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Highlights ade

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marcel-André Casasola Merkle
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Highlights ade

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 15. November 2002, 18:49

Hallo,

mit großem Bedauern habe ich die Streichliste von Goldsieber zur Kenntnis genommen. Mit "Löwenherz", "Kardinal und König" und "Pfeffersäcke" verschwinden meineserachtens drei Highlights aus dem Programm.

Schade, dass es nicht mehr als einer Handvoll Titel gelingt, sich dauerhaft zu etablieren.

Gruß
Marcel-André

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Ralf

Re: Highlights ade

Beitragvon Ralf » 15. November 2002, 20:46

Das muss dann wohl Kaufhof schon 4 Wochen vorher gewußt haben, da haben die nämlich genau diese Spiele verramscht.
( Allerdings auch Mississippi Queen+Black Rose?? - wissen die noch mehr??)

Ralf

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Dirk Zeumer

Re: Highlights ade

Beitragvon Dirk Zeumer » 15. November 2002, 21:33

Ralf schrieb:

> ( Allerdings auch Mississippi Queen+Black Rose?? - wissen die
> noch mehr??)

MQ wurde doch schon letztes Jahr im Herbst nahezu überall verramscht (Ausnahme: Kaufhof). Lag damals zwischen 10 - 15 DM ...

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friedemann
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Re: Highlights ade

Beitragvon friedemann » 16. November 2002, 12:27


> mit großem Bedauern habe ich die Streichliste von Goldsieber
> zur Kenntnis genommen. Mit "Löwenherz", "Kardinal und König"
> und "Pfeffersäcke" verschwinden meineserachtens drei
> Highlights aus dem Programm.
>

Was ist denn an der Streichliste wirklich bedauernswert? Du hast die Spiele doch und kannst sie Spielen.

Es ist doch gut, wenn ein Verlag Platz für neue Spiele schafft, schließlich ist es das doch worauf so viele von uns immer warten. Und wenn es wirklich Highlights sind, kommen die schon irgendwann wieder, für das "nachgewachsene" kaufwütige Volk.

Für Spielwenigkäufer bleiben noch genügend spannende Titel am Markt übrig und wie schon gesagt Vielspieler haben diese Spiele schon, wenn sie sich für diese interessieren oder haben jetzt nochmal die Chance zuzuschlagen.

friedemann

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Harald Schrapers

Löwenherz

Beitragvon Harald Schrapers » 16. November 2002, 14:07

Bei Löwenherz läuft vermutlich die Lizenz aus. Es ist also gar nicht die Entscheidung von Goldsieber, das Spiel vom Markt zu nehmen.

Teuber-Spiele erscheinen bekanntlich exklusiv bei Kosmos. Wer will, dass Löwenherz wieder kommt, muss sich also an Kosmos wenden.

Gruß
Harald

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KMW

RE: Löwenherz

Beitragvon KMW » 16. November 2002, 15:10

"Harald Schrapers" hat am 16.11.2002 geschrieben:
> Bei Löwenherz läuft vermutlich die Lizenz aus.
...und so weit ich weiß, auch bei den anderen Goldsieber-Titeln.
Gruß
KMW

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Marcel-André Casasola Merkle
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Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 16. November 2002, 15:12

Hallo Friedemann,

ja, die Spielfreaks haben unter diesem Zustand wohl am wenigsten zu leiden.

Insgesamt halte ich die Situation aber für bedenklich. Die ganze Spielebranche gleicht einem Durchlauferhitzer. Unmengen von Spielen stoßen auf einen relativ kleinen Markt. Aktuell und im Gespräch ist ein Spiel vielleicht nur noch in einem Zeitfenster von einem Monat bis zu einem halben Jahr.

Natürlich muss die Spreu vom Weizen getrennt werden und man braucht sich nicht vormachen, dass es gelingen kann, nur noch Highlights auf den Markt zu bringen. Ich wünsche mir jedoch, dass sich richtig gute Spiele auch langfristig durchsetzen, um letztendlich vielleicht auch vom Otto-Normalverbraucher wahrgenommen zu werden.

Der kauft nämlich vor allem das, was er kennt und was sich lange bewährt hat. Risiko, Monopoly, Trivial Pursuit oder mittlerweile eben auch Siedler oder Kuhhandel.

3 Jahre Marktpräsenz (meist schnell in einer hinteren Regalecke) sind da zu kurz.

Gruß Marcel

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Markus N.

