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Was ist ein Bluff?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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cristinus

Was ist ein Bluff?

Beitragvon cristinus » 18. November 2002, 16:50

Hallo,

beim Sinnieren über den Thread, in dem nach Bluffspielen gesucht wurde, ist mir aufgefallen, dass hier im Forum wohl unterschiedliche Definitionen eines Bluffspiels existieren. Meine Fragen sind daher:
- Was ist ein Bluff?
- Wann ist ein Bluff ein Bluff?

Hier mein eigener Antwortversuch:
Ein Bluff ist eine Aktion, die man durchführt, obwohl die gegebenen Voraussetzungen diese Aktion eigentlich nicht gestatten würden. Kennt der Gegner alle Parameter, resultiert die Aktion auf jeden Fall in einer Niederlage für den Bluffenden.
Kennt der Gegner die Voraussetzungen nicht, bluffe ich, um dem Gegner bessere Parameter vorzugaukeln, um eine entsprechend andere Reaktion von ihm zu provozieren.
Zum Bluffen gehört auch dazu, daß der Gegner manchmal der Meinung ist, daß man blufft, obwohl man es nicht tut.

Nach dieser Definition ist ein Bluffspiel nur dann ein Bluffspiel, wenn vom Gegner eine Reaktion auf meine Aktion erwartet wird.

Wie sind Eure Meinungen?

Gruss
Christian

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Was ist ein Bluff?

Beitragvon Braz » 18. November 2002, 17:20

Lol - was ist das denn für eine Frage ? ;)
*fühltsichinderzeitzurückversetztindendeutschunterricht ;)


...Also ein Bluff ist ein Begriff für etwas was man vortäuscht, d.h. ich gebe eine Zahl/Wert etc. an, welche ich nicht besitze - quasi im gedanklichen Sinn ist ein Bluff ein "Etwas-einam-anderen-vormachen".

Hast du nie "Der Bluff" mit R.Redford und Paul Newman gesehen ?!
Die täuschten in diese Film ein Pferdewettsalon und die entsprechenden Wetten vor.......
beim Poker wäre ein Bluff z.B. wenn du trotz schlechter Karten eifrig mitbietest, um dem anderen zu signalisieren "ich habe gute Karten" - trotz schlechter Karten deinerseits !!

Also: Bluff = jnd etwas vortäuschen

hoffe dir geholfen zu haben ;)


Braz

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Was ist ein Bluff?

Beitragvon Ralf Arnemann » 18. November 2002, 17:24

> Ein Bluff ist eine Aktion, die man durchführt, obwohl die
> gegebenen Voraussetzungen diese Aktion eigentlich nicht
> gestatten würden.
Nein, das ist zu eng.
Man kann ja auch umgekehrt bluffen, man wäre schlechter gestellt als die Voraussetzungen es erlauben.

Ein "Bluff" ist grundsätzlich ein Versuch, Anderen einen falschen Tatbestand oder eine falsche Absicht vorzutäuschen.

Deine weitergehenden Folgerungen oder Einschränkungen sehe ich nicht.

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Gustav der Bär

Der Fremdwörter-Duden meint:

Beitragvon Gustav der Bär » 18. November 2002, 17:50

Bluff: dreiste, bewusste Irreführung; Täuschung(smanöver)

bluffen: durch dreistes Auftreten o. Ä. bewusst irreführen, täuschen
----------------------
Braz schrieb:
> Hast du nie "Der Bluff" mit R.Redford und Paul Newman gesehen ?! (...)

Hieß der nicht "Der Clou"?

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Braz

hast recht ;)

Beitragvon Braz » 18. November 2002, 18:49

Gustav der Bär schrieb:
> Hieß der nicht "Der Clou"?
>


lol.....
Mist...steht das auch im Duden ?! :) :) :) :)
...du hast mich erwischt...hmm was ich mir dabei wieder gedacht habe......*hehe .....kA...dachte doch glatt, daß der Film so heißt !

