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Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Karsten

Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Karsten » 30. November 2002, 17:36

Hallo,

ich möchte gerne wissen, wie man die Gründung eines Spieletreffs organisieren kann.
Betrachten könnte man die Aspekte
Räumlichkeiten,
das zur Verfügungstellen von privaten Spielen,
Eintritts- oder Beitrittskosten (aus Sicht der Neu- und Wiederbeschaffung von verschlissenem Spielmaterial),
Terminplanung,
Einbeziehung von Verlagen, um evt. kostengünstig Spielmaterial zur Verfügung gestellt zu bekommen,
Maximale Anzahl der Spieler (Mitglieder)

Wer hat Erfahrung mit so etwas und kann davon berichten?


Danke...
Karsten (der mangels Mitspieler daran denkt)

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Wolfgang Ditt

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Wolfgang Ditt » 30. November 2002, 18:02

Hallo Karsten:

hier die Erfahrungen, die wir mit der Pöppelkiste gemacht haben (einiges auf auf der obigen URL)

> Betrachten könnte man die Aspekte Räumlichkeiten
Es sollte ein fester Raum sein. Wir spielen privat, was Vor und Nachteile hat (Selbstversorger, Größe, Verfügbarkeit)

>das zur Verfügungstellen von privaten Spielen
ohne dem geht es wohl kaum.

> Eintritts- oder Beitrittskosten (aus Sicht der Neu- und
> Wiederbeschaffung von verschlissenem Spielmaterial),
Das würde abschrecken. Es sollte in einem Spieleclub so auf die Spiele geachtet werden, dass das nicht nötig ist.

> Terminplanung
Ein regelmäßiger Termin ist wichtig. Nicht zu oft (dann wird es langweilig und die Leute bröckeln weg, nicht zu selten, dann braucht man ihn nicht). Das ganze hängt vom Umfeld ab, Berufstätige können nur abends und seltener als z. B. Studenten. Ansonsten auch mit zwei oder drei Spielern durchfähren. Am Anfnag in der Urlaubszeit gibt es solche Termine.

> Maximale Anzahl der Spieler (Mitglieder)
Dann wird es eine feste Runde, oder? Wen willst du außen vorlassen. Du kannst den Kreis offen gestalten (wer kommt, der kommt) oder mit Anmeldung (ich habe so viele Plätze, wer kommt dieses Mal? Wenn voll, dann voll).

> Wer hat Erfahrung mit so etwas und kann davon berichten?
Schick weitere Fragen einfach an obige Email.

Wolfgang

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friedemann
Kennerspieler
Beiträge: 517

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon friedemann » 30. November 2002, 18:19

Hallo,

eine wichtige Erfahrung habe ich in der Entwicklung vieler Spielclubs erleben dürfen. Es gibt auf fast jedem öffentlichen bzw. offenen Spieletreff mindestens eine Person, die irgendwann irgendwoher aufgetaucht ist und mit der keiner spielen will.

Das wäre grundsätzlich kein Problem, nur daß das häufig dazu führt, daß sich Leute vorher bewußt feste Runden bilden, um ja nicht mit dieser Person zu spielen oder noch schlimmer, daß einige Leute abgeschreckt werden zum Spieleabend zu kommen.

Ich habe mich früher nicht getraut solchen Person, dies zu sagen. Inzwischen bin ich da härter geworden und sage es manchen Menschen schon ins Gesicht, daß ich nicht mit Ihnen spielen will. Ist vielleicht auch nicht der beste Weg, aber es ist schließlich meine Freizeit und da will ich Spaß haben und ist sicherlich besser als andauernd zu lügen oder so zu tun als ob man schon mitten im Spiel ist etc.

Wenn es wirklich so sein sollte, daß irgendwann so ein Spaßzerstörer auftaucht, muß man halt überlegen, wie man damit umgeht.

Ansonsten finde ich offene Spieleabende sehr angenehm, weil darüber schon viele nette neue Spieler kennengelernt habe und normalerweise finden sich die Leute schon allein über den verschiedenen Spielegeschmack.

Nur mal so angemerkt.

friedemann

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Hanno Schwede
Kennerspieler
Beiträge: 392

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Hanno Schwede » 30. November 2002, 18:38

Hy Karsten,

im Rahmen meines Jobs in einem kleinen Spieleladen betreue ich den Spieleabend, des Ladens. Dieser wird von uns als Kundendienst und zu Werbezwecken veranstaltet, liegt also ein wenig neben Deinen Fragen.

