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Trend: Vorkolumbianisches Amerika?

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Kathrin Nos
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Trend: Vorkolumbianisches Amerika?

Beitragvon Kathrin Nos » 29. Juni 2002, 21:18

Hi,

heute stand in der Süddeutschen Zeitung eine Kritik über "Die Pyramiden des Jaguar", die von Heiko Frings (Nachfolger von Michael Knopf) stammt.

Diese beginnt folgendermassen:

[i]
Durch jeden Spielejahrgang zieht sich ein Leitmotiv, von dem niemand so recht weiss, woher es eigentlich kommt, das aber bei vielen Neuerscheinungen ganz unterschiedlicher Verlage immer wieder auftaucht, bis irgendwann der nächste Trend an seine Stelle tritt. Mal waren es die Seefahrer, dann das Mittelalter, dann Vendedig - und jetzt ist es das vorkolumbianische Amerika, das sich wie ein roter Faden durch die Neuerscheinungen zieht.[/i]

(Die Kritiken von Heiko Frings sind übrigens auch online bei www.spielonaut.de nachzulesen)

Findet Ihr, das dies zutrifft? Ich war beim Lesen eher ein wenig erstaunt. Amerika als Thema stimmt halt schon (Nord-, Mittel- und Südamerika)?

Da gibt es jedenfalls aber folgende Spiele:
Mexica,
Pueblo,
Pyramiden des Jaguar,
... welche Spiele fehlen hier?

Wenn man die Bedingung "vorkolumbianisch" fallen lässt, kann man noch hinzunehmen:
Puerto Rico,
TransAmerica,
... und welche weiteren?

Macht das insgesamt schon einen Trend aus?

Alles Gute wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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hannes

Re: Trend: Vorkolumbianisches Amerika?

Beitragvon hannes » 30. Juni 2002, 01:56

Magellan wäre noch eins.

Ciao
hannes

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hannes

Re: Trend: Vorkolumbianisches Amerika?

Beitragvon hannes » 30. Juni 2002, 01:59

hannes schrieb:
>
> Magellan wäre noch eins.

Oops.
Nur wenn eine zeitliche Erweiterung um einige Jahrzehnte toleriert wird.

hannes

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hannes

Re: Trend: Vorkolumbianisches Amerika?

Beitragvon hannes » 30. Juni 2002, 02:06

> Nur wenn eine zeitliche Erweiterung um einige Jahrzehnte
> toleriert wird.

Ja, dann passt natürlich auch noch Puerto Rico dazu :-) .

Also vorkolumbianisches Zeitalter und Zeitalter der Eroberung und Ausbeutung der Neuen Welt durch Europa. Oder so.

hannes (hat es nicht geschafft, alle Ideen [b]auf einmal[/b] zu posten ;-) )

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Michael Weber

Re: Trend: Vorkolumbianisches Amerika?

Beitragvon Michael Weber » 30. Juni 2002, 09:11

Also, da hat Heiko wohl etwas übertrieben, was das VOR angeht.

Ansonsten wären da noch zusätzlich Goldland (optisch und thematisch passend). Wenn man dann noch zeitlich übertreibt kommen Lumberjack, Trans America, Ogallala, mit Abstrichen die Schatzinsel, Kanaloa (Hawaii), sogar Clippers und ganz und gar übertrieben auch Wild Life dazu ;-). Mit Essen 2001 kämen noch Saloon und Goldrush City dazu. Außerdem gibt es eine Cthulhu-Box über Amerika...

Michael
(übertreibt mal wieder ;-) )

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Gustav der Bär

Trends und Journalisten

Beitragvon Gustav der Bär » 30. Juni 2002, 10:58

Mein Eindruck ist eher, dass diese "Trends" etwas sind, was sich Journalisten gern aus den Fingern saugen, damit sie einen hübschen Aufhänger für einen Artikel haben.