Re: Löwenherz

Beitragvon Markus N. » 16. November 2002, 17:10

... na dann warten wir alle jetzt gespannt auf "Die neuen Löwenherzen" ;)

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Marten Holst

RE: Highlights ade

Beitragvon Marten Holst » 16. November 2002, 19:12

Moinle Friedemann,

>> mit großem Bedauern habe ich die Streichliste von Goldsieber
>> zur Kenntnis genommen. Mit "Löwenherz", "Kardinal und König"
>> und "Pfeffersäcke" verschwinden meineserachtens drei
>> Highlights aus dem Programm.
>
> Was ist denn an der Streichliste wirklich bedauernswert? Du
> hast die Spiele doch und kannst sie Spielen.

Jein. Aber wenn man Leute mit Spielen wie Löwenherz und ähnlichem "anfixt" (und das kann durchaus passieren), und die können dann nicht einfach mal erworben werden - dann schauen die nicht nach Alternativen, sondern kaufen eher gar nichts. Klar ist, dass Goldsieber (weniger noch natürlich Kleinstvelage wie z.B. FFF) sich nicht leisten kann, potenzielle "Klassiker" im Programm zu halten, so lange die nicht den erwünschten Gewinn liefern, aber bedauerlich ist es schon, wenn man anderen Produkte vorführt, und die nicht mehr erhältlich sind. Eine Out-Of-Print-Tonträgereinheit kann man ja der Vervielfältigung zuführen, sodass interessierte Umfeldpersonen dann ihren "Haben-und-Nutzen"-Willen bekommen können, aber Spiele eben nicht. Und irgendwo denke ich auch, dass das immer mal wieder schadet - mein Schachverein fragt mich immer wieder nach Spieleabenden, ob es die noch gebe, die haben Spaß gemacht, und wenn es die dann nicht mehr gibt, ist die Enttäuschung groß - nur werde ich deswegen nicht auf E&T oder Löwenherz oder... verzichten und nur noch "aktuell erhältliche" Spiele mitbringen. Also denke ich schon, dass solche Streichlisten einen "Bedauernswert-Faktor" haben, für alle beteiligten Parteien, ohne dass ich jetzt sagen würde, dass der Verlag oder sonst jemand Schuld daran ist.

Bedauernde Grüße
Marten (empfindet Löwenherz als großen, Pfeffersäcke als durchaus einen, K&K als keinen Verlust)

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Udo Möller

RE: Highlights ade

Beitragvon Udo Möller » 17. November 2002, 03:06

Ich finde es auch immer ein klein wenig bedauernswert, wenn wirklich gute Spiele schnell vom Markt verschwinden. Und bei diesen drei Titeln trauere ich besonders um Kardinal und König, da es meines Erachtens eines der besten Spiele überhaupt ist! Ich habe erst vor wenigen Tagen die Zweispielervariante "Das Duell" ausprobiert - klappt prima, ist immer noch K&K, aber doch anders. Schade, dass jetzt nicht noch mehr Leute in den Genuss dieser Variante kommen, aber was soll's. Wenn's wirklich ein so tolles Spiel ist, dann kommt es wieder.

Jedenfalls haben zumindest Löwenherz und Pfeffersäcke (das ich mir auch aktuelle erst als Schnäppchen zugelegt habe, aber schon Jahre kenne) das Problem, dass sie beim Gelegenheitsspieler nicht gut ankommen, weil man zuviel rechnen muss und sie doch nicht ganz einfach sind. Sogar bei K&K gibt es jedes Mal beim ersten Spiel das Problem mit der 1-2-3-Regel - egal ob Wenig- oder Vielspieler! Ich habe das Spiel bestimmt schon fünfzehn oder zwanzig mal erklärt udn immer besonders auf diese Regel hingewiesen, aber in jeder Partie mit K&K-Neulingen wurde diese irgendwann missachtet! Wenn sogar Vielspieler diese entscheidende Regel zu Beginn falsch spielen, dann kann das Spiel nicht der kommerziell erhoffte Erfolg werden, auch wenn das noch so schade ist.
Da würde es nur helfen, wenn jeder Käufer mit dem Kauf ein Regelvideo oder eine Einführungspartie mit einem bereits Kundigen spielen kann. Da es aber in absehbarer Zeit nicht in jedem Spielwarenladen und Kaufhaus zu jedem Spiel auch einen Mitspieler dazugeben wird, werden alle Spiele, die von den Regeln her Schwierigkeiten bereiten, kein kommerzieller Erfolg - es sei denn, sie sind Spiel des Jahres! :-)

LUdo ergo sum [heute nur Tischtennis, aber da 9:7 gewonnen :-)]

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Markus Barnick

RE: Löwenherz

Beitragvon Markus Barnick » 17. November 2002, 12:33

was für Lizenzen?