Einmal im Monat hat sich für uns als ideal herausgestellt, wir haben dann immer so 3-7 Tische mit verschiedenen Spielen, die von den beiden Erklärern vor Ort, gut gehandelt werden können. Wir haben für den Abend einen Raum in einem benachbarten Cafe reserviert, schotten diesen aber bewusst nicht von dem Rest des Ladens ab, so haben wir auch häufig Zufallsspieler.

> das zur Verfügungstellen von privaten Spielen,

Fällt bei uns flach, da die vom Laden gestellt werden.

> Eintritts- oder Beitrittskosten (aus Sicht der Neu- und
> Wiederbeschaffung von verschlissenem Spielmaterial),

In einem privat organisierten Spielekreis, sollte die Spielebeschaffung ausgeglichen sein.

> Terminplanung,

Bei uns einmal im Monat, immer am 2ten Montag im Monat. Ich gebe mal den Tipp möglichst solch einen automatisch generierten Termin zu nehmen.

> Einbeziehung von Verlagen, um evt. kostengünstig
> Spielmaterial zur Verfügung gestellt zu bekommen,

mmmm, viel Glück

> Maximale Anzahl der Spieler (Mitglieder)

siehe Friedemann viel mehr kann man dazu icht sagen

> Wer hat Erfahrung mit so etwas und kann davon berichten?

ich

So aber noch ein paar Anregungen:

- Such Dir ein oder 2 Mitspieler und setz Dich immer wieder in eine Kneipe und Spiel dort, irgendwann wird Dich wer darauf ansprechen.

- Biete einen Hochschulkurs spielen in heutiger Zeit an.

- Poste Deinen Wohnort, vielleicht gibt es ja dort schon so etwas *gg*

Hanno

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Dieter Niehoff

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Dieter Niehoff » 1. Dezember 2002, 10:23

Karsten schrieb:
>
> Hallo,
>
> ich möchte gerne wissen, wie man die Gründung eines
> Spieletreffs organisieren kann.
> Betrachten könnte man die Aspekte
> Räumlichkeiten,

Vor mittlerweile 12 Jahren habe ich zusammen mit meinen Schwager die Sache wie folgt gestartet:
Die Lokalpresse hat in einer "Personality-Story" uns beide mit unserer Spielleidenschaft vorgestellt. Das damals abgedruckte Photo mit zwei erwachsenen Männern die in einer Flut von Spieleschachteln zu ertrinken scheinen, kam wohl gut an ...........
Im Bericht wurde auf vier öffentliche Spiele-Abende hingewiesen. Diese Spiele-Abende fanden in einem großen, sehr schönen grioßen Szene-Kneipe statt........ Und der Zutritt war jedem Interesserten ausdrücklich gestattet. Am zweiten Abend waren 9 Spieltische belegt!

> das zur Verfügungstellen von privaten Spielen,

Bei diesen Spiele-Abenden brachten wir einige Körbe voll eigener Spiel mit und bauten immer alles fein auf. Manche Tische waren mit spielbereiten "Siedlern" u.a.m. bereit zum fixen Start.

> Eintritts- oder Beitrittskosten (aus Sicht der Neu- und
> Wiederbeschaffung von verschlissenem Spielmaterial),

Keine Kosten für niemanden. Und das Spiele verschleissen ist doch normal ...... (Und wenn später jeder mehr oder weniger Spiele mitbringt, ist es doch egal)

> Terminplanung,

Damals mitten in der Woche, mittwochs abends.

> Einbeziehung von Verlagen, um evt. kostengünstig
> Spielmaterial zur Verfügung gestellt zu bekommen,

Damals hatte ein örtlicher Händler uns einmalig mit einer "Sachspende" (ca. 10 Spiele) unterstützt.

> Maximale Anzahl der Spieler (Mitglieder)

Damals: Je mehr, je besser. Keine Mitgliedschaft, weil kein Verein entstehen sollte.
>
> Wer hat Erfahrung mit so etwas und kann davon berichten?
>
An jedem der vier Abend lag eine Liste aus, in der sich Interessierte eintragen konnten ("Wer möchte weiter über Spiele-Abende informiert werden?") Diese Liste war unser eigentliches Ziel und dann der Gründstein für spätere Treffen in privaten Räumen.

