenken
> > fördern, aber einer der schönen Nebeneffekte von
> > Kommunikation ist ja auch, dass man Fehler nicht beliebig oft
> > individuelle machen muss, sondern anderen eine Warnung
> > zukommen lassen kann.
>
> Ich bin dennoch stark der Meinung, dass staatliche Stellen
> einem nicht das eigene Nachdenkden ersparen können oder
> sollten. Und die von Magneten ausgehende Gefahr halte ich
> nach wie vor für wesentlich geringer als die einer
> hundsgemeinen Haushaltsschere.

Die von einem verschlucktem Magneten ausgehende Gefahr ist nicht sichtbar, für Kinder (und auch für die meisten Erwachsenen) nicht vorhersehbar, die von einer Schere schon.

> Aber wir treiben unsere
> deutsche Betroffenheitskultur gerne mal bis auf die Spitze
> der Lebensuntauglichkeit. Und wundern uns dann, wenn andere
> Nationen uns belächeln.

Seltsame Schuhe, die du dir da anziehst, aber jeder, wie er mag. ;)

Gruß, Günter

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Günter Cornett

[OT]Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Günter Cornett » 26. Juli 2008, 17:57

Roman schrieb:
>
> Hi Günter,
>
> > Du hast an dir selbst nicht genug (oder das Wortanspiel nicht
> > verstanden)?
>
> Durchaus, aber diese Spielchen werden langsam langweilig.
> Sucht euch jemand anderen für Eure Profilneurosen. Und
> schimpft bitte nicht immer mich, wenn ihr merkt, dass es
> nicht funktioniert, was ihr hier treibt.

Jo, machen wir.
Klar ich auch.
Ich bin ebenso dabei.
Nun denn, für Roman!

Gruß, Günter, Günter, Günter, ...

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Marc
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Beiträge: 235

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Marc » 26. Juli 2008, 17:58

Es gab Kinder, die machten ein Lagerfeuer - im Wohnzimmer. Aber halb so wild. Sie hatten natürlich daran gedacht den Teppich zu schützen und deswegen eine Plastiktüte darunter gelegt. :-)

Marc

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Günter Cornett

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Günter Cornett » 26. Juli 2008, 18:33

Daniel R. schrieb:
>
> Nun, kleine Kinder bis 3 Jahren stecken sich ja gerne alle
> möglichen Sachen in den Mund (mit der Gefahr etwas zu
> verschlucken).
> Aber was 7jährige (wie weiter oben erwähnt) betrifft: warum
> sollen die einen Magneten verschlucken wollen?

"Spielzeug mit Magneten sollte von Kindern nicht ohne Aufsicht Erwachsener benutzt werden, offenbar besteht selbst für ältere Kinder eine gewisse Neigung, Magnete zu Verschlucken. In USA haben Ärzte die Meinung geäußert, das Kinder ihren Bauch „magnetisch“ machen wollten, um mit den erwarteten Effekten die Bewunderung ihrer Schulkameraden zu erzielen."
http://www.toy.de/news/index1894.html

> Soweit ich
> weiss, schmecken Magneten weder nach Bonbons noch nach
> Schokolade !!!

Woher weißt du das? Haste probier?
Woher meinst du wissen Kinder das?

> Zweitens kann ein Kind einen solchen nur dann
> verschlucken, wenn die elterliche Aufsichtspflicht verletzt
> wurde.

... was ja nie vorkommt und eigentlich ist die Aufsichtspflicht ja auch gar nicht nötig, denn wie werden kommen die Eltern auch nicht von selber darauf, warum die Kinder Magneten verschlucken sollten ...


Die Warnhinweise richten sich gerade an die Eltern.
Sie sollen ihnen helfen, ihre Aufsichtspflicht zu erfüllen.


> Der Niedergang einer Kultur lässt sich wohl am ehesten an
> deren Gesetzen messen, welche die Selbstverantwortung
> beschneiden.

Der eine sieht das Abendland untergehen, der andere befürchtet, dass seine Nation sich lächerlich macht, ... nur wegen eines Warnhinweises für Magneten in Kinderspielzeug. :-/

Eigentlich wollte ich gleich Nachrichten schauen, aber ich trau mich nicht mehr. :)

Gruß, Günter

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Christian Hildenbrand

RE: Warnhinweise auf Magnetspielzeug - NOTWENDIG!