Hat ein Verlag die nicht? Das Spiel gehört doch dem Verlag.
Und das sind doch alles deutsche Titel und auch zumindest K. Teuber von deutschen Autoren.

Hat denn ein Verlag keine dauerhaften Rechte an seinen Produkten?

Markus
(verwirrt)

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Markus Barnick

Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Markus Barnick » 17. November 2002, 12:35

ich schliesse mich der Meinung meines Vorredners an, da dies auch meine Erfahrung ist.

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Harald Schrapers

RE: Löwenherz

Beitragvon Harald Schrapers » 17. November 2002, 12:41

Goldsieber besitzt offensichtlich keine unendlich laufenden Verträge, zumindest nicht mit dem Autor Klaus Teuber. Sonst hätte Goldsieber damals ja nicht pünktlich zum Jahresende Entdecker vom Markt nehmen müssen (das übrigens über Jahre stabil hohe Verkaufszahlen besaß), und Kosmos konnte sofort Die neuen Entdecker herausbringen.

Harald

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

RE: Löwenherz

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 17. November 2002, 12:45

Markus Barnick schrieb:

> Hat denn ein Verlag keine dauerhaften Rechte an seinen
> Produkten?

Das kommt ganz auf die Vertragsgestaltung zwischen dem Verlag und dem bzw. den Autoren an. Es kommt recht oft vor, daß ein Vertrag nur eine bestimmte Laufzeit hat oder nur für eine bestimmte Zahl von Auflagen gilt. Daß Spiele den Verlag wechseln, ist ja durchaus üblich und schon manches gute Spiel ist in einem anderen Verlag durch eine verbesserte Neuauflage zu neuer Blüte erwacht.

Gruß
Roland

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friedemann
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Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon friedemann » 17. November 2002, 13:39


>
> Der kauft nämlich vor allem das, was er kennt und was sich
> lange bewährt hat. Risiko, Monopoly, Trivial Pursuit oder
> mittlerweile eben auch Siedler oder Kuhhandel.

Toll und Spieler kaufen sich auch die neue Scheibe von Phil Collins, trinken Coca Cola, gehen zu Mac Donalds, kaufen Mickey Mouse Comics, benutzen Windows und rennen in Harrry Potter 2.

Alles bewährte Sachen und wir Spieler machen es ja auch, eben nur in anderen Bereichen.

Es gibt wahrscheinlich keinen Unterschied zwischen dem Hören von Elvis, dem Spielen von Monopoly und dem Restaurant-Besuch bei Mac Donalds.

Man kann eben nicht in jedem Bereich des Lebens genug Ahnung haben, um das richtige zu finden bzw. differenzieren zu können.

Das einzig wirklich Traurige ist es schon, daß man Leuten, die nach guten Spielen fragen diese nicht mehr empfehlen kann, aber für Leute, die dreimal im Jahr spielen gibt es noch genügend Neues und Gutes zu entdecken, was aktuell am Markt ist.

friedemann

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Marcel-André Casasola Merkle
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Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 17. November 2002, 18:58

Hallo Friedemann,

> > Der kauft nämlich vor allem das, was er kennt und was sich
> > lange bewährt hat. Risiko, Monopoly, Trivial Pursuit oder
> > mittlerweile eben auch Siedler oder Kuhhandel.

> Es gibt wahrscheinlich keinen Unterschied zwischen dem Hören
> von Elvis, dem Spielen von Monopoly und dem Restaurant-Besuch
> bei Mac Donalds.

Da gebe ich dir Recht. Allerdings habe ich mein Posting auch überhaupt nicht kulturkritsch gemeint.

Mein Bedauern zielte eher darauf ab, dass Neuheiten es verdammt schwer haben, die Schwelle zum Klassiker zu überschreiten bzw. wenigstens zum Longseller zu werden.

