Beitragvon Arne Hoffmann » 4. Juli 2001, 08:54
Moin Ulrich!
Dass einige Spieler die Initiative an sich reissen und andere dann auf deren Vorschlaege hoeren hast Du doch in so gut wie jeder Gruppenarbeit. Ganz selten ist es so, dass eine Gruppe gleichwertiger miteinander kooperiert - auch im Spiel nicht. Ich denke, dies ist dann weniger dem Spiel anzukreiden als den Spielern.
Ich meine nicht, dass die Spieler (z.B. bei HdR) das gleiche Wissensniveau haben muessen um das Spiel gleichermassen geniessen zu koennen. Alle koennen versuchen abzuschaetzen, ob die angestrebte Handlung einem den groessten Vorteil erbringt - da aber eine grosse Glueckskomponente besteht, kann man eh nie ganz sicher sein (das ist fuer mich der Reiz von HdR, zusammen mit der thematischen Umsetzung). Erfahrenere Spieler haben den Vorteil, dass sie schon wissen, welche Ereignisse auf einen zukommen koennen - den Rueckstand kann man durch uebrfliegen der Bretter aufholen, neue Spieler bringen dafuer neue Ideen ins Spiel, da sie sich noch nicht auf eine "Taktik" festgelegt haben.
Auch bei _den_ kooperativen Spielen, den Rollenspielen, habe ich Leute die mehr agieren und welche die weniger agieren. Die einen handeln impulsiv, spontan, die anderen waegen erst einmal ab und ueberlegen ein wenig. Das schoene ist doch dabei, dass alle gemeinsam versuchen ihr Ziel zu erreichen und dass man mit solch unterschiedlichen Charakteren zusammenarbeiten muss.
Tschoe,
- Arne -