....aber einen Bluff gab es trotzdem in "der Clou" ;)


Grüße
Braz

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Gustav der Bär

Im Duden steht alles

Beitragvon Gustav der Bär » 18. November 2002, 21:12

Braz schrieb:
> Mist...steht das auch im Duden ?! :) :) :) :)

Klar, im Duden steht ALLES. :-) Ich zitiere:

Clou (lat.-fr.: "Nagel") der; -s, -s: a) Glanz-, Höhepunkt; b) Zugnummer

AX!GdB

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Steve-spielbox

AHA!!!

Beitragvon Steve-spielbox » 19. November 2002, 11:14

Bluff: dreiste, bewusste Irreführung; Täuschung(smanöver)

bluffen: durch dreistes Auftreten o. Ä. bewusst irreführen, täuschen
>
> Clou (lat.-fr.: "Nagel") der; -s, -s: a) Glanz-, Höhepunkt;
> b) Zugnummer
>

Aha!

Dann hat also meine Frau gestern Nacht ihren Clou vorgeblufft!

(Bitte keine dummen Kommentare, war nur witztig gemient!)

Steve

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Ralf Arnemann
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Re: Im Duden steht alles

Beitragvon Ralf Arnemann » 19. November 2002, 11:29

Da kann ich nur Augstein zitieren: "Hier irrt der Duden".
(den konkreten Bezug kenne ich leider nicht ;-)

Ist schon erstaunlich, welche Autorität der Duden in Deutschland genießt - nur wenige (wie z. B. Augstein) trauen sich da zu widersprechen.

Zum Stichwort "Bluff" würde ich aber auch sagen, daß der Duden hier recht hat.

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peer

Re: Im Duden steht alles

Beitragvon peer » 19. November 2002, 13:11

Hi,
ach, man darf nur nicht vergessen, dass der Duden kein Gesetz darstellt, sondern nur für sich in Anspruch nimmt, einen Konsens darzstellen, wie bestimmte Worte zu schreiben bzw. zu benutzen sind.
So ändert nicht der Duden die Sprache, sondern die Sprache ändert sich und der Duden passt sich an...
Das Büro früher (vor ca. 20 Jahren) Bureau geschrieben wurde und die Mehrzahl von "Tunnel" "Tunnels" war, weiss eigentlich keiner mehr. Der Duden hat dies aber niemals beschlossen, sondern sich schlichtweg angepasst. (Heutzutage sagt auch keiner mehr "buk" für "habe gebacken" etc. mal sehen, wann sich das in den Grammatikregeln wiederspiegelt.
ciao,
Peer

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re (OT): Im Duden steht alles

Beitragvon Ralf Arnemann » 19. November 2002, 16:58

> So ändert nicht der Duden die Sprache, sondern die Sprache
> ändert sich und der Duden passt sich an...
Das ist aber eine moderne Entwicklung. Früher hatte der Duden ein anderes Selbstverständnis (und viele Leute vermissen dies heute an ihm).

> Das Büro früher (vor ca. 20 Jahren) Bureau geschrieben wurde
Das ist aber schon einige "20 Jahre"-Abschnitte her ...

Ralf
(der die Diskussion über die Rechtschreibreform nie mitgemacht hat, weil er noch die vorletzte Reform nicht nachvollzogen hat und immer noch "Telephon" schreibt).

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Volker L.

Re: (OT): Im Duden steht alles

Beitragvon Volker L. » 19. November 2002, 17:29

Ralf Arnemann schrieb:
>
> > So ändert nicht der Duden die Sprache, sondern die Sprache
> > ändert sich und der Duden passt sich an...
> Das ist aber eine moderne Entwicklung. Früher hatte der Duden
> ein anderes Selbstverständnis (und viele Leute vermissen dies
> heute an ihm).

Und dazu gehoere auch ich.
Natuerlich aendert sich jede lebende Sprache im Laufe der Zeit,
aber IMHO guckt der Duden heutzutage (schon seit den 80er Jahren)
den Leuten zu sehr auf's Maul, statt staerker festzustellen,
was richtig und was falsch ist.