Liegt das daran, dass sie nicht das Zeug dazu haben? Dass sie nicht beworben werden? Dass sie zu wenig Unterstützung bekommen oder sich zu schnell abnutzen? Oder ist es die große Konkurrenzsituation, die dazu führt, das alte Spiele schnell wieder aus den Regalen gedrängt werden?

Das sind die Fragen, die ich mir stelle.

Gruß
Marcel

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Manuel Hewitt

RE: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Manuel Hewitt » 17. November 2002, 21:51

"Marcel-André Casasola Merkle" hat am 17.11.2002 geschrieben:

> Mein Bedauern zielte eher darauf ab, dass Neuheiten es
> verdammt schwer haben, die Schwelle zum Klassiker zu
> überschreiten bzw. wenigstens zum Longseller zu werden.

Ich hab immer mehr den Eindruck, Spiele sind wie Filme. Es werden sehr viele produziert, einige bekommen Preise, einige sind toll, viele Mittelmaß oder schlecht und ein paar werden Hits. Von denen werden dnn Fortsetzungen gemacht usw usw. Wirklich viele Parallelen. Und wieviele moderne Filem werden denn Klassiker? Auch sehr wenig.
Zeitbedarf und Kosten stimmen auch fast überein. Ein Film dauert so 90 min. Manche kann man öfters sehen, manche einmal und nie wieder.

Klar ist es bedauerlich, wenn ein Spieledesigner sein ganzes Herzblut in ein Spiel legt und das dann kurz mal als Stern aufblinkt, um dann in der Masse unterzutauchen, aber ich denk mal, so ist das einfach.

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friedemann
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Beiträge: 517

Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon friedemann » 18. November 2002, 00:19

Hi,

ich glaube es ist einfach das Problem, daß es schwer zu verstehen ist, daß Spielem die einem ans Herz gewachsen sind, bei vielen anderen eben nicht diese Emotionen auslösen. Speziell bei Löwenherz glaube ich, ist es einfach ein Spiel für uns "Vielspieler".

friedemann

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Mike

Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Mike » 18. November 2002, 08:12

Hi
Dem stimme ich auch zu, außer in einem kleinen Punkt: Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Vielzahl von Gelegenheitsspielern Kuhhandel kennt
Mike

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Hanno Schwede
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Beiträge: 392

Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Hanno Schwede » 18. November 2002, 08:34

Mike schrieb:
>
> Hi
> Dem stimme ich auch zu, außer in einem kleinen Punkt: Ich
> kann mir nicht vorstellen, dass eine Vielzahl von
> Gelegenheitsspielern Kuhhandel kennt
> Mike

Hallo Mike

das kommt darauf an wo sie sich "beraten" lassen. Wenn sie Spiele nur nach dem Pöppel im anonymen Umfeld eines Supermarktes kaufen, werde sie Kuhandel wahrscheinlich nie zu gesicht bekommen. Beim engagierten Fachhändler könnte es schon eher sein.

"Kuhhandel", "Dumm Gelaufen", "Schraumeln" Sind meinen Kunden bekannt und werden immer wieder gerne ge-ver-kauft wenn es um kurzweilige Kartenspiele geht.

Hanno, der beim Händler jobbt

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Hanno Schwede
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Beiträge: 392

Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Hanno Schwede » 18. November 2002, 09:10


> Da gebe ich dir Recht. Allerdings habe ich mein Posting auch
> überhaupt nicht kulturkritsch gemeint.
>
> Mein Bedauern zielte eher darauf ab, dass Neuheiten es
> verdammt schwer haben, die Schwelle zum Klassiker zu
> überschreiten bzw. wenigstens zum Longseller zu werden.
>
> Liegt das daran, dass sie nicht das Zeug dazu haben? Dass sie
> nicht beworben werden? Dass sie zu wenig Unterstützung
> bekommen oder sich zu schnell abnutzen? Oder ist es die große
> Konkurrenzsituation, die dazu führt, das alte Spiele schnell
> wieder aus den Regalen gedrängt werden?