Beitragvon Christian Hildenbrand » 26. Juli 2008, 18:51

Grüß Gott,

ich wollte mich in diese Diskussion ja eigentlich nicht einmischen, aber dieser Beitrag von Daniel hat mich einfach nur laut lachen lassen. Sorry wenn ich das mal so einfach auf den Punkt bringe: so einen Schmarrn habe ich lang nicht mehr gelesen. Hier ist ganz offensichtliche Unwissenheit zum Thema federführend in den Formulierungen gewesen.

Wir haben mit [i]Beppo der Bock[/i] ein Magnetspiel im Programm, das durch die Auszeichnung im letzten Jahr durchaus auch in einen Mittelpunkt gerückt wurde ... und das zu einer Zeit, in der die große Magnetaffäre um den amerikanischen Großverlag in der Presse war. Von dem her wurden wir oft mit der Problematik beim potentiellen Verschlucken konfrontiert und haben uns ausgiebig damit auseinander gesetzt bzw. auseinander setzen müssen.

Warum ein Kind etwas in den Mund nimmt und am Ende auch (ver)schluckt, ist wohl nicht so einfach festzustellen. Dass es nix mit dem Geschmack zu tun haben sollte, muss wohl jedem klar werden, der selbst mal Kind war und sich halbwegs an die Zeit zurückerinnern kann. Was wird da nicht alles in den Mund gesteckt, sei es aus Neugier, sei es aus Langeweile. Auch Mutproben sind sicherlich nicht ganz unwichtig, wenn sich Kinder gegenseitig zu solchen Aktionen anstiften. Hier und da wird es vielleicht nicht einmal gleich bewusst, dass es sich um einen mehr oder weniger starken Magneten bei dem Spielzeug handeln kann, weil er in einer Plastikummantelung steckt, die das Metall des Magneten nicht (deutlich) zeigt. Als Beispiel sei da nur diverses Konstruktionsspielzeug genannt, bei dem kleine Bauelemente durch Magnete gehalten zu einem großen Bauwerk zusammengefügt werden können (z.B. Essen: Halle 12, gleich am Haupteingang).
Es reicht zum Beispiel schon aus, wenn ein Kind oder ein junger Jugendlicher aus Langeweile beim Spielen auf solch einem Ding herumkaut. Wird er erschreckt (Tür geht überraschend auf, Schlag auf den Rücken) ist das Ding schnell geschluckt. Ich denke, das geht schneller, als man sich das auf den ersten Blick vorstellen mag.

Doch nun wollen wir mal ein klein wenig relativieren: Das Verschlucken eines einzelnen Magneten ist zunächst nicht schlimm. Denn ein Magnet braucht zum Ausleben seiner magnetischen Wirkung einen Partner, also entweder einen zweiten Magneten oder aber ein magnetisch wirkendes Metall. Im Beispiel unseres [i]Beppo der Bock[/i] wäre das die Metallkugel, die im Spiel ist. Treffen nun diese beiden Elemente (oder noch mehr - ich erinnere an Mutproben, die wohl auch zu dem tödlichen Zwischenfall in Nordamerika haben führen sollen) im Bauchraum, so kann es schnell zu schweren Verletzungen kommen, die eben auch einen tödlichen Ausgang haben können.
(wer das ganze medizinisch aufgedröselt haben will, kann sich gerne bei mir melden, denn wirklich schwer ist das nicht zu erklären)

Nun kann man das ganze aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und Punkte finden, die vielleicht deutlich machen könnten, dass das ganze doch eigentlich viel heißer gekocht als nachher gegessen wird - zumindest aus Sicht der BRETTspielbranche. 2 hab ich einfach mal hier angeführt:

1. Es braucht mehrere Elemente, um die magnetische Wirkung in einer Beeinträchtigung des Körpers enden zu lassen.
Ja, das ist vollkommen richtig so (wie oben schon beschrieben). Und es gibt durchaus einige Spiele im Brettspielbereich, die dieses Kriterium in sich tragen und deswegen potentiell zu solchen Unglücken führen können.

2. Die Elemente müssen eine Größe haben, die auch verschluckbar sind.
Natürlich ist ein Spielplan nicht verschluckbar. Auch die Spielfigur zum Beispiel in [i]Fladderadatsch[/i] kann nur mit viel Mühe den Weg in den Magen eines Kindes finden. Doch auch bei Spielen, bei denen der Magnet scheinbar sicher in ein größeres Element eingebettet ist, kann es durchaus passieren, dass es produktionsbedingt zu einem Herausfallen kommen kann. Wir hatten selbst auch die Angst, dass dieses beim Spielplan von [i]Beppo der Bock[/i] passieren könnte und tatsächlich hatte ich auch einmal einen Spielplan in der Hand, in dem der Magnet fehlte. Wir sind aber heilfroh, dass wir keine Beschwerden in dieser Richtung bekamen, dass es sich bei dem einen Spielplan möglicherweise um einen wirklichen Einzelfall gehandelt haben kann. Doch das zeigte mir, dass es eben möglich ist und dass man es nicht außer Acht lassen darf, dass es passieren kann, dass sich ein Magnet auch aus seiner "sicheren" Umgebung löst.

