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Im Zeichen des Kreuzes - zu einfach?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank Nikolaus

Im Zeichen des Kreuzes - zu einfach?

Beitragvon Frank Nikolaus » 9. August 2001, 12:13

Hallo Forum,
ich habe kürzlich IZdK gespielt und war vom Verlauf sehr enttäuscht. Da alle davon ausgingen, dass man das Spiel nicht gewinnen kann, wen man Jerusalem als erster angreift, hielt man sich vornehm zurück und rüstete die Armeen auf Maximalstärke auf. Irgendwann wagte dann jemand den ersten Schritt, griff mit 30 Armeen an und besiegte die Sarazenen innerhalb seines ersten Angriffs. Und Ende.
Tolles Spiel... haben wir etwas falsch gemacht? Hat jemand Erfahrungen mit selbst gestrickten Regeln gemacht, die mehr aus dem Spiel heraus holen?
MfG
Frank (der seit Monaten im Forum mitgelesen hat und hiermit sein erstes Posting vom Stapel lässt)

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Niccolo
Kennerspieler
Beiträge: 1333

re: Im Zeichen des Kreuzes - zu einfach?

Beitragvon Niccolo » 9. August 2001, 18:10

Hallo Frank,
>Irgendwann wagte dann jemand den ersten Schritt,
>griff mit 30 Armeen an und besiegte die Sarazenen
>innerhalb seines ersten Angriffs. Und Ende.
>Tolles Spiel... haben wir etwas falsch gemacht?
Nun - ich würd mal sagen: zu lange gezögert?
>Hat jemand Erfahrungen mit selbst gestrickten Regeln
>gemacht, die mehr aus dem Spiel heraus holen?
Die Meinung über IZdK ist im allgemeinen schlecht hier am Board. Ich halte es für kein großartig erwähnenswertes Spiel, aber ich find es ok.
Ansich gilt durchaus WYSIWYG - wer des Lesens mächtig und auf die Schachtelrückseite guckt, kann eigentlich vom Spiel selbst nicht allzu überrascht sein. Es ist keine Simulation, sondern ein Spiel, mit einem witigen Turm-Gimmick.
Ich wüßte nichts, was aus dem "Und Aus" sinnvoll mehr macht.
Genaugenommen fühl ich mich bei manchen Spielen um einen 'Finalen Höhepunkt' betrogen - enden doch die meisten mit "Und Aus"...
Deckt wer seine Siegpunkte auf - Aus.
Zieh mit einem Männchen auf das Endfeld - Aus.
Kommt ein Rundenzähler ins Endfeld, werden Geldsummen ermittelt - Aus.
Eigene Regeln zum Auffetten? So oft spiel ich IZdK nicht, daß ich mir da allzuviele Gedanken mache.
Mag sein, daß mir so einiges einfallen würd, woran man feilen kann - und es mehr und mehr zu einem waschechten CoSim hinschustern... aber ich glaub, daß IZdK darauf gar keinen Anspruch erhebt, oder?
Gruss
Niccolo

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Klaus B.

re: Im Zeichen des Kreuzes - zu einfach?

Beitragvon Klaus B. » 9. August 2001, 19:07

Eben!
Ein Spiel das Spass macht, ohne besonderen Tiefgang. Spass macht vor allem der Turm. Habt Ihr eigentlich Eure Mitspieler immer schön brav in Ruhe gelassen und einfach so schön nebneinander her gespielt oder waren richtige Kreuzfahrer am Spiel beteiligt, die dem anderen auch mal was nicht gönnten.
Klaus (der grad keine eigene Mehl-adresse hat- Sorry)

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Roman Pelek

re: Im Zeichen des Kreuzes - zu einfach?

Beitragvon Roman Pelek » 10. August 2001, 04:39

Hi Frank,
>ich habe kürzlich IZdK gespielt und war vom Verlauf sehr enttäuscht. Da alle davon ausgingen, dass man das Spiel nicht gewinnen kann, wen man Jerusalem als erster angreift, hielt man sich vornehm zurück und rüstete die Armeen auf Maximalstärke auf. Irgendwann wagte dann jemand den ersten Schritt, griff mit 30 Armeen an und besiegte die Sarazenen innerhalb seines ersten Angriffs. Und Ende.<
Mal klappt die Strategie, mal klappt sie nicht. Wenn aber alle zu lange zögern und einen Armeen horten lassen, ist dies schon ein recht sicherer Sieg für diesen. So oder so ist der Zeitpunkt der Einnahme Jerusalems recht unkalkulierbar, da sehr stark glücksabhängig. Gewinnt jemand knapp, okay. Verliert jemand knapp, gewinnt der Nächststehende. Ein recht unberechenbares Lauern ist das; uns hat die Spielsiegbedingung auch nicht sonderlich gefallen.
>Tolles Spiel... haben wir etwas falsch gemacht? Hat jemand Erfahrungen mit selbst gestrickten Regeln gemacht, die mehr aus dem Spiel heraus holen?<
IZDK ist ein recht anspruchsloses Familienspiel mit einer netten und gelungenen historischen, sehr kriegerischeren Einkleidung. Wobei letztere bei einigen sicher über die Geschmacksgrenze rausschiessen dürfte. Das Hauptdilemma des Spiels ist, dass es historisch interessierten Vielspielern zu seicht sein dürfte - und den meisten Gelegenheitsspielern zu kriegerisch sein dürfte oder zu anspruchsvoll *erscheint*.
Ich selbst habe das Spiel mit der Erwartung gekauft, ein historisches Strategiespiel mit Glückselementen zu erwerben und war doch etwas vom seichten Mechanismus und der mangelnden Interaktion enttäuscht.
Die Kritikpunkte zu verbessern käme jedoch einer Neuentwicklung gleich. Ich sehe da keine simplen Ansatzpunkte, wie man das Spiel anspruchsvoller machen kann. Vor allem müsste man die Geschichtstreue des Spiels vollkommen aufbrechen, um mehr Interaktion und Strategie reinzubringen.
Kurzum: entweder man mag die Atmosphäre (wie die Spielbox-Kritiker ;-) oder man verdammt den seichten Mechanismus dahinter. Definitiv ein Spiel, das man vor dem Kauf probespielen sollte, da es falsche Erwartungen wecken kann und nicht jedermanns Sache ist.
Ciao,
Roman

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Frank Nikolaus

re: Im Zeichen des Kreuzes - zu einfach?

Beitragvon Frank Nikolaus » 10. August 2001, 09:50

Tja, es handelte sich um einen klassischen Impulskauf. Evo und Carcassonne waren nicht vorrätig, irgendetwas musste ich mit nach Hause nehmen. Gereizt hat mich der Entscheidungsturm, und den kann mir auch keiner mehr nehmen.
Wir haben uns bemüht, den Mitspielern in die Suppe zu spucken, aber die Möglichkeiten hierzu sind rar gesät.
Vielleicht ist eine Möglichkeit, dass jeder Spieler für sich 15 Sarazenen besiegen muss, um zu gewinnen. Realitätsnah ist das natürlich nicht, aber wenn es dem Spiel hilft? Ich werde das mal ausprobieren...
Vielen Dank für Eure Antworten.
Frank

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Attila
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Beiträge: 4715

re: Im Zeichen des Kreuzes - zu einfach?

Beitragvon Attila » 12. August 2001, 00:08

Naja,
In der Spielrunde in der ich es gespielt habe, hat es tatsaechlich Spass gemacht, aber das Spiel halte ICH an sich fuer totalen Murks.
Atti


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