(Übrigens hat es sich bei uns seit vielen Jahren bewährt, dass die Gäste Getränke und Knabbereien als "Eintrittskarte" zum Gastgeber stets mitbringen)

Mittlerweile sind wir ein Stamm von sechs übrig gebliebenen, bzw. neu hinzu gekommenen und gebliebenen Spielern, die sich regelmäßig am Wochenende treffen - die für mich schönste und angenehmste Form um mit netten Menschen dem Hobby zu frönen.

Auf die Sache mit den "Spiele-Geschenken" von Verlagen solltest Du nicht zu sehr bauen. Bettelbriefe dazu sind mühsam und eher frustrierend. Wenn Du jedoch mit der heimischen Presse zusammen arbeiten kannst (eine eigene Spiele-Kolumne, oder regelmäßige öffentliche Spiele-Abende zu ganz bestimmten Spielen, dann könnte es vielleicht was werden mit den Spiele-Unterstützungen durch Verlage)
> Danke...

Bitte
> Karsten (der mangels Mitspieler daran denkt)

Dieter NIehoff

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Kerstin

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Kerstin » 1. Dezember 2002, 10:47

Hallo Karsten,

bevor ich von GI nach GT umgezogen bin, habe ich mich in Gießen jeden Montag abend mit Freunden zum Spielen getroffen.
Dieser Spielekreis war über New-in-town.de (Internetseite, auf der man für nahezu jedes Hobby "Freizeitpartner" suchen kann) entstanden.
Zuerst hatten wir uns in Kneipen getroffen, als wir uns besser kannten und sich ein fester Spielekreis (5-7 Leute) gebildet hatte, fanden die Treffen reiherum bei einem von uns privat statt. Wir hatten das alle als angenehmer empfunden als die Treffen in den Kneipen (keine lauten Hintergrundgeräusche, besseres Licht, kein Qualm...). Die ersten Treffen in der Kneipe waren aber ganz gut, denn so findest du eher Leute, die zu einem ersten Spieleabend kommen, als wenn sie zu fremden Leuten nach Hause kommen sollen ;-) .
Derjenige, bei dem später der Spieleabend stattfand, hat für Getränke und Knabbereien gesorgt. Am Ende jedes Spieleabends hatten wir uns gleich auf den Treffpunkt für die Folgewoche geeinigt.
Und noch zum Thema Spiele: Eine Freundin aus dem Spielekreis und ich sind so spielesüchtig, dass wir locker immer für genügend neuen Spielenachschub sorgen konnten. Falls das bei dir nicht so sein sollte: man kann ja auch Spiele aus Büchereien ausleihen.

Verspielte Grüße
Kerstin

PS: Du gründest deinen Spielekreis nicht zufällig in der Nähe von Gütersloh und willst die Treffen dann auch noch am Wochenende stattfinden lassen??? Bislang scheitere ich hier nämlich noch daran, Leute zu finden, die am Wochenende regelmäßig spielen mögen - SCHNUFF!!! :-((

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Karsten

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Karsten » 1. Dezember 2002, 11:20

Guten Morgen,

> PS: Du gründest deinen Spielekreis nicht zufällig in der Nähe
> von Gütersloh und willst die Treffen dann auch noch am
> Wochenende stattfinden lassen???
> Bislang scheitere ich hier
> nämlich noch daran, Leute zu finden, die am Wochenende
> regelmäßig spielen mögen - SCHNUFF!!! :-((

Ich komme leider nicht aus Gütersloh, sondern aus Osnabrück.
Und genau an Deinem letzgenannten Satz scheitert es momentan auch bei mir :-)
Deswegen suche ich ja Auswege und Möglichkeiten, dies zu ändern.
Packen wir's an... und auch viel Glück bei Deiner Suche.


Noch einen gemütlichen ersten Advent...
Karsten

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Marc Wickel

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Marc Wickel » 1. Dezember 2002, 13:16

Ich kann mal erzählen wie es bei unserem Darmstädter Spieltreff lief (war aber aber nicht von Anfang an (19paarundachzig) dabei

> Betrachten könnte man die Aspekte
> Räumlichkeiten,

Private Räume kosten keine Miete, aber es immer ein paar Leute, die man nicht in seiner Wohnung haben will und die man normalerweise nie einladen würde (wie Friedemann auch schon schrieb).

Kneipen wollen meistens ihre Getränke und Speisen verkaufen, das ist nicht immer billig und ev. für Schüler und Studenten ev. nicht immer bezahlbar.