Gruss, Volker

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Gustav der Bär

OT: Richtig und falsch bei Sprachen

Beitragvon Gustav der Bär » 19. November 2002, 20:47

Volker L. schrieb:
> (...) Natuerlich aendert sich jede lebende Sprache im Laufe der Zeit,
> aber IMHO guckt der Duden heutzutage (schon seit den 80er Jahren)
> den Leuten zu sehr auf's Maul, statt staerker festzustellen,
> was richtig und was falsch ist.

Genau das ist wohl der Punkt, an dem sich schon manche fruchtlose Rechtschreibreform-Diskussionen entzündet hat.

"Richtig" ist für Reformgegner ja immer nur das, was sie selbst als Kinder gelernt haben, "falsch" folglich das, was Anderen heute anders machen.

Während man in den Naturwissenschaften recht genau definieren kann, was richtig oder falsch ist (oder jedenfalls nach aktuellem Wissensstand dafür gelten kann), sind Geisteswissenschaften - mag es bildende Kunst oder Philologie sein - immer zu einem großen Teil Ansichtssache. Natürlich kann man objektiv feststellen, wann Goethes "Die Leiden des jungen Werthers" zum ersten Mal erschienen ist - aber schon die Frage, ob im Titel der Genitiv des Eigennamens "Werther" nach dem gebeugten Artikel mit dem angehängten "s" richtig oder falsch gebildet wurde, kann von unterschiedlichen Betrachtern unterschiedlich beantwortet werden.

Sprache ist meiner Einschätzung nach nicht viel mehr als Konvention. Man kann per Autorität nur innerhalb gewisser Grenzen anweisen, wie mit ihr umgegangen werden soll. So kann ein Vorgesetzter seine Sekretärin zwar anweisen, Briefe nach der jeweils aktuell gültigen Rechtschreibung zu schreiben, aber wenn sie in ihrer Freizeit Gedichte verfasst, kann sie schreiben wie sie lustig ist - ohne dass die Gedichte deswegen "falsch" würden.

Und warum ist das so?

Aus dem naheliegenden Grund - du sprichst es ja selbst an, lieber Volker - dass Sprache sich ändert. "Ändern" heißt aber eben "anders machen als derzeit üblich" - es heißt nicht zwangsläufig "etwas falsch statt richtig machen", jedenfalls nicht da, wo es ein eindeutiges "falsch" oder "richtig" nicht geben kann.

Populäres und vielgescholtenes Beispiel: Die Bedeutungsänderung des Wortes "geil". Bis in 19. Jahrhundert hieß das soviel wie "fruchtbar". In meiner Jugend in den 70er Jahren benutzten wir das Wort als "sexuell erregt", was aber schon eine Bedeutungs-Änderung war. War es falsch von uns, das so zu benutzen?

Heute sagen junge Leute "geil", wenn sie "ausgezeichnet" meinen - noch ´ne Bedeutungsänderung. Und natürlich regen sich die Erwachsenen (diesmal meine Generation und die etwas Jüngeren) darüber auf, weil sie das Wort eben so verstehen, wie WIR es in unserer Jugend benutzt haben. Wurde es also in unserer Jugend doch richtig benutzt und jetzt erst falsch?

Und was ist, wenn in ein paar Jahrzehnten "geil" soviel wie "steuerfrei" bedeuten sollte? Dann geht die Diskussion natürlich wieder von vorne los, mit immer den selben Argumenten und nur anderen Beteiligten (und vermutlich einigen Beteiligten, die beim Erreichen des 30. Lebenjahres die Seiten gewechselt haben und jetzt das als ewig wahrhaftige Tradition verteidigen, was sie selbst mit eingeführt haben, um diese langweiligen ewig wahrhaftigen Traditionen endlich los zu werden ;-) ).

