Beitragvon Michael Schmidt » 12. November 2002, 20:15
> Ich denke, die Noten der Scoutliste sind nur dann
> beachtenswert, wenn man tatsächlich davon ausgehen kann, dass
> jeder das Spiel wirklich mindestens ein Mal auf der Messe
> durchgespielt hat. Anspielen oder Zusehen reichen nicht aus!
> Wer garantiert aber, dass am Ende vielleicht viele Noten gar
> nicht erspielt sind?
Ich hatte auch selbst nach einer nur oberflächlichen Betrachtung den Eindruck, dass die Fair Play Scout Noten nicht ganz objektiv sind. Ganz offensichtlich wurden manche Spiel nicht Probegespielt. Beispiel Civilisation. Glaube kaum, dass 28 Leute sich einen ganzen Messetag mit nur einem Spiel beschäftigt haben... Oder die Werewölfe vom Düsterwald. Konnte man das überhaupt probespielen? :-?
Dann fällt natürlich sofort, der Kleinverlag und Interesse-Bonus auf. Die ersten 8 Plätze werden nur von kleineren Verlagen belegt. Klar, viele Leute haben sich auf die Kleinverlage gestürzt und die grossen links liegen gelassen. Das soll nicht heisen, dass die Spiele die Note nicht verdient haben, aber ohne ein Korn Salz können sie wohl auch nicht genossen werden.
Im Gegensatz dazu haben sich die grossen Verlage einen Malus eingefangen. Überfüllte Stände und bei Vielspielern tendenziell unbeliebte Aufgüsse. Carcasonne J&S ist sicher nicht so schlecht, wie es die Fair Play Noten machen. Nach einigen Beiträgen zum HdR Risiko und J&S kann ich mir schon ganz gut vorstellen, wie die extremen Noten zustande gekommen sind. ;-)
> Ist der erfahrene Spieler und Notenabgeber evtl. gar nicht so
> erfahren, so dass er nach einem ersten Eindruck besser mal
> keine Note abgegeben hätte???
Naja, so hart würde ich das nicht ausdrücken. Die Fair Play Noten geben wohl eher einen Anhaltspunkt über den ersten Eindruck der Vielspieler.
Warum K&S sooo gut wegkam, weiss ich allerdings auch nicht.