Wir sind in einem Gemeinschaftsraumes eines Studentenwohhnheims und die Miete wird auf die Spieler umgelegt (1 Euro/Abend). Allerdings kann man Vereinsmitglied beim "Spielekreis Darmstadt" werden (16 Euro/Jahr) und dann ist der Spieletreff kostenlos.

Eventuell kann man sich auch eine Kirchengemeinde oder so wenden, die an einem Spieletreff interesse haben, weil er "ihr" Angebot ausweitet ohne dass sie viel Organisationsarbeit damit haben.

Oder einen Spieleladen, klar. Wenn da kein Platz oder Interesse ist, kann man dort aber auf den Spieltreff aufmerksam machen.

> das zur Verfügungstellen von privaten Spielen,

Muss man anfangs immer machen ev. kann man nach und nach eine Spieltreff-eigene Spielesammlung anlegen.

> Maximale Anzahl der Spieler (Mitglieder)

Kann ja nach oben offen sein. Allerdings sollte man bei regem Zulauf nicht zu schnell daran denken eine größere Lokalität zu suchen, denn das Spieleraufkommen kann über die Jahre doch sehr schwanken. Das war bei uns der Fall, es gab in den besten Zeiten 20 Spieler pro Abend, aber ein paar Jahre später halt nur 4-5. Schwund findet statt, denn Studenten werden Diplomierte und ziehen weg, andere Heiraten, gründen Familien etc

Damit kommt man auch zum nächsten Punkt: Durchhalten, auch wenn nur die 4-5 Spieler kommen. Inzwischen sind wir wieder 7-12, das reicht schon für zwei Spielerunden. Aber einen geschlossenen Spieletreff wiederbeleben ist schwerer als ihn aufrechtzuerhalten.

Und damit die Leute kommen, braucht es einen regelmässigen Termin, ich denke 1x im Monat sollte es schon sein (und das zu einem fixen Termin, 1. Mittwoch im Monat etc.)

Wir haben auch mal "Werbewochen" gemacht, um neue Spieler anzusprechen (ist aber schon ein paar Jahre her). Dazu wurde ein Themenabend gemacht und diser mit Flugblättern und kleinen Aushängen beworben. Der Vorteil war, dass dann viele "Neue" auf einmal kommen und nicht einzeln. Und in der "Meute" fühlt man sich vielleicht nicht so unsicher, wie wenn man alleine kommt und die Spieler gerade so Spezial- bzw. Freak ;-) -Spiele wie "Titan" oder "Civi" spielen.

Dann gibt seit 1994 1x jährlich eine größeres Spielefest "Darmstadt spielt" (600-800 Spieler, Eltern, Kinder, Erwachsene) aber regen Zulauf zu den Spieletreffs hat das nicht gebracht.

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Günter Sauerbier

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Günter Sauerbier » 1. Dezember 2002, 22:30

Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor. Erst trifft man sich in öffentlichen Räumen, auch bei mir war es zuerst eine Kneipe, dann eine Bildungseinrichtung. Erst ist gute Stimmung, alle sind neu und müssen sich erst beschnüffeln. Da versteht es sich von selbst, dass alle freundlich zu einander sind.

Aber plötzlich verabschieden sich einige Mitspieler, treffen sich zukünftig lieber privat. Leider konnte ich diese Truppe nicht mehr fragen, warum sie gegangen ist. Das war auch eigentlich nicht nötig, denn im offenen Treff ist ein Pärchen aufgetreten, mit denen hatte einfach niemand mehr Lust zu spielen. Das liebe Problem, er spielt für sie, sie für ihn.

Das ist für mich genau das Problem von offenen Spieletreffs. Wie Friedeman schon schrieb, können ein, zwei echte Sympathieträger einen offenen Spieletreff sprengen, wenn der Treff irgendwann zu klein geworden ist. Ab 20 Leuten sollte das nicht passiert. In einem kleinen Kreis muss man aber schon die Notbremse ziehen und solche Leute vergraulen.

Oder man verschwindet eben in private Kreise, was ich letztlich vorgezogen habe. Leider bruzzelt man da im eigenen Saft, kennt genau die Reaktionen und Spielweisen der Mitspieler. Da muss man schon ein hartgesottener Spieler sein oder gut miteinander auskommen, um auf Dauer bei der Stange zu bleiben.

Alternativ geht man irgendwann wieder in einen offenen Spielekreis und saugt dort die netten Mitspieler ab. Schließlich hat man ja über die Jahre eine große Sammlung interessanter Spiele und auch an Neuheiten herrscht dann gewöhnlich kein Mangel. An diesem Köder beißen schon ein paar nette Mitspieler an, schließlich kann man die Leute auch gezielt ansprechen. damit kann man schon einen guten Köder auswerfen.