Nehmen wir doch den Duden einfach als das, was er ist und bestenfalls sein kann: Als eine sehr nützliche Hilfe, eine vorübergehend gültige Konvention einzuhalten, die die schriftliche Kommunikation erleichtert - und fangen wir gar nicht erst an, anderen vorzuschreiben, wie sie Sprache verstehen und anwenden dürfen.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: OT: Richtig und falsch bei Sprachen

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 19. November 2002, 21:36

Gustav der Bär schrieb:

> Populäres und vielgescholtenes Beispiel: Die
> Bedeutungsänderung des Wortes "geil".
> ...

So schließt sich der Kreis der Bedeutung dieses Wortes, daß aufgrund der erwähnten Entwicklung meiner neunjährigen Tochter deutlich leichter über die Lippen kommt, als ihrem Vater. Die aktuelle Bedutung "hervorragend", "ausgezeichnet" muß das Wort nämlich zu früheren Zeiten gehabt haben, wie sonst kann in einem altehrwürdigen Kirchenlied die Zeile "Oh du geile Jungfrau Maria" vorkommen?

Gruß
Roland (hast Du Dich von den nervenzerfetzenden Kämpfen gegen die Monster in Minotaurus' Höhlen schon erholt?)

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Gustav der Bär

OT: Geiler Minotaurus benutzt Q-tips

Beitragvon Gustav der Bär » 20. November 2002, 06:08

Roland G. Hülsmann schrieb:
> (...) wie sonst kann in einem altehrwürdigen Kirchenlied die Zeile "Oh
> du geile Jungfrau Maria" vorkommen?

Das Duden-Herkunftswörterbuch gibt noch ein paar im Mittelalter übliche Nebenbedeutungen an, darunter "kraftvoll"; vermutlich ist das Wort im von dir angeführten Lied so gemeint.

Übrigens wurde "geil" im Mittelalter auch im Sinne von "fröhlich" benutzt - daraus entstand das englische "gay", ursprünglich auch "fröhlich", heute "schwul". Interessant ist auch folgendes, das ich erst vor einiger Zeit in völlig anderem Zusammenhang * las: Die heute als "Q-tips" bekannten Stäbchen hießen früher "Quality tips baby gays" (Qualitäts-Stäbchen für Fröhliche Babys ), da sie nur zur Kinderpflege verwendet wurden. Als "gay" dann umgangssprachlich seine Bedeutung wechselte, verkürzten die Stäbchen schnell den Namen und hießen zunächst "Qualitiy tips", dann nur noch "Q-tips".

Mensch, jetzt sind wir aber weit-weit im OT und können gleich noch einen Schritt weiter nach Kreta machen:

> (...) hast Du Dich von den nervenzerfetzenden Kämpfen gegen
> die Monster in Minotaurus' Höhlen schon erholt?

Ganz im Gegenteil, lieber Roland, denn ich habe inzwischen noch eine Menge drüber nachgedacht. Babsi und mir hat´s beiden gut gefallen. Das Spiel hat auf jeden Fall das Potential für eine professionelle Veröffentlichung (was aber eben - wovon ich bei meinen Manuskripten ein Liedchen singen könnte - oft nicht geht, ohne dass man den einen oder anderen Abstrich grade bei den Elementen machen muss, die vielleicht sogar die ursprüngliche Motivation waren, damit anzufangen). Sobald ich etwas mehr Struktur in meine Ideen gekriegt habe, schicke ich dir ohnehin noch ein ausführliches Mail dazu.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

* David Feldman: "Warum ist die Banane krumm? Was ist des Pudels Kern? Gesammelte Erklärungen aus dem Unerklärlichen." Goldmann, München 1995, ISBN 3-442-13155-3

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Volker L.

