Beitragvon Michael Schramm » 17. Juni 2002, 12:37
Hi Roland,
das von Dir skizzierte Problem ist bereits in der wissenschaftlichen Literatur sehr kontrovers behandelt worden. So hat die 1937 entstandene Studie des englischen Buchmachers Lucky Eddie "The pros and cons of beards at the races" zweifelfrei einen Zusammenzwang zwischen hohen Wettgewinnen und behaarten Gesichtern ergeben - allerdings ist der Autor nicht zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: bei Pferderennen scheinen weniger signifikante Ergebnisse bekannt zu sein als beim Pokern, wo der Bart anscheinend die Blufffähigkeit heraufsetzt. Und beim Kaufen von Losen ist eher der Fall zu beobachten, dass Bartträger weniger bei den Gewinnern sind - hier kann es aber auch daran liegen, das die Gruppe der befragten Loskäufer ausschließlich aus Frauen bestand.
In der neueren wissenschaftlichen Literatur ist die dialektische Betrachtung zum Thema " Warum hat mein Nachbar drei Autos und ich keins?" von Dieter Bolzen zu empfehlen. Mit zwingender Logik wird hier in einem Kapitel nachgewiesen, dass Bartträger durch die Bank höhere Verluste im Monopoly einfahren und überhaupt stark benachteiligt sind: ihre Gesichtsfläche wird im Sommer nur zu - unterschiedlich großen - Anteilen gebräunt, ihre Karrierechancen z.B. in der Politik sind fast gleich Null, Rollen von jugendlichen Liebhabern im Film und auf der Bühne bleiben ihnen verwehrt usw. Interessant auch die These, dass Bartträger bei den "Siedlern von Catan" überproportional oft die 7 werfen und bei "Karrierepoker" in der Regel mehr "1er" bekommen als andere Spieler. Zufall - ich glaube kaum!
Nice dice
Michael ( nur echt mit dem Bart...)