Für mich ist nach vielen Jahren ein offener Spieletreff genau nur noch dazu gut, zu mehr leider nicht. Ich habe einfach kein Interesse, mit Blödmännern, Schlauschnacker und schon gar nicth mit Leuten zu spielen, die für mich den besten Zug suchen.

Gruß

Günter

... spielt seit Jahren nur noch mit netten Leuten.

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Michael Andersch

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Michael Andersch » 2. Dezember 2002, 08:23

Karsten schrieb:
>
> Räumlichkeiten,

Am besten öffentlich oder halböffentlich und mietkostenfrei...

> das zur Verfügungstellen von privaten Spielen,

Ohne das wird's nicht gehen.

> Eintritts- oder Beitrittskosten (aus Sicht der Neu- und
> Wiederbeschaffung von verschlissenem Spielmaterial),

Eintritt würde ich nicht verlangen - außer Du kannst auf Mitspieler verzichten ;-)
So stark nutzen Spiel sich ja glücklicherweise nicht ab, im Zweifel bringt man "Schnellabnutzer" (z.B. Ligretto) einfach nicht mit oder weist Spieler, die mit Fremdmaterial rücksichtslos umgehen einfach darauf hin.

> Terminplanung,

Fixer Termin, nicht zu selten (sonst gerät er in Vergessenheit) und nicht zu oft (sonst kommt jeder "beim übernächsten Mal wieder").

> Einbeziehung von Verlagen, um evt. kostengünstig
> Spielmaterial zur Verfügung gestellt zu bekommen,

Würde ich mich nicht drauf verlassen bzw. würde ich - wenn es sich nicht um einen relativ großen und etablierten Spieleabend handelt - schon fast als vermessen ansehen (à la: "Lieber Verlag XY, für unsere Spielgruppe bestehend aus 3 Personen sind wir ständig an Ihren neuesten und teuersten Spielen interessiert...").

> Maximale Anzahl der Spieler (Mitglieder)

Eine Frage, die sich bei Neugründung vermutlich nicht stellen dürfte. Sei froh, wenn Du überhaupt ein paar Leute zusammen bekommst.

Prinzipiell würde ich aber sagen: Je mehr, desto besser (größere Auswahl an mitgebrachten Spielen, unterschiedlichere Zusammensetzung der Spielrunden,...)

Aber: Größere Wahrscheinlichkeit des Auftauchens von Leuten, mit denen nieman spielen will (Besserwisser, 150% Strategen, zusammenhaltende Pärchen,...), größerer Geräuschpegel (nervig beim Erklären), evtl. größerer Verwaltungsaufwand, größere Räumlichkeit nötig...


Vielleicht hilft Dir auch folgender Thread weiter:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=48120&t=48120

Und es gab nochmal einen Thread, in dem jemand Tips zur Gründung eines Treffs in einer Bücherei oder eines kirchlichen Treffs oder so gesucht hat. Den finde ich gerade nicht, die Fragen waren aber recht exakt die gleichen wie bei Dir.


VG,
Micha

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Brigitta Lindemann

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Brigitta Lindemann » 2. Dezember 2002, 08:37

Hier ist der andere
http://www.spielbox-online.de/phorum4/read.php4?f=5&i=356&t=356
Brigitta

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Rüdiger Reichelt

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Rüdiger Reichelt » 2. Dezember 2002, 08:48

Hallo Karsten ???

Auch ich möchte ein paar Informationen zum Thema Spieletreff geben. Wenngleich die anderen Antwort-Beiträge schon sehr umfangreich waren.

Ich gehöre zum Burgdorfer Spieletreff, der inzwischen auch 10 Jahre existieren dürfte. Wir zählen nicht mehr so genau nach.

Der Spieletreff ist aus einer Teeküche ("Normale" und Behinderte treffen sich da) entstanden. Das ganze findet kostenlos im Gemeindehaus statt, am Anfang hatte der damalige Diakon auch selbst eifrig teilgenommen.

Inzwischen haben wir einen harten Kern von etwa 6 Personen, es kommen aber immer mal wieder Neuzugänge dazu. Die letzten Beiden haben uns über den Eintrag bei KMW erreicht.