Re: [OT]: Richtig und falsch bei Sprachen

Beitragvon Volker L. » 21. November 2002, 13:44

Gustav der Bär schrieb vieles, dem ich ueberwiegend zustimme:
>
> Volker L. schrieb:
> > (...) Natuerlich aendert sich jede lebende Sprache im Laufe
> der Zeit,
> > aber IMHO guckt der Duden heutzutage (schon seit den 80er
> Jahren)
> > den Leuten zu sehr auf's Maul, statt staerker festzustellen,
> > was richtig und was falsch ist.
>
> Genau das ist wohl der Punkt, an dem sich schon manche
> fruchtlose Rechtschreibreform-Diskussionen entzündet hat.
>
> "Richtig" ist für Reformgegner ja immer nur das, was sie
> selbst als Kinder gelernt haben, "falsch" folglich das, was
> Anderen heute anders machen.
> (...)
> Und warum ist das so?
>
> Aus dem naheliegenden Grund - du sprichst es ja selbst an,
> lieber Volker - dass Sprache sich ändert. "Ändern" heißt aber
> eben "anders machen als derzeit üblich" - es heißt nicht
> zwangsläufig "etwas falsch statt richtig machen", jedenfalls
> nicht da, wo es ein eindeutiges "falsch" oder "richtig" nicht
> geben kann.

Nunja, es gibt schon eine Konvention darueber, was [i[momentan[/i]
als richtig oder falsch anzusehen ist. "Wegen dem Wetter" ist
beispielsweise falsch. Aber viele Leute reden so, weil sie es
nicht besser wissen. Andererseits ist in letzter Zeit das "wo"
viel in Gebrauch gekommen, ich meine jetzt nicht die - fuer
meine Ohren grauenhafte :-( - sueddeutsche Verwendung
"die mail, (die) wo ich gestern geschrieben habe", sondern den
Gebrauch in der Art "der Ort, wo es passiert ist" (anstelle von
"der Ort, [i]an dem[/i] es passiert ist).
Ich sehe da schon noch einen Unterschied, auch wenn es
zugegebenermaszen nur ein gradueller ist.
Und meiner Meinung nach ist beides falsch: das ewige Beharren
auf derselben Schreibweise oder Bedeutung ueber Jahrhunderte
ebenso wie das akzeptieren eines ([b]insbesondere in weniger
gebildeten Kreisen!!![/b]) verbreiteten Fehlers, der auf
Unwissenheit beruht.
Man muss einen vernuenftigen Mittelwert finden, und fuer meinen
Geschmack hat der Duden in den letzten Jahrzehnten diesen
zu weit in Richtung des zweitgenannten Extrems verlassen.

> Populäres und vielgescholtenes Beispiel: Die
> Bedeutungsänderung des Wortes "geil". Bis in 19. Jahrhundert
> hieß das soviel wie "fruchtbar". In meiner Jugend in den 70er
> Jahren benutzten wir das Wort als "sexuell erregt", was aber
> schon eine Bedeutungs-Änderung war. War es falsch von uns,
> das so zu benutzen?
>
> Heute sagen junge Leute "geil", wenn sie "ausgezeichnet"
> meinen - noch ´ne Bedeutungsänderung. Und natürlich regen
> sich die Erwachsenen (diesmal meine Generation und die etwas
> Jüngeren) darüber auf, weil sie das Wort eben so verstehen,
> wie WIR es in unserer Jugend benutzt haben. Wurde es also in
> unserer Jugend doch richtig benutzt und jetzt erst falsch?

Waere noch hinzuzufuegen, dass Geil urspruenglich ein
Druesensekret des Biebers ist, das in der Tat mit der
Fortpflanzung in Zusammenhang steht.

Gruss, Volker (wuerde "geil" auch nur mit jener Bedeutung aus
den (19)70ern verwenden, versteht aber ohne grosses Nachdenken
die von der heutigen Jugend gemeinte Bedeutung und stoert sich
(inzwischen) nicht mehr daran)

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Gustav der Bär

Re: [OT]: Richtig und falsch bei Sprachen

Beitragvon Gustav der Bär » 21. November 2002, 21:32

Das erinnert mich an die Geschichte vom Manta-Fahrer, der neben einem Straßenfeger anhält, sich aus dem Fenster beugt und ruft: "Ey, Mustafa, wo gehtet denn hier nach ALDI?"
"_Zu_ ALDI.", verbessert ihn der Straßenfeger.
"Wat!", empört sich der Manta-Fahrer, "Et is´ noch keine fünf Uhr - und ALDI hat schon zu?!?"

AX!GdB


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