Dennoch sind wir mit den Brettspielen wohl nur eine Randgruppe im Bezug auf diese ganze Magnetproblematik. Geht es doch in allererster Linie um Konstruktionsspielzeug, bei dem mit vielen Magneten gearbeitet wird und damit die Gefahr einfach mit am größten sein kann. Doch wenn man anfängt, Spielzeug zu betrachten, dann sind auch "unsere" Spiele nicht außen vor zu lassen, denn potentiell kann es auch mit diesen passieren, wenn auch um ein vielfaches unwahrscheinlicher. Ein Warnhinweis tut nicht weh, solange er nicht in 10 cm großen Buchstaben auf das Cover gedruckt werden muss.

Ganz wichtig in dem Zusammenhang: "Warnhinweis" heißt ja auch nicht, dass es sich um gefährliches Spielzeug handelt. Wird das Spielzeug seinem Zweck entsprechend verwendet, ist die "Gefahr" gleich Null. Nur kann man als Hersteller niemals ausschließen, dass es nur zu dem eigentlichen Zweck verwendet wird. Man kann nicht ausschließen, dass nicht mal jemand auf die Idee kommt, sich Komponenten des Spiels in den Mund zu stecken, um es zu essen oder auch nur darauf rumzukauen.
Der Warnhinweis ist damit eine Absicherung des Herstellers (bzw. des Invertriebbringers), der damit ganz klar sagt: unser Spielzeug ist unbedenklich, wenn der Benutzer damit nicht grob fahrlässig umgeht. Der Hersteller hält alle Normen ein, die von Gesetzesseite und damit (sollte man zumindest annehmen) von Experten festgelegt wurden, die für eine Unbedenklichkeit stehen. Der Hersteller von Spielzeug bringt damit im Normalfall kein Spielzeug auf den Markt, das eine Gefahr darstellt - denn würde es das, würde es nicht auf den Markt gebracht werden dürfen. Ich bin mir auch sicher, dass die Produkte, die zu den Problemen in den letzten Jahren führten, in erster Linie NICHT bedenklich waren, es aber durch Umstellung in der Produktion (z.B. neuer Lieferant von Farbe, die dann halt nicht mehr den Normen entsprach), schlechte Verarbeitung einer kleineren Serie oder ähnlich Mißständen zu den bekannten Problemen kam. So was kann schneller passieren, als ein Hersteller es mitbekommen muss.

Gar nichts, aber wirklich gar nichts hat die ganze Problematik des potentiellen Verschluckens mit der elterlichen Aufsichtspflicht zu tun. Danke Andreas, dass Du dieses schon angesprochen hast.

Ebenso empört bin ich in dem Zusammenhang mit der Aussage: "Der Niedergang einer Kultur lässt sich wohl am ehesten an deren Gesetzen messen, welche die Selbstverantwortung beschneiden." Dieser Satz mag weltpolitisch und gesellschaftlich sicherlich alles andere als falsch sein, doch in diesem Zusammenhang mit dem Warnhinweis auf potentielle Gefahren bei Magnetspielzeugen ist er einfach nur zusammenhangslos unsinnig. Es geht bei all diesen Warnhinweisen darum, dem Kunden, dem Benutzer, den Eltern klar zu machen, dass es potentielle Gefahrenquellen gibt, wenn das Produkt entsprechend verwendet wird - sei es absichtlich oder unabsichtlich (z.B. Verschlucken nach Herumkauen bei Erschrecken). Die Warnhinweise sichern ebenso den Hersteller in gewisser Weise ab, alles gemacht zu haben, um ein Produkt sicher für die zugedachte Verwendung gemacht zu haben. Natürlich kann man rufen, dass der klare Menschenverstand einem doch sagen müsste, dass man das Zeug nicht essen sollte (und das nicht nur, weil es nicht nach Bonbon oder Schokolade schmeckt). Doch die heutige Gesellschaft ist leider weit weg davon, dass man sich auf den klaren Menschenverstand in jeder Situation verlassen kann. Da muss man halt auf Plastikpistolen mit drauf schreiben, dass man die Gummigeschosse nicht ins Auge schießen soll, da muss bei Kinderschaukeln ein Höchstgewicht angegeben werden, damit kein schaukelndes Familienfoto geschossen wird. Und da muss auf Magnetspielzeug auch schon mal erwähnt werden, dass man die Dinger besser nicht schlucken sollte. Und damit das alle kapieren, kommt ein Zusatz hinzu, dass dieses schwerwiegende gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod haben kann. Es ist schade, dass dieses heute notwendig ist, doch die nähere Vergangenheit zeigt, dass ein Hersteller oder Invertriebbringer hier und da mit der Dummheit einzelner Mitglieder der Gesellschaft - selbst(verständlich auch) in "zivilisierten" Bereichen dieser Erde - rechnen muss.