Hallo

ich denke es liegt vor allem an der Situation des Marktes. Wenn der spielerische Mittelstand 1-2x im Vierteljahr, vor den Regalen mit all den Spielen steht, ist er überfordert. Ohne Beratung wird dann meist nach dem SDJ oder dem gut präsentierten Spielmit gutem Schachtedesign gegriffen, manchmal greift der Kunde dabei zum passenden, meist jedoch greift er daneben. Ich denke das der Spielehandel einen grösseren Beratungsaufwand erfordert, als manch anderer Bereich, sonst bleiben Spiele wie Emerald, Löwenherz, Drachendelta oder aktuell Emerald den breiteren Kundenschichten verschlossen, obwohl sie vielleicht garde für die Spielerunde des Kunden das richtige Spiel wären.
Aus dieser Überforderung und dem dann, zur Zeit spürbarer hohen Preis der Spiele, wird dann eher auf bewährtes Zurückgegriffen Monopoly, Risiko oder der Kunde greift nach Spielen die andere Ereignisse merchandaisemässig begleiten, je nach dem welche Schachtel mit dem HdR Schriftzug er dabei erwischt ist er mit dem Inhalt zufrieden oder überfordert.

Kommen wir zum engagierten Fachhändler, meist in einem relativ kleinen Laden ansässig, herscht hier eigentlich immer ein Platzproblem. So viele Neuheiten, die man haben muss verrdrängen schnell auch bessere Spiele in die 2te Reihe. Ein Vollprogramm ist eigentlich meist nicht machbar. Ausserdem müssen, die zur Weihnachtszeit im Fehrnsehen beworbenen Spiele genau so vorhanden sein wie die ALEA-Reihe, die SDJ´s oder zumindest eine kleine Ecke mit Import und oder Langzeitstrategiespielen schliesslich wird das von den Mehr und Vielspielenden Kunden erwartet. Letztlich gibt es für den Fachhändler dann noch ein Problem mehr lohnt es sich nach 2 Jahren Marktpräsenz noch dieses Spiel ins Lager zu legen, oder wird es Morgen beim Gemüsehändler verramscht, ohne Verlagsnamen nennen zu wollen können dies 2 Jahre auch schon mal 180 Tage lang sein.

Hanno, der gerne auch älteres Verkauft, wenn es zu dem Kunden passt.

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Jost Schwider

RE: Highlights ade

Beitragvon Jost Schwider » 18. November 2002, 09:38

"friedemann" hat am 16.11.2002 geschrieben:

> Es ist doch gut, wenn ein Verlag Platz für neue Spiele
> schafft, schließlich ist es das doch worauf so viele von
> uns immer warten. Und wenn es wirklich Highlights sind,
> kommen die schon irgendwann wieder, für das
> "nachgewachsene" kaufwütige Volk.

100% ACK.
Zuerst (rein gefühlsmäßig) dachte ich genau wie Marcel-Andre: Schade, dass so gut Spiele vom Markt verschwinden. Aber letztendlich wird dadurch einfach Platz für neues geschaffen.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Tom

Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Tom » 18. November 2002, 10:58

Marcel-André Casasola Merkle schrieb:
>
> Mein Bedauern zielte eher darauf ab, dass Neuheiten es
> verdammt schwer haben, die Schwelle zum Klassiker zu
> überschreiten bzw. wenigstens zum Longseller zu werden.
>
> Liegt das daran, dass sie nicht das Zeug dazu haben? Dass sie
> nicht beworben werden? Dass sie zu wenig Unterstützung
> bekommen oder sich zu schnell abnutzen? Oder ist es die große
> Konkurrenzsituation, die dazu führt, das alte Spiele schnell
> wieder aus den Regalen gedrängt werden?

Mit Sicherheit daran, dass in der heutigen Zeit keine echten "Klassiker" mehr geboren werden; weder im Film, in der Literatur, im Automobilbau noch sonst wo. Also auch nicht bei Spielen. Der rasche Modellwechsel und die geringe Halbwertzeit eines Kulturgutes ist doch nicht nur bei Spielen zu beobachten, sondern überall wo man hinschaut. Außerdem gehört das Gesellschaftsspiel (leider) nicht zu des Deutschen liebsten Freizeitbeschäftigung, erst recht nicht im Zuge der Verdrängung durch PC-Spiele. Unser Hobby ist nun mal (leider) eine Nischenbranche. Wer ist denn bereit, diese teuer zu bewerben?
Gruß, Tom

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Biberle

Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Biberle » 18. November 2002, 12:02

> Mit Sicherheit daran, dass in der heutigen Zeit keine echten
> "Klassiker" mehr geboren werden; weder im Film, in der
> Literatur, im Automobilbau noch sonst wo.