Wir haben keine Begrenzungen bezüglich der Mitglieder und bleiben bewußt öffentlich. Derzeit treffen wir uns 2-wöchentlich Donnerstags ab 19.30 Uhr. (Das Wochenende ist uns zu heilig, das genießt jeder für sich selbst. Allerdings haben wir 8 bis 10 mal im Jahr auch außerordentliche Treffen am Wochenende im privaten Kreis. "Zwiebelkuchenessen", "Grillparty" und ähnliches sind schon fester Bestandteil der Spielekultur.

Die Spiele selbst habe am Anfang meist ich mitgebracht, ich hatte damals bereits um die 1000 Stück. Inzwischen gibt es aber auch andere Freaks, die immer mal was Neues dabei haben. So ist es finanziell machbar. Und Beiträge wollen wir nicht erheben.

Besonderen Spaß hat es uns eine Zeit lang bereitet, an den Deutschen Brettspielmeisterschaften teil zu nehmen bzw. es wenigstens zu versuchen. Allerdings wurden die Mitspieler der anderen Teams immer verbissener im Laufe der Jahre. Und aus einigen Ecken kamen mehrere Mannschaften, die sich kannten und dann entsprechend "halfen". Da haben wir uns dann zurück gezogen. Spielen soll Spaß machen. Und wenn man viel spielt, kann man auch mal verlieren.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück bei Deinem Versuch, einen neuen treff ins Leben zu rufen.

Rüdiger

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Michael Andersch

Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Michael Andersch » 2. Dezember 2002, 09:04

Hallo Brigitta,

den meinte ich gar nicht. Aber trotzdem interessant, was Du so alles ausgräbst ;-) !
Es muss also noch einen geben...

VG,
Micha

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Joerg
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Re: Frage zur Gründung eines Spieletreffs

Beitragvon Joerg » 2. Dezember 2002, 09:39

Von welchem Ort sprechen wir ?
Mit Interesse, Joerg !

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Hanno Schwede
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[OT] Seminarwunsch: Zeiteinteilung für Anfänger ?

Beitragvon Hanno Schwede » 2. Dezember 2002, 10:42

Hallo Rüdiger

ich habe Deinen Beitrag Aufmerksam gelesen und bin dabei über eine Bemerkung gestolpert :

> Derzeit treffen wir uns 2-wöchentlich Donnerstags ab 19.30 Uhr.
> (Das Wochenende ist uns zu heilig, das genießt jeder für sich selbst.

Ich hab darauf hin noch meinen Kalender konsultiert und musste feststellen, das meine Woche immer nur einen Donnerstag beinhaltet. Da mir meist ein Tag in der Woche fehlt an dem ich mal so richtig Spielen kann, wollte ich fragen ob Du m ir die Geschichte mit dem 2ten Donnerstag näher bringen kannst.

Ich denke ein Seminar zu diesem Thema wäre im Sinne der gesamten Spielerschaft wünschenswert.

Hanno, der sich diesen Beitrag nicht, aber die hoffenlich offensichtlichen Smilies sehr woh verkneifen konnte *gggg*

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hannes

Re: [OT] Seminarwunsch: Richtig lesen und interpretieren

Beitragvon hannes » 2. Dezember 2002, 12:08

> > Derzeit treffen wir uns 2-wöchentlich Donnerstags ab 19.30 Uhr.

2-wöchentlich ist nicht 2x-wöchentlich.
Vierzehntägig hat übrigens auch nichts mit 4 Zehen zu tun. :D ;-)

SCNR
hannes

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Hanno Schwede
Kennerspieler
Beiträge: 392

Re: [OT] Seminarwunsch: Richtig lesen und interpretieren

Beitragvon Hanno Schwede » 2. Dezember 2002, 12:22

hannes schrieb:
>
> > > Derzeit treffen wir uns 2-wöchentlich Donnerstags ab
> 19.30 Uhr.
>
> 2-wöchentlich ist nicht 2x-wöchentlich.
> Vierzehntägig hat übrigens auch nichts mit 4 Zehen zu tun.
> :D ;-)
>
> SCNR
> hannes

UPS

und ich dachte mein Problem mit der Zeiteinteilung wäre gelöst.....

Sorry muss ich da wohl in Rüdigers Richtung sagen.

Wie heisst es doch in unserem Spielekreis:

"Wer lesen kann ist klar im Vorteil"

Da habe ich wohl alle Vorteile verspielt

Hanno, der Hannes für das neue Seminarthema dankt, aber trotzdem noch an dem anderen Thema interessiert wäre...


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