Und um noch mal den Bogen zu spannen zu der Niedergang der Kultur durch festgelegte Gesetze: hier ist der Niedergang eher darin zu finden, dass es genug Rechtsverdreher gibt, die bei ebenso geschickten Mandanten ein nettes Gesetz finden, das einen Hersteller in den Bankrott treiben kann, weil dieser eigentlich nix falsch gemacht hat, der Kunde (also der Mandant) aber seine eigene Blödheit nicht zugeben will. Ich erinnere nur an Warnhinweise wie "Das Tragen dieses Kostüms befähigt nicht zum Fliegen." als Aufdruck auf einem Superman-Kostüm für Kinder. Oder aber der Fall, bei dem ein Besitzer eines Wohnmobils den Hersteller verklagt, weil sein Auto bei eingeschaltetem Tempomat die Kurve nicht erkannt hat, während er hinten einen Kaffee gekocht hat. DAS ist der Niedergang der Kultur durch Gesetze.

Als letztes will ich den Interessierten mal noch einen Link geben, der etwas ausführlicher ist als der im Startposting:
http://gesundheit.nrw.de/content/e2804/e2419/e756
Vielleicht macht das hier und da etwas mehr klar als die kurze Zusammenfassung der Aussage, die sich in dem Link von Kudde befand.

Mit durchaus ernsten Grüßen,

Christian

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peer

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon peer » 26. Juli 2008, 20:12

Hi,

Günter Cornett schrieb:

>
> Der eine sieht das Abendland untergehen, der andere
> befürchtet, dass seine Nation sich lächerlich macht, ... nur
> wegen eines Warnhinweises für Magneten in Kinderspielzeug. :-/

Jo, als ich das erste Posting las dachte ich: Ein bisschen übertrieben (und ich lasse meine zukünftigen Kinder auch nicht mit meinem Auto fahren, zumindest nicht bis sie 12 sind ;-) )Mittlerweile greife ich mir nur noch an den Kopf und frage mich: Wieso verursacht ein Warnhinweis (wohlgemerkt: Kein Gesetz sondern ein HINWEIS!) so viele Beschwerden? Zumal offensichtlich niemand hier tatsächlich die Gefahr kannte, die von Magneten ausgeht.
Aber es ist ja so in Mode sich über übertriebene Vorsichtsmaßnahmen der Deutschen lustig zu machen (auch wenns in diesem Fall wohl eine europäische Sache ist) - ist ja auch viel besser, wenn man die dummen Leute sterben lässt...

Naja, wers braucht...

Danke an dieser Stelle an Günter und an Christian für die sachlichen Beiträge, denen man anmerkt, dass sie beim posten auch ein bisschen nachgedacht haben...

ciao
peer (hat tatsächlich mit 7 Jahren beim Monopoly spielen einen Würfel verschluckt und wäre fast daran erstickt)

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peer

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon peer » 26. Juli 2008, 20:14

Hi,
Marc schrieb:
>
> Es gab Kinder, die machten ein Lagerfeuer - im Wohnzimmer.
> Aber halb so wild. Sie hatten natürlich daran gedacht den
> Teppich zu schützen und deswegen eine Plastiktüte darunter
> gelegt. :-)

Unser Nachbarssohn (8?) hat mal eine Flasche Spülmittel vor den Augen meiner (damals gleichaltrigen) Schwester getrunken, um zu zeigen, dass er unsterblich ist.
Zum Glück wars kein Rohrreiniger.

ciao
peer

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Marc
Kennerspieler
Beiträge: 235

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Marc » 27. Juli 2008, 08:07

Andreas Keirat schrieb:

> auch ich habe damals viel Blödsinn gemacht, Sprühfarben
> aus der Garage geholt und dann meine Matchbox-Autos
> umlackiert im Kinderzimmer... Giftige Gase? Keinen
> Schimmer davon gehabt.