Sorry, aber das ist schlicht Käse -- und zudem per definitionem auch gar nicht möglich. Ob Dinge zum Klassiker taugen, lässt sich rückblickend erst in 10, 20 oder gar 30 Jahren sagen -- und dann wird man feststellen, dass aus JEDEM von dir genannten Bereich Anno 2002 ein paar Klassiker entsprungen sind.

> Außerdem
> gehört das Gesellschaftsspiel (leider) nicht zu des Deutschen
> liebsten Freizeitbeschäftigung, erst recht nicht im Zuge der
> Verdrängung durch PC-Spiele.

Auch das ist IMO irreführend, da Gesellschafts- und PC/Videospiele zwar beides "Spiele" sind, aber erfahrungsgemäß kaum in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Dass Kinder oder Jugendliche zuerst Gesellschaftsspiele spielen und dann auf PC/Videospiele "umsteigen", dürfte so recht selten vorkommen. Richtig ist, dass Gesellschaftsspiele auf eine ähnliche Art unter den PC/Videospielen "leiden" wie andere Freizeitbeschäftigungen.Tom schrieb:

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Andreas Epplée

Re: Zu wenig Highlights?

Beitragvon Andreas Epplée » 18. November 2002, 13:20

Biberle schrieb:
>
> > Mit Sicherheit daran, dass in der heutigen Zeit keine echten
> > "Klassiker" mehr geboren werden; weder im Film, in der
> > Literatur, im Automobilbau noch sonst wo.
>
> Sorry, aber das ist schlicht Käse -- und zudem per
> definitionem auch gar nicht möglich. Ob Dinge zum Klassiker
> taugen, lässt sich rückblickend erst in 10, 20 oder gar 30
> Jahren sagen -- und dann wird man feststellen, dass aus JEDEM
> von dir genannten Bereich Anno 2002 ein paar Klassiker
> entsprungen sind.

Zustimmung (zum Käse ;-)) Die ganze Autorenspiele-Welle/Szene/Produktion etc. ist einfach gesamt-kulturell gesehen noch sehr, sehr jung. Siedler wird mit Sicherheit ein "Klassiker", auch Carcassonne hat m.E. das Zeug dazu.
Allgemein muss man wohl, auch wenn ich es als Vielspieler natürlich ungern tue ;-), in dieser Hinsicht der SdJ-Jury recht geben - massenmäßig erfolgreiche Spiele müssen EINFACH sein. Das auch als Antwort auf MACM: ein Spiel wie K&K, bei dem ich am Anfang schon überlegen muss, was das Ende bringen könnte, ist für den Seltenspieler schon ziemlich anspruchsvoll (vgl. auch die Schwierigkeiten mit den Bauern bei CC). Versteigerungen (wie bei Löwenherz) erfordern meist auch schon einige Denkarbeit (es sei denn sie werden mit Kuhhandeln verbunden - deshalb ist letzteres auch schon auf der Klassiker-Anwärter-Liste), ganz zu schweigen von echtem Rechnen wie bei Pfeffersäcke. Der Normalspieler erwartet - wie der normale Kinogänger, Musikhörer etc. - leichte Kost - "gearbeitet" hat er schon genug.

> > Außerdem
> > gehört das Gesellschaftsspiel (leider) nicht zu des Deutschen
> > liebsten Freizeitbeschäftigung, erst recht nicht im Zuge der
> > Verdrängung durch PC-Spiele.

Allerdings spielt kein Volk in der Freizeit lieber Gesellschaftsspiele als die Deutschen ;-)

>Richtig ist,
> dass Gesellschaftsspiele auf eine ähnliche Art unter den
> PC/Videospielen "leiden" wie andere
> Freizeitbeschäftigungen.

Ja. PC-Spiele sind halt insgesamt "einfacher", weniger abstrakt, illusionistischer als Brett- und Kartenspiele. Es liegt nicht an McDonalds, dass die meisten Menschen keine Feinschmecker sind - geschweige denn teure Lokale besuchen. Richtig ist aber auch, dass gerade die PC-Spiele einem so richtig klar machen, was man an Gesellschaftsspielen hat. Passenderweise sind die erfolgreichsten ja auch "Netzwerk"-Spiele (Counterstrike, Ultima etc.)

Andreas (durchaus kein PC-Spiel-Verächter)


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