Besonders beim "Spiegel" fällt mir das schon seit einigen Jahren auf, gerade, weil sie ein- und dieselben "Trends" immer wieder aufs neue erkennen und durchhecheln. In Wirklichkeit gibt´s aber nicht viel anderes, als nur eine Sammlung von Einzelfällen. Mal ist die Jugend nur noch an Karriere interessiert (dann interviewen sie ein paar Klassen-Primi und Yuppies), mal interessiert sich die Jugend nur für die Spaßgesellschaft (dann interviewen sie ein paar Discobesucher), mal will die Jugend nur noch früh eine eigene Familie gründen ... und so fort.

Na ja, auf jeden Fall scheint sich die Gesellschaft für die Jahre hinweg gar nicht so besonders zu verändern, egal, was der "Trend" der Jugend grade ist.

Das wird bei dem, was Journalisten in anderen Bereichen als Trend auskucken, wohl kaum anders sein.

Ich denke, dass es eigentlich kaum einen neuen Trend im Spieleangebot gibt, als vielmehr die altbekannte Tatsache, dass jeder Erfolg einige Nachahmer anzieht, so dass man bestimmte Themen halt immer wieder in bestimmten Jahren in Anhäufungen trifft.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Trends und Journalisten

Beitragvon Attila » 30. Juni 2002, 16:14

Hi Gustav,

Recht hast du - sowas nennt man glaube ich "Boulevard Journalismus" ...

Ist in Deutschland extrem in Mode.

Atti

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Christof Tisch

Re: Trend: Vorkolumbianisches Amerika?

Beitragvon Christof Tisch » 30. Juni 2002, 16:59

Ich denke TITICACA (Cwali) fällt ziemlich gut in diese Kategorie.
Aber insgesamt halte ich das auch für etwas übertrieben.

Vor etwas 1,5 Jahren gabs ja ziemlich parallel drei Spiele über Venedig (Venezia/Queen, Doge/Goldsieber und San Marco/Ravensburgen), die allerdings auch nicht die ersten zu diesem Thema waren (lassen sich noch mindestens ein halbes Dutzend weitere finden). Aber ein Trend war das nicht. Eher ein (für die Verlage ärgerlicher) Zufall.
Gruß
Christof

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peer

Re: Trend: Vorkolumbianisches Amerika?

Beitragvon peer » 30. Juni 2002, 21:17

Hi,
ich denke nicht dass, das ein Trend ist. Da waren die Gebiete-Werten-Spiele letztes Jahr schon eher ein Trend. Dieses Jahr hätte ich keinen Trend gemerkt (kommt öfter vor - ist das ein Trend?)
ciao,
Peer

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Harald Schrapers

Re: Trend: Vorkolumbianisches Amerika?

Beitragvon Harald Schrapers » 1. Juli 2002, 17:05

Heiko Frings hat von einem "Leitmotiv" geschrieben, von dem "niemand so recht weiß, woher es eigentlich kommt". Und damit hat er gar nicht so unrecht, wenn er damit eine zufällige Begebenheit beschreiben will. Denn mehr als ein Zufall sind diese Trends wohl nicht. Bestenfalls handelt es sich um einen Schweinezyklus: mehrere Spieleredaktionen meinen beispielsweise, Italien wäre im vorangegangenen Jahrgang so oft das Thema gewesen, so dass sie in diesem Jahr lieber Amerikaspiele auswählen.

Auf der anderen Seite hat Heiko Frings aber auch unrecht. Woher der "vorkolumbianische" Trend kommt, bei dem Forscher nach den Spuren alter Kulturen suchen, ist nämlich offensichtlich: von Tikal.

Gruß
Harald

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Franz-Benno Delonge
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Beiträge: 277

Re: Trends und Journalisten

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 2. Juli 2002, 17:59

Der Bär hat recht. Im Falle des Herrn Frings kommt natürlich hinzu, daß er bei der "Süddeutschen" das schwere Erbe von Michael Knopf angetreten hat - da sind natürlich in puncto Lästerei gewisse Standards gesetzt worden, die erst einmal gehalten werden wollen...

Als grantelnder SZ-Abonnent grüßt
Franz-Benno Delonge


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