Kenn ich. Ich habe mal eine Stein mit Goldfarbesprühfarbe umgefärbt. Auch im Kinderzimmer. Um raus in den Hof gehen zu dürfen hätte ich fragen müssen, aber dasging ja nicht, weil die Eltern noch schliefen - am frühen Sonntagmorgen. An dem das Kind natürlich wach war, weil es abends um 7 ins Bett musste. :-)

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Daniel R.
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RE: Warnhinweise auf Magnetspielzeug - NOTWENDIG!

Beitragvon Daniel R. » 27. Juli 2008, 11:07

Christian Hildenbrand schrieb:
>
> aber dieser Beitrag von Daniel hat mich einfach
> nur laut lachen lassen.


Darum bin auch bei meinen Freunden so beliebt, weil ich sie immer wieder zum lachen bringe ;)

Unmagnetische Grüsse
Daniel

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Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Daniel R. » 27. Juli 2008, 11:16

Günter Cornett schrieb:
>

> Die Warnhinweise richten sich gerade an die Eltern.
> Sie sollen ihnen helfen, ihre Aufsichtspflicht zu erfüllen.

Das ist ja an sich auch eine gute Sache, aber...

Der Punkt ist, je mehr wir in allen Lebenslagen an Warnhinweise gewöhnt werden, desto weniger überlegen wir uns selber, ob eine Situation oder Gegenstand gefährlich sein könnte (ob für uns oder unsere Kinder).
Früher wurde man auf selbständiges Denken erzogen... und heute sind viele (Pisa-Studie hat's gezeigt) nicht mal mehr in der Lage, den Text des Warnhinweises zu verstehen, geschweige denn willig Selbstverantwortung zu übernehmen, falls irgend ein Hinweis gefehlt hat.
Die Tendenz (!) ist bedenklich, nicht ein einzelner Hinweis wie jene der verschluckbaren Magneten.


Sonntäglicher Gruß
Daniel

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Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon Daniel R. » 27. Juli 2008, 11:24

peer schrieb:

> Danke an dieser Stelle an Günter und an Christian für die
> sachlichen Beiträge, denen man anmerkt, dass sie beim posten
> auch ein bisschen nachgedacht haben...
>

Hallo Peer,
Immer wieder das Selbe hier: wer nicht der eigenen Meinung ist, hat entweder die Spielregel nicht richtig verstanden oder falls OT "nicht richtig nachgedacht".

Es ist wie beim Autofahren: Jeder der langsamer als man selber fährt, ist eine "verdammte Schnecke" und jeder der schneller als man selber fährt ein "hirnloser Raser" [i]Richtig[/i] fährt man einzig selber.


Diskussionskulturfördernde Grüsse
Daniel

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peer

Re: Warnhinweise auf Magnetspielzeug

Beitragvon peer » 27. Juli 2008, 14:34

Hi,
Daniel R. schrieb:
>
> peer schrieb:
>
> > Danke an dieser Stelle an Günter und an Christian für die
> > sachlichen Beiträge, denen man anmerkt, dass sie beim posten
> > auch ein bisschen nachgedacht haben...
> >
>
> Hallo Peer,
> Immer wieder das Selbe hier: wer nicht der eigenen Meinung
> ist, hat entweder die Spielregel nicht richtig verstanden
> oder falls OT "nicht richtig nachgedacht".

Tut mir Leid abe wenn du schreibst:
" kann ein Kind einen solchen nur dann verschlucken, wenn die elterliche Aufsichtspflicht verletzt wurde"
dann hast du entweder nicht richtig nachgedacht oder überhaupt keine Ahnung was "elterliche Aufsichtspflicht" überhaupt bedeutet bzw. beinhaltet. Das hat dann auch nichts mehr mit "Förderung der Diskussionskultur" zu tun sondern ist einfach nur Schmarrn. Sorry für die harten Worte, aber ab und an könnte es nciht schaden, wenn man weiß wovon man redet!

Und zu deiner Antwort auf Günter: Was immer gerne vergessen wird: Die PISA-Studie hatte fast exakt dasselbe Ergebnis wie bei einer Europaweiten Studie Anfang der 70er Jahre. Wenn überhaupt kann man nur sagen: Es hat sich in 30 Jahren Schulbildung nichts geändert :-)
Und übrigens: In den Grundschulstudien (IGLU) und der Oberstufenstudie an der ich mal als Kodierer mitgearbietet hatte (weiss den Namen nicht mehr - wars TESS?) schnitt Deutschland überdurchschnittlich gut ab. In der Grundschule läuftzs also wohl noch gut, in der Oberstufe wurde bereits "gefiltert".
Aber man zitiert ja gerne das, was einen bestätigt.

ciao
peer (wartet auf seine Tochter)


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