Beitragvon Arno C. Hofer » 3. Januar 2002, 13:06
Hallo Uwe,
genau aus solchen Motiven heraus ist es notwendig, dass ein Spielekritiker nicht Anhänger einer einzigen [b]Spiele-Ideologie[/b] ist, die hier ganz offensichtlich Heiko Frings in der SZ hier mit Vabanque "gespielt hat". Okay: [b]er[/b] ist Fan der [i]ich muß im Spiel alles kontrollieren können[/i]Ideologie, soviel wissen wir jetzt, aber das ist [b]nicht zwangsläufig die Ideologie vieler Gelegenheits-, Spaß-, Glücks-SpielerInnen - und vorallem jener Gruppe, in der alle SpielerInnentypen gemischt vorkommen - denen diese Kolumne zugute kommen soll ... Ich halte Vabanque (obwohl es nicht zu meinen Favoriten zählt) für ein nettes, geselliges Spielchen (das ich als Einstiegsspiel gern empfehle - obwohl ich es natürlich nicht für abendfüllend halte).
Ich glaube Heiko Frings wird daraus lernen - wenn er diesen Thread liest ...
Wir sind hier nämlich wieder bei der Frage des "persönlichen Geschmacks" und der ist ja, wie in vielen vorhergegangenen Threads abgehandelt, sehr, sehr unterschiedlich. Das muß man als Spielekritiker "in die Waage bekommen". Oder, wie es die Spielbox macht: mehrere Rezensenten ihre höchstpersönliche Wertung abgeben lassen - wobei die Leserin/der Leser recht bald herausfindet, welcher [b]TesterTyp[/b] hinter welcher Wertung steckt ...Ich bin der Meinung: Ideologien haben ihre Berechtigung verloren ... Kritiker müssen differenzierender kritisieren!
Arno (der immer versucht die Zielgruppe anzugeben, an wen sich ein Spiel richtet)